Gotba zum Parlament gewählten Abgeordneten Vergütung der Reisekosten und Tagegelder aus den Staatskassen erbalten sollen.
Baden. Mannheim. Erfreulich war die Kanonade, welche am Morgen des 1. Januar vom Rhein ber ertönte; sie war die Freuden— bezeugung, daß, vielleicht zum ersten Mal seit 19 Jahrhunderten, der deutsche Strom abgaben— frei geworden.
Schwurgericht der Provinz Oberhessen.
Anklagen:
1) Montag den 7. Januar, Vormittags 9 Uhr, gegen Adam Lang von Düdelsbeim, wegen ausge— zeichneten Diedstahls; Verth.: Großh. Hofg. Advokat Georgi.— 2) Mont ig den 7. Jandar, Nachmittags 2 Übr, gegen Ernst Pault von Nieder-Eschbach; Verih.: Gr. Hofg⸗Adv. Krauskopf.— 3) Dienstag den S Jaruar, Vorm. 9 Uhr, gegen Samuel Bebrenz von Nieder Florstadt, wegen Meineids; Verth.: Gr. Hofg. Advokat Weidig.— 4) M'tiwoch den 9. Januar, Vorm. 9 Ubr, gegen Heinrich Dedderich von Brauerschwend und Conrad Hedderich don da, wegen Wilderei und Versuchs der Tödtung, bezw. Ansteftung zu letzterem Verbrecher; Verth.: Großb. Hofg.⸗ Adv. Bauer und Stammler.— 5) Oonnerstag den 10. und Freitag den 11. Januar, Vorm 9 Uhr, gegen Dantel Ranft von Oder Ofleiden und Conrad Ranft von da, wegen ver— schledrger Diebffäble, gegen Letzteren auch wegen Eigen tbumsbeschädigung; Verth.: Gr. Hofg. Adv. Baift und Bork.— 6) Samstag den 12. Januar, Vorm. 9 Uhr, gegen Koppel Katz don Steinbach, wegen ausgezeichneten und einfachen Diebstabls; Verth.: Gr. Hofg.⸗ Advokat Dr. Reatz.— 7) Montag den 14. Januar Vormittags 9 Ubr, gegen Ellas Ehrmann von Frierberg, wegen
betrügerlschen und einfachen Bankerotts, Meinelds und Schristfalschung; Verth.: Gr. Hofg. Ado. Welker.
* Friedberg. Wie alljährlich kann man auch dieses Jahr von verschiedenen Unglücksfällen lesen, welche das Schießen in der Neujahrgnacht zur Folge gehabt hat. So hat sich u. A. in Wersau, Kr. Dieburg, ein junger Bursche erschossen, der in höchst unvorsichtiger Weise mit den Zähnen den festeingekeilten Ladstock seiner Pistole herausziehen wollte. Dem gegenüber ist erfreulich berichten zu können, daß in der verflossenen Sylvesternacht innerbalb der Stadt Nauheim und deren nächster Umgebung auch nicht ein Schuß gefallen ist. Es wäre in der That zu wünschen, dieses schöne Beispiel Nauheims möchte an recht vielen Orten Nachahmung finden.
Darmstadt. In Michelstadt sollen Verhaftungen wegen einer grandiosen Wechselfälschung vorgenommen worden sein. Das Opfer des Betreigo, ein Landbewohner, habe einem Handelsmann einen Wechsel von 25 fl. aus— gestellt und dieser bei dem alsbald uͤber den Wechselschuld ner ausgebrochenen Schuldwesen eine Forderung von 1250 fl. geltend gemacht. Die Fälschung bestand also in Vorsetzung eines 1 und Anbängung einer Null. Die Indicien sollen so grav sein, daß eine Verweisung vor die Assisen wahr⸗ scheinlich sein soll.
Hanau. In der Neujahrsnacht wurde dahier Bier— brauer Karl Gerhardt, wescher mit seiner Gattin von einem Balle heimkehrte, von einigen Soldaten durch mehrere Säbelhiebe schwer ain Kopfe verwundet, daß er zusammenstürzte. Die Soldaten hatten die junge Frau des Genannten insultirt und da Gerhardt sich zur Abwehr stellte, wurde er von den Soldaten mit blanker Waffe überfallen. Es ist noch zweifelhaft, ob der Verwundete aufkommen wird.
Mainz. Am 1. Januar schwamm der Gesundheits— Apostel Erust Mahner unter der Rheinbrücke durch an den Mühlen vorvei und stieg unterhalb der Stadt wieder ans Land. Es sind nun zwei Jabre, daß derselbe mit
einem Kranze von Eichenlaub auf dem Kopfe durch die Brücke geschwommen ist, indem er das Lied sang:„Sle sollen ihn nicht haben den freien d utschen Rhein.“ Wohl bekomm's!
Mitgethetlt von Chr. Hecht in Friedberg, Spee ⸗Agent⸗
Hamburg. Das Hamburger Postdampfscheff„Al⸗ lemanta“, Capt. Trautmann, welches am 9. Dezember von Hamburg abging, ist nach einer sebr fürmtischen Reise von 14 Tatzen wohlbehalten in New Pork ange⸗ kommen.— Das Hamburger Postdampfschiff„Bovarla“, Capt. Meper, welches von New Nork am 22. Dezember abging, iß nach einer glücklichen Reise von 11 Tagen 13 Stunden wohlbebalten in Cowes angelangt, und bat, nachdem es dafelbst die Vereinigte Staalen Post sowse die für England und Frankreich bestimmten Passagsere gelandet, unverzüglich die Relse nach Pamburg sortgesetzt. Dasselbe bringt 69 Passagtere, volle Ladung und 20 Briessäcke.
Eingesandt.
(Theater in Friedberg). Eln großer Kunst⸗ genuß fleht uns morgen bevor. Frl. v. Seele, dle— es vortrefflich verstanden hat, sich in der Gunst des Publikums zu erbalten, hat das„Fest der Handwerker“ und die„Wiener in Berlin“ sich zum Benesice gewählt und wird an passender Stelle die große„Arte aus dem Freischütz einlegen Wir können Frl. v. Seele zu der Auswahl der Stücke nur gratuliren und find über⸗ zeugt, daß fle ihre Rollen, sowobl was Spiel, als auch was Gesang betrifft, so brillant und wirklich künftlerisch durchführen wird, wie ihren Tambour der zwetten Compagute.
Wir wünschen ihr mit ibrem Benefice einen Erfolg, wie ibn Mackauer gehabt. Da dies die letzte Vor⸗ stellung ist, so stebt um so mehr zu hoffen, daß dlelelbe etne für die Benefiziantin recht ersprießliche sein und ssie noch einnehmender machen wird.
Ein Tbeaterfreund.
Bekanntmachung. Holz⸗Versteigerung in der Oberförsterei Ober-Rosbach⸗ 55 Mittwoch den 16. d. M. werden in dem am Forstbaus Winterstein gelegenen Schlag Nr. XXIII., des Großberzogl. Domantalwaldes Burgwald an die Meist uietenden öffentlich versteigert werden:
6½ Stecken Birken⸗ 21½ Stecken Kiefenn⸗Prügelbolz, 171 2 Eichen⸗ 24½ 7 7 Stockholz. 3706 Wellen Birken, Eichen 7804 Wellen Kiefern ⸗ Reiserholz, 3 Eichenstammabschnitte, in 46 Kub. Fuß. Anfang Morgens 9 Ubr.
Bad N
auheim.
23 Bei der Einweihung der neu erbauten Synagoge, Freitag den 11. und Samstag den 12.
Januar 1867, findet im Fritz' schen Saale an
beiden Tagen
Ball
statt, wozu freundlichst einladet
Das Comité.
Ober⸗ Rosbach den 5. Januar 1867. Großherzogliche Oberfoͤrsterei Ober⸗Rosbach. B
Kapffalgefuch
44 Die Stadt Friedberg beabsichtigt 3500 Gulden zu
einen donnernden Wirbel
Fräulein von Seele
für den famosen Tambour der 2. Kompagnie.
4% ũ Zinsen, im u, oder getrennt, aufzu⸗ 47 Die Fraction.
nehmen. Anerbieten wolle man bei Stadtrechner Vogt 2 7
e. Eine Grube Dung Friedberg den 2. Januar 1867. 45 bat zu verkaufen
Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg Walz.
K. Erhardt, Cafinodiencr.
Mobilien⸗Versteigerung. 49 Montag den 18. d. Mts., Vormittags um 10 Uhr, sollen in der Behausung des F. August Huber dabier die zu dessen Concursmasse gebörigen Mobilien, als; Bettwerk, Weißzeug, Kleitungsstücke, Möbel und sonstige Haushaltungsgegenftände, sowie 2 Kühe, 1 Ziege, 1 Wagen, 1 Pflug, 1 Egge und sonst allerlel Oeconomte- rnd Wutbschaftsgeräthe und Küfergeschirr, meifbietend gegen baare Zablung versteigert werden.
Beilenheim am 4. Januar 1867.
Im Auftrag: ˖
46 taufen
58 Ein lüchliger
findet gegen guten Lohn dauernde Beschäftigung.
Einen Birubaumstamm,
17“ lang, 2½“ in gleichmäßiger Dicke hat zu ver⸗ G. Kriegck IV. in Gettenau.
Branntweinbrenner
Näheres bei Kupferschmtedmeister G. Mondigler n der Vorstadt.
Groß berzogliches Landgericht Friedberg Großherzogliches Ortsgericht Beienhelm Mut b.
Holz ⸗Versteigerung. 54 Mittwoch den 9. und Donnerstag den 10. d. M., sollen im hiesigen Gemeindewalde, in den Distrikten Wann, Aussicht und Kibitz“ nachverzeichne te Dolz⸗ sortimente versteiger! werden: 3 Stecken Kiefern ⸗Scheitholz,
87Lë 55„ Prügelbolz, 96 175„ Stockholz, 12425 Stück„ Wellen,
220 Stück Kiefern⸗Bauffämme, 3421 Cbkiß haltend.
610„„Stangen, 2719 Cbkfß. haltend.
Die Zusammenkunft und der Anfang ist im Disirikte „Wann“ und kommt zuerst das Baubolz zur Versieigerung; fa vem Brennholze wird in der Versteigerung fortge ahre n.
50 Montag den 14. Januar, Morgens 10 Uhr, will Unterzeichneter Gegenstände melstbietend verb eigern lassen:
Verstei gerung.
in seinem Wohnhause nachbenannte 1 Pferd, 2 Kühe, eine frischmilchende und eine trächtige,? Stick Hühner, 2 Schweine, Springer, 1 Fuder Kornstrobh, 4 Fuder Watzenflroh, 4 Fuder Gerstenstrob, 3 Fuder Haferstroh, 2 Fuder Erbsen⸗ fir h, ca. 15 Ctr. gutes Heu, 10 Cir. Grummet, 30 bis 40 Körbe Spreu, 25 Mltr. Kartoffel, 35 bis 40 Ctr. Dickwurz, 4 bis 5 Mlir. Gerße 8 bis 10 Mitr. Hafer, 2 Mltr Erbsen, 3 Stecken Buchen Scheitholz, eien vollständigen Wagen, Pflug und Egge, einen Schaufelpflog, ein Pfubl faß, verschiedenes Pferdegrschirr und sonstige Haus und Oekonomiegeraͤthschaften.
Rockenberg den 3. Januar 1866 Bartholomäus Sauer.
Der Aufang ist an jedem Tag, Vormittags präcis 9 Uhr. Gegen Bürgschaft wird das Holz bis zum 1. Juli 1. J. verborgt. Ober⸗Mötlen am 4. Jap uar 1867. Großherzogliche ee Ober⸗Mörlen e l.
51 wer 7 sagt di Exped. d.
53 Gegen gute Hypotheken können 6000 fl. zu 4½ und 50% pracirt werden. Näbres durch die Erpd. d. Bl.
Einen gebrauch ten Flügel verkauft billigt, Bl pitalisten.
Für K
8 2 ee, N 9 Steinkohlen 57 Lager im neuen Dielhof am Mathor. Frledberg. Eduard Ruths.
Butter pr. g Brennholz, Buchen⸗ Scheitholz I., pr. Stecken 7 f 40 kr.
Preise verschiedener Gegenstände. Friedberg am 5. Janrar.
2728 kr.] Eier 1 Stück 2 kr.
Parlaments⸗Wahl.
52 Unter Bezugnabme auf unsere Veröffentlichung vom 30. vorigen Monats machen wir darauf aufmerk- sam, daß Mittwoch den 9. leeren Monats, Abends r im Gasthause zur goldenen Reichskrone dahier, eine öffentliche Versammlung zur Besprechung über die Parlaments- Wahl stattfindet. Friedberg den 6. Januar 1867. Für das Localcomité Ed Trapp IV., Hofgerichtsadvokat.
Theater in Friedberg.
Mittwoch den 9. Januar.
Letzte Vorstellung. Zum Benefice für die Soubtette Fräulein Josephine v. Seele. Ouvertüre zu Freischũtz.
Neu einstudirt:
Das Fest der Handwerker.
Komisches Gemälde aus dem Leben in 1 Akt. Als Vaude⸗ ville bearbeitet von L. Angel. Musik von W. Müller.
Gebet,
große Scene und Arle aus der Oper„Freischütz“ von Carl Maria von Weber.
Die Wiener in Berlin.
Lie derspiel in 1 Aufzug von Carl Holtey. Mufik von Hebenstreit. e
Z um S ch ug: 8 Der Abschied von Friedberg. Zu dieser meiner Benesice⸗Vorstellung erlaube ich mir ein hochgeehrtes Publikum ganz ergebenst und freundlichst einzuladen. Josephine von Seele.
Beim Schluß der Salson kann ich nicht unterlassen,
den geehrten Bewohnern Friedbergs für die meinem Unternehmen so zahlreich geschenkte Thellnahme meinen berzlichsten Dank abzustatten. Sollte es mir dereinst vergönnt sein, in Ihre Mitte zurückzukehren, bitte ich, mir bis dahin ein freundliches Andenken zu bewahren. Hochachtungs voll W. Kern, Director.
Verantw. Red.: Hermann Schimpff.
Druck und Verlag von Vindernagel 4 Schimpff.
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