ite, 1867.
— —
amstag den 9. März.
M 30.
1 7 7 f echstein. a rten. en, lend 188 uch; 0 j ö f N 215 N Entbält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Intelligenzblatt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerflag und Samstag. lewe ber 1 4 ———— 2 ä.——————— an J. Bestellungen auf dieses Blatt werden auswärts bei der betreffenden Poststelle, in Friedberg bei der Expedition entgegengenommen. ee dige Lene enn Betteffendt Die Statistik der Bewegung der Bevölkerung im Jahr 1866. Friedberg den 7. März 1867. e meißt 2 0 0 2 5* N 0 1 75 8—* 5 N Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Pfarrämter und die Gr. Bürgermeistereien des Kreises. dra 8 Vielfach an uns gerichtete Gesuche um Uebersendung des erforderlichen Formularpapiers in obigem Be treffe veranlaßt uns, Sie Dtn, auf die in Nr. 338 der Darmstädter Zeitung(Seite 1380) von 1866 abgedruckte Bekanntmachung zu verweisen und Ihnen bemerklich zu — ne, machen, daß Sie für zeitige Uebersendung des erforderlichen Formulars von der Calculatur der Großh. Centralstelle für die Landesstatistik 1 7— zu Darmstadt sorgen wollen, indem keinerlei Entschuldigung wegen fehlenden Formulars gelten kann und nachgesehen wird. Lia p p. * ernt Dau. Seck n V 0 7 f — Hessen. Darmstadt. Die„Hess. Lan- im Krieg und im Frieden, verfügen zu können. über den Verfassungsentwurf nicht aufzuhalten, em, desztg.“ glaubt, daß die Uniformirung unseres Nach der Convention wird die hessische Diviston zurück. Dasselbe thut der Abg. v. Arnim⸗ — Angus, Militärs nach preußischem Muster beschlossene That⸗ genau nach preußischen Vorschriften reorganisirt, Heinrichsdorf in Bezug auf den von ihm n Rei sache sei, da die Abänderung der Auszeichnung sämmtliche preußische Reglements treten sofort in eingebrachten Geschäftsordnungsentwurf. Es wird „ ag. an bei den Unteroffizieren angeordnet sei. Die betreffen⸗ Kraft und werden die preußischen Auszeichnungen hierauf die Geschäftsordnung des preußischen Ab⸗ den Posamentiere seien angewiesen, mit Anferti⸗ der Chargen auch in Hessen eingeführt. Den geordnetenhauses, welche bisher nur provisorische ee gung der Silberborden einzuhalten, da in der böchstcommandirenden General der Division ernennt Geltung hatte, als definitive angenommen. Das Folge Goldtressen verwendet würden, wie solche der König von Preußen, und da unser Divisions⸗ Haus tritt nunmehr in die Berathung über die dd Hadn bei dem preußischen Heere eingeführt sind. commandeur, Prinz Ludwig von Hessen, Oberst geschaͤftliche Behandlung der Vorlage der verbün⸗ —— Der G ‚ a Mon- i Bis Armee ist, so sie i ten Regi f D d schlägt * er Großherzog wird nächsten Mon- in der preußischen Armee ist, so sieht man einer deten Regierungen ein. er Präsident schläg ae e ee fag zu einem mehrwöchentlichen Besuch des könig ⸗ Ernennung desselben zum preußischen General in vor, daß Vorberathung im ganzen Hause über J 0 lich baperischen Hofes nach München abreisen. der nächsten Zeit entgegen. Sämmtliche übrigen die Vorlage stattfinden möge, und zwar bereits 1 U— Der in diesen Blättern bereits erwähnten Offiziere ernennt der Großherzog. Die Regimen- beginnend am nächsten Sonnabend und in der militärischen Untersuchungs⸗Commission, ter, seither aus zwei Bataillonen à fünf Compag⸗ Art, daß zuerst in eine Generaldebatte und dann gegend deren Präsident Prinz Ludwig ist, gehören folgende nien bestehend, formiren nun drei Bataillone ain die Berathung über die einzelnen Titel ein- A Offiziere als Milglieder an: Oberst Seederer, vier Compagnien und müssen deßhalb im Ganzen getreten werde. Nachdem dies alles erledigt, würde
Unterfranlen, -Prtußen und
Commandeur des Artilleriecorps, Obristlieutenant v. Riedesel, Commandeur des 1. Reiterregiments, Oberst Bickel und Obristlieutenant Laue von der Infanterie, Major Habermehl vom Generalstab.
Friedberg. Die Verlustliste der Großh. Armeedivision im Feldzuge 1866 ist nunmehr als Beilage zur Darmst. Zig. ausgegeben worden. Dieselbe ist zu umfangreich, um sie hier zum Ab⸗ druck bringen zu können, wir verweisen deßhalb auf die in Nr. 28 d. Bl. enthaltenen summarischen Angaben. Ein Abdruck der vollständigen Verlust⸗ liste liegt zur Einsichtnahme für die Interessenten bei der Expedition des Anzeigers offen.
— Wir geben nachstehend einen dem„Frkft. Journ.“ entnommenen Artikel über die zukünftige Gestaltung unserer Militärverhältnisse, der durch seine in's Einzelne gehenden Angaben einen grö ßeren Schein der Zuverlässigkeit und Genauigkeit für sich hat, als alle seine zahlreichen, seither er schienenen, alsbald jedoch widerrufenen Vorläufer. Ob er dennoch das gleiche Schicksal wie diese haben wird, können wir freilich nicht wissen. Der Artikel lautet: Nach der erfolgten Rückkehr des hessischen Militärbevollmächtigten in Berlin, des großh. Obersten und Flügeladjutanten v. Grol- man, ist in unserer lovalen Residenz die Unter- haltung über militärische Angelegenheiten eine allgemeine und bezeugt, wie die nunmehr ab⸗ geschlossene Convention eine Existenzfrage unseres halb nord-, halb füddeutschen Ländchens war. Die glückliche Lösung der Aufgabe ist zum Theil Verdienst des Herrn v. Grolman, früherem Er⸗ zieher der Prinzen Ludwig und Heinrich von Hessen und paher eine persona grata, am Berliner Hof; zum großen Theil wurde sie erleichtert durch die versöhnliche, entgegenkommende Stimmung des preußischen Cabinets, das, wie schon früher gegen Sachsen, auch gegen Hessen nicht den Uebermuth des Siegers fühlen ließ, sondern von dem Stand- punct eines nunmehr befreundeten Bundesgenossen ausging, und so diese Militärconvention erstehen ließ, welche Hessen eine selbszändige Verwaltung, einheimische Garnisonen, Zusammengehörigkeit der nach preußischem Muster organifirten Divisson ge währt, Preußen dagegen hinlängliche Bürgschaft sichert, über die hesssschen Truppen zu jeder Zeit,
acht Compagnien und vier Bataillonsstäbe neu errichtet werden. Die beiden Reiterregimenter er- richten je eine fünfte(Depot-) Schwadron und die Artillerie formirt aus der Belagerungsbatterie eine bespannte Fußbatterie. Die schon vor dem Krieg in Essen bestellten 4⸗Pfünder Hinterladungs⸗ kanonen langen in Kurzem an, und besteht als- dann die hess. Artillerse aus 1 reitenden, 3 Fuß⸗ batterien gezogener 4-Pfünder und 1 Batterie ge⸗ zogener 6⸗Pfünder. Die Vermehrung der Ba- taillone bedingt auch eine Vermehrung der Gar- nisonen und wird namentlich die Provinz Ober⸗ hessen dabei stark bedacht werden, wo Gießen,
Nauheim u. Alsfeld als neue Garnisonsstädte
in Aussicht genommen sind. Die Reorganisation verursacht eine totale Umgestaltung aller seither bestehenden Verhältnisse, und ist im Interesse des Staates, namentlich aber des einzelnen Militär- angehörigen zu wünschen, daß sie bald von statten geht und der Ungewißheit ein Ende gemacht, die lähmend in militärischer, sehr störend in familiärer Beziebung auf dem Militärstand seither gelegen hat.
Gießen. Nach der amtlichen Prüfung der Protokolle über die Wahl in Emden erhielt Con⸗ sul Brons 7675, Professor Ibering dahier 7667, also 8 Stimmen weniger. Professor Ihering ist hiernach nicht gewählt.
Preußen. Berlin. Die„Kreuzzeitung“ sieht sich ermächtigt, in Bezug auf die angebliche Rede des Königs von Schweden zu erklären:„Se. Maj. der König von Schweden sollte nach den Berichten vieler— zumal süddeutscher— Blätter kürzlich eine Rede gehalten haben, in der allerlei Anspielungen gegen die preußische Politik vorge— kommen wären. Der königlich schwedische Ge— sandte hatte die Güte, uns mitzutheilen, daß er von seinem Hofe ermächtigt ist, jener Zeitungs- nachricht das allerentschiedenste Dementi entgegen— zusetzen, weil Se. Maj. der König Karl eine derartige Rede überall nicht gehalten habe.“
— 6. März. Reichstag. Mit verschie⸗ denen geschäftlichen Mittheilungen wird die heutige Sitzung von Seiten des Präsidenten Simson er-
öffnet. Der Abg. Lasker, der zuerst das Wort erhält, zieht den von ihm eingebrachten Entwurf einer neuen Geschästsordnung, um die Berathung
das Haus dann in Schlußberakhung definitiv über die Vorlage beschließen. Ein Antrag des Abg. Kitz auf Einsetzung einer Commission wird nach kurzer Debatte, an welcher sich die Abgeordneten v. VBincke, Waldeck, Gumbrechtu. Michaelis betheiligen, mit überaus großer Majorität ab- gelebnt und der Vorschlag des Prästrenten an⸗ genommen. Die Vorberathung über die Vor⸗ lage der Bundesregierungen im ganzen Hause wird also stattfinden und schon am Sonnabend beginnen.— Die Wahl des Abgeordneten v. Obeimb wird sodann für gültig erklärt, der wei⸗ tere Antrag der Abtheilung auf Ueberweisung der Beschwerden an das Bundespraͤsidium wird da⸗ gegen abgelehnt. Die übrigen Wahlprüfungen sind von keiner Bedeutung. Geprüpft sind bis jetzt 224 Wahlen. Nächste Sitzung am Freitag. Der„Staatsanzeiger“ publieirt einen allerhöchsten Gnadenerlaß vom 26. Februar, betressend die Militärpersonen in den annectirten Landestheilen, darunter auch die Deserkeure, wenn dieselben sich binnen 8 Monaten melden.
— Wie die„Provinzlal⸗Correspondenz“ mel⸗ det, ist es nicht die Absicht der Regierung, wahr⸗ heitsgetreue Berichte über die Verhandlungen des Reichstags zu hindern, sofern nicht die Redner Ausschreikungen begehen; die Polizeibehor⸗ den und Staatsanwaltschaften haben darüber ent⸗ sprechende Weisungen erhalten.
Krefeld. Die Viehseuche ist uns in den letzten Tagen näher gerückt und in einem Gehoͤste des Nachbarkreises Kempen ausgebrochen. Da das Gehöfte ziemlich vereinzelt liegt und gleich alle nöthigen Vorsichtsmaßregeln ergriffen wurden, läßt sich hoffen, daß das Uebel in sich ersticken und sich nicht weiter fortpflanzen werde. Ueber- baupt scheint es, daß die strenge gebandhabten Sanitätsmittel allenthalben dem Uebel eine feste Schranke bieten und daß wir mit dem Schrecken davon kommen werden.
Köln. Die Cholera, welche im vorigen Monate 80 Opfer, an einzelnen Tagen 7 bis 11, forderte, ist entschteden in der Abnahme begriffen Am vorigen Dieustag starben 3, am Mittwoch 1, am Donnerstag 2 und am Freitag und Samstag je 1 Person


