228 Gulden
1245] liegen in dem Oſtheimer Armenfond gegen gerichtliche Verſicherung zu 4 Pzt. zum Ausleihen bereit. Oſtheim den 20. Februar 1857. Großherzogliche Bürgermeiſterei Oſtheim Winter.
Holzverſtei gerung in dem Maibacher Gemeindewald, Re⸗ vier Hochweiſel.
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Aufforderung. [225] Forderungen jeder Art an den Nachlaß des Schreinermeiſters Jakob Nikolaus Stamm von hier können bei der jetzt ſtattfindenden ge⸗ richtlichen Seſtſtellung und Auseimanderſetzung deſſelben nur dann Berückſichtigung fiuden, wenn ſpecificirte Rechnungen darüber binnen acht Tagen bei den unterzeichneten Vormündern eingereicht werden.
Friedberg am 16. Februar 1857. In Auftrag Großh. Landgerichts Friedberg. Die Vormünder: Glaſermeiſter Conrad Jung.
Zum Ausleihen. 250] 8000 fl. Ka pitalien milder Stiftungen
können ſogleich gegen gute Hypotheken ausge—
liehen werden durch Friedberg im Februar 1857. hen s ons.
251] Mit vorzüglichem Zettel- und Einſchlag— garn, ſowohl in geb eichtem, ungebleichtem blauem und türkiſch-rothem, bin ich wieder in den bekannten Qualitäten verſehen und ver— kaufe ſolches zu den möglichſt billigſten Preiſen. Friedberg. Nathan Hirſchhorn,
J246] Freitag den 27. d. M., Vormittags 9 Uhr, ſoll in den Diſtrikten Haaſenberg, Schlei⸗ chenbach und Heide nachfolgendes Gebölz öf— fentlich an den Meiſtbietenden verſteigert werden: 3½ Stecken Aspen⸗Prügelholz, 25 ½„ Nadel⸗Stockholz, 5475 Stück Buchen-⸗Wellen, 1625„ Nadel-„ 350„ Aspen⸗ 1 Die Zuſammenkunft iſt in Maibach und das Holz wird bis zum 1. September d. J. gegen Bürgſchaft geborgt.
1249.
10 4. Pferde,
Maibach den 20. Februar 1857. 2) 3 Kühe, A trächtig, die andere friſchmelkend,
e 4) 1 Ziege,
Großherzogliche Bürgermeiſterei Maibach 3) I trächliges Rind, Phi li 1 5—— 5) 4 Sprenger,
Faſelochsverſteigerung. 6) 3 Wagen, wovon einer vierſpännig gefah⸗
2471 Donnerſtag den 26. d. M., Vormittag 12471 D ſtag 26 M., V ttags 9 ren werden kann,
10 Ur, ſoll auf dem Rathhauſe zu Melbac ein der Gemeinde zuftehender dreijähriger Fa⸗ ſelochs, welcher ſich ſowohl zur Zucht, als auch zum Schlachten eignet, meiſtbietend verſteigert werden.
Melbach am 20. Februar 1857.
Großherzogliche Bürgermeiſterei Melbach Ke i l.
11) 1 Fruchtfegemühle,
Meiſel u. d. gl.,
Steinlieferung. 248] Samſtag den 28. l. Mts., Mittags 12 Uhr, wird auf dem Gemeindehaus zu Fauer⸗ 18) bach I. die Lieferung von circa 300 Flurſteinen 19) 2 Malter Erbſen,
an den Wenigſtnehmenden veraccordirt. 20) 50 Malter Kartoffeln,
5 8 a 21) ungefahr 3 Wagen Dickwurz,
Großherzogliche Bürgermeiſterei Fauerbach I. 23 10 nde Wacgenftoh, 5 . 23) 8 Fuder Gerſtenſtroh,
24) ½ Fuder Erbſeuſtroh,
Fauerbach I. den 18. Februar 1857.
Eine zweiſpännige Chaiſe, 215] in ſehr gutem Zuſtande, und ein zweiſpän⸗ niger Wagen mit allem Zugehör ſteht zu ver— kaufen bei
Friedberg. 5
25) 15 Ctr. Seu, 26) 10 Ctr. Grummet,
Schwalheim.
Karl Berg.
Mehlhändler Franz Stamm-
Mobiliar⸗Verſteigerung. Dienſtag den 3. und Mittwoch den 4. März d. J., Vormittags um 9 Uhr, ſollen nachſtebende zum Nachlaß des verſtorbenen Hein rich Meper von der Winkelmühle bei Schwal⸗ heim gehörende Mobilien erboertheilungshalber gegen gleich baare Zahlung öffentlich an den Meiſtbietenden verſteigert werden:
2 Pflüge, 1 Schaufelpflug, 1 Egge, 8) I ſteinerner Futtertrog,
9) Pferdegeſchirr für 4 Pferde,
10) 1 leichte Chaiſe mit Pferdegeſchirr,
12) Fäſſer, Buͤtten, Hacken, Kärſte und ſonſtige Ockonomiegeräthſchaften, 4 13) Schremer-Handwerksgeſchirr, als Hobel,
14) 6 Stück Erlen⸗Borden,
15) 101 Stück ſchmale und 22 breite Dielen, 16) 15 tannene Bauftämme,
17) eine Parthie Brennholz,
ungefähr 20 Malter Hafer,
27) eine Parthie Spreu.
Uſergaſſe 244.
4
Ho b z aer eie tüng. 252] Donnerſtag den 5. März l. J., Mor⸗ gens gegen 10 Uhr, ſollen in dem Stollberger Geſellſchaftswald dahier, nahe an der Chauſſee von Nanſtadt nach Selters, im Diſtrikt Hah⸗ lenberg nachſtehende Holzſortimente öffentlich meiſtbietend verſteigert werden:
115 Stämme Eichen-Bau⸗, Werk. und Nutz⸗ holz, 5 bis 20 Zoll Durchmeſſer und 20 bis 50 Fuß Länge,
196 Stück Buchen- Längwieden von 15 bis 25 Fuß Länge,
15 Buchen-Werkſtämme.
Die Zuſammenkunft iſt Morgens 10 Uhr an
Ort und Stelle.
Bemerkt wird hierbei, daß noch 50 60 Stecken Buchen⸗Scheit⸗ und Prügelholz von mehreren Ortsbürgern in Effolderbach aus der Hand verkauft werden und daß man ſich deßhalb an den Unterzeichneten wenden wolle.
Effolderbach den 19. Februar 1857. Johannes Jung.
Aufforderung.
[253] Forderungen an den Unterzeichneten wolle man bis zum 1. März bei Großherzoglicher Bürgermeiſterei Oppersbofen einreichen, indem ſpäter ſolche nicht berückſichtigt werden können.
Oppershofen. Joh. G. Möbs.
3* g 2* 2 Wohnungs-Veränderung. [254] Indem ich biermit ergebenſt anzeige, daß ich ſeit dem geſtrigen Tage bei Herrn Fr. Roß⸗ bach auf der breiten Straße wohne, empfehle ich mich gleichzeitig unter Zuſicherung beſter Be⸗
dienung. Friedberg den 20. Jebruar 1857. H. Mulch,
Kleidermacher.
Der Vormund: Heinrich Dietz.
Wache(8 Uhr Abends bis 12 Uhr), Mittwache(12 Uhr bis 4 Uhr), Morgenwache(von 4 bis 8 Uhr) kommen. Um nicht jedem der vier wachthabenden Lieutenants alle Tage dieſelben Wachtſtunden zu geben, wird die Wacht von
4—8 Uhr Abends in zwei Unterabtheilungen getheilt und der nächſte Offizier tritt demgemäß ſchon um 6 Uhr ein. Dieſe Wache wird dann die Dogwacht oder Hundewache genannt. ö
Neben dem Lieutenant hält am Vorderdeck ein Mid— ſhipmann(Seecadet) Wacht und wirft alle halbe Stun— den das„Log“ aus, die Schnelligkeit des Schiffs zu be— ſtimmen, was dann in das Logbuch aufgezeichnet wird, ebenſo wie der herrſchende Wind, etwaige Strömungen im Waſſer, Stand des Barometers und des Thermometers in der Luft und im Waſſer, ſo wie etwaige andere Bemer— kungen.
Am Sonntag iſt um 9 Uhr Generalinſpektion, wo der Capitain mit dem erſten Lieutenant alle Theile des Schiffes beſichtigt. Um 10 Uhr wird gemuſtert, d. h. auf dem Quarterdeck hat im Beiſein ſämmtlicher Offiziere je— der Mann einzeln vor dem Capitain und erſten Lieutenant
für im Laufe der Woche verübte Disciplinarſünden aus— getheilt werden.
Um 11 Uhr iſt Gottesdienſt, der trotz ſeiner großen Einfachheit etwas ungemein Ergreifendes und Rührendes hat, denn die Verſammlung eines Häufleins muthiger Männer inmitten des weiten Oceans, um ſich der Obhut ihres Schöpfers zu empfehlen, muß das Gemüth zur Au—
dacht ſtimmen.
zu paſſiren, bei welcher Gelegenheit etwaige Reprimanden
Moſtwürſte. Eins von den eigenthümlichen Er— zeugniſſen der ungariſchen Stadt Debreczin bilden die ſogenannten ſehr ſchmackhaften Moſt würſte, welche neuer⸗ lich in großer Menge in das Ausland, namentlich nach Paris ausgeführt werden und auch in Wien in den mei— ſten Delicateſſen-Handlungen verkauft werden. Um ſolche Moſtwürſte zu fabriciren, wird der friſche, ſüße Weinmoſt bis zu einer Gallerte oder Sülze eingeſotten, dieſe ſodann mit klein gewiegten Mandeln, Haſelnüſſen und Gewürz gemiſcht und gleich den gewohnlichen Wurſtbeſtandtheilen in Därme gefüllt.


