Ausgabe 
10.8.1867
 
Einzelbild herunterladen

Diel III. von Ober⸗Wöllstadt,

Crenneville, der Oberststallmeister Graf Grünne, der Obersthofmeister Fürst Hohenlohe, der Oberst⸗ Ceremonienmeister Landgraf von Fürstenberg, der Oberstküchenmeister Graf Wratislaw. Der os⸗ manische Botschafter Haidar Effendi erhielt gleich falls das Großkreuz des Medschidje⸗, sowie vom Kaiser das Großkreuz des Leopold Ordens. Fuad Pascha erhielt das Großkreuz des Stephan⸗Ordens in Brillanten, Freiherr v. Beust das Großkreuz des Medschidje-Ordens, gleichfalls in Brillanten.

Schweiz. Bern. Der preußische Ge⸗ sandte in der Schweiz zeigt dem Bundesrathe an, daß der König von Preußen auf seinen Be⸗ richt und auf den Antrag der Ministerien der auswärtigen und der geistlichen Angelegenheiten den preußischen Unterthanen den Besuch der Uni⸗ versitäten in Zürich und Bern allgemein wieder gestattet hat..

Frankreich. Paris. Die General rathswahlen sind vollzogen und fielen 450 auf Regierungs⸗Candidaten, nur 21 gehören der Opposition an.

Am 17. ds. soll das internationale Bankett der Aussteller stattfinden und hofft man, daß der Kaiser daran Theil nehmen wird. Es werden deßhalb großartige Vorbereitungen getroffen und wird das Fest aus einem Bankette, einem militärischen Concerte, einem Carroussel, einem Umzuge und einer Vorstellung bestehen.

Die Nachrichten, ob eine Zusammenkunft des Kaisers Napoleon und des Königs von Preu⸗ ßen zu Stande kommt oder nicht, sind sehr wider- sprechend. Einige Blätter erklären bestimmt, daß eine Zusammenkunft nicht stattfinden werde, andere wollen eben so bestimmt wissen, daß sich die bei⸗ den Monarchen in Baden-Baden begegnen würden.

Belgien. Der Norddeutsche Bund ist kürz⸗ lich in Antwerpen Gegenstand einer festlichen Demonstration gewesen, als in dem dortigen Ha⸗ fen das erste Schiff mit der neuen Bundesflagge einlief. Die in Antwerpen wohnenden deutschen Kaufleute und Schifffahrts⸗Verwandten hatten sich zu einem Bankett vereinigt, auf dem mancherlei Trinksprüche auf den neuen Bund und stine Ein⸗ richtungen ausgebracht wurden.

Türkei. Constantinopel. Der Sul⸗ tan ist am 7. ds. Morgens 9 Uhr wieder hier eingetroffen; die ganze Stadt war festlich geschmückt; an demselben Abend fand eine Beleuchtung des Bosporus statt.

Amerika. Ueber das Schicksal des franzö⸗ sischen Gesandten in Mexico ist man noch immer im Ungewissen. Auch über dem Loos des belgischen Ge⸗

*

sandten in Mexico, des Herrn Bloudeel de Cullen⸗ broeck, schwebt ein großes Dunkel. Die Regierung läßt durch eine ihrer officiösen Federn erklären, er habe sich vor zehn Monaten nach Europa ein⸗ geschifft, aber Niemand weiß, wo er weilt.

Nauheim. DemFrkft. Beob. wird von hier ge schrieben: Bei einem Besu ge des seiner Vollendung ent⸗ gegengehenden neuen Badehauses sahen wir in dem, großen Bade⸗Wartesaal die von Hru. Maler Wilhelm Beer aus Frankfurt in Oelfarben gemalten herrlichen Plafond Decorationen, welche in drei Medaillons, die lebensgroßen Bilder der drei Elemente, Feuer, Wasser und Luft(in sinnbildlicher Weise die Entstehung des Sprudels an⸗ deutend) darstellen. Es sind dies höchst effectvolle, in warmen Tönen, mit großem Farbenreichthum ausgeführte Arbeiten. Ein anderes, sehr gelungenes Werk desselben Künstlers, die dem Meere entsteigende Venus darstellend, ebenfalls in Oel gemalt, ziert den für den Großherzog reservirten Salon. Die übrigen Decorationen und Male⸗ reien des Wartesaals, weiche sich durch Geschmack und Eleganz auszeichnen und in keinerlei Weise ähnlichen Pariser Arbeiten nachstehen, sind aus der geübten Künstler⸗ hand des Hrn. Maler G. Hieronymus von Friedberg

hervorgegangen.

Darmstadt. Als Curiosum wird gemeldet, daß ein hessisches Kreisamt im betr. offiziellen Anzeigeblatt ein Ausschreiben erlassen hat, worin es unter der Rubrik: die Vertilgung der der Landwirthschaft schädlichen Vögel betr. die Vertilgung der Kornhamster in Anregung bringt. Wie werden sich die edlen Hamster der Rang⸗ erhöhung, der Versetzung unter die Vögel, freuen! Lorsch. Darmstädter Blätter entnehmen wir die interessante Mittheilung, daß im Auftrage der Großherzog⸗ lichen Handelskammer in Darmstadt Herr Fabrikant Wenk von da eine Zählung der an hiesigem Platze befindlichen Cigarrenarbeiier vorgenommen hat und die Zahl derselben (einschließlich der Sortirer, Ausripper und Wickelmacher) 715 beträgt. Eine angestellte Durchschnittsberechnung er⸗ gab, daß wöchentlich mehrere Tausend Gulden Arbeitslohn ausbezahlt werden. Es bedarf kaum der Erwähnung, daß der größte Theil dieses Belrags im Orte selbst umgesetzt wird und daß in allen Schichten der hiesigen Bevölkerung dies eine wesentliche Grundlage zum aufblühenden Wohl⸗ stande äußert. Natürlich würde ein bedeutender Strich durch die Rechnung gemacht, wenn die projecticte Tabaks⸗ steuer, eine Folge des abgeschlossenen Zollverbandes, in Wirklichkeit zur Anwendung käme.

Lindenfels. DieHess. Volksbl. berichten: Am letzten Mittwoch fand hier zum erstenmal eine vereinigte Conferenz der katholischen und evangelischen Lehrer des Kreises Lindenfels statt, die von dem größten Geist der Duldung getragen war. Die zahlreich besuchte Versammlung wurde durch den Gr. Kreisrath Röhmheld von Lindenfels eröffnet, die Debatten durch die Mitglieder der Kreisschul⸗ commission, evang Dekan Marchand von Lindenfels und kathol. Pfarrer Hinkel von Ober⸗Absteinach gelettet. Haupt⸗ gegenstand der Berathung war die Frage, wie man straf⸗ baren Schulversäumnissen am wirksamsten begegne, worüber Lehrer Hackleb von Birkenau einen längeren Vortrag hielt. An der Discussion betheiligten sich vorzugs weise Pfarrer Schmitt von Fürth, die Lehrer Plank von Linden⸗

halten und eine dritte gemeinschaftliche stattfinden solle. Nach dem Schlusse der Berathungen versammelten sich die Theilnehmer zu einer geselligen Vereinigung in dem Gast⸗ hof zur Harfe. Mainz. Neulich wurde ein in Worms verhafteter Landstreicher eing Geld fand.

Pfeddershe

sich dahier ein neunjähriger Knabe. Oerselbe hatte früher einen Menschen an einem Baume hängen sehen und hat sich seither mit dessen Tod viel zu schaffen gemacht; es scheint als hätte er mit dem Hängen auch einmal einen Versuch machen wollen.

2 Neue Methode der Kleeheubereitung. Die Zeitschrift der landwirthschaftl. Vereine des Groß⸗ herzogthums Hessen berichtet über eine neue Methode der Kleeheubereitung, welche in Folgendem besteht: Der Klee wird gemäht, wenn der obere Theil der Blüten vollständig

entwidelt ist, ble und wird dann

nichts von den H

Futters haben.

Auf Befragen erklärte er, er habe mit Reibenbach zusammengesessen und dieser ihm den an Müller Zahn verübten Raubmord zugestanden. Wackenbruch bei Nack habe er 1500 fl. vergraben. Reiden⸗ bach habe ihm zugemuthet, das Geld zu heben, nach Amerika zu gehen und dort an den Landesfürsten zu

schreiben, er sei der Mörder. die mit dem Landstreicher an Ort und Stelle war, fand wirklich 1500 fl. vor, so daß von den entwendeten 4000 fl. jetzt 2000 fl. beigebracht sind.

Bunde werden zusammengesetzt; das obere Gebund wird etwas schwerer gemacht als die übrigen, damit der Wind

jährigen Erfahrung soll diese Art der Heubereitung die billigste und die am wenigsten zeitraubende sein; auch soll der stärkste Regen keinen Einfluß auf die Qualität des

ebracht, bei dem man 100 fl. baares

In dem

Eine Gerichtscommission,

im. Vorigen Sonntag Abends erhängte

ibt bis nach erfolgter Abwelkung liegen in Bunde gebunden. Je zehn dieser

aufen fortführen kann. Nach einer drei⸗

Southampton ab

angekommen. Das

wohlbehalten in

Telegraphischer Bericht. Mitgetheilt von Chr. Hecht in Friedberg, Spec.⸗Agent.

Das Hamburger PosidampffchiffCimbria, Capt. Trautmann, welches am glücklichen Reise von

Bremer

G. Ernst, welches nach einer schnellen und glücklichen Reise von 11 Tagen

20. Juli von Hamburg via ging, ist nach einer ausgezeichnet schnellen 10 Tagen wohlbehalten in New⸗Pork

PostdampfschiffAmerika, Capitain am 20. Jull von Bremen abging, ist

New⸗Pork angekommen. f

wir mit vollem hiesigen kunstlie

durch kunstvolle

fels, Frühauf von Ober⸗Kainsbach. Beschlossen wurde, daß jede Confession jährlich 2 getrennte Conferenzen ab⸗

unterscheiden.

Jas mechanisch-bewegliche Weltmuseum

des Herrn Glaser, das derselbe auf der Freiheit dahier in einem Riesen⸗Salon⸗Wagen, der an sich schon etwas Interessantes und Merkwürdiges ist, aufgestellt hat, können

Sehenswerthes bestens empfehlen. Die Darstellungen vom Kriegsschauplatze in Böhmen sind nicht allein duch ihre naturgetreue Zeichnung, sondern auch durch wirklich schöne Malerei beachtenswerth. Auch die Tableaux zeichnen sich

durch die täuschende Beweglichkeit der Figuren aus, wodurch denselben gleichsam Leben eingehaucht wird, so daß man beinahe nicht im Stande ist, Kunst und Natur hier zu

Rechte und aus eigner Anschauung dem benden Publikum als etwas wirklich

und finnreiche Mechanik, und besonders

Cdictalladung. f

1246 Bekannte und unbekannte Gläubiger des Philipp über dessen Vermögen

CToncurs erkannt ist, haben Ansprüche jeder Art an

dasselbe:

Mittwoch am 21. August d. J., Morgens 9 Uhr, zu liquidiren, gegenfalls sie von der Masse ausgeschlossen sind. In demselben Termin oll über Bestellung und etwasge Verpflichtung eines Masse⸗ curators, Ernennung eines Gläubiger⸗Ausschusses und Veräußerung der zur Masse gehörenden Immobtlien

Preise von 12 kr. abgegeben. Grube Weckesheim den 8. August 1867.

Brannkohlen- Verkauf.

1881 Von beute ab wird auf hiesiger Grube bis auf Weiteres der Centner Holzkohlen zu dem ermäßigten

Fürstliche Bergverwaltung K r b

Bekanntmachung.

Beschluß gefaßt werden. Nicht persöhnlich erscheiuende oder nicht durch Special;

bevollmächtigte vertretene Gläubiger werden in jenen Bezlehungen als der Mehrheit der eine deßfallsig:

Erklärung selbst abgebenden Gläubiger betretend angesehen.

Friedberg, am 10. Mat 1867. Großherzogliches Landgericht Friedberg Reitz, Steinberger,

Landrichter. Landgerichts ⸗Assessor.

Jagdverpachtung

1869 Montag den 26. d. Mis., Vormittags 10 Uhr, soll die der biefigen Gemeinde zustehende Feld: und Gemeindehaus dahter an die Meist⸗

Waldjagd auf dem bletenden verpachtet werden. Hoch⸗Weisel am 7. August 1867. Großherzogliche e Hoch⸗Weisel t e.

1836 Mitiwoch den 21. August d. J., Morgens 10 Uhr, foll die im Orte Reichelsheim gelegene, dem Großb. Figcus gebörige Hofraithe, welche seither als Amts- dienerwohnung und Gefängniß benutzt wurde, in dem Gasthause des Herrn Conrad öffentlich an den Meist⸗ bietenden versteigert werden.

Das Anwesen besteht in einem zweistöckigen Wohn bause nebft kleinem Stall und Hofraum in der sog. Heingraße lt. Stockbuch Nr. 6857 2 6 Ruthen 59 Schuh und in einem Garten beim Haus lt. Stockbuch Nr. 6858= 1 Ruthe 82 Schuh groß.

Die deßfallfigen Bedingungen können bei Bürger⸗ meisterei Reichelsheim und auf unserem Bureau ein⸗ gesehen werden.

Frledberg am 1. Augufl 1867.

Großherzogliches Rentamt Friedberg Lin deck

O bstverstei gerung

1873 Montag den 12. d. M., Mittags 2 Uhr, sollen die Birnen an den Bäumen auf der Staalsstraße von Friedberg nach Homkurg zunächst bei Friedberg und um

Ort und Stell

Käse- Offerte.

1773 Emmenthaler⸗, Schweizer⸗, Nahm⸗ und

e Limburger⸗Käse eigener Fabrikation in der Schweiz

Uhr die hinter Ober⸗Rosbach, an öffentlich meifibietend versteigert werden. Friedberg ven 8. August 1867. eee e e Friedberg e u ß.

und in Batern empfehle ich dei Abnahme von mindestens 25 Pfund äußerft billig

Neinhold Heydecke, Frankfurt a. M., Brückhofftraße Nr. 20.

Güt

Flur. Nr.

e r. er⸗Versteigerung. 1882 Dienstag den 13. August d. J., Vormittags 11 Uhr, soll in biesigem Rathbause auf freiwilligen Anttag der Ehefrau des 1 Engel, zu Nie ein derselben zustehendes Grundsk ftr. 005 12. 253. Acker an der Warte, öffentlich metfibietend versteigert und bei annehmbarem Gebot die Genehmigung alsbald ertheilt werden. Friedberg den 8. August 1867.

Nie Frtedberg. d*

Lehrers Schwarz, geborene

Gemarkung Friedberg.

Der dienstälteste Gerichtsmann Fouc ar.

Immobdtlien, werkstätte in

Zuschlag alsba Friedber

Hofraithe⸗

Acker im Ellern dietend versteigert und det annehmbaren Geboten der

Bürgers und Feilenbauers demselben dahter zustehenden nämlich: eine Hofratthe mit Schlosser⸗ der Vorstadt zum Garten, sowie ein abzugsvalber nochmals öffentlich meist

ld ertheilt werden. g am 8. August 1867. 1 e Friedberg

d 5 b

1691

Der dienfiälteste Gerichtsmann Fouc ar.

und Güterversteigerung. 1 less Montag den 12. August d. J. Vormittag, 11 Ubr, sollen in hiesigem Ratbhaufe auf wiederholt

freiwilligen Antrag des Pbtlipp Schuchmann die

1706 Obie Prämien!

Ptosr heilung jed

Dife

1788 Die meinem che daß dieselbe an eine gul

Brei

Nor

Poe

1797(stanz flaches und Dach gewäh gewoͤhnliche

Tho

g

1551 aller 3

N Rrparat 1