Ausgabe 
6.4.1867
 
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Age gange sentlichken

*

Nach den mit der letzten Newyorker Post eingetroffenen amerikanischen Nachrichten scheint die Anklage gegen den Präsidenten Johnson mehr und mehr an Boden zu verlieren. Das

richterliche Comite verhört indessen noch fort und

fort Zeugen. Allein es soll sich immer mehr

berausstellen, daß direct nichts gegen den Präsi-

denten vorliegt.

: Friedberg, 4. April. Auf einen Artikel des Frankfurter Journals, der sich mit der Besoltung und Arbeit des an unserer Taubstum men⸗Anstalt wir kenden Lehrpersonals zu schaffen machte, und von dem man trotz der verschiedenen Unrichtigkeiten und Seitenhiebe auf den Director genannter Anstalt und die Regierung, welche er enthielt, sast allgemein glaubte, daß er aus der Taubstummen⸗Anstalt selbst hervorgegangen sei, was wenn es der Fall gewesen wäre u. A. auf ein nicht sehr freundliches Verhältniß zwischen Director und Lehrer bätte schließen lassen, haben nun sämmtliche Taubstummen Lehrer, namlich die Herren G. Rühl, H. Billasch, K. Heyland, J. Landau und J. Schneider Folgendes entgegnet:Mit Beziehung auf die anonyme, Unwahr⸗ heilen enthaltende, Einsendung in Nr. 86 des Journals, die biesige Taubstummen-Anstalt betreffend, erklären die unterzeichneten Taubstummen⸗-Lehrer, daß sie dieselbe nicht verfaßt und auch wissentlich nicht veranlaßt haben, und daß sie die Anwaltschaft des Einsenders, welche ihnen und ihrer Anstalt nur schaden, aber nichts nützen kann, weder wünschen noch bedürfen Auffallen mußte bei dieser Sache noch, daß, während der erste Artikel eine uncnt⸗ geltlich gedruckteEinsendung war, dieErklärung der Taubstummen⸗Lehrer in den Inseratentheil des Journals verwiesen wurde und bezahlt werden mußte. Es ist das eine ob erlaubte? Zeitungspolitik, bei welcher es Jedem passiren kann, daß ihn irgend ein correspondenz süchtiger Einsendling so oder so herausfordert und daß er dann, um die ihm abgedrungene Antwort geben zu lönnen, erst in die Tasche steigen und auf dem Altar des betr. Blattes ein Geldopfer niederlegen muß

h. Friedberg.

Von den in der Aufnahmeprüfung

des Großherzoglichen evangelischen Schullehrer-Seminars

dahier erschienenen 84 Präparanden sind 40 in dasselbe aufgenommen worden, darunter der erschienene Jorgelit, sowie ein Ausländer(Preuße). Im Ganzen zählt bas Seminar jetzt 96 Zöglinge, nämlich 52 in der ersten unt 44 in der zweiten Klasse. Von den in diesem Jahre Ent lassenen sind bereits 8-10 auf Privatlehrerstellen, als Haus und Institutslehrer, placirt. Alljährlich erhalten mehrer

8 Zöglinge hiesigen Seminars recht angenehme und einträgliche Privatlehrerstellen zum Theil in weiter Ferne. In diesem Jahre steht auch die Feier des fünf

zigjährigen Bestehens hiesigen Seminars bevor. Dex Tag, an welchem es vor fünfzig Jahren eingeweiht wurde, ist der 2. November. Großherzogliche Oberstudiendirektion hat dem Vernehmen nach ihre Zustimmung zu dieser Feier gegeben und ihre Betheiligung zugesagt. Großherzogliches Ministerium wird seine Genehmigung gewiß nicht ver⸗ sagen. Unsere Stadt aber hat alle Ursache und nimmt gerne Veranlassung, diese Feier auf's würdigste und fest⸗ lichste mit zu begehen und gestalten zu helfen. Daß allem über 1000 Lehrer als Festgäste erscheinen werden, sind wir überzeugt.

* Offenbach. Wie verlautet, wäre beabsichtigt das dritte mittelrheinische Schützenfest im August d. J. da hier abzuhalten.

Alzey. Sicherem Vernehmen nach wird am 15. d. die feierliche Cröffnung der Linie Worms-Alzey stattfinden und wird dieselbe am 18. d. M. dem allgemeinen Ver⸗ kehr übergeben werden.

Mannheim. Am 24., 25. und 26. Mar l. J. wird dahier eine große Fettvieh-Ausstellung stalfinden, welche Ochsen, Kühe, Rinder, Schaafe und Schweine umfaßt. Es sind 41 Preise von 20 fl. bis zu 150 fl. ausgesetzt, dazu noch ein Ehrenpreis der Stadt Mannheim. Anmeldefrist bis zum 10. Mai.

Eingesandt. Friedberg. Pariser Weltausstellung. Ohne Zweifel werden Viele von hier und der Umgegend Ver langen haben, das Merkwürdige in Paris und die Kunst⸗ schätze der Weltausstellung sehen zu wollen, wenn die

Mittel hierzu nicht so kosispielig wären. Um dies möglich zu machen, müßten Lusttragende eben schon diese Sache besprechen, einige Erfahrene wählen, denen man die Leilung übertrüge. Diese müßten durch Zuverlässige in Paris Logis miethen, Kost accordiren, Führer bestellen, Ab⸗ und Rückgang bestinemen, mit den Eisenbahnen accorbiren ꝛc. und auf diese Weise könnte eine geschlossene Gesellschaft auf die sicherste, beste, billigste und vergnügteste Weise ihr erlangen befriedigen. 8.

Telegraphischer Bericht.

Mitgetheilt von Chr. Hecht in Friedberg, Spec.⸗Agent. Das Hamburger PosidampfschiffTeutonja, Capt⸗ Bardua, wel von NewYork am 16. März abging, ist

nach einer

anlbsd wohl behal

lücklicen Reise von 11 Tagen 22 Stunden

n in Cowes angelangt, und hat, nachdem es daselbst die Vereinigte Staaten-Post sowie die für England und Frankreich bestimmten Paf gelandet, unverzüglich die Reise nach Hamburg jortgesetzt. Dasselbe bringt 112 Passagiere, volle Ladung und 21 Briessäcke.

Das Hamburger PostdampfschiffAllemannia, Capt

Meier, trat am 30. März wiederum eine Reise via Sout⸗ hampton nach New⸗Pork an uns hatte außer einer starken Brief- und Packelpost 250 Tons Ladung, 37 Passagiere in der Cajüte und 550 im Zwischendeck an Bord. Das Hamburger PostdampfschiffSaxonia, Capt. Haack, welches am 17. März von Hamburg abging, ist nach einer schnellen, glücklichen Reise von 10 Tagen 22 Stunden wohlbehalten in New-York angekommen.

Das Bremer Postdampfschiff Hermann, Capt. W. H. Wenke des Norddeutschen Lloyd, welches am 17. März don Bremen abging, ist nach einer schnellen, glücklichen k ange

*

Reise von 11 Tagen wohlbehalten in New⸗ York kommen.

Verloosungen. Oesterreichische fl 230 Loose von 1831. Gewinnziehung. Serie 364 Nr. 25 147,000 fl., Serie 2014 Nr. 15 21,000 fl. Alle übrigen in der am 2. Januar gezogenen Serien enthaltenen Loose gewinnen 315 fl

Geschäfts⸗ Empfehlung.

887 Einem verehrten Publikum mache ich hiermit die ergebene Anzeige, daß ich mich als

Metz ger dahier niedergelassen habe.

Mein eifrigstes Bestreben ist stets dahin gerichtet mit gutem Ochsen⸗, Hammelfleisch aufzuwarten und bitte ich um geneigten Zuspruch.

Nauheim.

Kalb⸗ und

Isaak Rosenthal.

Verpa

839 Ein Theil der Freiherrlich von Wetzel' schen Besitzungen zu Obermörleu, 100 Morgen Ackerland und Wiesen, nebst Oekonomie-Gebäulichkeiten, ist zu pachten und kann der Antritt gleich erfolgen. Pachtliebhaber wollen sich gefälligst an den Unterzeichneten wenden, woselbst die näheren

Bedingungen zu erfahren sind. Frankfurt a. M. den 1. April 1867.

ch t ung.

Freiherrl. von Wetzel'sche Verwaltung H. Berg, Oeder Weg 10.

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