Konig Johann von Sachsen soll Schritten zur Ver- Wiener und Berliner Seinem Einflusse und
Sachsen. auf das Erfolgreichste mit söhnung zwischen dem Hofe beschäftigt sein. seinen Bemühungen schreibt man es zu, spezieller Anordnung des Kaisers von diejenigen österreichischen Regimenter, welche kurz nach dem Ausbruch des Krieges nur nach ihrer Nummer geführt werden durften, fortan wieder gleichzeitig durch den Namen ihrer früheren In⸗ daber(König von Preußen, Großherzog von Baden, Großherzog von Meckkenburg⸗ Schwerin, Kronprinz von Preußen, Prinz Karl und Prinz Friedrich von Preußen, endlich Graf Wrangel) zu bezeichnen sind. Inwiefern etwa auch die Erklärung zurückgezogen worden ist, womit die österreichischen Erzherzoge, welche Chefs preußischer Regimenter waren(Albrecht, Leopold und Karl Ludwig), auf diese Ehrenstellen Verzicht geleistet, verlautet nichts.
Bayern. München. Von fünfzehn der Linken angehörenden Abgeordneten ist eine Inter⸗ pellation an den Staatsminister der Justiz be- schlossen worden, ob derselbe nicht geneigt wäre, dem Landtag einen Gesetzentwurf zur Aufhebung der Todesstrafe vorzulegen?
— Die Bayer. Ztg. sagt in ihrem amtlichen Theil: Am 9. Januar sind an die bayerischen Gesandtschaften in Stuttgart, Karlsruhe und Darmstadt gleichlautende Noten abgesendet worden, folgenden Inhalts: Nach Aufhebung des deutschen Bundes gebiete, bei der Schwierigkeit der Her⸗ stellung einer neuen Bundesverfassung zwischen Bayern und den übrigen süddeutschen Staaten, doch die Pflicht der Selbsterhaltung, die auf⸗ gehobenen Grundbestimmungen durch andere, wo möglich bessere zu ersetzen. Die Bundes⸗Kriegs- verfassung bestehe nicht mehr, es sei daher hohe Zeit, zum Schutze der süddeutschen Staaten(mit Ausschluß von Oberhessen) eine andere Kriegs- verfassung mit Benützung der gewichtigen Lehren des letzten Jahres festzustellen. Eine Verein⸗ barung hierüber sei dringend nothwendig; um der Gefahr des Zustandekommens verschiedener Militärverfassungen zu begegnen, schlug die baherische Regierung, behufs Abschlusses einer gemeinsamen oder doch wenigstens gleichartigen Uebereinkunft betreffs der Wehrverfassung, eine Conferenz der Minister des Aeußern und des Krieges genannter Staaten vor, wobei gleichzeitig auch über die ehemaligen Bundesfestungen Ulm und Rastatt Verfügung getroffen werden soll.
Baden. Mannheim. Der Rhein ist in Folge mehrtägigen Regenwetters und Zusammen⸗ gehens großer Schneemassen an der Schweizer⸗ grenze in der Nacht vom 27. auf 28. v. M. gegen 4 Fuß angeschwollen und noch fortwährend im Steigen. Von Heilbronn wird gemeldet, daß der Neckar bereits eine Pegelhöhe von 13½ Fuß erreicht hat. Hier sind beide Flüsse 2 Fuß und darüber gewachsen und unter den bewandten Ver- hältnissen in den Niederungen Hochwasser zu ge— wärtigen.
Oesterreich
österreichischen Gesandten in Bern und des pro⸗ visorischen schweizerischen Geschäftsträger in Wien hat der österreichische Minister der auswärtigen An- daß nach gelegenheiten erklärt, mit der größten Bereitwilligkeit einen Handels- vertrag mit der Schweiz abschließen werde.— Die Kaiserin von Oesterreich gekommen und gestiegen. der Gräfin Trani, — Der Schneefall im Hochgebirge ist ungeheuer; am Simplon hat eine große vollständig gesperrt und die hinübergetragen werden; liegt der Schnee 4 Fuß hoch und der Paß ist selbst für kleine Schlitten nur
ist wegen der in Rheinpreußen herrschenden Vieh- seuche die Einfuhr von
Fleisch von Wiederkäuern aus Rheinpreußen und Rheinbayern nach Frankreich untersagt.—(Siehe
seiner Sitzung mit großer Majorität beschlossen, den
der um 6 Uhr 30
einer Mittheilung des
Schweiz. Nach
daß die kaiserliche Regierung
ist in Zürich an⸗ im„Hotel Bauer“ am See ab- Aufenthalt bei ihrer Schwester, wird vierzehn Tage dauern.
Ihr
Lawine die Straße Posteffekten müssen auf der ganzen Strecke
schwer zu passiren. je der„Moniteur“ meldet,
Frankreich. Schlachtvieh und frischem
Art, vom Niederrhein.)
Italien. Florenz. Der Senat hat in Admiral Persano wegen Ungehorsam, Unwissenheit und Nachlässigkeit in Anklagestand zu versetzen.
Spanien. In Madrid herrscht eine dumpfe Gährung, welche durch die Strenge der Gewalt mehr und mehr gesteigert wird. Die Verhaftungen währen fort und Todesurtheile wegen Preß— vergehen folgen sich. Der Chefredacteur des demokratischen Blattes„Discusion“ ist von dem Kriegsgerichte in Madrid zum Tode verurtheilt worden. Die nämliche Strafe ist gegen sieben Personen gefällt worden, die angeklagt waren, die Mitarbeiter des heimlich erscheinenden Jour- nales„Alerte“ zu sein. Sollte Marschall Narvaez die Hand der Königin nöthigen, diese Urtheile zum Vollzuge bringen zu lassen, so könnte wohl die öffentliche Entrüstung, ermuthigt durch die im Auslande weilenden Emigranten, einen Ausbruch herbeiführen, und Niemand würde dann sagen können, wo die Bewegung einhalten würde.
Amerika. Im Hinblick auf die Statistiken der Petroleum-Produktion wird die Hoffnung ausge— sprochen, daß es der Wissenschaft bald gelingen möge, dieses Oel, außer zur Beleuchtung, noch in anderer Weise nutzbar zu machen. Die Ausbeute des Jahres 1866 übersteigt die Nachfrage in dem Grade, daß' das gegenwärtige Jahr mit einem Lagervorrath von 733,000 Fässern raffinirten Petroleums begann, die verbraucht sein müssen, ehe die Produktion des Jahres 1867 auf den Markt kommt.
v. Friedberg. Es ist seither öfter vorgekommen, daß Minuten von Darmstadt zu beför⸗
zugeben, sowie auch instruiren, Verhältniß aufmerksam macht.
zur Anzeige zu bringen resp. zu reclamiren. hielten wir es für
Darmstadt anzuweisen, in Fällen von berspätetem Abgange des Zuges 10 Billete über Frankfurt hinaus nicht aus⸗
das Fahrpersonal demgemäß zu dasselbe die beir. Reisenden auf dieses Wir erachten es gewisser⸗ Unregelmäßigkeiten Nicht weniger angemessen bezüglich der fraglichen Bahnzüge, wenn etwa von Seiten der Provinzialdirection von Oberhessen im Interesse der Bewohner dieser Provinz dahin gewirkt würde, daß der letzte Main⸗Weser⸗Bahnzug
damit
maßen als Pflicht jedes Reisenden,
Bahnzug abwarle oder die Abfahrlszeit des ersteren über⸗ haupt etwas später gelegt werde, damit bei einer etwaigen Verspätung der Main⸗Neckar⸗Bahn das reisende Publikum nicht so leicht wie jetzt von oben erwähnten Nachtheilen betroffen werden könnte.
4 Niederwöllstadt. Am Samstag hatten wir bier im Saale des Herrn Haas eine, äußerst anregende und inieressante landwirthschaftliche Abendunterhaltung. Perr Dr. Henkelmann war nämlich mit seinen Zöglingen von Friedberg, herüber gekommen um das wöchentliche Kränzchen derselben, in welchem in gemüthlicher Weise über landwirthschaftliche Gegenstände discutirt wird, ab⸗ zuhalten. Nach einer kurzen aber gehaltvollen Ansprache des Herrn Dr. Henkelmann wurde zar Besprechung der gestellten Fragen übergegangen, welche von einigen der Herren Ackerbauschüler eingeleitet und dann der öffent⸗
lösten ihre Aufgabe vortrefflich und traten dabei mit einer, Sicherheit und Bescheidenhelt auf, daß sie allge⸗ meinen Beifall ernteten. Sehr lebhaft wurde die Frage:
„Soll der Landwirth seine Arbeitspferde ankaufen oder
selbst züchten“? besprochen, da mit derseiben ein recht wunder Fleck unserer Gegend berührt wurde. Wir haben für den Bezirk Vilbel, stadt ꝛc. nur 2 Beschälet zu Altenstadt, dagegen wenlg⸗ stens noch zweimal so viel Pferde als andere Beschäl⸗ stationen, die Folge davon iff, daß die meisten Stuten nicht trächtig bleiben, viel Zeit versäumt und viel un⸗ nöthig Geld verausgabt wird. Die anwesenden Herren Bürgermeister versprachen diesen Uebelstand zur Kenn niß der Behörde zu bringen, da eine Aenderung dringend geboten ist. Jadem wir Herrn Dr. Henkelmann und seinen Zöglingen unsern herzlichsten Dank für den uns bereiteten schönen Abend sagen, sprechen wir den Wunsch aus, daß das Kränzchen noch recht oft bei uns abgehalten werden möge. Berlin. Umgang mit Petroleum, auch außer in Bezug auf Feuer⸗ gefährlichkeit, zu empfehlen ist, beweist folgender Vorfall. Ein Knabe hatte Pelroleum in einer Flasche geholt und fiel, letztere in der Hand haltend, beim Ueberstürzen eines Rinsteins auf das Trottoir. Die Flasche zerschellte und die Scherben verwundeten den Knaben am Schienvein. Nur sehr wenig Petroleum kam bei dieser Gelegenheit in
geboten schien, bis jetzt, nach Verlauf von 14 Tagen, durch Anwendung kühlender Salben die Entzündung so
sicht sieht.
Telegraphischer Bericht. Mitgetheilt von Chr. Hecht, Spec.⸗Agent in Friedberg. Das Hamburger Postdampfschiff„Germansa“, Capf. Schwensen, welches am 8. Januar von Hamburg abging, ist nach einer sehr stürmischen glücklichen Reise von 15
Tagen wohlbehalten in New⸗York angekommen. Das Vremer Postdampfschiff des Norddeutschen Lloyd „Hansa“, Capt. v. Oiesendorp, welches am 12. Januar
dernde Eisenbahnzug so spät abging resp. in Frankfurt ankam, daß der letzte Main-Weser⸗Bahnzug(7 Uhr 45 M.) bereits abgefahren war. Auf eine deßfallsige Reclamation eines hiesigen Einwohners ist, dem Vernehmen nach, von der Main Neckar⸗Bahndirection in Darmstadt der dortigen Bahnverwaltung aufgegeben worden, zur Verhütung von solch unangenehmen Vorfällen die Billet-Expedition in
New ⸗Mork verließ, ist nach einer glücklichen Reise von 13 Tagen wohlbehalten in Cowes angelangt, und hat, nachdem es daselbst die Vereinigte Staaten-Post, sowie die für England und Frankreich bestimmten Passagiere gelandet, underzüglich die Reise nach Bremen forkgesette Dasselbe bringt 105 Passagiere, volle Ladung und 397,000 Dollars Contanlen.
ö ili 0* ö Mobilien- Versteigerung. 244 Montag den 4. Februar, Morgens 10 Uhr, läßt der Unterzeichnete in seiner Wohnung ftelwillig ver
steigern: 2 trächtige Fahrkühe, beide 5 Jahre alt, 2 Schaafe mit Läm mern, f 55 7 7. agen mit Zugehör 2 Pfllge, Zugehör, 1 Egge, 1 Dickwurzmühle, 1 Fegemühle, 60 Gebund Flachs, 1 Kelter mit Zugehör, 1 große Parthle Heu und Brummet, 200 Centner Stroh aller Art, 50 5 Kohlraben, 30 8 Dickwurz, alle Sorten Ketten, ein Pfuhlfaß, mehrere Bütten und Fässer, eine Quantität Mist und Pfuhl, ein vollständiges Schmiedegeschser(die Schmiede kann auch auf 12 Jahre verpachtet werden). Rockenberg den 2. Januar 1867. Z3ako b Ansel m III.
Zur Hospitalfrage.
Alle diejentgen Bürger, welche dle bewußte Petition an hiefige Armenkommission unterzeichnet, sowie auch diejenigen, welchen dieselbe aus Versehen zur Unlerzeich⸗ nung nicht vorgelegt wurde, aber doch im Sinne der Petenten gehandelt haben wollen, werden zu einer Be⸗ sprechung auf Montag Abend 8 Uhr im Windecker'schen oberen Lokale eingeladen.
Tagesordnung: Referat über das bisher Geschehene 15 Berathung über weltere geeignete Schritte. 253
Steinkohlen!
21 Lager im neuen Dielhof am Usathor. Maschinenkohlen, ächtes Mathias-Schmiedegrtes Frtevbberg. Eduard Ruths.
Apfelgelbe 255 feinster 5 bei 5 2 Ph. Dan. Kümmich.
Bestes ßettschrot für Ofenhelzung, Kessel- und
Gummi- Winterschuhe
952 in großer Aurwahl und zu sehr billigen Preisen bei Jos. Hoffmann, Posamenkir.
Mehrere Wagen Dung
232 hat zu veikaufen K. Sommer.
Kirchliche Anzeigen für Friedberg. Pfarramtswoche: Herr Pfarrer Köhler.“ 4. Sonntag nach Epiphan., 3. Kebrugt
Gottesdienst in der Stadtkirche:
Vormittags: Herr Candidat Lahr.
Nachmittags: Herr Diakonus Meyer. Gottesdienst in der Burgkirche:
Vormittags: Herr Pfarrer Baur.
(Abend mah l.) Nachmittags: Herr Candidat Klingelhöffer.
Verantw. Red.: Hermann Schimpff. Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpff.
(Hierzu eine Beilage.)
(zudeni ein Lokalzug) für gewöhnlich(Unglücksfälle aus⸗ genoꝛamen) den von Darmstadt kommenden Main⸗Neckar⸗
Friedberg, Nauheim und Alten⸗
Wie sehr Vorsicht bei Gebrauch von und
lichen Besprechung überlassen wurden. Die jungen Derren
die Wunden; demungeachtet entzündete es dieselben in so hohem Grade, daß längere Zeit eine Amputation des Beins
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