1801
Lärmen der Jugend kein Ende nehmen und sicherlich werden alle die Nacht darauf gar süß geträumt haben.
Frankfurt. Die Nachfrage nach den Pferdemarkt— Loosen von Auswärts ist so bedeusend und die Bestellungen laufen so massenhaft bei dem Secretariat des laudwirth— schaftlichen Vereins ein, daß der größte Theil der Loose, bei 32 000, schon begeben ist.
Darmstadt. Die Taunusouristen werden auf dis neuste Arbeit der topographischen Abtheilung des Großh
etwas erkennbares Embonpoink gilt für besonders feinz man vetlauft in Paris„ventres à deux, trois
six mois.“ Im Deutschen läßt sich so etwas schwer aus⸗ drücken!— S. Das sechste Jahresfest des Lahn⸗
thalsängerbundes
sonderen Vorträge der einzelnen Vereine unter der Direction der betreffenden Vereinsvorsteher. Jeden⸗ falls am gelungensten war der Vortrag des„Ständ— chens von Eisenhofer,“ welches der Marburger „Liederverein“ bis zu den feinsten Nüancirungen durchdringend in wahrhaft vollendeter Weise zur Darstellung brachte. Außerdem thaten sich durch gewandte Ausführung der Weilburger„Liederkranz,“
Hessischen Generalstabes aufmerksam gemacht. Unter dem wurde am 28. und 29. Juli zu Wetzlar gefeiert. durch Frische und Lebendigkeit„Herborn,“ in Titel:„Karte von dem Großherzogthum Hessen, in das Während des 28. Juli kamen Morgens von Feinheit des Vortrags„Grünberg“ hervor; der
der allg. Landesvermessung auf— Groß. Gencralquaxtiermeisterstabe. Sektion Kelsterbach. Maaßstab: 25 000. Gestochen von Carl Welzbacher in Darmstadt,“ liegt ein Blatt vor uns, welches in jeder Beziehung eine vorzügliche kartographische Leistung genannt zu werden verdient.
Köln. i Nachmittag des 22. d.
trigonometrische Netz genommen von dem
Der Paris-Kölner Extrazug, welcher am M. von Paris abgegangen war, entgleiste gegen Abend unweit der Station le Cäteau, mehrere Meilen von der belgischen Gränze. Glücklicher— weise hatte man kein Menschenleben zu beklagen, obwohl außer der Locomotive nech 16 Waggons aus den Schienen gegangen waren. Die Passagiere, etwa 600 an der Zahl, mußten nun zu Fuß nach dem eine halbe Stunde ent— fernten Stations hause le Cäteau wandern, woselbst sie auf dem Perron und den inneren Räumlichkeiten des kleinen Bahnhofes die Nacht zuzubringen batten. Das seltene Nachtlager, bei welchem man Damen auf dem Schieb— karren schlafend, Herren auf dent Fußboden ausgestreckt sehen konnte, gewährte einen äußerst malerischen Anblick und entschädigte zum Theil für die so unverhofft ein⸗ getretene Verzögerung der Reise.
2 Pariser Moden. In Paris ist die Beschaffung röthlich blonder Haare Gegenstand der Mode und folglich auch des Handels und der Gewerbe geworden. Vollständige Frisuren dieser Art, welche wie Hauben auf⸗ und abgesetzt werden, bezahlt man mit Tausenden von Ftanks; die Färbung anderer Haare mit diesem Roth, welches einige Wochen vorhält, mit Hunderten. Comptoir⸗ Damen erhalten den doppelten Gehalt und mehr noch, wenn die Natur sie mit röthlichem Haare ausgestatlet hat. England, die Niederlande, Norddeutschland, Dänemark sind die Bezugsquellen der blonden oder röthlichen Haare. Was die Kleidung betrifft, so sind jetzt die glocken— förmigen, gespannten Röcke allgemein durchgedrungen. Ein
allen Richtungen her die Sangesbrüder herange— zogen; dieselben wurden auf dem Marktplatz be⸗ grüßt und erhielten nach dem Gesang:„Brüder reicht die Hand ꝛc.“ ihre Quartierbillete. Um 11 Uhr Morgens vereinigten sich die Chöre zur Hauptprobe, welche in der auf dem Festplatze er- richteten Sängerhalle stattfand. Auf diesem, übri- gens in architectonischer, wie auch in akustischer Hinsicht nicht sehr gelungenen Bauwerk prangten in großen Lettern folgende Sprüche:„Es weben die Töne ein himmlisches Band, sie einen hienieden seraphischem Land,“ und:„Es strömen des Ge⸗ sanges Wasser, hervor aus nie entdeckten Quellen.“ Um 3 Uhr Nachmittags entwickelte sich der wohl— geordnete Sängerzug durch die festlich geschmückten Straßen Wetzlars. Dem Zug voran schritt das treffliche Musikcorps des 8. rheinischen Jäger- Bataillons, ihm folgten ungefähr 70 Ehrendamen in weißem Anzug mit blauer Schärpe, worauf sich dann der Zug der Sänger selbst ausbreitete. Diese, 500 an der Zahl, zogen unter 15 Vereins- fahnen daher. Auf dem Festplatze angelangt, schritt man alsbald zur Aufführung der drei Ge⸗ sammtchöre:„Vater unser“ von J. Andre,„Das deutsche Lied“ von P. Schneider und„Germania Victoria“ von R. Tschirch, worunter insbesondere der erste Chor, unter Leitung des Herrn Musik⸗ Directors Rödig von Wetzlar, höchst würdevoll vorgetragen wurde. Es folgten alsdann die be⸗
„Männergesangverein“ von Wetzlar, ver sehr stark And auch besonders im Tenor trefflich besetzt war, erntete gleichfalls stürmischen Beifall. Auch die übrigen Vereine,„Harmonie,“„Liederkranz“ und „Bauer'scher Gesangverein“ von Gießen,„Lieder— tafel“ von Marburg,„Cäcilienverein“ von Lich, „Orpheus“ und„Harmonie“ von Butzbach,„Froh— sinn“ von Nauheim und„Gesangverein“ von Bis— kirchen fanden Anerkennung.
Da sich nun nach Beendigung der musikalischen Productionen der Himmel freundlicher gestaltete, konnte sich fast Niemand mehr der Lust nach dem ersehnten Tanze erwehren. Und in der That hat sich noch kaum ein solches Bild von Heiterkeit und Gemüthlichkeit vor unseren Augen jemale entrollt, wie es dieser Festtanzboden darbot. Groß und klein, alt und jung, schön und häßlich, Alles fühlte sich gedrungen, auch das Seine zur Ver— herrlichung des Festes beizutragen. Natürlich nahmen Heiterkeit und Amüsement in quadratischem Verhältniß mit der Dunkelheit zu, immer kühner und gewagter wurden die Sprünge der Tänzer, „der Bauernknecht hebet die Lise in hurtiger Wen⸗ dung empor,“ bis dann auf dem Gipfel des Ver⸗ gnügens angelangt, Feuerwerk und bengalische Beleuchtung dem Festtag einen angemessenen Schluß⸗ punkt verliehen.
Der zweite Festtag verlief in ähnlicher, wenn auch nicht so großartiger Weise wie der erste.
Bekanntmachung. 1260 Michael Übrig, Johann George Sobn von Nüdigbeim, geboren am 5. November 1794, ist scit dem Jahr 1823 in unbekannter Ferne abwesend.
Auf geslellten Antrag wird hierdurc an ibn und seine Rechts nachfolger die Aufforderung gesiellt fich bis zum 1 4. Augun d. J
r Anmeldung ihrer Kechte dabier zu fistiren, widrigen⸗ alls der Obengenannte für todt ertlärt und sein Ber⸗ mögen den sich legttimirenden nächsten Berechtigten über⸗ wiesen werden wirr.
Hanau am 9. Mas 1867. Königliches Justizamt II. Kö er. „dt. Frankenberg
Betanntmachung.
Auf freiwilliges Anfleben des Bäckers Konrad Meler dabier wird nächsten Donnerstag den 1. k. M., Nachmitiags 5 Uhr, die demselden zustebende in der Friedrichstraße daher delegene Hofralthe, beffehend
aus Wobndaus, Schezner, Stallung, neuerbautem Back⸗
dans mit Bacosen aud Hofraum, sowie drei Morgen Länderkien, öffentich an den Meifibletenden versteigert. Naubelm- am- 186. Großherzogliche Bürgermtisterei Nauheim J. A. d. B.
„dex. Beigeordnete Fu s er. vdt. Schutt.
Deffentliche Aufforderung. 1822 Nachdem ö ee der erschlenenen bekannten Gläubiger des äbetschuldeten Ubrmachers Ferdinand Seyler dabier am 22, Mat d. Z. mit demfelben einen Nachlaß und Stunpulngsvettrag abgeschlossen haben, so werden nunmeht dessen unbekannte Gläubiger auf⸗ gefordert inerhalb 6 Wochen ihre Forderungen an- zumelden und etwaigen Einwand gegen das gedachte Arrangement vorzubeingen, widrigenfalls dasselbe be⸗ stätigt und. in Vollzug gesetzt wird.
Altenstadt den 17. Juli 1867 Groß herzogliches Landgericht Altenstadt 5.
5 Ma p, Lanrgerichts Assessor.
Aufforderung.
1807 Diejenigen, welche Forderungen au den Nachloß des in Gambach verstorbenen Johannes Biebl zu haben verneinen, werden ersucht, dieselben his zum 15. August d. J. bei dem Curator Balthaser Wagner auf der Kreuzmühle bel Gambach einzureschen, widrigen falls sie bel der Aufstellung des Status nicht berück— sichtigt werden konnen.
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1825 Wir bringen hierdurch zur öffentlichen Kenntniß, daß die Brückenwaage der Stadt Friedberg von heute zu dem allgemeinen Gebrauche wieder übergeben worden ist, dieselbe ist jetzt nach der neuesten Construction ein⸗ gerichtet und entspricht an Genauigkeit und Präcision allen Anforderungen. Friedberg am 1. Auguß 1867. Großherzogliche Bürgermeisteret Friedberg J. V. d. B Der Großherzogliche Beigeordnete Fo uc ar.
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