Ausgabe 
22.9.1857
 
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Bekanntmachungen von Behoͤrden und Privat⸗Anzeigen.

Vergebung von Maurerarbeiten. L15871 Zu den Herſtellungsarbeiten am Burg⸗ graftate zu Friedderg find die Maurerarbeiten, veranſchlagt zu 1282 fl. 56 kr. aus der Hand zu vergeben. Luſttragende Maurermeiſter kön⸗ nen bei dem unterzeichneten Kreisbauamte Pläne, Voranſchläge und Steigbedingungen einſehen. Friedberg den 16. September 1857. Großherzogliches Kreisbauamt Friedberg Süffert.

Oeffentliche Aufforderung. [15191 Nachfolgende Grundſtücke ſind zum Theil ſchon vor vielen Jahren veräußert reſp. ver⸗ kauft worden, ohne daß über deren Erwerb von Seiten der dermaligen Beſitzer ein urkundlicher Nachweis beigebracht werden kann.

I. Gemarkung Steinfurt:

1. 356/1, 58 Ruthen, Acker im Melbacher- feld, zieht durch den obern Riedweg, eingetragen auf Johannes Walther von Steinfurt.

2. 825/62, 53 Ruthen im Oſtheimerfeld, eingetragen auf Philipp Waltber I. das. 3. 687/1, 69 Ruthen im Nauheimerfeld, eingetragen auf Heinrich Leonhard daſelbſt. II. Gemarkung Münſter.

1. eingetragen auf Konrad Wagners Er- ben zu Münſter.

421/3, 122[oKlafter, Acker im Simmfeld.

839/14 74% Wieſe im Metzgenhain.

Dermaliger Befitzer: Johannes Fey von Münſter.

416/25, 109 ¼[◻IKlafter, Acker im Simm⸗ feld.

Beſitzer: Konrad Schindel I. Wwe. daſ.

2. eingetragen auf Wilhelm Schneider von Münſter.

885/22, 118% Klafter im Dietgesgrund.

Beſitzer: Karl Theis daſelbſt.

3. eingetragen auf Anton Hofmann von Bodenrod. 214/10, 57%[◻IKlftr., Acker im Gaſſenfeld.

Beſitzer: Johann Georg Schneider J. Ww. von Münſter.

605/11, 134½[◻IKlftr., Acker im Hoch⸗ weiſeler-Wegsfeld.

Beſitzer: Paulus Becker von Münſter.

607/21, 239[◻IKlftr. Acker daſelbſt. ö

Beſitzer: Konrad Kuhl II. von Münſter.

Die dermaligen Beſitzer behaupten, daß von allen dieſen Grundſtücken kein Kaufgeld zurück ſtehe, haben ihren langjährigen Beſitz beſchei⸗ nigt und die nachträgliche Ausfertigung der er-

forderlichen Urkunden beantragt. Demgemäß ergeht an Alle, welche an dieſe Grundſtücke noch irgend einen Anſpruch zu haben glauben, die Aufforderung, dieſen Anſpruch binnen einer Friſt von 2 Mon aten dahier anzumelden oder zu erwarten, daß die beantragten Urkunden ausgefertigt, und gericht⸗ lich beſtätigt werden, ſowie daß der Eintrag im Mutations-Verzeichniß ſofort erfolgt. Butzbach den 2. September 1857. Großherzogliches Landgericht Butzbach Ebel.

Bekanntmachung. 11602] Bei der heute ſtattgefundenen Verloo⸗ ſung zur Zurückbezahlung Framersheimer Par⸗ tial⸗Obligationen à 200 fl. wurden die Rum⸗ mern 2, 11, 18, 20, 28 und 31 gezogen.

Den Juhabern derſelben wird bis zum 1. Ja⸗ nuar 1858, pon wo an deren Zinſenlauf auf hört, der Nennwerth durch das Handlungshaus J. Lindheimer zu Frankfurt a. M. ausbezahlt werden.

Framersheim den 18. September 1857.

Großherzogliche Bürgermeiſterei Framersheim

oed

Bekanntmachung. 11603] Von den Partial-Obligationen der Ge⸗ meinde Spiesheim auf Inhaber zu 100 fl. iſt die Nummer 86 zur Auszahlung gezogen wor den und wird am 1. Januar 1858, von wel chem Tage der Zinſenlauf aufhört, von dem

Gemeindeeinnehmer zu Spiesheim oder von dem Handlungshauſe Simon Lindheimer in

Friedberg, jetzt in Frankfurt a. M., ausbezahlt werden. Spiesheim am 17. September 1857. Großherzogliche Bürgermeiſterei Spiesheim ae

Main ⸗Weſer Bea h en. 1604] Mittwoch den 30. September l. J. ſollen die in den Gemarkungen Kloppenheim und Okarben auf dem Bahngelände ſtehenden

Korbweiden an die Meiſtbietenden loosweiſe verkauft werden. Die Zuſammenkunft iſt auf der Station

Großkarben, Nachmittags um 2 Uhr. Friedberg den 16. September 1857. Der Großherzogliche Bahn-Ingenieur des Bahnbezirks Friedberg Hochgeſand.

Verſteigerung auf den Abbruch. [1605] Montag den 28. J. Monats, Morgens um 11 Uhr, wird in hieſigem Rathhauſe das von der Stadt erkaufte Michael Pfeiffer'ſche Wohnhaus am neuen Thor auf den Abbruch meiſtbietend verſteigert. Friedberg den 19. September 1857. Großherzogliche Bürgermeiſterei Friedberg Ben dee e.

Gartenverpachtung. [1606] Künftigen Montag den 28. September J. J., Nachmittags 2 Uhr, wird im Amthauſe dahier der der Freiherrlich von Franckenſtein' ſchen Gutsherrſchaft zugehörige Garten zwiſchen dem Riedgraben und Ohrlochswege in Fried berger Burggemarkung, welchen ſeither der Burg grafiat-Aufſeher Johannes Dönges zu Friedberg in Beſtand hatte, auf weitere 6 Jahre an den Meiſtbietenden öffentlich verpachtet, und werden

hierzu Pachtluſtige eingeladen.

Ockſtadt den 18. September 1857.

Freiherrlich v. Franckenſtein'ſches Rentamt Tröſch

Dr ea been d e r een

1607] Mittwoch den 23. September 1857,

Nachmittags um 3 Uhr, werden die an den

Nebengeländern im vordern Hirſchgraben und

im Schloßhofe befindlichen Trauben öffentlich

an die Meiſtbietenden verſteigert.

Friedberg am 20. September 1857. Großherzogliches Rentamt Friedberg Ha use r.

Echt perſiſches Inſeetenpulver 1798] à Fl. 18 kr. Sicheres Mittel zur Ver⸗ tilgung der Flöhe, Wanzen u. ſ. w. bei P. F. Schmittner in Friedberg.

1555] Ein in der Nähe Frankfurts wohnen⸗ der Lehrer(Theologe) wünſcht in ſeine Familie einen oder mehrere Knaben von 7 14 Jahren aufzunehmen, wo dieſelben neben gewiſſenhafter Erziehung Gelegenheit finden zu gründlichem Unterricht in den Elementarfächern ſowohl, als in der deutſchen, lateiniſchen, griechiſchen und franzöſiſchen Sprache, ſowie im Klavierſpielen. Näheres unter Angabe der Nummer dieſer An⸗ zeige bei der Expedition.

[1592] Eine Parthie franzöſiſcher Fäſſer von bis 4 Ohm haltend, in Holz und Eiſen gebunden, find zu verkaufen in Frankfurt a. M., Buchgaſſe 16.

Klaͤſſenlotterie wie ſolche in jenem Aufſatze vertreten iſt,

zur Oeffentlichkeit zu bringen.

Dieſes fand aber nicht nur nicht ſtatt, ſondern im

lecteur,

für 1,440,000 fl. geſagt iſt, aus der allerbeſten Quelle noch zufügen, daß z. B. ein einzelner Frankfurter Col⸗ nach Einer Stadt unſeres Großherzogthums

Proſpe nuentgelllch Auskunft zu

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Gegentheil wurde in mehreren Local-Blättern der Städte Mainz, Darmſtadt, Alsfeld ꝛc. der Anſicht uͤber die Zweck mäßigkeit der Wiedereinführung der Klaſſenlotterie voll kommen beigetreten, und es unterliegt keinem Zweifel, daß man in den verſchiedenſten Schichten der vaterländiſchen Bevölkerung der Wiedereinführung der Klaſſenlotterie auf das lebhafteſte das Wort redet, und man ſprach ſich im Allgemeinen mit großer Genugthuung über den in dieſer Hinſicht von dem Herrn Bürgermeiſter George geſtellten Antrag aus; was uns veranlaßt, hier dem Herrn Abge ordneten im öffentlichem Intereſſe unſeren aufrichtigſten Dank für ſeinen practiſchen Vorſchlag darzubringen.

Wir können uns hier mit um ſo größerer Kürze faſſen, als wir mit den in oben erwähntem Aufſatze aus geſprochenen Anſichten und Grundfätzen vollkommen ein verſtanden ſind, und nur zur Bewahrheitung deſſen, was dort hinſichtlich der großen Anzahl von Frankfurter Lotte⸗ rielooſen, welche in unſerem Lande abgeſetzt werden(8000 Stück halbjährig im Betrag von 720,000 fl. alſo jährlich

allein 700 Originallooſe abſetzt.

Ebenſo fügen wir jenen am Schluſſe beſagten Auf ſatzes aufgeführten Lotterien, Lottos und Spielbanken noch das(von uns nie gebilligte) Lotto der päpſtlichen Re⸗ gierung bei, wo nach den ſtatiſtiſchen Nachweiſen des Frankfurter Journals Nr. 170 vom 18. Juli d. J. im Budgets des Kirchenſtaats hierfür ein Vortrag von Ein und einer halben Million Scudi(1 Scudi gleich 1% Thaler) alſo mit Drei und einer halben Mil⸗ lion Gulden erſcheint.

Zugleich ſei uns geſtattet,(um der Einrede zu be gegnen, als würde durch die Einführung der Lotterie bei uns das Spielen vermehrt) durch Zahlen nachzuweiſen, daß zur Zeit als die Klaſſenlotterie noch bei uns beſtand, nicht ſo viel geſpielt wurde, als in der Gegenwart, wo wir keine Lotterie im Lande beſitzen. Laſſen wir ſelbſt jene Summen außer Acht, womit ſeiner Zeit auswärtige Be wohner, alſo Nichtheſſen, ſich bei unſerer früher beſtandenen Lotterie betheiligten, und nehmen blos die in jenem Aufſatze

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[1594] Koch platten, find den billigſten

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