Ausgabe 
10.1.1867
 
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Da 1867. Donnerstag den 10. Januar. N 5.

ne 1 6 12 9 Port* 1 0 Dodam⸗* 0 8 1 eg tr 9 8 en* Sn e u f 8 1 n. ben Entbält die amtlichen Exlasse für den Kreis Friedberg. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag.

Friedberger Intelligenzblatt.

5 8 Bestellungen auf denAnzeiger für Oberhessen für das erste Halbjahr werden fortwährend Jr dan. bei den auswärtigen Postämtern angenommen, für Friedberg bei der Expedition.

n elk. dee 1 tente Hessen. Darmstadt. Das Großberzogl. unserer Infanterie durch zwei Füsilierbataillone in tag einen Aufruf erlassen, in welchem sie erklären

u% Regierungsblatt Nr. 59 enthält: 2 Aussicht stellt. Man spricht übrigens weiter von daß sie gegen eine Einverleibung in den nord⸗ 5 n nr Aufgebung des zweiten Nalkrregtmenke⸗ deutschen Bund bereits auf dem preußischen Land- 10 II. Bekanntmachung Gr. Mimisieriume der Fimanzen f Durch das Präsidium des bandes: tage protestirt hätten. Dieser Protest müsse aber 2. zom 29. Dez., den Ausschlag der directen Steuern und gewerbvereins ist in Anregung gebracht worden, in dem norddeutschen Parlament wiederholt 9 Beilräge zu ben Koflen der Staats- und Provinzial- einer Anzahl tüchtiger, jedoch unbemittelter junger werden und deßhalb müsse die polnische Be⸗ t für 1887 betr., welche das Nähere über Ver⸗[Gewerbtreibenden aus den hervorragenden Berufs- völkerung an diesen Wablen Theil nehmen. Es 5 111 e. klassen den Besuch der Pariser Ausstellung zu folgt dann eine kurze Mittheilung über das N. kuuchensonds won ase 1885. Obernuch betrugen die ermöglichen und erging an die Localgewerbver⸗ Wahlverfahren und eine Aufforderung zur all⸗

* de t Einnahmen 27,3 fl. 6 kr. die Ausgaben 22.745 fl. 18% kr. eine eine bezügliche Anfrage, ob bei ihnen Aus- seitigen Betheiligung. Bleibt Rest 4368 fl. 4½¼ kr. sicht vorbanden sei, daß sich dieselben mit einer Berliner Blätter bringen folgenden Aufruf

IV. Bekanntmachung G Bezirksgerichts Mainz theili b a erer welche 120 Namn: Juwel. größeren oder kleineren Geld ante betbeiligen eines Hr. v. Dirk:Mitbürger! Unter den helm Provinz Rheinbessen erscheinende Zettungsblatt bezeichnet, würden, um die nöthigen Mittel zur urchführung gekebrten Kriegern, welche dem Könige und dem

kurch welches die in dem Bezirke des genannten Grichts dieses, für unseren Arbeiterstand höchst wichtigen Vaterlande opferfrendig ibr Leben zur Verfügung 88 3 e für die und wünschenswerthen Projektes aufzutreiben. stellten, sind gar Viele, deren Verhältnisse durch es Jah 8 zu verkünde 5 111 52 An* 9 malt 1. f Mag den 12 V. Belannimachung des renne en defend e ünschen, vaß es dazu komme. den Krieg gänzlich heruntergekommen sind, theils

terDormser Zeitung für diesen Gerichtesprangel. H. Von dem Ortevorstande zu Reichelsheim weil dieselben in der eigentlichen Erwerbszeit det der ist eine Eingabe an die Stände mit der Bitte Fahne gefolgt und unter Entbebrungen so ruhm⸗

VI. Dienstnachricht. Seine Königliche Hoheit N Großherzog haben allergnädigst gerut: am 14. Dezbr. gerichtet worden, in diesem starkbevölkerten Flecken reiche Siege erfochten, theils weil die strengere Jahreszeit bei weniger Arbeit größere Ausgaben

en von dem Herrn Fürsten Ferdinand zu Selmse ein Landgericht zu errichten. Bis jetzt sei er der Braunfels auf die evang. Pfarrsielle zu Muschenheim g 1 g a 8 1 a Justizbeböroe gewesen; mit den in serfordert, theils weil die Lebensmittel theurer sind

* 8 4 1 5 Fräsentuten evang. Pfarrer Kring zu Hungen für diese 1

Stelle zu vestätigen.

VII. Dienstentlassung; am 13. November Postexpeditor Teller zu Ulrichstein, auf Nachsuchen.

VIII. Versetzungen in den Ruhestand: am 1. Dez. Zehrer Dr. Eich an dem Gymnasium zu Werms wegen

zeschwächter Gesundheit. 5. Sqhullehcer Einsiedel an

ber J. evang. Schule zu Goddclau auf Nachsuchen, 8. Districtseinnehmer Venater zu Rodheim bis zur Wiederherstellung seiner Gesundbeit, Forstwart Achen⸗ dach zu Koberstadt 1, 14. Obersörster Rheinwald zu zorsch, unter Anerkennung seiner ircuen Dienste, auf Nachsuchen, Rentamtmaun Langsdorf zu Gladenbach, auf Nachsuchen, lemporär.

IX. Gestorben: am 22. Dez. eveng. Pfarrer Röm⸗

ald zu Königßädten, Schullehrer Heußlein zu Dieburg,

Nach dem Frankf. Journ. wird Prinz Zudwig von Hessen sich nach Berlin begeben, am n militärischen Angelegenheiten daselbst thätig zu sein. Neuece Nachrichten besagen, daß Prinz and Prinzeß Ludwig am 8. d. zum Besuche nach Botha sich begeben hätten, woselbst der Kron drinz von Preußen mit Gemahlin ebenfalls er- wartet würden.

Einem offiziösen Artikel der Darmst. Ztg. über die Pariser Ausstellung entnehmen wir be züglich der Betheiligung unseres Großherzogthums kolgende Mittheilungen: Das Großherzogthum Dessen zählt, nach dem vor einigen Tagen nach

Paris abgesandten diesseitigen Ausstellerverzeichniß

ür den französischen General-Katalog, 205 Aus- feller; hiervon entfallen 4 auf die Movinz Ober⸗ hessen und 201 auf die Provinzen Starkenburg und Rheinhessen. Nachträglich wurden noch von Seiten des land wirthschaftl. Vereins zwei Aussteller aus Oberhessen angemeldet, so daß es deren jetzt 6 sind. Die Erzeugnisse dieser Aussteller werben mit den- senigen der Aussteller aus den beiden anderen Provinzen aufgestellt. Der Aufstellungsplan für

für das Großherzogthum Hessen liegt auf dem

Bureau des Landesgewerbvereins für jeden Interessenten zur Ansicht offen. Friedberg. Bei der zukünftigen Organi-

sation unseres Militärwesens sind wir hier in Oberhessen wohl am Meisten interessirt und darum auch in großen Spannung, wie sich dieselbe ent⸗ Von den verschiedenen Theile an sich unglaublich klingenden Gerüchten, erwähnen wir hier nur das letzte, welches uns die Errichtung eines weiten Jägetbataillons und die Vermehrung preußen hat in Bezug

gültig gestalten werde. schon aufgetauchten, zum großen

unmittelbarer Näße belegenen Ortschaften reprä⸗ sentirt er eine Bevölkerung von 89000 Seelen, während Friedberg, dem es zugetheilt werden solle, zu entfernt liege. Wenn nun, wie ver- lautet, die beiden bedeutenden Orte Ober⸗ und Nieder-Mörlen u. A. zu dem zu errichtenden Landgerichte Naubeim zugetheilt, also vom Land⸗ gerichte Friedberg abgetrennt werden, wenn Reichels⸗ deim der Sitz einet Landgerichts wird, diesem dann die näher bei Reichelsheim als bei Fried⸗ berg liegenden Orte zufallen, dann dürfte det Landgerichtsbezirk Friedberg doch wohl bald ge nügend beschnitten sein, um ihn mit der er- sehnten Ruhe und Behaglichkeit überblicken zu konnen. Das Interesse der Stadt Friedberg aber erfordert, daß ungesäumt die geeigneten Schritte geschehen, diese ihr drohenden Nachtheile möglichst abzuwenden, und hierzu wollen wir mit diesen Zellen dringend auffordern. Rumpenheim. Die hier seit längerer Zeit weilende Herzogin von Nassau ist sehr be⸗ denklich erkrankt, so daß bereits das Gerücht von dem erfolgten Ableben derselben in einigen Zeitungen zu lesen war. Diese Nachricht bestätigt sich zwar nicht, allein nach den letzten Bülletins

ist die Herzogin lebensgefährlich erkrankt, und hegt man für ihre Wiedergenesung ernstliche Besorgnisse.

Offenbach. Die zur Zeit der preußischen Occupation hier requirirten Gewehre der ehemaligen Bürgerwehr ic. sind in Folge der Reclamation Seitens unseres Stadtvorstandes in Berlin auf Befehl von dort wieder hierher gesandt worden.

Mainz. Am 7. d. Mts, ist die erste Hälfte der Reservisten des 32, preußischen Regiments, deren Dienstzeit wegen der bekannten Frankfurter Vorfälle auf unbestimmte Zeit verlängert worden war, per Eisenbahn in die Heimath entlassen worden. Am Tage darauf mist die andere Hälfte nach Hause befördert worden

Preußen. Berlin. Durch eine Bekannt- machung des Ministers des Innern ist die Auf legung der Wahllisten zum nord deutschen Parla- ment auf den 15. Januar und für die Wahlen

selbst auf den 12. Februar für den ganzen Monarchieumfang festgesetzt. Ein pelnisches Wahlcomité für West⸗

auf die Wahl zum Reichs-

und durch den Krieg gar manches Geschäft gänz⸗ lich stockt. Vertrauensvoll wende ich mich an meine Mitbürger, deren Sinn für Woblthun sich ja stets bewährt hat, um durch Besetzung von Stellen, sowit vorübergehende Arbeit an Land- wehrmänner und Reservisten mitzuhelfen, der drückenden Noth Linderung zu verschaffen, zu deren Prüfung und Empfehlung der Unterzeich⸗ nete jeder Zeit bereit ist, weßhalb er bittet, ihm die betreffenden Anerbietungen zugehen zu lassen.

Am 7. Januar hat das prerßische Ab⸗ geordnetenhaus seine Sitzungen wieder aufgenom⸗ men. Die Debatte wurde mit der Berathung des Invalidenversorgungs- und des Gesetzes über die Handelsmäkler eröffnet. Ersieres ward ein⸗ stimmig angenommen.

Schleswig. Der erste Tag des neuen Jahres brachte den Schleswigern die Nachricht der Publikation des Einverleibungsgesetzes; vom Schloßthurme und den öffentlichen Gebäuden wehten zur Feier des Tages die preußischen Fahnen. Eine feierliche Verkündigung des Ge⸗ setzes durch eine königl. Proclamation an die Bevölkerung ist nicht erfolgt.

Ein schleswig⸗holsteinischer Correspondent theilt in detRhein. Ztg. folgende Aeußerung eines schlichten holsteinischen Bauern, mit dem er kürzlich von Rendsburg nach Kiel fuhr, mit; Bismarck, so sagte Claus Dethlessen,weiß wohl gut, daß er nicht al' Das, was er vor- schlägt, durchbringt, aber er verweigert viel, um viel geben zu können, damit es dann beiße: die Regierung gibt nach, das Parlament mich auch nachgeben; mittlerweile erhält das Parlament dies und das zugestanden, und in den Haupt- sachen gibt es am Ende nach. Deßbalb müssen wir Männer wählen, die sehen können und den rechten Weg nicht verlassen; kommt Bismarck mit Compromissen und das wird er so ant- worte man ibm mit den Grundrechten; kommt er mit Concessionen, so dalte man idm die deutsche Reichsverfassung von 1849 entgegen uur so kann es etwas werden mit dem Parlament! So sprach wörtlich Claus Detdlessen, ein bol⸗ steiner Bauer. Ob der schlichte Mann wobl das Richtige getroffen d

Flensburg. Eine Proclamation dee Prinzen von Augustenburg wird dadier verbreitet,