Ausgabe 
1.10.1867
 
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hand nimmt, wo die Placate als Organe der öffentlichen Meinung angeschlagen werden.

In Paris erregt das Modell einerFächer- Kanone in fachmännischen Kreisen größtes Auf. sehen, nachdem die im Walde von Meudon damit angestellten Proben überraschende Versuche ergeben haben. Dieses Geschoß, so viel zu erfahren war, besteht aus einer Reihe von 5 bis 6 neben ein⸗ ander befindlichen Kanonenrohren, welche von hinten auf einmal geladen werden. Ein zweifacher Mechanismus setzt die Bedienungsmannschaft ein- mal in den Stand, die Läufe fächerförmig aus- einander zu spreizen, und das andere Mal, sie von rechts nach links hin in freier Bewegung halbkreisförmig spielen lassen zu können. Die Wirkungen dieses Geschützes werden von Augen- zeugen alsdurchaus mörderisch geschildert.

Es kann keinem Zweifel mehr unterliegen, denn alle Nachrichten aus Frankreich stimmen da rin überein, daß dort ununterbrochen mit großer Rührigkeit die begonnenen Rüstungen fortgesetzt werden. Auch bestätigt es sich, daß die gegen den Rhein zu liegenden, kleineren befestigten Punkte möglichst vervollkommnet und verstärkt werden und daß man auch mit Erweiterungen der Befestigun⸗ gen Straßburg's beschäftigt ist.

Nach demMemorial diplomatique hätte man Grund zu der Annahme, daß der Sohn Garibaldi's oder irgend ein anderer seiner Ge fährten, dem es gelungen wäre, über die päpstliche Grenze zu gelangen, die Expedition ungeachtet des Ungemachs, welche den Anführer betroffen hat, fortsetzen würde.

Die Einnahmen der Pariser Aus⸗ stellungs-Commission betrugen am 10. v. Mts. 7,500,000 Fres., es müssen daher bis zum Schluß noch 1,500,000 Fres. eingehen, um die Kosten zu decken.

Italien. Florenz. In Genua, Siena, Verona, Pistoja und Neapel haben zu Gunsten Garibaldi's Zusammenrottungen und Demonstra tionen stattgehabt, welche obne alle Hülfe der be⸗ waffneten Macht zerstreut wurden. In Mailand waren zwei Zusammenläufe, von denen Einer der bewaffneten Macht Widerstand leistete. In Florenz wurde die Demonstration von der Nationalgarde aufgelöst, ohne daß irgend ein Unfall dabei vorgekommen.

Amtlichen Nachrichten zufolge haben in Üdine große Zusammenrottungen bewaffneten Volkes stattgefunden, wobei revolutionäre Rufe gehört wurden. Viele Bewohner der Stadt sind über die nahe Gränze euf österreichisches Gebiet geflüchtet.

Man kann mit Gewißheit annehmen, daß die Verhaftung Garibaldi's eine Folge des vom Tuilerien-Cabinete ausgeführten Druckes war. De Moustier hatte dem päpstlichen Nuntius schon am 22. erklärt, Frankreich würde, wenn der welt lichen Macht des Papstes Gefahr drohe, Truppen nach Rom schicken. Die päpstliche Regierung hatte in Folge dessen alle ihre Truppen nach Rom gezogen, um sich bis zur Ankunft der Franzosen zu halten. In Toulon stand eine Flotte und ein Corps von 15,000 Mann zur Abfahrt bereit. Nun Garibaldi verhaftet ist, wird Rattazzi im Moniteur gebührend gelobt.

Neapel. Die Truppen sind gegen die De monstrationen eingeschritten, die gegen das französische Consulat gemacht wurden, und haben 8 Personen arretirt.

Mailand. Demonstrationen gegen die Regierung machten das Einschreiten der Truppen nothwendig, wobei 50 Tumultuanten verhaftet wurden.

Genua. Garibaldi wurde am 27. ds. auf einem Regierungsschiff nach Caprera gebracht.

Rom ist ruhig und auch an den Grenzen des Kirchenstaates haben keine Bewegungen stattge funden.

Amerika Berichte aus Mexico vom 13. September melden, daß Juarez den Admiral Tegethoff gut empfangen und ihm die Auslieferung der Leiche Maximilian's, gegen Beibringung der Urkunden über Ermächtigung zur Empfangnahme derselben, versprochen hat. Für die Präsidentschaft in Mexico candidiren: Juarez, Escobedo und Diaz.

Darmstadt. Hiesige Blätter bringen die Mittheilung, daß Prinz Alexander von Hessen von dem Kaiser von Rußland ein sehr rentables, an der Wolga gelegenes Herrschaftsgut mit einem Areal von 70,000 Morgen zum Geschenk erhalten. Hospitalmeister L. Becker von hier ist der Unterschlagung städtischer Gelder verdächtig. Der⸗ selbe ist flüchtig und wird steckbrieflich verfelgt. Musik⸗ meister J. Bickel, ein geborener Darmstädter, der schon

seit Jahren in Ostindien lebte, ist am 4. August d. J. in Murru einem Leberleiden erlegen. Mehrere unserer

Reiteroffiziere haben sich nach Hannover begeben, um an der dortigen königlichen Reitschule einen einjährigen Reit⸗ cursus zu besuchen.

Michelstadt. Aus dem nahen Bullau wird folgender traurige Vorfall erzählt, der sich auf der Kirchweihe dort zugetragen: Ein Mädchen, welches als Amme in Darm stadt gedient, lam zum Besuche nach Bullau. Sie traf daselbst ihren Geliebten, der sich indessen eine Andere aus⸗ gesucht hatte, bei der Musik und verlangte von ihm Geld für seine beiden Kinder. Von ihm ausgelacht und sogar thätlich mißhandelt, wollte die Unglückliche sich rächen, verschaffte sich ein Messer und stieß es ihrem Liebhaber in die Brust, so daß an bessen Aufkommen gezweifelt wird. Das Landgericht hat sofort die Untersuchung begonnen.

Wiesbaden. Seit einiger Zeit verfolgt man einen Schwindler, der in den Badeorten Baden-Baden, Hom⸗ burg und Ems falsche Wechsel mit bedeutenden Summen umgesetzt haben soll, auch Wiesbaden hatte er einen Be⸗ such gemacht und sein Gaunerstück probirt. Mehrere dortige Banquiers sollen dadurch einen Verlust von zu⸗ sammen 8000 Fres. gehabt haben.

Speyer. Am 22. v. Mts., Nachmittags, schwamm der hiesige Bad- und Schwimmmeister Georg Niemand mit seinen beiden Töchtern, von welchen die eine 14 und die andere 16 Jahre alt ist, dei heftigem Winde von Altlußheim den Rhein herunter durch die Schiffbrücke bis an die Ausmündung des Speyerer Hafens, eine Strecke von ¼ Stunden, bei einer Wassertemparatur von 14 Grad. Eine ungeheure Menschenmasse hatte sich zu diesem gewiß seltenen Schauspiele am Rheine eingefunden.

Ein harter Schädel. In den letzten Tagen stürzte in Drebeczin ein Zögling des Knaben-Waisenhauses aus dem Glockenfenster der katholischen Kirche und fiel mit dem Kopfe zuerst auf das Kirchendach, in welches er ein Loch schlug,(2) dann rollte er vom Kirchendach herab und fiel auf das niedrigere Dach einer Altarnische, von dort endlich stürzte er auf die Erde. Als man ihn aufhob, war er bewußtlos, später kam er nach Anwendung von Blutegeln zu sich. Merkwürdigerweise ist der Knabe ganz unversehrt geblieben.

Folgende Zie genbockgeschich te hat sich jüngst in Berlin in der alten Jakobsstraße zugetragen: Eine Köchin, welche die Einkünfte auf dem Wochenmarkte ab⸗ solviren sollte, erhielt dafür einen 25-Thalerschein, legte ihn in den Marktkorb, setzte denselben auf dem Hofe noch etwas nieder, und da kam ein Ziegenbock und fraß die Banknote. Die der Unterschlagung verdächtige Köchin sollte das Corpus delieti ersetzen.Dann lasse ich erst von dem Schlächter in der Hollmannsstraße dem Delinquenten den Leib ausschneiden, war ihre schnelle Antwort. Der Schlächter kam, die Hausfrau sah, die Köchin siegte. O Wunder! die Note mit etwas verdissenen Rändern befand sich in dem Bauche des von seinem trauten Hofe nun scheidenden Thiers, denn es wurde seinem Scharfrichter, dem Schlächter, ausgeliefert und von demselben, wie das Gerücht geht, als gutes Hammelfleisch wieder zu Ehren gebracht, die Banknote aber wurde der königlichen Bank eingehändigt und, wie das Gesetz befiehlt, richtig in Silber umgewechselt.

Edictalladung. 1964 Nachdem Großberzogliches Hofgericht der Peo⸗ vinz Oberbessen am 31. v. Mis. gegen den Heinrich Schäfer von Stammbeim den förmlichen Concurs prozeß erkannt bat, so werden alle Dteienigen, welche Forderungen und Ansprüche an die Masse baben, auf gefordert, solche im Liqu:dationstermin Donnerstag den 17. October d. Z., Vormtttags 9 Ubr. persöulich oder durch gehörig Bevollmächtigte anzumelden und zugleich etwaige Pfand- und Vorzugsrechte geltend zu machen, bei Meidung Ausschjsusses.

In diesem Termin soll ein Massepfleger und Gläu⸗ bigerausschuß ernannt, völh genfalls ein Contradictor bestellt und ein Stundungs⸗ resp Nachlaßverirag ver⸗ sucht werden und werten die Nichterschienenen in dieser Dinsicht als den Beschlüssen der Mehrheit beigetreten erachtet werden.

Altenstadt den 15 August 1867.

Großberzogliches Landgericht Alten stadt r

May, Landgerichts Assessor.

Bekanntmachung.

2259 Nachdem in dem Concurse des Wirthes und Metzgers Dein rich Weller in Frtedberg der hiesige Rechner Karl Peidt als Massecutator bestellt worden i, wird dieses mit dem Anfügen zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß Zahlungen gültig nur an den genannten Curator geletslet werden können. zrledberg am 19. September 1867. Großherzogliches Landgericht Friedberg Rel tz, Steinberger, Landrichter. Landgerichts ⸗Assessor.

Obst⸗ Versteigerung. 2300 Mittwoch den 2. October Vormittags 11 Ubr, will Caspar Volz dahter die Aepfel von 15 Bäumen, etrca 15 Malter, und 10 Bäume voll Zweischen, etrca 5 Malter, auf Ort und Stelle durch Unterzeichneten freiwillig versteigern lassen. Södel den 26. September 1867.

Edictalladung.

2320 Jacob Heß IV. von Maibach beabsichtigt nach Amerika mit Familie auszuwandern.

Rechtsanspruche an denselden find dinnen 4 Wochen bel Groß. Landgericht Butzbach anzuzeigen und gellend zu machen, wedrigenfalls die Entlassungsurkunde ertbellt werden wird.

Frledberg den 24. September 1867.

Großherzogliches Kreisamt Friedberg Tg. d h.

O bst⸗ Versteigerung. 2299 Mittwoch den 2. October, Vormiiags 9 Uhr, sollen die gemeinhettlichen Aepfel, Birnen und Zweitschen auf Ort und Stelle versteigert werden. Södel am 26. September 1867. Großherzogliche Bürgermeisterei Södel Reitz.

Edietal ladung 2318 Forderungen und sonstige Ansprüche an das concurefällige Vermögen des Peter Schnell dadier find im Termine

Donnerstag den 12. Dezember l. J. Morgens 9 Uhr, det Meidung Ausschlusses von der Concucsmasse an- zumelden. Friedberg den 26. September 1867. Großherzogliches Landgericht Friedberg. J,

Zimmermann, Hofmann, Landgerichts ⸗Assessor. Landgerichts Assessor. Guts Verpachtung 2327 Donnersiag den 3. September l. J., Vormittags 11 Uhr, werden in hiesigem Rathhause die zum Rach lasst der verstorbenen Georg Brtels Eheleute ge hörenden Güterstücke in Friedberger Gemarkung auf weitere dret Jahre nochmals öffentlich meistbietend ver. pachtet. Friedberg den 2. October 1867. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg VB. d. V.:

Der vienstältesle Gerichto mann

2324 Donnerstag den 3. 5 aufangend, soll das der biesigen Gemeinde geborige

werden. Pforte.

Bekanntmachung.

2326 Nächsten Donnerstag den 3. October l. J., Nachmittags 2 Uhr, wird die diesjährige Obstnutzung von der Allee zwischen Ockstadt und Friedberg an Ort und Stelle versteigert. Ockstadt den 28. September 1867. Fretherrlich von Nm Rentamt Ockstadt r ö sch.

Aepfel ⸗Versteigerung. 2316 Mittwoch den 2. Oktober 1867, des Vormittags 11 Ubr, sollen die biesigen Gemeindeäpfel, circa 30 bits 40 Malter, auf Ort und Stelle meisfibtetend versteigert werden. Oppersbofeu am 7. September 1867. Großherzogliche Bürgermeisterei Oppersdofen Rolly

Aepfel ⸗Versteigerung. 2319 Donnerstag den 30. Oktober d. J., Nachmittags um 1 Übr, sollen die diesigen Gemeindeaͤpfel, carta 20 Malter, öffentlich versteigert werden. Beienbelm am 2. Septemder 1867. Grog berzogliche N. Beiendeim u tb.

Obst⸗Versteigerung.

2323 Donnerstag den 3. Oktober l. J., Vormittags

11 Ubr, soll das der biesigen Bemeinde zustebende Obst,

als: Aepfel und Birnen, abtbeilungsweise an die Meist⸗

bietenden auf Ort und Stelle versteigert werden. Die

Jusammenkunft ist dei den sog. Seen.

Ockstadt den 28. September 1867.

Großherzogliche Bürgermetsterei Ockstadt

Gröninger.

Obst⸗Versteigerung.

Oktober, Vormittags 9 Uhr

Odst, citrea 100 Malter Aepfel, meistbietend versteigert Der Anfang ist beim Orte nabe der neuen

Ober Mörten om 28. September 1867.

Großherzogliches Ortsgericht Södel Reitz.

Fouc ar.

Großberzogliche Bürgermeisterei Ober⸗Moͤrlen :