Parlaments Wahlen.
73 Unterm heutigen hat das Localcomité dahier das nachstehende Schreiben versandt:
Geehrter Herr! Der von dem Gießener Centralwahlcomité der bevorstehenden Par⸗ lamentswahlen wegen erlassene Wahlaufruf wird, wie sich unterstellen läßt, auch in Ihre Hände gelangt, wenigstens zu Ihrer Kenntniß gekommen sein. Nach Eingang desselben hier am Orte hat sich alsbald ein Wahlcomite gebildet, welches sich in jeder Woche zu mehreren Sitzungen vereinigt und wurde außerdem die Einrichtung getroffen, daß allwöchentlich ein Mal an einem bestimmten Abende eine öffentliche Besprechung über den hier in Frage seienden Gegenstand stattfindet.
Um die Bewegung in föͤrderlicher Weise zu organisiren, erscheint es dringend geboten, daß sich an jedem auch noch so kleinen Orte unserer Provinz ein Wahlausschuß constituire und er⸗ laubt sich das unterzeichnete Comits, Ihre Thätigkeit dahin in Anspruch zu nehmen, daß auch bei Ihnen ohne jeden Aufschub die erforderlichen Schritte zur Schaffung eines Mittelpunkts, dessen Aufgabe eine in's Leben zu rufende energische Wahlbewegung wäre, geschehen. Wir er⸗ lassen es uns hierbei, noch besonders hervorzuheben, von welch ganz außerordentlicher Wichtigkeit der Zusammentritt des Parlaments für die Geschicke unseres deutschen Vaterlandes ist und wie es wünschenswerth erscheinen muß, daß bei der Wahl der Abgeordneten der Wille des Volkes in ungefälschter Weise zur Geltung gelangt. Der Thätigkeit eröffnet sich hier ein großes Feld und sollte sich die Nothwendigkeit ergeben, daß Sie Ihren Bemühungen ein weiteres Ziel setzten, Sie solche besonders noch auf andere Orte Ihrer Gegend übertragen, so werden Sie sich im Interesse der guten Sache gewiß bereitwilligst auch diesem unterziehen.
Bei dem dahier in den Comitesitzungen und den öffentlichen Versammlungen stattgehabten Meinungsaustausch haben sich die Ansichten, was die Diatenfrage betrifft, soweit geklärt, daß man es für geboten erachtete, einen Fond zu bilden, aus welchem die Dotation der Abgeordneten zu bestreiten ist, und sind demgemäß in Friedberg wegen Aufbringung der Gelder bereits die erforderlichen Einleitungen getroffen worden.
Im Uebrigen halten wir die Ausschreibung einer Provinzialversammlung, welche wo mög— lich in Friedberg, das sich seiner geographischen Lage nach hierzu empfehlen möchte, abzuhalten wäre, fur dringend geboten und haben wir uns deßhalb bereits mit dem Centralcomits in Gießen in Verbindung gesetzt.
Was die Aufstellung von besondere Schwierigkeiten und wollen Sie dieselbe zum wägung machen.
Die Kreise Friedberg, Vilbel, Buͤdingen, nebst den Orten Kastel und Kostheim nächst Mainz bilden nach Anordnung der Regierung den zweiten Wahlkreis unserer Provinz und dürfte es angemessen erscheinen, daß die Wahlbewegung, insoweit sie diesen Wahlkreis betrifft, in Friedberg ihren Mittelpunkt finde.
Wir ersuchen Sie, uns möglichst bald von der Bildung eines Comités an Ihrem Wohn⸗ orte Kenntniß geben und uns uberhaupt von allen wichtigeren Vorkommnissen bezüglich der Wahlangelegenheit benachrichtigen zu wollen.
Zusendungen belieben Sie an den Schriftführer unseres Comités, den Herrn Buchhändler C. Scriba in Friedberg, gelangen zu lassen.
Schließlich laden wir zu einer Versammlung auf Sonntag den 13. l. Mts., Vormittags 11 Uhr, in Friedberg(RNathhaus) hiermit ein und setzen auf die Tagesordnung unbeschadet etwaiger anderer Anträge:
1) die Frage, wer als Abgeordneter für unsern Wahlkreis in Vorschlag gebracht werden soll;
2 die Diätenfrage;
3) die Frage, welche Mittel in Anwendung zu bringen sind, um die Wahlbewegung vor— nehmlich auf dem Lande anzuregen und zu unterhalten.
Wir bitten Sie die Einladung zu dieser Versammlung in Ihren Kreisen bekannt zu machen, die vorerwähnten Punkte der Tagesordnung vorher zu besprechen und auf eine recht zahlreiche Betheiligung an der Versammlung hinzuwirken.
Friedberg den 5. Januar 1867. Hochachtungsvoll
Das Local-⸗Comit é.
(Folgen die Unterschriften). Geschüfts-Empfehlung!
Ein lüchtiger Arbeiter 8 Einem blesigen und auswärtigen Publikum erlaube
75 findet dauernde Beschäftlgung 8 5 rödel. ich mir eigebenst anzuzeigen, daß ich von jetzt an auch 8
neben meinem Schteinergeschäft das Glasergescäft de⸗ Ein gebrauchtes Pianino
geeigneten Candidaten anbelangt, so bietet diese Frage ganz Gegenstande Ihrer reiflichsten Er⸗
Turnverein.
68 Freitag den 11. d. M. General ⸗Versammlung.
55 Soeben ist erschtenen und bel Binder nagel und Schimpff in Friedberg zu haben:
Rheumatismus
und Lähmungen.
Deren wahre Natur, Ursachen und gründliche Heilung, mittelst einer neuen vollständig naturgemäßen und un⸗ fehlbaren Methode.
Leldenden jeden Grades, Geschlechis und Alters empfohlen von Dr. Luitpold Reiner.
Naumburg det F. Regel. Preis br. 21 kr.
Indem der Verfasser in klarer, Welse überzeugend nachweist, wie sehr man sich bieher über den Sitz und das Wesen des Rheumatis mus geirrt, und daß aus diesem Grunde auch alle bis⸗ ber dagegen angewandten Mittel gar keinen, oder höchfiens nun vorübergehenden Erfolg haben konnten, gibt er zugleich in dieser Schrift ein so einfaches als unfebhlbares Heilverfahren an, welches allen Leidenden die sichersle Hülfe bietet.
76 Unterzeichneter bringt seia Hut- und Kappenlager in empfeblende Erinnerung, sowie Relse n, Jagd und Geldtischen, Hosenträger, Halsbinden, Portemonnates, Uniforms- und Bukokin-⸗Handschuhe und alle in dieses
Fach einschlagende Artikel. 7 7 Heinrich Franck, Hof Kappenmacher.
Steinkahlen
2734 verkauft zum Zechenpreis 2 Naubem. J. Schimpf.
Zu verkaufen.
34 Eln neuer Wagen mlt Anstrich ist zu verkaufen. Wo? sagt die Exped. d. Bl.
51 Einen gebrauch ten Flügel verkauft billigst, wer? sagt die Exped. d. Bl g
Für Kapitalisten.
53 Gegen gute Hppotheken können 6000 fl. zu 4½ und 50% pracirt werden. Nähres durch die Expd. d. Bl.
Kirchenbuchsauszug. Getraute: 30. Dec.(Zu Hermannstein). Heinrich Schäfer, Zugsoberfeldwebel im 2. Großb. Infanterie ⸗Regtment, Sobn des verstorbenen Ortsbürgers Joh. Schäfer in Annerod im Kreise Gießen und Marta Christina Reuschling, Tochter des Bürgers und Zimmermannes Carl Reuschling zu Hermannstein. Getauft e: Dem biefigen Bürger und Gr. Rent. geboren den
1. Januar. amtedtener Michael Jung ein Sohn, Emil, 23. December. 5
30. Dec.(Zu Heldenbergen). Dem hles. Bürger und Geometer zu Heldenbergen Heinrich Meyer eine Tochter, Clara Mathilde Elssabetha, geb. den 9. Der.
Beer digte:
3. Januar. Der Bürger zu Berstadt und Büreau⸗ diener an der Maln⸗Weser Bahn dahier, Heinrich Lotz, 65 Jahre, 19 Tage alt, 4 den 1. Januar.
allgemein faßlicher
treiben werde und bitte um geneigten Zuspruch. 10 hat zu verkausen H Neisel A senheim. Karl Schmidt. Drebermeisler.
Verantw. Red.: Hermann Schimpff. Oruck und Verlag von Bindernagel 4. Schimpff.
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