Ausgabe 
9.2.1867
 
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Raphaels, kurz was an exauistten Kostbarkeiten] Diese sehr interessante Vorlesung, der man allgemein mit

im Palästen und Häusern in Florenz ist, verlangt r als sein Privat-Eigentbum zurück und bat

auch bereits zur Bequemlichkeit der italienischen

Regierung eine Commission ernannt, welche die eclamirten Kostbarkeiten auswählen und fort chaffen soll.

Zur bessern Beurtheilung des gegenwärti⸗ zen Projects in Betreff der Kirchengüter stellt die Gazz. delle Romagne den Extrag der kirchlichen nente zusammen, wie er sich nach dem Berichte zes Finanzministers im Jahr 1864 ergab: Frzbisthümer und Bisthümer 8,152,383 Lire, Fabriten und Kirchenverwaltung 11,375,464 eire, Pfarrpfründen 17,722,208 Lire, Bene⸗ scien 8,738,233 Lirr, Capitel und Kanonikate 2,280,539 Lire, Caplaneien 4,428,730 Lire, ieligibse Häuser(Klöster) 16,769,155 Lire, Seminarien 3,582,985 Lire, Bruderschaften 5,716,057 Lire, Kirchenkasse 14,284,643 Lire, Desammtertrag 102,050,401 Lire. Diese Rente u 5 pCt. capitalisirt gibt ein Capital von mehr als zwei Milliarden(2,041,008,037 Lire.)

Florenz. Die Deputirtenkammer hat den Besetzentwurf bezüglich der Ausdehnung gewisser Steuern auf Venelien bestätigt. Der Minister zer öffentlichen Arbeiten hat mehrere Gesetzent⸗ würfe vorgelegt, unter welchen sich einer befindet, v»essen Zweck ist, die Obligationen und Actien der Eisenbahngesellschaften und onderer vom Staate subventionirter Desellschaften in Staatsrentenscheine umzuwandeln. Durch königl. Deeret sind alle für politische Vergehen erkannten Strafen rlassen, wofern dieselben nicht mit Verbrechen zegen Personen und Eigenthum oder gegen die Militärgesetze verbunden waren.

h. Friedberg, 6. Febr. Die erste der sechs Vor⸗ esungen, welche Herr Presessor Ur. Köhler zum Besten ea hiesigen Frauen⸗ Vereins der Gustav-Adolf⸗ Stiftung u halten beabsichtigt, hat gestern Adend vor einem zahl⸗ tichen Zuhörerkreis im Rathhaussaale dahier stattgefunden.

spannender Aufmerksamkeit folgte, behandelte Luthere Jugenogeschichte. Der Vortragende hatte sich zur Aufgabe gemacht, zu zeigen, welche Faktoren in Luthers Jugendzeit alle zusammengewirkt haben, um ihn zu dem großen Manne und Reformator, der er geworden, zu machen. Dabei konnte es also auf die ausführliche Erzählung aller kleinen Momente in Luthers Jugendleben nicht ankommen. Wir freuen uns auf die folgenden Vorlesungen.

Mainz. Eine Frau, die am Münstertbor wohnt, mißhandelte ihr achtjähriges Söhnchen, dem nicht nur die Lehrer, sondern auch alle Nachbarn das Zeugniß geben daß es ein gutgearteter Knabe sei, auf das empörxendste, so daß das arme Kind gestern seiner unnatürlichen Peini⸗ gerin entfloh. In der verwichenen Nacht fanden es zwei Männer in einem auf der Judengasse stehenden Karren, wo es sich eine Schlasstelle gesucht hatte. Wie wir hören, ist man bereits polizeilicherseits gegen die Rabenmutter eingeschritten.

Mainz. Auf dem Kästrich, im Hof des Henkel'schen Hauses zu Mainz, steht ein Kirschbäumchen in voller Blüthe.

Seligenstadt. Ein junger Bursche von hier, der in Hanau als Mechanikus arbeitet, war kürzlich nach Hause zurückgekehrt und hatte seinen Kameraden ein selbst verfertigtes Pistol mit Hinterladung gezeigt und erklärt, als dasselbe durch irgend welchen Zufall losging und den jugendlichen Bruder des Heimgekehrten so unglücklich traf, daß auf der Stelle der Tod eintrat. Der unglückliche Thäter wird umsomehr bedauert, als er ein braver Mensch und jetzt noch der einzige Sohn einer Wittwe ist.

Offenbach. Die Main Zeitung schreibt: Das Barometer hat heute einen so tiesen Stand, wie lange nicht: es weist sogar noch unter Sturm! Das Wetter ist denn freilich auch darnach. Un willkürlich muß man dabei des Unheils gedenken, das diese Stürme auf der See anrichten werden! Und gerade auf den deutschen Meeren sind jene Südweststürme besonders schreckenbringend. Möchte in solchen Betrachtungen doch Jeder einen neuen Antrieb finden, dem Verein zur Rettung Schiff⸗ brüchiger beizutteten Ja:Gedenket unserer Brüder zur See!

Hildburghausen. Die bier erscheinendeDorf⸗ zeitung feiert heute ihre goldene Hochzeit. Am 2. Februar 1818 war dieDorfzeitung zum ersten Male in die Welt hinausgegangen.

Berlin. Jugendliche Verbrecher. Vor einiger Zeit standen hier sieben Knaben fämmtlich die Söhne anständiger und ehrlicher Leute vor Gerxicht, die sich zu einem förmlichen Vereine verbunden halten, um gemeinschaftlich zu stehlen. Sie hatten einenDirector des Vereins mit zwei Vorstandemiigltedern gewählt, deren Aufgabe es war, die Thätigkeit der Genossen zu leiten und

Zeit und Ort zu bestimmen, woGeschäfte gewacht werden sollten, Die Weihnachtszeit, in welcher dieser een Verein seine Thätigkeit entfaltete, gab seinen Mitgliedern natürlich die reichste Gelegenheit zur Aus⸗ übung ihrer Künste, und es find 24 einzelne Fälle acten⸗ mäßig jestgestellt worden, in denen die verschiebensten Dinge: Spielsachen, Eßwaaren, Bücher, Parfums, Colonial⸗ waaren ꝛc. gestohlen und zu Geld gemacht wurden; die größte Zahl der Diebstähle ist aber wahrscheinlich unbe⸗ kannt geblieben. Die Knaben, die burch keine Noth oder schlechtes Beispiel ihrer Angehörigen zu diesem Triebe an⸗ geregt worden waren, wurden zu zwei Monaten bis herab zu 14 Tagen Gefängniß verurtheilt.

Luxemburg. In der Nacht des 18. Januar blieb ein Güterzug auf der Luxemburger Bahn zwischen Lebra⸗ mont une Poix im Schnee siecken. Der Zug führte unter anderem brei offene Waggons mit Ochsen und Schafen. Die Leute vom Zuge, von denen Einer nach Poix ge⸗ schickt war, um Hülfe zu holen, waren eben beschäftigt, den Schnee unter der Maschine wegzuräumen, als sie fünf Wölfe herankommen sahen. Man ließ die Pfeife spielen und den Dampf ausströmen, aber die Bestien erschracken nicht. Die vier Männer waren ohne andere Waffen als die Schüreisen und einige Schaufeln und zogen sich, dicht gejolgt von den Wölfen, nach einem der geschlossenen Wagen zurück. Auf den letzten, der hinaufstieg, stürzte sich einer der Wölfe und faßte ihn bei seinem Ueberrock, aber ein glücklicher Schlag mit einem Schüreisen streckte diesen nieder und die Leute schlossen sich ein. Nun erfolgte ein wüthender Angriff auf den Wagen mit den Schafen, aber die Wölfe kamen nicht dinein. Zwei ganze Stunden dauerte es, bis etwa 20 Männer aus Poix zur Hülfe kamen, worauf die Wölse fort liefen; den einen erschlagenen nahm man als Trophäe mit.

Auswanderung. Nach dem Bericht des badischen Consuls zu Havre sind 1866 folgende süddeutsche Auswanderer über den genannten Seehafen befördert worden: Badener 3360, Württemberger 1880, Hessen 417, zusammen 5657 erwachsene Personen. Außerdem ist die Zahl der von zwei Rhedern(es sind in Havre 6 Rheder mit dem Transport deutscher Auswanderer befaßt) be⸗ förderten Kinder und Säuglinge folgende: Badener 234 Württemberger 45, Hessen 50. 1

% Auf der Pariser Ausstellung wird auch die preußische Volksschule, und zwar die einklassige Landschule, vertreten sein. Die Behörde hat bierzu gute Schularbeiten in preußischen Landschulen anfertigen lassen. Die schrift⸗ lichen Arbeiten entbalten auf einem Foliobogen: eine Vorschrift in Schönschrift, ein Dictirtes, ein Beleg für die Rechtschreibung, einen Aufsatz, Brief, Erzählung oder Beschreibung eines Gegenstandes, endlich schriftliche Loͤsung einer Rechenaufgabe. Jede der vier Abtheilungen solcher Landschulen hat diese Arbeiten angefertigt.

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Frankfurt am Main 5(Krügerstraße 8. und Sachsenhausen, Dreikönigs uraße) auf's Bequemste eingerichtet, atmmt jederzeit Augenkranke auf. Unbemlitelte zu ermäßigtem Prelse und unentgeltlich.

2 2 1 Oeffentliche Versteigerung. 95 Nächsten Mittwoch den 13. l. M., Vormittags on ½10 Uhr an, sollen in der 1. Schule zu Wölfers⸗ eim die verschledenartigsten Pausgeräthe, öconomische

und Gortenwerkzeuge, darunter namentlich 1 Clavier, 1 Violine, 1 Sopha, Bilder, Schränke, Tische, Bettstellen, Bütten, Fässer u dergl. Ferner eine große Zahl arssetzbarer Bäumchen, eine Kuh, ein einjähriges Kalb, etliche Fuder Stroh, endlich auch werthvolle Bücher und Schriften öffentlich versteigern werden. Wölfersheim den 7. Februar 1867.

Lehrer Bangel's Erben.

Zur Nachricht.

127 Den bloberigen MWilchkunden des Herrn Pachter rein in Wlckstadt zur gesälligen Beachtung, daß die either von demselben betrebene Milch wirthschaft auch duch den Wechsel des Milchkutschers keine Unterbrechung rrlesdet, und daß vom nachsten Montag an dle Milch den bieherigen Kunden von einem andern Maune über⸗ dracht werden wird. Ale Nachfolger des Herrn Grein werde ich die verehrten Kunden auch ferner zur Zufrieden. delt bedienen lassen. G. Heil,

Pachter zu Wickstadt.

3280 Ein vollständiges Logis im mittleren Stocke des den Erben der verffordenen Fran Kath. Pausteln

vermiethen und sogleich beziehbar.

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276 wird ein junger Mensch in die Lehre gesucht. Näheres zu erfragen unter Angabe der Nummer dieser Anzeige det der Exped d. 81

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336 kostet ein haldes Prämtenloos, 15 Gulden ein ganzes Prämienloos des neuesten k. k. österr. Staats- Pramien-Anlebens, oßne jede weitere Zahlung auf sämmtliche 5 Gewönnziedungen des Jahres 1867 gültig, womit man Smal Prelse von fl. 250,000, 220,000, 200,000, 50,000, 25,000, 15,000 c. ic. gewinnen kann 5 halbe Loose kosten 38 Gulden. 3 ganze Loose kosten 70 Gulden.

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Friedberg den 7. Februar 1867.

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Todesanzeige und Danksagung 329 Es bat dem Allmächtigen gefallen unseren Sohn, Bruder und Schwager

Der mann Netz am 2. d. Mis. nach longem chweren Leiden in ein besseres Jenselts abzurufen. Zugleich sagen wir Denjenigen, die ibm wäbrend seiner Ktauk; belt Gutes und die letzte Ebre etwiesen daben, unsern innigsten Dank.

pertn Dr. med. Schäfer dabier, welcher dem Verdlichenen wärend seiner Kraukbeit die größte Sorgfalt widmete, gebübret insdesondere eine dankbare Erwaͤbnung.

Die trauernden Pliuterbliebenen,

Zlegenberg den 6. Fedruar 1867. R. Binde wald, Kircchenrechner.

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