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4.7.1867
 
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Prinzen von Augustenburg einen neuen Aufschwung.! Massenversammlung in Altona.

26. Januar. Erlaß des preuß. Mintster⸗Präsidenten Grafen Bismarck an den Gesandten Frbru. v. Werther in Wien, worin dem österreich. Cabinet Vorhalt gemacht wird wegen seines Verhaltens Angesichts dieser Bewegungen.

7. Februar. Antwort des Wiener Hoses zur Recht⸗ fertigung seines Verfahrens in Holstein. 2

11. März. Preußen erläßt eine provisorische Ver⸗ ordnung, um die Augustenburgische Bewegung zu unter- drücken. 5 5

16. März. Rundschreiben Oesterreichs an eine größere Anzahl deutscher Regterungen, worin dieselben aufgefordert werden, der von Preußen drohenden Kriegsgefahr gegenüber Stellung zu nehmen.

24. März. Preußische Circular-Depesche an seine Gesandten bei den deutschen Höfen. Es wird darin Be⸗ schwerde geführt, daß die Thätigkeit der österveichischen Verwaltung in Holstein darauf gerichtet sei, Schleswig⸗ Holstein dem Prinzen v. Augustenburg zu überantworten. Auch wird der Rüstungen Oesterreichs erwähnt und bemerkt, daß Preußen hierdurch gezwungen ser, geeignete Vor⸗ kehrungen zu treffen. Daran knüpft sich die Anfrage, ob und in welchem Maße Preußen auf die Unterstützung der Bundesregierungen gegen Oesterreichs bedrohliche Haltung rechnen dürfe. Rückantwort ciner Anzahl von Bundes gliedern unter Hinweis auf Arl. 11 der Bundesacle und Art. 19 der Wiener Schlußacte.(Art. 11:Die Bundes- glieder dürfen einander unter keinerlei Vorwand bekriegen. Art. 19:Wenn zwischen Bundesgliedern Thätlichkeiten zu besorgen sind, so ist die Bundesversammlung berufen, vorläufige Maßregeln zu treffen, wodurch jeder Selbsthülfe vorgebeugt werde.

31. März. Amtliche Erklärung des österr. Cabinets, daß es den Absichten des Kaisers fern läge, gegen Preußen offensiv aufzutreten.

7. April. Oesterreichische Note ähnlichen Inhalts.

15. April. Erwiederung Preußens, dahin gehend, daß auch seinerseits eine Mobilmachungs-Ordre für die preuß. Armee nicht gegeben sei, daß dagegen diejenigen partiellen Vorsichtsmaßregeln, durch welche Preußen den österreich. Vorbereiiungen gleichzufommen suchen müsse, nicht aufgeboben werden könnten, se lange der Anlaß dazu nicht beseitigt sei. Oesterreich erklärt darauf seine Bereitwilligkeit zur Entwaffnung; es würde damit am 25. April beginnen in der Erwartung, daß Preußen den nächsten Tag, 26. April, mit der Abrüstung nachfolge.

21. April. Preußen theilt seine Einwilligung mit, jedech unter der Bedingung, daß Oesterreich auch seine Rüstungen gegen Italien einstelle.

22. April. Minister⸗Conferenz der Mittelstaaten zu Augsburg; Verhandlungen über eine Bundesreform.

27. April. Rundschreiben des preuß. Cabinets, die Bundesreformfrage betreffend; zur Mitwirkung bei den Berathungen über dieselbe wird det Zusammentritt eines Parlaments gefordert.

5. Mai. Außerordentliche Bundes tagssitzung. Sachsen beantragt, Preußen möge, unter Hinweis auf Art. 11 der Bundesacte, um eine beruhigende Erklärung ersucht werden, damit die Bundesversammlung nicht in die Lage komme, vorläufige Maßregeln zur Verhinderung von Selbsthülfe und Thätlichkeiten zu treffen. Seitens des preuß. Gesandten erfolgt die Erklärung, daß die preuß. Rüstungen ihren defensiven Charakter bis jetzt nicht verläugnet hätten. Oesterreich wiederholt früher abgegebene Belheuerungen seiner Friedensliebe.

12. Mai. Erster Armeedefehl des Feldzeugmeisters Benedek. Mittlerweile Versuch eines Congresses zu Paris zur Abwendung der Kriegsgefayr.

19. Mai. Die süddeutschen Staaten beantragen beim Bundes ag, es möge an die Regierungen, welche Rüstungen vorgenommen, das Ersuchen gestellt werden, eine Erklärung abzugeben, ob und unter welchen Bedingungen sie bereit wären, gleichzeitig und bis zu einem bestimmten Tage ihr Heere auf den Friedensfuß zurückzubringen. An demselben Tag Ausmarsch des in Friedberg garnisonirenden 11. Bataillons des II. Infanterie⸗Regiments.

24. Mai. Abermalige Bundestagssitzung. Ein⸗ flimmige Annahme jenes Antrags. Scheinbar friedliche Aussichten.

1. Juni. Oesterreich überweis't die Schleswig⸗

Holstein'sche Angelegenheit dem Bundestag.

5. Juni. Der General von Gablenz ruft die Holstein'schen Stände auf den 11. Juni nach Itzehoe ein, um des Landes Stimme über das eigne künftige Geschick zu vernehmen. N

7 General- Lieutenant v. Manteuffel läßt

7. Juni. preuß. Truppen in Holstein einrücken. Gablenz verläßt

noch vor dem 7. Juni mit der Brigade Kalik Kiel, um

sich in Altona zu concentriren.

11. Juni. Die Stadt Itzehoe wird von preuß. Truppen besetzt, das Ständehaus geschlossen.

12. Juni. Gablenz geht während der Nacht nach Hamburg, um über Hannover und Kassel nach Frankfurt sich zurückzuziehen und zur kaiserl. Armee in Böhmen zu stoßen

13. Juni. Der österreich. Gesandte in Berlin, Graf Karoly, fordert seine Pässe. 14. Juni. Beschluß des Bundestags, die Mobil⸗

machung gegen Preußen betreffend. Der preuß. Gesandde, von Savigny, verläßt den Bundestag.

15. Juni. Ultimatum Preußens an Hannover und Sachsen.

16. Juni. Einmarsch preußischer Truppen in diese Länder.

22. Juni. Rundschreiben des Grafen Vismarck an die Mächte Europa's, in welchem nachgewiesen werden soll, daß das Resultat der Bundestags Abstimmung vom 14. Juni auf einem Falsum beruhe.

24. Juni. Schlacht bei Custozza zwischen den Oestreichern und Italienern; letztere geschlagen. Der Kurfürst von Hessen trifft als preuß. Kriegsgefangener in Stettin ein. Die preuß. Armeen überschreiten die böhmische Grenze; Vorhulgefecht bei Reichenberg in Böhmen.

25. Juni. 1500 Mann Würtemberger, als Vorhut des in Frankfurt a. M. sich sammelnden 8. Armeekorps, ziehen in Friedberg ein.

26., 27. und 28. Juni. Kämpfe bei Turnau, Skalitz, Trautenau, Nachod, Münchengrätz.

27. und 28. Juni. Schlacht bei Langenfalza.

29. Juni. Die Hannoveraner strecken die Waffen. Abzug der Würtemberger von Friedberg; Nachmarsch einer deträchilichen Anzahl Großh. Hessischer Truppen. Rast derselben in Friedberg und einigen umliegenden Ort⸗ schaften bis zum folgenden Tag. In Böhmen nehmen die Preußen Gitschin. Die Folge davon ist die am

Kurbessen,

30. Juni bewirkte Verbindung der beiden pfreu ßischen Heere. 3. Juli. Enischeidende Schlacht bei Sadowa und

Königgrätz.(Ankunft von gegen 17000 Mann Oestreicher und Nassauer in Friedberg. Die Stadt ist überfüllt, die Seewiese ein Heerlaget. Gegen Abend außerdem noch Einquartirung badischer Dragoner. Be⸗ sonderes Interesse erregen die Oestreicher(worunter auch Italiener) und die Art und Welse, wie sie sich auf det Seewiese bei fürchterlichem Regen für die Nacht häuslich einzurichten suchen. Im Allgemeinen harmlose und trotz Regen und Frost lustige Leute, ächte Kriegs- und Lager⸗ völker. Die stark ausgeprägte Neigung Einzelner zur gelegentlichen Verwechselung des Mein und Dein zeigt sich in dem Verschwinden einiger Taschenuhren und dem Auf⸗ spießen etwelcher Hühner(Hinkeletto's). Auch erweisen sich Gartenthüren, Bohnenstangen und altehrwürdige Weidenbäume als gesuchte Artikel für die Bivouak-Feuer. Am folgenden Morgen bei noch anhaltendem Regen Abmarsch in der Richtung nach dem Vogelsberg).

3. Juli. Die Mainarmee unter General v. Falkenstein beginnt ihren Angriff gegen die Bayern und das achte Armeecorps. Gefecht bei Dermbach und Wiesenthal gegen die Bayern.

1 Brückenau.

6. Juli. Räthselhafter Rückzug der badischen Division von Gießen nach Frankfurt.

7. Juli. Abermaliges Vorrücken derselben bis nach Friedderg. Bedeutende Einquartirung. Gegen Abend werden am Bahnhof, auf dem Burgwall und vor dem Prebiger⸗Seminar Geschütze aufgefahren und in der Burg noch andere militärische Maßnahmen vorbereitet, um einem für die Nacht befürchteten Ueberfall der Preußen zu begegnen. Große Aufregung unter der Bürgerschaft; hie und da fängt man an, die Keller zu Zufluchtsstätien herzurichten.

9. Juli. Süden.

Gefecht bei Kaltennordheim und

1. Abzug der Babenser in der Richtung nach Ein Theil davon mit dem Generalstab bleibt

noch einige Tage in Bruchenbrücken und den benachbarten Orten. Vorpostenkette quer durch die Felder bis nach dem Löwenhof. Strengste Absperrung der Passage nach Sütben. Tragi⸗komische Kriegsgefangenschaft verschledener Friedberger Bürger in Oberrosbach. Flucht und Heimkehr derselben über den Winterstein und Nauheim.

10. Juli. Gefecht bei Kissingen.

13. Juli. Gesecht bei Frohnhofen zwischen den Preußen und den Hessen unter Perglas.

14. Juli. Treffen bei Aschaffenburg. des Bundestags von Frankfurt nach Augsburg.

16. Juli. Die Preußen rücken in Frankfurt ein.

17. Juli. Die Preußen gehen über die March auf ungarischen Boden.

18. Juli. Die Wiesbaden.

20. Juli. Italien zur See geschlagen bei Lissa.

22. Juli. Abschluß einer Waffenruhe zwischen Preußen und Oesterreich. Dadurch das Gefecht bei Preßburg unterbrechen.

24. Juli. Gesecht bei Tauberbischofsheim.

25. Juli. Waffenruhe zwischen Oesterreich und Italien.

26. Juli. Tressen bei Uttingen. Abschluß der Friedenspräliminarien zwischen Preußen und Oesterreich zu Nikolsburg.

27. Juli.

30. Juli. und Bayern wird eingestellt. auf dem Heimweg.

1. August. Waffenstillstand zwischen Preußen und Würtemberg und Hessen.

2. August. Waffenstillstand zwischen Oesterreich und Preußen verlängert.

13. August. Friedensabschluß zwischen Preußen und Würtemberg.

17. August. Königliche Botschaft an den preuß. Landtag bezüglich der Vereinigung Hannovers, Kurhessens, Frankfurts und Nassau's mit Preußen. Friede zwischen Preußen und Baden.

22. Au gust. Friedensabschluß und Bayern.

23. Au gust. Definitiver Friedensschluß zu Prag zwischen Oesterreich und Preußen.

24. August. 45 Mann Preußen, von Gießen kommend, quartiren sich in Friedberg ein und bleiben über den Ludwigstag da. Die sonst mit Recht gerühmte preuß. Mannszucht wird von ihnen weniger bewährt; während der Nacht Excesse in der Wirihschaft von Heinrich Schäfer; in einem Privalbause suchen zwei Landwehr⸗ männer, Brüder, sich ihre brüderliche Zärtlichkeit mit dem Säbel in der Faust zu beweisen, wobei der Eine eine nicht unerhebliche Verwundung an der Stirne davon trägt.

24. August. Auflösung des Bundestags.

3. Sepiember. Friedensvertrag zwischen Hessen und Preußen.

8. September. Abschied des Herzogs von Nassau ven den nassauischen Truppen bei Günzburg in Bayern.

Abzug

Preußen besetzen Darmstadt und

Kampf vor Würzburg. Die kriegerische Thätigkeit zwischen Preußen Die Badenser befinden sich

zwischen Preußen

22. Sepibr. Rückkunft des Friedberger Bataillons. Festlicher Empfang desselben.

3 Oktober. Friedensvertrag zwischen Oeslerreich und Italien.

8. Oktober. Preußen nimmt förmlich Besitz von

Hannover, Kurhessen, Nassau und Frankfurt. 21. Oktober. Friede mit Sachsen.

Verloosungen.

Karlsruhe, 28. Juni. Bei der heute stattgehadten Gewinnziehung der badischen 35 fl.⸗Loose sind folgende 10 Gewinne mit je 1000 fl. gezogen worden: Nr. 53784 80752 117482 172289 191418 285156 285318 295319 und 331309.

Wien, 1. Juli. Bei der heute Abend stattgefundenen Ausloosung der österreichischen 100 fl. Eisenbahn⸗ Prioritätsloose von 1858 wurden folgende 15 Serien à Stück 100⸗Loose 0 Serie 224 1133 1217 1972 1988 2231 2866 3051 3251 3316 3390 3524 3645 und 3925, und fielen bei der sogleich fort⸗ gesetzten Prämienziehung auf folgende Loose die beigesetzten hohen Gewinne; Serie 3390 Nr. 87 250,000 fl., Sexie 1217 Nr. 31 40,000 fl., Serie 3524 Nr. 96 20,000 fl., Serie 3524 Nr. 4 und Serie 2231 Nr. 56 je 5000 fl. Die Deimzahlung ersolgt planmäßig am 2. Januar 1868.

Edictalladung. 12689 Anna Maria Leichiager(Lichner) von Melbach, geboren den 10. Auguf 1788, Tochter des verstorbenen Zobannes Leichinger, und dessen Ehefrau Margarctha Elisabeiba, geb. Schuch, ist schon seit langer Zeit unbekannt wo? abwesend. Dieselbe oder etwaige Lelbeserben, oder sonstige erbberechtigte Anverwandte derselben werden andurch aufgefordert, sich zur Empfang na ihres bisher curatorisch verwalteten, in ungefähr Einhundert Gulden bestehenden Vermögens binnen 90 Tagen, von der ersten Veröffentlichung dieser Larung an laufend, dahler anzumelden und zu legttimiren, gegen⸗ falls dasselbe an die bis jetzt bekannten, sich bereits ge⸗ meldet babenden nächsten Intestaterben ohne Caution verabfolgt werden wird.

Jrted berg den 15. Mai 1867. 5 Großherzogliches Landgericht Friedberg Rei

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164 2 Sqnellwagen, wovon die eine 220 Pfund abwiegt, 1 Sa raubslock, 1 kleines Jagdaewehr find zu

Versteigerung von Arbeiten

und Materiallieferung. 1643 Samstag den 6. Juli l. J., Nachmittags um 3 Uhr, sollen auf dem Bürgermeisterei-Bureau zu Bodenrod, nachsolgende Arbeiten und Lieferungen, unter den vor der Versteißerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen versteigert und in Accord gegeben werden,

nämlich:r. 1) Planirarbeit veranschlagt zu 13 48 2) Cbausfsirarbeit 36 30 3) Pflasterarbeit 21 4) Lieferung von Chaussecbausteinen 68 5) Pfastersteinen 27 6 8 feinem Kies 10 48

Butzbach am 1. Juli, 1867. er Bezirks Bauaufseher Burk.

Ein Logis,

1650 Zimmer mit Kabinet, ist zu vermlethen. Näheres

verkaufen bel Friedberg. Mändle Garde.

bei der Exped. d. Bl. unter Nr. 1650.

Bekanntmachung. 1646 Die Genehmigung der gestern im Domanialwald Mannzerbecken abgehaltenen Holzversteigerung wird hiermit bekannt gemacht und angeordnet, daß die Abfuter scheine vom 9. d. M. an dei Greßb. Rentamt Friedberg in Empfang zu nehmen sind und der Tag der Ueber- weisung tesp. der erste Abfuhrtag auf den 10. d. M anberaumt worden ist. Ober⸗Rosbach den 2 Juli 1867. Großberzogliche Oberförsterei Ober-Rosdach Bingmann.

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1544 Dem Ratbe der vortrefflichen Schrist Keine Hämorrhoiden mehr!, welche in allen Buchhandlungen für 5 Sgr. zu be · kommen iff, verdanke ich die völlige Heilung von meinen langen und schweren Hämorrho'dalleiden und bezeuge der Wabrbelt gemaͤß, daß ich mich jetzt des besten Wohlseins erfreue.

F. Eppener, Weinhändler,

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