Ausgabe 
10.10.1867
 
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werde; er werde Rom verlassen, falls die Unab- hängigkeit des Römischen Stuhles bedroht sei. Man versichert, daß sich der Papst aber nicht in's Ausland begeben, sondern sich zunächst nach Ci⸗ vita Vecchia zurückziehen werde.

Die Journale verlangen, daß die Regie- rung den Aufständischen in der Besetzung Rom's zuvorkomme. Neueste Nachrichten melden, daß die Insurgenten sich der Stadt Rom nähern. Der biesige spanische Consul verweigert, Pässe nach Rom zu visiren.

Amerika. Man meldet aus Mexico vom 7. September: Der Leichnam des Kaisers Maxi- milian ist hier angekommen; er ist nach Vera- Cruz abgesandt worden. Man versichert, die Mission des Admirals Tegethoff sei geglückt.

Lauterbach. Die Generalversammlung der Actionäre der Spar- und Leihkasse dahier hat der Blindenaustalt zu Friedberg und dem Invalidenfonds zu Darmstadt je 100 fl. zugewiesen.

Fraukfurt. Der

wird von hier ge

M. Ztg.

meldet: Endlich gelang es, eine Bande von acht: Per-

sonen zu verhaften, welche in Verbindung mit vielen männlichen und weiblichen Gehülfen und Hehlern seit Jahren die hiesige Eisenbahn zum Gegenstand ihrer Plün⸗ derung machten. Erst kürzlich stahlen sie acht Koffer und Kisten mit theilweise sehr werthvollem Inhalt, indem sie während der Nacht die auf der Bahn stehenden Waggons

unehrenhaft für hundert

erbrachen Die meisten Angeschuldigten sollen übrigens dem ehemaligen Frankfurter Bataillon angehört haben. Auch in benachbarten hessischen Orten wurde gestern Haus⸗ suchung vorgenommen.

Darmstadt. Die Direction der hitsigen Realschule macht bekannt, daß Montag den 14. Oct. l. J. das neue Schuljahr beginnt. Schüler, welche die 1. Classe dieser Schule mit dem Zeugniß der Reife verlassen, erlangen damit gewisse Berechtigungen für den Civil⸗, namentlich den Postdienst und insbesondere das Recht, als einjährige Freiwillige dienen zu können.

Darmstadt. Die neulich etwähnte, am 7. d. ab⸗ gehaltene Versammlung, welche wegen Begründung von Arbeiterwohnungen berieth, war von etwa 5060 Theil⸗ nehmern besucht. Allseisig wurde das vorliegende Be⸗ dürfniß anerkannt und deßhalb die Erwählung eines aus 10 Personen bestehenden Comités, das einer demnächst einzuberufenden größeren Versammlung die geeigneten Vorlagen machen soll, beschlossen.

Alzey. Kürzlich wurde in der Kirche zu Alzey ein⸗ gebrochen. Als der That verdächtig ist nunmehr ein blut⸗ junges Bürschchen in Untersuchung genommen worden, das nach seinem Geständniß durch diese Handlung den Kirchen diener um sein Amt zu bringen gedachte.

Zum Genfer Friedenscongreß hatte Frau Fanny Lewald au Karl Vogt als geistigen Beitrag zehn Thesen geschickt, welche lausen: 1) Eine Streitigkeit durch die Faust oder durch den Stock zu entscheiden, ist unwürdig und unehrenhaft. 2) Was für den einzelnen unwürdig und unehrenhaft ist, das ist auch unwürdig und tausend, zehntausend, hundert

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tausend. 3) Wenn es unwürdig und unehrenhaft ist, seine eigenen Streitigkeiten durch eine Prügelei zu enischeiben, so ist es noch viel unwürdiger und unebrenhafter, sich auf Befehl eines Dritten und zu bessen Nutzen zu schlagen und Menschen zu tödten, die Euch persönlich nichts zu Leide gethan haben. 4) Zwei Menschen, die sich auf ofsner Straße schlagen, werden von jedem vernünftigen und gebildeten Manne getadelt, und es kommt Nie⸗ mandem bei, den Sieger zu bewundern. 5) Warum be⸗ wundert man den Sieger in einem Kampfe, der von 100,000 Menschen um eines Vortheils willen, der fast niemals ihr eigner ist, geliefert wird? 6) Wenn zwei Menschen auf der Straße sich prügeln, fällt es ihnen nicht ein, Gott zum Zeugen aufzurufen oder zu glauben, daß Gott sich speziell um den Ausgang dieses Kampfes küm⸗ mert. Ganz ebenso wird es mit zehn Menschen sein, die sich unter einander prügeln. 7) Wenn zwei Menschen, welche sich prügeln, sich unterfingen, von dem Gotte der Prügeleien zu sprechen und den Beistand Gottes für ihr unvernünftiges und unwürdiges Thun anriefen, so würde man mit Recht sie Narren oder Gotteslästerer schelten. 8) Ebenso würde man für Narren oder Gotteslästerer die zehn oder zwanzig Mann halten, welche sich auf offner Straße schlügen und den Gott der Prügeleien anriefen, daß er insonderheit der einen oder anderen Seite der Kämpfenden beistehe. 9) Welches ist nun die Zahl, die erforderlich, damit jenes Wesen, das Ihr Gott nennt und das Ihr als den Gott der Liebe anruft, Partei ergreife in den Prügeleien und in den Kämpfen ungebildeter und unvernünftiger Menschen? 10) Glaubt Ihr wirklich, daß Zahl und Masse Eindruck machen könne auf Gott, dessen Wesen die Unendlichkeit ist? Glaubt Ihr nicht, daß es eben so gotteslästerlich ist, von einem Gol der Schlachten wie von einem Gott der Prügeleien zu sprechen?

* Zraunkohlenverkauf.

2271

Für die gegen Credit zu beziehenden Braunkohlen beginnt auf dem Großberzoglichen Dorheimer Berg;

werke mit dem 1. October 1867 eine neue Credttpersode laufend bis Ende December 1867 und verbunden mit

einer Zahlungsfrist bis Ende März 1868. 14 Stück Klötze.

Der Preis der Koblenklötze ist wie seither 12 Kreuzer für 1 Centner

Die Fuhrleute wollen die Gegenscheine, welche ihnen bei Abgabe des Bürgscheins eingebändigt werden, bei jedem Kohlenbezuge mitbringen, damit die einzelnen Bezüge in dem Gegenschein notirt werden können. Bei Zahlung der Creditsumme an Großherzogliche Bergkasse zu Friedberg ist gleichfalls die Vorzeigung des Gegen-

scheins erforderlich.

Dorheimer Bergwerk den 21. September 1867.

Großherzogliches Bergamt Dorheim Storch.

Marktverlegung.

2404

Wir bringen hiermit zur öffentlichen Keuntuiß, daß mit Genehmigung Großherzoglichen

Ministeriums des Innern der nach dem Landkalender auf den 14. d. Mts., fallende Krämer

markt und auf den 29. d. Mts. fallende Schweinemarkt hiesiger Gemeinde auf

den

28. October verlegt worden sind, an welchem Tage dieselben in diesem Jahre und ferner

abgehalten werden. Rodheim am 3. October 1867.

Großherzogliche Buürgermeisterei Rodheim eee

Kiesernsamen-Versteigerung.

2352 Dienstag den 15. October d J., Vormittags 10 Uhr, kommt in dem Wirthschaftslocal von Karl Hermes dahier die diesjäbrige Kiefernsamen Ernte in den Freiberrlich von Franckenstein'schen Waldungen in der Gemarkung Ockstadt bei Friedberg zur öffentlichen Versteigerung.

Ockstadt den 2. October 1867.

Fretherrlich v. Franckenstein'sche Oberförsterel Ockstadt

Wilbrand. a

Lieferung für das Landeszuchthaus Marienschloß.

2347 Mittwoch den 16. October l. J., Vormittags 10 Uhr, wird dahter für 1868 zur Lieferung versteigert: 1) 1000 Stück Weißkraut, 2) 250 Wrrfiag, 3) 60 Centner Sauerkraut, 4) eirca 76 Centner Ochsenfleisch,

5) 24 Schweinefleisch, G.A deisch 7) 25» Schweineschmalz.

Mar lenschloß den 2. October 1867. Großherzogliche Landeszuchthaus- Direction Trump ler.

Arbeits⸗Versteigerung.

2402 Samflag den 12. d. Mts., Nachmittags 2 Uhr, soll auf dem Bureau des Großberzoglichen Bürger; meisters zu Trals- Münzenberg für 72 fl. Stein⸗ kopferarbelt einer öffentlichen Versteigerung ausgesetzt werden. Gambach am 5. October 1867. Schneider, Bezirks ⸗Bauaufseber.

Die Lungenschwindsucht 2276 wird naturge mag, ohne innerliche Medica⸗

mente geheilt. Adresse: Dr. H. mann in Mann- heim.(Gegenselig krango.) not

Bekanntmachung.

2371 Bei der diesjährigen Verloosung der Partial Obligationen der isr. Gemeinde Vilbel wurde die Nr. 29 à 50 fl. zur Rückzablung gezogen. Der In- haber dieser Obligatton wird hierdurch aufgefordert, vorgenannten Betrag am 31. Dezember 1867 bei der hiesigen isr. Gemeindekasse gegen Rückgabe der bde⸗ treffenden Schuldurkunde und der nicht fälligen Zins abschnitte zu erheben. Mit dem 1. Januar 1868 bört die Verzinsung derselben auf.

Zugleich werden die Inhaber der Partial-Obligatlonen aus diesem Aulehen davon benachrichtigt, daß die neuen Zinscoupons-Bogen gegen Vorzeigung der Talons bei dem Rechner der hiefigen isr. Gemeinde- kasse, Lehrer Rausch zu Vilbel, in Empfang genommen werden konnen.

Vilbel den 30. September 1867.

Der Vorstand der isr. Gemeinde Vilbel.

Bekanntmachung.

2410 Forderungen an Seminaristen aus dem ver laufenen Sommetsemester wollen um so gewisser binnen 14 Tagen bet uns angemeldet werden, als sonst auf unsere Mitwirkung zur Berichtigung derselben nicht ge. rechnet werden kann. Friedberg am 8. October 1867. Großherzogliche Seminardirectton

Steinberger.

Bekanntmachung. 2403 Für hiesige Saline sollen 75 Achtel Korn à 180 Pfund und 35 Achtel Gerste à 160 Pfund Zollgewicht auf dem Submissionswege angekauft werden

Lieferungsanerbietungen sind versiegelt und mit der AufschriftFruchtlieferung betreffend bis zum 16. d. M. Morgens 10 Uhr anuher einzureichen. Die Lieferungs bedingungen können dapter an den gewöhnsichen Wochen⸗ tagen Vormittags eingesehen werden

Nauh elm am 7. October 1867.

Großherzogliches Salinenamt Nauheim F. Schreiber,

Arbeits- Versteigerung. 2411 Montag den 14. d. Mts., des Morgens 10 Uhr, soll das Zerschlagen der von dem Pflaster in Nieder⸗ Weisel erüberigten Steinen auf dem Rathhaus da⸗ selbst an die Wenigfinehmenden öffentlich in Accord gegeben werden. Friedberg den 8. October 1867. nere Friedberg e u

Obligations-Verloosung. 2407 Bei der diesjährigen Odligattons⸗Verloosung der Gemeinde Büdes heim find aus dem Anlehen bet dem Handlungsbaus S. Lindbeimer in Friedberg zur Rückzahlung geiogen worden;

Aus dem Anleben von 1835 die Nr. 31, 36, 40, 42 und 44 à 200 fl. und Nr. 85 à 100 fl.

Aus dem Anlehen von 1840 die Nr. 8 und 43 à 100 fl.

Die Besizer dieser Schuldscheine werden biervon in Kenntntß gesetzt, vaß genannte Beträge am 31. December d. J. bei biesiger Gemeindekasse gegen Rückgabe der quittitten Obligauonen und der noch nicht fälligen Zins. Coupons in Empfang zu nehmen find, da von diesem Tage an deren Berzinsung aufbört.

Die Obligationen Nr. 33 à 200 fl. aus dem An⸗ leben von 1835 und Nr. 57 à 100 fl. aus dem Anlehen von 1840 wurden für 1866 zur Rückzahlung gezogen und werden die Befitzer wiederholt aufgefordert diese Beträge, welche seit 1. Januar 1867 unverzinslich steben, in Enipfang zu nehmen.

Büdeshelm den 7. October 1867.

Großherzogliche e Büdes heim ie ß.

Bekanntmachung.

2416 Mit Genehmigung Königlicher Regie- rung wird wegen der israelitischen Festtage der auf den 15. October 1867 fallende Kram⸗ und Viehmarkt dahier auf Donnerstag den 17. October 1867 verlegt. Windecken den 8. October 1867. Der Stadtvorstand Menger.

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