. Pale Be G aa

7 *

rußlt 5

. Diet

1

alles Gute und Gemeinnützige stets offenen und opferwilligen Sinn bekundete, einen erfahrenen Meister seines Berufes, der sich durch regen Fleiß und unermüdliche Geschäfts⸗ lhätigkeit rühmlich hervorthat, wir haben einen herzens gulen Meuschen, einen treuen Freund begraben, dem die Gefühle aufrichtiger Dankbarkeit bei vielen seiner Mit⸗ bürger, welchen er bereitwilligst stets mit wahrer Freude ein rathender und helfender Freund gewesen, auch über das Grab hinaus zugewendet bleiben werden. Eine un⸗ gewöhnlich zahlreiche Leichendegleitung bekundete die große Achtung und das allgemeine Wohlwollen, dessen sich der Verstorbene in seiner Vaterstadt zu erfreuen hatte. Gar manches Freundes Auge entrollte am Grabe des Dahin⸗ gegangenen eine Thräne treuer Anhänglichkeit und tief⸗ gefühlten Schmerzes.

Wir weinen und wünschen Ruhe hinab

In unsers Bruders stilles Grab.

Schwalheim auf der Ausstellung, so ist ein längerer Artikel der in Paris erscheinendenGazette des strangers überschrieben. Der Verfasser, der jedenfalls schon Schwalheim besucht hat, geräth vollständig in Ent⸗ zucken, sowohl über den vortkefflichen Geschmack dieses Wassers, als auch über dieschöne Hessin, die dasselbe gar zierlich überreicht, und die sich in ihrer Nationaltracht (costume aussi national que possible] bewegt, wahrscheinlich eine unsererKurzröcke in ihrer kleidsamen Tracht, freilich ein gewaltiger Contrast den pariser Schleppkleidern gegen⸗ über. Nachdem der Verfasser im hessischen Pavillon das Wasser gekostet, ruft er:O, das schöne Land! das gute Wafser! Man glaubt sich an die Ufer der Wetter versetzt, so zwischen Nauheim und Friedberg. Dieschöne und liebenswürdige Hessin zeichnet sich auch noch durch ihre originelle Sprache und durch das eigenthümliche Ordnen ihrer Haare aus. In ihrer Tasche trägt sie eine auto⸗ graphirte Abschrist des bekannten Gedichtes von Merry (Mery schrieb dies Gedicht bei seinem Aufenthalt in Schwalheim an die eine Wand des Kursalons), welches sie den Käufern ihres Wassers offerirt. Der Versandt des Schwalheimer Wassers nach Paxis soll für diese Saison bereits ein bedeutendes Quantum betragen und gehen ganze Waggon⸗Ladungen dahin ab.

Mainz. Die auf dem Turugerüste des Mainzer Turnplatzes bisher aufgepflanzt gewesene schwarz⸗roth⸗ goldene Fahne mußte auf höheren Befehl des Militär gouvernements entfernt werden. Die Farben thun's freilich nicht und es steckt meistens gar nichts dahinter als Eitelkeit und Kinderspiel, wo solche zur Schau gelragen werden. Um so kleinlicher und wahrhaft lächerlich er scheint's deßhalb, denselben in solcher Weise den Krieg zu erklären.

Worms. Es wird dahier ein Lehrcursus für er⸗ wachsene Mädchen, in welchem haupisächlich kaufmäunischer Styl Berücksichtigung finden soll, ins Leben gerusen werden.

Kassel. Auf Befehl der k. Verwaltung werden jezt sämmiliche fürstliche Schlösser zu jeder Zeit gezeigt und it namentlich das Schloß zu Wilhelmshöhe mit seiner prachtvollen Aussicht, seinen Gemälden und Kunstwerken jehendwerth.

Hagen. Ein schrecklicher Zufall, der sich unfern unserer Stadt auf dem Wege nach Breckenfelde ereignete, möge gleichzeitig als Warnung vor dem Mißbrauche, den Kuischer öfters mit ihrer Peitsche machen, hier micgetheilt werden. Ein Kind, das sich ungezogen gegen den Wagen lenker denommen haben mochte, sollte von demselben bestraft werden. Er hieb nach dem Kinde. Die Peiische ringelte sich um den Hals fest, so daß das Kind, als der Kulscher die Peitsche nicht fahren lassen wollte, unter die Wagenräder geschleudert wurde, wo es einem raschen Tode erlag.

, Es ist wohl nicht überflüssig, darauf aufmerksam zu machen, daß die im vorigen Sommer ausgegebenen preuß. Darlehenskassenscheine s 1, 5 und 10 Thir. vom 1. Juli 1867 an von den öffentlichen Cassen in Preußen nicht mehr in Zahlung genommen werden.

Belanntlich sind die sogenannten Putzlappen, welche zum Yteinigen der Lampen dieuen und daben nach und nach mit Oel getränkt werden, zur Selbstentzündnng sehr geneigt, weil das Oel, je mehr es durch das Zeug zu einer großen Vertheilung gelangt ist, um so begieriger den atmof, härischen

Sauerstoff aufnimmt, und zwar unter eimer Wärme⸗

entwicklung, welche sich bis zur Entzündung steigern kann. Werden solche Lappen gleichzeiüug zum Puten der Petroleumlampen verwendet, so wird die Entzündlichkeit

durch das Vorhandensein von Petroleum gestengert, was auch der Fall sein kann, wenn die Zeiten, wo das Rüböl sehr hohe Preise hat, eine Verfälschung desselben mit Paraffinöl, dem schweren Petroleumöl, stattfindet. Wir machen deßhalb das Publikum auf die Feuersgefahr, welche mit dem Aufbewahren solcher Putzlappen verbunden ist, aufmerkfam Nicht selten sind durch eine unversichtige Aufbewahrungweise derselben bedeatende Feuersbrünste ver⸗ anlaßt worden.

Telegraphischer Bericht. Mitgetheilt von Chr. Hecht in Friedberg, Spec.-Agent. Das Hamburger PostdampfschiffSexenia, Capt. Haak, welches von New- York am 25. Mai abging, ist nach einer ausgezeichnet schnellen Reise von 9 Tagen 16 Stunden wohlbehalten in Cowes angelangt, und hat, nachdem es daselbst die für England und Frankreich be⸗ stimmten Passagiere und Posten gelandet, unverzüglich die Reise nach Hamburg fortgesetzt. Dasselbe bringt 194 Passagiere, 525 Tons Ladung, 98000 Dollars Con⸗ tanten und 13 Briessäcke.

Neueste Nachrichten.

Paris, 6. Juni. Telegraphische Depeschen melden, daß ein zwanzigjähriger polnischer Flücht⸗ ling ein Attentat auf den Kaiser von Rußland verübt hat. Bei der Rückkehr von der großen Revue im Boulogner Wäldchen befanden sich Kaiser Nopoleon und Kaiser Alexander in einem Wagen, auf welchen der auf einem Baume der zu passirenden Allee sitzende Attentäter einen Schuß abfeuerte. Der Schuß traf das Pferd des neben dem Wagen reitenden Stallmeisters am Kopfe, während die Schußwaffe in der Hand des Polen zersprang. Derselbe wurde festgenom-

men und so der Wuth der bestürzten Volksmasse entrissen.

Feder- und Ouecksilber-Manometer, Dampfstrahlpumpen(Injecteure). B 19

8 2. ekanntmachung.

2 uns: Die am 3. d. M abgebaltene Holzversteigerung 8 8 8 275 1 a 8* st t t worden, und w d fi

8 Unbearbeitete und fertige Messing⸗ und Rott gußgegenstande für Maschinen 7 3 Se 78 2 13. ä

und Dampfkesselarmaturen, Hähne, und Ventile aller Arten für 1 den 7. dag 1867. Seen oer

7 Werren dus Manuereien für Wasser⸗ 190 Dampfleitungen 8 2 ie Freiherrl. v. Fran 3 25 berförsterei Ockstadt

eigenen Modellen oder auch nach speziellen Angaben empfiehlt bei sorgfältigster 1 D 5

5 Ausführung zu billigen Preisen 8 Straßenreinigung betreffend.

2. 1 8. 18 1425 a am 6. d M. lagen die Morgens 6 Uhr

9 2 I zusammengekehrten Haufen Kehricht abermals bis Abends

S Ludwig Becker 7 6 Ubr auf der Straße, bis deren Uederbleibsel weg⸗

* 904 in Offenbach a. M., Ludwigsstraße 54. EI gefabren wurden. Ist denn diesem Uebelstande gar nicht

2 abzuhelfen 222?

2 3 8

2 Schöne Sellerie- und Lauch- Pflanzen

2 Wasserstandzeiger mit Hähnen und mit Ventilen. Probirhähne. 1377 bat zu verkaufen

Friedrich Netz

Verstei gerung. 1416 Mittwoch den 12. d. Mts., Vormittags 10 Ubr, läft Karl Götz von Nieder- Florstadt 1 Wagen, 1 Pflug, 1 Egge und sonflige Haus und Oeconomte- geräthschaften versteigern.

Desät

1365

in Sammt, Wolle und Seide, sowie alle Sorten Perlen und Knöpfe in großer Auswabl sehr billig bei

Geschwister Schloß.

Einige Stücke Gras und Alee

1458 auf den Böschungen der Eisenbahn zwischen Bruchenbrücken und Niedermörlen find adzugeden.

Wilhelm Gökus.

1000 fl.

1433 BVormundschaftsgeld können durch den Unter zeichneten ausgeliehen werden.

Ockffadt. G. Ewald IV.

Friedberg.

Das Wellenbad

1403 an meiner Mühle ist für die diesjährige Badezeit zum Gebrauche wieder hergerichtet und dasselbe in empfeblende Erinnerung zu dungen,

Zur Nachricht.

1439 Auf meiner Fabrik find von heute an gut ge⸗ brannte Russensteine zu baben. Bruchenbrücken den 7. Juni 1867.

Ph. Best II.

und erlaube mir

H. Dietz.

ständig nach neuen Erfindungen. So soll er eine kleine, aber weittragende Doppelkanone erfunden haben, welche in der Artillerie vielleicht die näm⸗ liche Revolution hervorbringen wird, wie das Zündnadelgewehr in der Infanterie. Sind es gleich Mordinstrumente, deren Verbesserung wir hier dewundern, so ist ihre Wirkung doch im Ganzen eine humane. Der letzte Krieg hat durch seine beispiellos kurze Dauer schon den Beweis geliefert, daß durch die Verbesserung der Waffen die Kriege nicht grausamer und erbitterter gesührt zu werden versprechen, sondern daß durch Verbesserung der Maschinen auch hier die Menschenkrast mehr geschont werden wird. Ein dreißigjähriger, selbst ein siebenjähriger Krieg ist fernerhin unmöglich.

Kurze Mittheilungen aus der Oberhessischen Geschichte.

Im Jahr 1129 den 17. Juni wurde das Augustiner⸗Chorherrnstift Schiffenberg bei Gießen gegründet.

1186 den 31. Mai wurde die Prämonsiratenserprobstei Hachborn in Oberhessen gestiftet.

1235 den 14. August fand die Grundsteinlegung der Elisabethenkirche zu Mar⸗ burg slait. a

1283 am 1. Mai wurde die Elisabethenkirche zu Marburg feierlichst eingeweiht.

1331 am 1. Juli wurde das Augustinerstift Schiffenberg bei Gießen in ein Haus(Commende) des beutschen Ordens umgewandelt.

1417 vertauschte Werner von Falkenstein, Erzbischof von Trier, die ihm gehö rende Hälfte des Orles Reichelsheim in der Wetterau an den Grafen Philipp von Nassau. 1455 wurde das Nachtläuten um 8 oder 9 Uhr durch den Landgrafen Ludwig J. eingeführt und alle Bier- und Wein⸗Häuser mußten auf dieses Zeichen von den Gästen geräumt werden.

1479 am 2. August brannte das Städtchen Allendorf an der Lumda, von einem Blitzstrahl angezündet, in wenigen Stunden ab.

1509 starb Landgraf Wilhelm II., Vater Philipp des Großmüthigen im 41. Lebensjahre.

1527 wurde unter Philipp dem Großmüthigen die Universität Marburg eröffnet.

1550 am 27. Juni starb Hartmann Schutzbar, genannt Milchling, zu Traie an der Lumda, der so eifrig evangelisch war, daß er selbst zu Trais den Kelch deim heiligen Abendmahle reichte, während sein eigener Sohn Fürstabt zu Fulda, ein an⸗ derer Domherr zu Mainz war.

1556 den 8. Juli erschien die älteste Hessische Verordnung gegen das Brannt⸗ weintrinken.

1558 den 27. Seplember starb der erste evangelische Prediger in Hessen, Tile⸗ mann Schnabel zu Alsfeld, früher Augustinermönch und Ordensprovinzial. Er pre⸗ digte das reine Evangelium schon 1520, Landgraf Philipp untersagte es ihm, worauf er zu Luther ging, der ihn zum Dr. theol. machte. Später, nach dem Bauernkrieg, 1525, kam er wieder nach Alofeld. 1529 kehrte Luther auf seiner Reise nach Mar⸗ burg bei ihm ein, in seinem Hause zum Schwanen am Markt.

1567 starb Landgraf Philipp der Großmüthige.

1570 erhielt Nassau auch die andere Hälfte des Ortes Reichelsheim in der Wetterau, welche es früher zu suldischem Lehen hatte und seit dieser Zeit ist Reichels- beim Nassauisch geblieben, bis es 1866 an Hessen-Darmstadt kam.

1572 verkauften die Grasen von Stolberg das Gericht Dorheim, wozu die Orte Dorheim, Schwalheim und Rödgen gehörten, an die Grafen von Panau, von denen es 1736 an Hessen-Kassel ürerging. 1866 wurden diese Orte Hessen-Darm⸗ stadt zugetheilt.

1621 am 20. December wurde Prinz Chrtstian von Braunschweig im Busecker Thale zwischen Beuern, Alten- und Großen⸗Buseck durch den Grafen von Anhalt ge schlagen. Zum Busecker Thale gehören die Ortschaften Altenbuseck, Großenbuseck, Beuern, Borsrod, Reiskirchen, Rödchen, Trohe.

... ñ

r

.

N 5 N 1

0 1