ditors zu Groß⸗Zimmern definitiv übertragen worden ist, in dieser Stelle zu bestätigen..
XI. Charakterertheilungen: am 17, Jan. dem Bürger und Schlossermeister Bernet zu Darmstadt den Charakter als„Hofschlosser;— 2. Febr. dem Heinrich Hügel aus Mainz“ dermalen Directlons⸗Architekten der Bayerischen Ostbahnen in München, den Charakter als„Baurath“;— 5. dem Materialverwalter bei der Main⸗Weser⸗Bahn Pilger den Amtstitel eines„Materialien-Inspectors“— und dem Einnehmer auf der Station Vilbel dieser Eisen⸗ bahn Kleyensteuber den Amtstitel eines„Bahnhofs-Ver⸗ walters“— und am 9. Februar dem Fayence-Osen⸗ Fabrikanten Gärtler in Darmstadt den Charakter als „Hof- Ofen⸗Fabrikant“ zu verleihen. 0
XII. Dienstentbindungen. Seine Königliche Hoheit der Großherzeg haben allergnädigst geruht: am 1. Febr. den evangel. Pfarrer zu Dittelsheim Wilh. Wundt von dem Amte als Dekan des evang. Dekanats Osthofen,— am 5. Febr. den Bahnmeister und Einnehmer auf der Station Großkarben der Main⸗Weser⸗Eisenbahn Kehr— und den Bahnmeister und Einnehmer auf der Station Vilbel der Main⸗Weser⸗Eisenbahn Kleyensteuber von dem Bahn⸗ meisterdienste zu entbinden. 0
XIII. Versetzungen in den Ruhestand. Seine Königl. Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 34. Dec. 1866 den Kammermusiker Wittich,— am 14. Jan. 1867 den evangel. Schullehrer zu Ginsheim Straub auf sein Nachsuchen und unter Anerkennung seiner vieljährigen treuen Dienste,— am 20. Jan. die Hof⸗ zimigerwärterin Margaretha Fleck,— am 22. Jan. den Kreisdiener bei dem Kreisamte Darmstadt Noack auf sein Nachsuchen, unter Anerkennung seiner vieljährigen treuen Dienste,— und an demselben Tage den Kreisdiener bei dem Kreisamte Offenbach Metzger auf sein Nachsuchen, unter Anerkennung seiner vieljährigen treuen Dienste, in den Ruhestand zu versetzen.
XIV. Concurrenz für: die ev. Pfarrstelle zu Merlau, im Dekanate Grünberg, mit einem Gehalte von 854 fl. 52 kr.;— die evang Pfarrstelle zu Leihgestern, im De⸗ kanate Groß⸗Linden' mit einem Gehalte von 629 fl. 52 kr.;— die erste evangel. Schulstelle zu Egelsbach, im Kreise Offenbach, mit einem Gehalte von 377 fl. 45 kr., nebst 4 Stecken Holz zur Heizung des Schullocals;— die Stelle eines Districtseinnehmers der Districtseinnehmerei Lich, wofür eine Dienstcaution von 3000 fl. erfordert wird; concurrenzfähige Bewerber haben sich binnen 14 Tagen anzumelden.
XV. Gestorben: am 9. Oct. 1866 der Visitations⸗ Commissär der Stadt⸗ und Landgerichte, Oberappellations⸗ und Cassationsgerichtsrath Paul Hofmann zu Darm⸗ stabt;— am 13. Oct. 1866 der pensionirte Steuerauf⸗ eher Weniger zu Mainz;— am 15. December 1866 der Arresthausverwalter Neßling zu Darmstadt;— am 8. Januar 1867 der pensionirte Schullehrer Fölsing zu Hopf⸗ garten;— am 13. Januar der Schullehrer Bangel zu Wölfersheim;— am 20. Januar der pensionirte Land⸗ gestütsdiener Becker zu Darmstadt.
— Das Erscheinen der offiziellen Liste über die Verluste, welche die großherzogliche Armee⸗ division während des Feldzugs von 1866 erlitten hat, ist nunmehr für die nächsten Tage angekün⸗ digt. Wie man vernimmt, berechnet sich nach der⸗ selben der Gesammtverlust auf 623 Mann, und zwar auf 104 Todte,(wobei alle bis jetzt nachweislich an ihren Wunden Gestorbenen mit⸗ gezählt sind), 438 Verwundete und 81 Vermißte, welch' letztere jedoch auch als todt betrachtet wer⸗ den müssen. Unter den Todten befinden sich 11 und unter den Verwundeten 25 Officiere. Was die einzelnen Gefechte anlangt, so hat der Tag von Laufach und Frohnhofen(13. Juli) 94 Todte (darunter 11 Officiere) 404 Verwundete(darun- ter 22 Officiere) und 81 Vermißte, also im Gan⸗ zen 579 Mann gekostet.(Außer Betracht bleiben natürlich die seither aus der Gefangenschaft zurück ⸗ gekehrten.) Von den 579 Mann fallen auf das erste Regiment 20 Todte, 85 Verwundete, 4 Ver⸗ mißte, auf das dritte 30 Todte, 159 Verwundete, 38 Vermißte, auf das vierte 39 Todte, 151 Ver⸗ wundete und 38 Vermißte. Bei Aschaffenburg und Stockstadt(14. Juli) verlor die Division 19 Verwundete(darunter 2 Offieiere), 2 Mann vom vierten Infanterieregiment sind an demselben Tage auf dem Marsch nach Seligenstadt an Er⸗ maftung gestorben. Im Gefecht von Gerchsheim (25. Juli) blieben 6 Todte und 15 Verwundete (worunter 1 Officier), ein Feuerwerker fiel bei Tauberbischofsheim(24. Juli) und ein Chevaux⸗ leger am 22. Juli im Patrouillengefecht bei Ei⸗ chenbühl.
— Die Darmst. Ztg. vom 1. März bringt das Verzeichniß der Vorlesungen, welche auf der Großherzoglichen Landes ⸗Universität Gießen im Sommer ⸗Semester 1867 gehalten und am 29. April ihren Anfang nehmen werden. Beginn der Immatriculation am 25. April.
— Wie in hiesigen Blättern zu lesen, sind
Flügeladjutant Oberst v. Grolman und Haupt⸗ mann Bechstatt von Berlin zurückgekehrt und wird man hiernach wohl annehmen können, daß unsere Militärangelegenheit mit Preußen geordnet ist.
— Der Direction der preußischen Lebens- und Garantie-Versicherungsactien-Gesellschaft„Friedrich Wilhelm“ zu Berlin ist die Erlaubniß zum Geschäfts— betrieb im Großherzogthum Hessen ertheilt worden.
— Bei den am 1. März eingetretenen Re- kruten des Scharfschützencorps soll sich eine un— gewöhnlich große Anzahl Freiwilliger befinden.
Gießen. Professor Ibering ist nunmehr in Emden bei der engeren Wahl zum Reichstags— abgeordneten gewählt worden.
Mainz. Vor einigen Tagen war der königl. preußische Administrator der Taxis'schen Posten, Oberpostrath Stephan, dahier anwesend, um die Uebernahme der Verwaltung der Posten für den 1. Juli d. J. einzuleiten. Den unteren Beamten wurde bei dieser Gelegenheit eine Aufbesserung des Gehalts in Aussicht gestellt. Wie verlautet, werden unter der preußischen Verwaltung die An— forderungen an die Ausbildung der Aspiranten für den Postvienst erheblich größer sein als bisher. Bei Ernennung der Beamten ist dem Großherzog das Präsentationsrecht vorbehalten.
— Es sollen in den letzten Tagen hier wie— derum einzelne Cholera-Anfälle vorgekommen sein, was wohl die Folge des durch das letzte Hoch wasser des Rheines verunreinigten Trinkwassers in den Brunnen der niedriger gelegenen Stadt— theile sein mag.
Preußen. Berlin. Der neben andern Vorschlägen zum Präsidenten des Reichstages auch genannte Fürst von Lich soll den Wunsch aus- gesprochen haben, nicht zum Präsidenten gewählt zu werden.
— Reichstags ⸗Sitzung vom 28. Febr. In der heutigen Sitzung wurde mit Prüfung der Wahlen fortgesahren und sind nunmehr zusammen 166 Wahlen geprüft und gültig erklärt. Da der Reichstag 296 Mitglieder zählt, die absolute Ma⸗ jorität mithin 149 Stimmen beträgt, somit also 17 Wahlen über die absolute Majorität geprüft und gültig erklärt sind, beschließt das Haus nach dem Antrage des Alterspräsidenten, die Wahl des Präsidenten nächsten Samstag vorzunehmen und in der Sitzung am 1. März mit den Wahlprü⸗ fungen fortzufahren.
— Reichstags Sitzung vom 2. März. Bei der heute im Reichstage vorgenommenen Präsidentenwahl wurden im Ganzen 240 Stimmen abgegeben, so daß zur absoluten Mehrheit 121 Stimmen gehörten. Die meisten Stimmen(120) sielen auf Simson; Graf Stolberg erhielt 73, Herzog von Ujest 24, v. Wächter 17, v. Erx⸗ leben 3 Stimmen, die übrigen zersplitterten sich. Bei der hierauf vorgenommenen engeren Wahl, in welcher 240 Stimmen abgegeben wurden, wurde Simson mit 127 Stimmen zum Präsi⸗ denten gewählt, während Graf Stolberg 89 Stimmen erhielt. Der Abg. Dr. Sim son ist also zum ersten Präsidenten des Reichstags ge⸗ wählt, und indem der Alterspräsident dieses Resultat verkündigt, erschallt Bravo in der Versammlung. Präsident Dr. Simson(nachdem er den Präsi⸗ dentenstuhl besliegen):„Meine Herren! Sie be⸗ rufen mich durch die soeben vollzogene Wahl für die nächsten vier Wochen zur formellen Leitung Ihrer Versammlung. In der Ueberzeugung, dieser hohen Versammlung für ihren großen Zweck, der nicht unerreicht bleiben darf, an der Stelle auch mit meinen bescheidenen Kräften dienen zu müssen, die Sie mir anweisen, und in dem vollen Gefühle der Ehre und Auszeichnung, die Sie mir zu Theil werden lassen, nehme ich die Wahl an und danke für dieselbe in wahrhafter Ehrerbietung. Ich werde mich bemühen, allen Ansprüchen, die Sie an mich stellen, gerecht zu werden. Begegnen Sie mir dabei von allen Seiten des Hauses mit Nachsicht, das ist meine Bitte, meine Hoffnung, denn ich weiß sehr wohl, wie sehr ich Ihres Wohlwollens und Ihrer Nachsicht bedarf.“— Der Präsident fordert dann das Haus noch auf, seinen Dank dem abtretenden Alterspräsidenten durch Aufstehen von den Stühlen kundzugeben.
Dies geschieht und es wird dann zur Wahl des ersten Vicepräsidenten geschritten. Zum ersten Vicepräsidenten des Reichstags wurde Herzog von Ujest mit 119 von 231 Stimmen, zum zweiten v. Bennigsen mit 114 von 227 abgegebenen Stimmen gewählt. Außerdem erhielten Haber⸗ korn 95, v. Wächter 8, Braun 2, v. Rothschild 1 Stimme. Den Schluß der Sitzung bildet die Wahl der Schriftführer und wird das Resultat in nächster Sitzung verkündigt werden.
— Die Abtheilungen des Reichstages waren gestern zur Fortsetzung der Wahlprüfungen zu- sammengetreten, eine Plenarsitzung fand nicht statt.
— Der„Staatsanzeiger“ verkündet eine königliche Verordnung, durch welche das preußische Berggesetz in Nassau, Homburg und den ehe— maligen darmstädtischen Gebieten eingeführt wird.
— In Berlin erfolgte die Ausweisung eines
Correspondenten des Pariser„Monde“ Namens Kuhn, weil aus dessen beschlagnahmten Papieren sich unzweifelhast ergeben, daß er für das Welfen⸗ haus agitirte.
Wiesbaden. Das„Frankf. Journ.“ will von einer Seite her, welche mit den betreffenden Verhältnissen bekannt sein könne, folgendes Nähere
über die Abmachungen zwischen der preußischen
Regierung und dem Herzog von Nassau erfahren haben: Der Herzog behält Schloß Bieberich mit Zubehör, ferner Schloß Weilburg, das Jagdschloß „die Platte“ mit einem Areal Wald von 2900 Morgen und die Besitzung in Königstein; er er⸗ hält ferner die Hälfte der Einkünfte der Domänen mit Einschluß des Ertrags des Sauerbrunnens von Selters; und der erstgeborene Prinz eine Apanage von 36,000 fl. Dieß sollen die wesent⸗ lichsten Puncte des getroffenen Abkommens sein. — Mit Bestimmtheit wird ferner mitgetheilt, daß der Herzog Adolph in aller Bälde seine frühere Sommerresidenz Biebrich wieder beziehen und dort seinen ständigen Wohnsitz aufschlagen werde. So⸗ bald das Befinden der Herzogin so günstig, daß bei einer Uebersiedelung nichts zu besorgen steht, wird sie in Biebrich eintreffen.
— Die Stadt Wiesbaden soll, zuverlässigen Mittheilungen zufolge, der Sitz der Regierung über Nassau, Hessen⸗Homburg und Frankfurt wer⸗ den und damit stehe die Verlegung des Oberpost⸗ amts von Frankfurt nach Wiesbaden in Verbin⸗ dung. Es wird hierbei versichert, daß die Stadt für das von der öffentlichen Moral längst verur⸗ theilte Spiel auf dem grünen Tische mit Ver⸗ gnügen solche Entschädigungen nehmen werde, wie den Sitz einer Regierung und eines Oberpost⸗ amtes, denn an deren Vortheilen hat die ganze Stadt und nicht Einzelne Antheil.
Sachsen. Leipzig. Dr. Hamm's, des bekannten Reiseschriftstellers, Feuilletonisten und Redacteurs der„Agronomischen Zeitung,“ Er- nennung zum Ministerialrath im österreichischen Ministerium für Handel und Volkswirthschaft wird vielfach besprochen. Dr. W. Hamm, ein geborener Darmstädter, that sich auf dem Landtage als ge⸗ wandter Sprecher, der Opposition gegen das Mi⸗ nisterium Beust hervor und als Stadtverordneter von Leipzig während der Kriegsperiode hat er sich als ein entschiedener Anti⸗Oesterreicher documentirt.
Baden. Karlsruhe. Die Strafkammer hat die HH. Karl Aue in Stuttgart und L. C. Zamarski in Wien als Verleger und Drucker der Broschüre„Der badische Verrath,“ ferner die HH. Karl Aue und Julius Kleeblatt in Stutt⸗ gart, als Verleger und Drucker der Broschüre: „Nochmals der badische Verrath,“ der Beleidigung eines Mitgliedes des großh. Hauses durch Ver⸗ läumdung und Ehrenkränkung in Beziehung auf dessen öffentlichen Dienst(als Commandanten der großh. bad. Felddivision) und der Gefährdung der öffentlichen Ruhe und Ordnung für schuldig befunden und in contumaciam zu 6 Monaten Kreisgesängniß verurtheilt.
Oesterreich. Wien. In der Sitzung des Landtags wurde von Dr. Hoffer und Ge⸗ nossen der dringliche Antrag gestellt, den Landes⸗
ausschuß mit der Ueberreichung einer Eingabe an
den Kaiser zu beauftragen, worin die Bitte ent⸗ halten ist, von der Fortification der Hauptstadt
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