Ain d. 60 Habriget
0
Alter ver
1 preußisch moßen un!
Stef B 10
ab- * herr selgendt ergttaß 1 dit Udet
drokt Ni
Verbrechen der Eroberungs- und Angriffskriege vorzu⸗ beugen, nur gesucht werden soll und kann in der freien, dauernden und öffentlichen Vereinigung der Bürger jeder Natlon, welche die Großartigkeit dieses Werkes erkennen und dessen Verwirklichung wirksam anstreben: fordern die Unterzeichneten zur Bildung eines internationalen Friedens⸗ congresses auf, dessen erste Sitzung am 9. September 1867 in Genf eröffnet werden soll und dessen Zweck sein wied, in allen Ländern durch alle Mittel, welche den Mitgliedern zur Verfügung stehen, für Gründung und Aufrechthaltung der Freiheit, des Rechtes und des Friedens in Europa zu sorgen. Sie beschließen, daß es, um Mitglied des Congresses zu sein, genügt, sich zu unterzeichnen und einen oder mehrere Beiträge von 25 Centimes(7 kr. oder 2 Sgr.) beizusteuern. Sie laden alle Freunde der freien Demo— kratie ein, daran Theil zu nehmen, und sich persönlich dazu einzufinden oder vertreten zu lassen. Genf, 6. Juli 1867. Für das provisorische Centralcomite: Der Secretär: C. Menn.“
Von bekannten Namen haben ihre Bethei— ligung bereits zugesagt: Achard; Louis Blanc; Dolst aus Florenz; Julius Favre; Garibaldi; Carl Grün aus Heidelberg; A. Lacroix, Bug- händler; Lavertujon, Redacteur; Mauro Macchi, Mitglied des italienischen Parlaments; Stuart Mill; P. Prévost; Sandon; Albert, vorm. Mit- glied der provisorischen Regierung; Carnot; Victor Hugo; Simon von Trier; Seinguerlet; Prof. Schiff aus Florenz; Armand Gögg; Al. Herzen; Arnold Reinach; Karl Vogt; Werthheimer, Rab⸗ biner; P. Dolgorukow; G. D. Hardegg; Demmler aus Schwerin; Olshausen, vormals Mitglied der provisorischen Regierung von Schleswig-Holstein; Dr. Nauwerk; Dr. A. Ladendorf; Geh. Rath Welcker.
Frankreich. Paris. Die Reise des Kaisers Napoleon nach Salzburg erfolgt zwischen dem 16. und 18. d. M. Keiner der Minister wird den Kaiser begleiten.
— Der Besuch der Pariser Ausstellung nimmt nun ab, nachdem sie den Reiz der Neuheit verloren hat; im Durchschnitt wird sie täglich von 40,000 Personen besucht. Im Ganzen ist der Fremdenverkehr hinter den gehegten Erwar- tungen zurückgeblieben.
— Französtsche Blätter melden, daß die Abreise des Kaisers auf nächsten Montag festgesetzt ist. Die gesammte kaiserliche Familie von Oesterreich wird in Salzburg versammelt sein, wo auch, wie es heißt, Herr v. Metternich Befehl erhalten hat, sich einzufinden. Es wird auch gesagt, daß mög; licherweise der König von Preußen den Kaiser Napoleon nach Ems einladen würde.
Belgien. Brüssel. Die unglückliche Kaiserin Charlotte ist mit der Königin der Belgier im Schlosse zu Tervuren eingetroffen, woselbst der aus Ostende herübergekommene König und der Graf v. Flandern dessen Schwester em⸗ pfingen. Die verwittwete Fürstin, deren herbes, schreckliches Loos allgemeines Mitgefühl erregt, sah sehr bleich aus, hat sich aber weniger verän⸗ dert, als man erwarten könnte. Der belgische Irrenarzt, Dr. Bülkens, hofft bestimmt, die Für⸗ stin zu heilen. Die unglückliche Fürstin weiß nun, daß ihr Gemahl todt ist, jedoch ist ihr nicht bekannt, daß er erschossen wurde.
England. London. Zwei Dampfer, welche die Regierung den in den Eiemassen des weißen Meeres N Kauffahrern zu Hülfe gesandt hatte, die Brenda und der Montezuma, sind, ersterer nach England, letzterer nach Schott⸗ land, zurückgekehrt. 132 britische Matrosen, aus drohender Lebensgefahr gerettet, kehrten mit ihnen in die Heimath zurück. Im weißen Meere sind 64 Schisse von den Mannschaften verlassen worden; 14 derselben wurden nachträglich in Sicherheit
ebracht, die übrigen 50 aber sind untergegangen.
er 18. und der 19. Juni waren die schlimmsten Unglückstage, denn nicht weniger als 250 Fahr- zeuge lagen im Eise eingeklemmt. 330 Seeleute haben sich nach Archangel gerettet, darunter etwa 100 Engländer und die übrigen meist Norweger.
Darmstadt. Der Großh. Salzmagazinsverwalter Mar loff ist auf sein Nachsuchen in Ruhestand versetzt worbͤn. Schon 1853 wurde ihm von dem Großherzog, bei Gelegenheit seines 50jährigen Amtsjubiläums, das itterkreuz J. Classe Philipps des Großmülthigen verliehen Der noch füstige Greis ist einer der wenigen Veleraalen, der außer vier Feldzügen auch die Campagne in Rußland mitgemacht hat.
Darmstadt. Ein Geschäftsmann aus Messel bei Darmstadt, der bedeutend überschuldet sein soll, hat das Weite gesucht. Wie verlautet, soll der selbe Wechsel im Gesammtbetrag von über 10 000 fl. gefälscht und die bevorstehende Entdeckung dieses Vergehens zunächst seine Flucht veranlaßt haben.
Ems. Vor einigen Tagen starb dahier der bekannte de Wellens, Direktor der Spiele in den Taunnsbädern, an den Folgen eines zweiten Schlaganfalles. Der erste hatte ihn hier vor einigen Wochen auf offener Straße ereilt.
Würzburg. Die unterfränkische Regierung warnt die Bierbrauer ihres Regierungsbezirks unter Androhung richterlicher Einschreilung vor Anwendung des von Aug. Sigerist in Mengen als Malzsurrogat angepriesenen Malzzuckers nebst Biercouleur, sowie dessen Geheim— mittel zur Wiederherstellung saurer und verdorbener Biere.
In Malta herrscht gegenwärtig eine Hitze, wie sie seit 20 Jahren nicht vorgekommen. Admiral Kelett gab den österreichischen und russischen Offizieren ein Bankett, wobei die Temperatur so hoch war, daß die nicht brennen⸗ den Wachskerzen auf dem Tische buchstäblich vor Wärme schmo'zeu. Einer der Anwesenden, der zweimal im Juli die Wüste durchzogen, erklärte die Hitze für größer, als er sie dort jemals gefunden.
4% Falsche preußische Banknoten von 10 Thaler. Die Königl. Bankcommandite in Glogau hat ein solch gefälschtes Werihzeichen am 18. d. M. ange⸗ halten. In der Schweiz ist man einer Fälschergesellschaft auf die Spur gekommen, welche fast in allen Hauptstädten ihre Helfershelfer hat. Vor lurzem soll dieselbe nicht weniger als 200,000 falsche Napoleonsd'or fabricirt haben, die den echten auch im Gewicht täuschend ähnlich sind, und die sie jetzt in Umlauf zu setzen sucht.
Greuben⸗Unglück. Aus Mährisch⸗Ostrau, 29. Juli. Auf der Rothschild'schen Steinkohlengrube „Tiefbau“ hat sich(wie bereits in voriger Nummer d. Bl. gemeldet) heute Nachmittag 3 Uhr ein schreckliches Unglück ereignet. Die schlagenden Weiter haben sich entzündet, während die gesammte Mannschaft in der Grube beschäftigt war. Die Anzahl der in der Grube befindlichen Arbeiter wird auf 100 Mann angegeben. Die Wetterleitung ist zerstört, das Dach des Maschinengebäudes durch die Kraft des Luftdruckes abgehoben, die Zimmerung in den Strecken niedergerissen, die Strecken verbrochen, die Schachzimme⸗ rung gleichfalls zerbrochen, das Einfahren in den Schacht unmöglich. Abends 8 Uhr: Der Fahrschacht noch un⸗ brauchbar. Die Leitung in dem ausgemauerten Förder— schachte so weit hergestellt, daß man mittelst Förderschale einfahren kann. Um 9 Uhr: 26 Personen herausgeschafft; davon 12 lebend, 12 tobt. Das Vordringen in den ver⸗ brochenen Strecken ist äußerst beschwert und gefährlich. Nachts 11 Uyr: 50 Personen zu Tage gefördert; davon 30 noch am Leben, zum Theil gräßlich verstümmelt, 20 todt. Die Nettungsversuche werden fortgesetzt. Auch die Venti⸗ lation ist wieder nothdürftig bergestellt. Das Entzünden der Ease soll durch eigenmächtige, den Bergleuten dort streng untersagte Sprengung mittelst Schießpulvers ver⸗ anlaßt worden sein.
Telegraphischer Bericht. Mitgetheilt von Chr. Hecht in Friedberg, Spec.⸗Agent.
Das Hamburger Postdampfschiff„Germania“, Capt Schwensen, welches von New⸗York am 20. Juli abging, ist nach einer ausgezeichnet schyellen Reise von 10 Tagen 4 Stunden wohlbehalten in Cowes angelangt, und hat, nachdem es daselbst die für England und Fraukreich be— stimmten Passagiere und Posten gelandet, unverzüglich die Reise nach Hamburg fortgesetzt. Dasselbe bringt 108 Passagiere, 1000 Tons Ladung, 87200 Dollars Con⸗ tanten und 13 Briefsäcke.
Das Bremer Postdampsschiff„Hansa“, Capt. K. v. Oterendorp, welches am 18. Juli NewYork verließ, ist nach einer schnellen und glücklichen Reise von 11 Tagen wohlbehalten in Cowes angelangt, und hat, nachdem es daselbst die für England und Frankreich bestimmten Pas⸗ sagiere und Posten gelandet, unverzüglich die Reise nach Bremen sortgesetzt. Dasselbe bringt 75 Passagiere, volle Ladung und 300000 Dollars Contanten.
Schiffsnachrichten. Mitgetheilt von Che. Hecht in Friedberg, Spec. Agent. Angekommen in New-Mork:
Am 9. Juli Dampfer„Ottawa“ von Antwerpen,
14 Tage. Am 10. Juli Dampfer„Atalanta“ von Havre, 15 Tage. Am 25. Juli Dampfer„Bremen? don Bremen, 13 Tage. Am 29. Juli Dampfer„Borussia“ von Ham⸗
burg, 16 Tage. Segelschiff„Scranton“ von Antwerpen. Segelschiff„Jamesfsoster“ von Liverpool,
Für die Hinterlassenen der verun⸗ glückten Lugauer Bergleute
sind weiter folgende Gaben bei uns eingegangen: von den Beamten und der Knappschaft der Saline Nauheim 35 fl. 39½ kr.— Von den Bediensteten und Arbeitern der Grube„Wilhelmshoffnung“ bei Dornassenheim 13 fl. 32 kr., zusammen 49 fl. 11%½ kr. In Summa bis jetzt eingegangen 91 fl. 24½ kr.
Weitere Gaben werden mit bestem Dank angenommen.
Die Red.
Friedberg, 3. August. Wir sind in der erfreu⸗ lichen Lage, die Mittheilung machen zu können, daß so⸗ eben der letzte unserer Reconvalescenten das Seminar verlassen hat, um in seine Heimath zurückzukehren. Damit haben Gottlob die seit 4 Wochen in unserer Anstalt bestandenen Maßregeln und Einrichtungen bezüglich der Krankenpflege ihr Ende erreicht. Zugleich können wir, gestützt auf amtliche Mit- theilungen von competentester Seite her, die Ver— sicherung geben, daß die bedauerlichen Krankheits- erscheinungen in hiesiger Stadt in raschem Ab— nehmen begriffen und die in den letzten Tagen durch entgegengesetzte Nachrichten öffentlicher Blätter auswärts aufs Neue erregten Besorgnisse durch die Thatsachen nicht gerechtfertigt sind.
Steinberger.
Oeffentliche Erklärung.
Schon mehrfach sind in öffentlichen Blättern und so erst kürzlich in einem, aus der„Main⸗ zeitung“ in die Beilage zu Nr. 212 des„Frank⸗ furter Journals“ übergegangnen Artikel Berichte erschienen, welche in äußerst übertriebener und entstellender Weise die in hiesiger Stadt in der letzten Zett vorgekommenen Krankheitserscheinungen besprochen und durch Verschweigung des wahren Sachverhalts nur geeignet waren, das Publikum zu beunruhigen und den Verkehr zu hemmen.
Thatsache ist allerdings, daß seit Anfang Juli in Friedberg verschiedene Erkrankungen an gastrischem, gastrisch-nervösem Fieber und am Typhus vor- gekommen sind, daß vorzugsweise das nun schon seit längerer Zeit geschlossene Seminar sowie das Militär-Hospital weniger die Stadt selbst, hiervon heimgesucht war;— Thatsache ist aber auch, daß die Krankheit durchaus keinen bösartigen Charakter hatte, daß nach amtlichen Notizen am 31. Juli nur eine verhältnißmäßig geringe Anzahl meist Leicht⸗ erkrankter, vorhanden war und wir seit Beginn der Krankheit nur 9 Todesfälle zu beklagen haben. Sämmtliche erkrankt gewesene Seminaristen sind mittlerweile in ihre Heimath abgereist; im Militär- Hospital hat seit dem 16. v. M. ein neuer Zu⸗ gang nicht stattgefunden. Bemerkenswerth dürfte noch in Bezug auf das Militär ⸗Hoepital sein, daß in demselben die Kranken aus den drei Garnisonen Friedberg, Offenbach und Butzbach Aufnahme finden, und daß bei dem gegenwärtigen sehr hohen Dienststand die Gesammtzabl aller Kranken nicht mehr als 40 beträgt.
Dies zur Steuer der Wahrheit und hoffen wir zur Beruhigung des Publikums!
Die verehrl. Zeitungs- Redactionen werden gebeten, von vorstebender Erklärung gefälligst Notiz nehmen zu wollen.
Fried berg, den 4. August 1867.
Wee Friedberg.
. V. d. B. Der Großherzogliche Beigeordnete Foucar.
1700 Wenn in gesundheitlicher Beziehung ein Mittel verdient, die allgemeine Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, so ist es in der That die Bruchsalbe des Herrn Gottlieb Sturzenegger in Herisau, Kant. Appenzell. Schweiz, — gegen Unterleibsbrüche. Sie verdient dies aus zwei Gründen,— einmal, weil dieselbe in weitaus den meisten Fällen die Brüche, die nur ohne Operation zu heilen mög⸗ lich sind, obne jede Entzündung u. dgl. vollkommen heilt; zweitens weil unsers Wissen die ganze medieinische Wissen⸗ schaft zur Stunde noch kein Mittel gegen Unterleibsbrüche zu Tage gefördert.— Es ist deßhalb erfreulich, daß schon eine bedeutende Anzahl der Herren Aerzte die Praxis über die Theorie hinwegsetzen und in Anerkennung der wirklich vorzüglichen Eigenschaft der Sturzenegger'schen Bruch- salbe dieselben bei Unterleibsbrüchen verschreiben.
Ein große Auswahl von sehr billigen
9 5 8 Bildern, zum Ausschmücken van Wirthalokalitäten
geeignet, halten wir vorräthig, worauf wir die Besitzer von Gasthöfen aufmerksam machen.
Bindernagel& Schimpff
in Friedberg und Nauheim.


