Ein Pianoforte, [419] wobei die Wahl unter einem Clavier und einem Flügel freiſtebt, iſt zu verkaufen. Näheres bei Gensdarm Glockengießer.
Große und kleine Schnellwagen, [13371] ſowie ſelbſt verfertigte Haus- und Zim⸗ merthürſchlöſſer find ſtets vorräthig bei Friedberg. A. Wohlfahrt, Schloſſermeiſter.
Ein fehlerfreies Zugpferd [1438] bat zu verkaufen Friedberg. CE. Altmaunsperger.
Vorzüͤglichen 5 ſüßen Aepfelwein 114391 bei Joh. Müller.
Zwei Möbelſchreiner 11340] finden dauernde Beſchäftigung bei Friedberg. Ad am Feiling, Schreinermeiſter. Ein vorzügliches Klavier [1440] mit elegantem Aeußeren iſt zu verkaufen. Näheres unter Angabe der Nummer dieſer An- zeige bei der Exped.
Ein gebildetes Frauenzimmer, 11441] welches ſchon in einem Fabrik- oder größeren Geſchäfte als erſte Arbeiterin und Aufſeherin vorgeſtanden hat, oder ſich dieſem unterziehen würde, kann dauerndes Engagement finden bei prompter Zahlung und Behandlung.
Strengſte, Rechtlichkeit, Fleiß, freundliches Benehmen find Hauptbedingungen.
Nur ſehr gut Empfohlene wollen ſich melden franco an die Adreſſe F. Dietz in Frankfurt a. M.
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Geſchäfts⸗Empfehlung.
113621 Meinen verehrlichen Geſchäftsfreunden, ſowie einem geehrten Publikum widme ich hiermit die ergebene Anzeige, daß ich außer meinem ſeither betrie— benen Liqueur-Fabrikations⸗Geſchäft, meiner Brantwein⸗ und landwirthſchaft⸗
lichen Producten⸗Handlung, auch eine
Wein-Eſſig-Fahr ik
am heutigen eröffnet habe, und empfehle ich mich hierin, unter Verſicherung
billigſter Preiſe und reeller Bedienung, zur geneigten Abnahme.
Steinbach bei Gießen am 3. Auguſt 1857.
Mayer Katz.
0 2 1 5 1 44 2 Billige 17, 12, 2, 8- G Azöllige Borde 11443] von Kiefern⸗, Pappel⸗, Buchen-, Erlen⸗, Riſter-Lindenholz bis 50 Fuß lang,— Preiſe franko Bahnhof,— bei Rumbler, Sachſenhauſen,
Wallſtraße 11.
Zu vermiethen.
[1444] Ein vollſtändiges Logis mit Stall, Hof⸗
raum und Pflanzgarten iſt zu vermiethen und
kann im Monat Oktober bezogen werden. Konrad Wörner, Schneidermeiſter.
Windecker's Felſenkeller.
1445] Sonntag den 30. Auguſt, Schluß für dieſes Jahr. Für den zahlreichen Beſuch ſeit⸗ her herzlich dankend, mache ich noch die An⸗ zeige, daß ein vorzüglicher Aepfelwein ange⸗ ſteckt wird.
In C. Bindernagel's Buchhandlung
Geld⸗GCours. Frankfurt, am 26. Auguſt 1857.
Pfſtolen Friedrichsd'or
Holländische 10 fl. Stücke
Rand⸗Ducaten. 20 Frankſtücke
Engliſche Souverains. Preußiſche Thaler. Preußiſche Caſſenſcheine
5 Fres.⸗Thaler.
1
. 9 36 ¼ 37)
9 5556 9 46-47 5 30% 31 9 20%. 1 42-46 145%
2 20.%%½
Kirchliche Anzeigen.
Dankſagung.
11442] Allen denjenigen, welche am
22. d. M. unſeren geliebten Sohn und Bruder
Philipp Kreuter
begleitet
haben,
zu ſeiner Ruheſtätte ſagen wir unſeren innigſten Dank. ö Friedberg den 23. Auguſt 1857.
Die Hinterbliebenen.
2 in Friedberg iſt zu haben: CEhoral⸗Geſänge und Beſponſorien
für den liturgiſchen Gottesdienſt am 30. Auguſt zur Feier des Geburtstags Ihrer Königlichen Hoheit
Mathilde,
Großherzogin von Heſſen und bei Rhein.
Preis
12. Sonntag n. Trin. den 30. Auguſt. Pfarramtswoche: Hr. Stadtpfarrer Seel. Geburtsfeier Ihrer Königl. Hoheit der Großherzogin. Gottesdienſt in der Stadtkirche: Vormittags: Herr Stadtpfarrer Seel. Nachmittags: Herr Candidat Horſt. Gottesdienſt in der Burgkirche: Vormittags: fällt aus. Nachmittags: Herr Candidat Frommann.
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allein ermittelt der geübte Geſchäftsmann, bei unſerer Anſchauung, was nicht ſchwer iſt, daß ein derartiger Zu— ſtand ein künſtlicher, durch außergewöhnlichen Aufwand erzwungener iſt, ſo iſt kein Wohlgefallen an der Beſchau— ung einer ſolchen Wirthſchaft, weil der Aufwand mit dem Zweck nicht harmonirt und folglich eine ſolche Gutsver— waltung nur als ein verderblicher Luxusartikel betrachtet werden muß. Einer Gutsverwaltung, welche auf dieſe Art be— trieben wird, fehlt der innere Beſtand. Eine ſolche wird ganz untergehen, ſie wird, wenn ihr Eigenthümer nicht ein ſehr reicher Mann iſt, mit großen Unannehmlichkeiten verſchwinden; weil ſie den ſchimmernden Zuſtand zu decken — unvermögend iſt.
In einer ordentlichen Guts verwaltung müſſen alle Verhältniſſe ſo geordnet ſein, daß ſich wo möglich ein Ueberſchuß herausſtellt, der dem Pachter zum Nothpfennig dient— oder dem Gutsherrn bei eigner Verwaltung zur beliebigen Dispoſition ſteht.(Schluß folgt.)
Vom Lande. Es vergeht in jüngſter Zeit kaum
eine Woche, ja beinahe kein Tag, wo die Zeitung nicht
neue Nachrichten über Feuersbrünſte bringt, die ganze
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Dörfer und Städte in Aſchenhaufen verwandelten. Ueber— all her ertönen Hilferufe für die Abgebrannten, die meiſt kaum mehr als das nackte Leben gerettet. Wer ein fühlen— des Herz im Buſen trägt, wird ſich nicht ſäumig finden laſſen, ſein Scherflein beizutragen, um eine Thräne zu trocknen. Möchte aber doch auch der Landmann, deſ— ſen Scheunen den heurigen Ernteſegen kaum zu faſſen vermögen, ſich des Elends derer erinnern, welche in Folge ihres Mißgeſchicks Alles— ja ſelbſt das tägliche Brod — entbehren müuͤſſen! Möchte ferner ein Jeder, den war— nenden Fingerzeig beachtend, bei Zeiten Bedacht nehmen, die eigne Habe durch Einlage in die Brandkaſſe ſicher zu ſtellen. Die kleine Ausgabe— für je 100 Gulden zahlt man ja nur wenige Kreuzer!— ſollte Niemand ſcheuen, um ſich und die Seinigen vor ähnlichem Ungemach zu be— wahren! Möchte endlich Jeder, ſo viel an ihm liegt, da⸗ rüber wachen, daß in ſeinem Hauſe Alles hübſch ordentlich zugeht, daß Scheune und Stallung nie mit offenem Lichte oder zerbrochener Laterne betreten und daß die gefährli⸗ chen Zündhölzchen nicht in der Hand läſſiger Dienſtboten oder unvernüuftiger Kinder zur Quelle unabſehbaren Un⸗ glücks werden!!


