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an einem andern dem Eigenthümer zur Verfügung ſtehenden Orte binnen 24 Stunden in Gruben, bei Vermeidung einer Strafe von 30 kr.
bis 5 fl., verſcharrt werden. Bei Strafe von 30 kr. bis 5 fl.
iſt es verboten, dergleichen kleines Vieh in das Waſſer zu werfen.
Iſt ein Hund an der Wuth(Waſſerſcheu) crepirt, oder wegen deren Ausbruchs getödtet worden, ſo muß deſſen Verſcharrung dem Waſenmeiſter überlaſſen werden, bei Vermeidung einer Strafe von 3 bis 10 fl.
Bekanntmachung,
betreffend die Bearbeitung eines Gewerbe- und Handels-Adreßbuchs für das Großherzogthum Heſſen. Das Bedürfniß eines Gewerbe- und Handels- Adreßbuchs für das Großherzogthum hat ſich in neueſter
Zeit ſehr fühlbar gemacht.
Der Ausſchuß des Großherzoglichen Gewerb-Vereins hat daher beſchloſſen, das Material
hierfür zu ſammeln, zu ordnen und dem hiernach gedruckten Adreßbuch, auch in weiteren Kreiſen, die möglichſte Ver—
breitung zu verſchaffen.
In das Gewerbe- und Handels-Adreßbuch ſollen alle Geſchäftsfirmen aufgenommen werden, deren Leiſtungen von allgemeiner induſtrieller Bedeutung ſind; alſo alle diejenigen Geſchäftsadreſſen, deren Erzeugniſſe durch den Handel zum Vertrieb gelangen, oder die als Hülfsgewerbe einzelner Fabrikationen erſcheinen. Zur Aufnahme nicht geeignete ſind die Adreſſen derjenigen Handwerker, welche ausſchließlich für den Localbedarf arbeiten.
Der Umterzeichnete erſucht hiernach die inländiſchen Fabrikanten, Handel- und Gewerbtreibende, der Centralſtelle des Großherzoglichen Gewerb-Vereins ihre genauen Geſchäftsfirmen, mit Angabe der von Ihnen fabricirten Induſtrie— Erzeugniſſe, oder der Fabrikate, womit ſie Handel treiben, möglichſt bald mittheilen zu wollen.
Die Centralſtelle des Großherzoglichen Gewerb-Vereins wird ihrerſeits Alles thun, was zu einer möglichſt voll— ſtändigen Sammlung der bemerkten Adreſſen führen kaun; diejenigen Gewerbtreibenden aber, welche die gewünſchten Mittheilungen zu gehöriger Zeit zu machen verſäumen, werden es ſich dann ſelbſt zuzuſchreiben haben, wenn ſie ihre Adreſſe im Gewerbe- und Handels-Adreßbuch nicht aufgeführt finden. Der Großherzogliche Präſident des Gewerb-Vereins.
Darmſtadt den 2. Juli 1857.
Geck h ar d Fink.
Bekanntmachungen von Behoͤrden und Privat⸗Anzeigen.
Eddie a len dung.
11162] Nachdem Georg Scheller von Gonzen⸗ heim ſein Zah lungsunvermögen angezeigt hat, ſo werden hiermit alle diejenigen, welche An— ſprüche irgend welcher Art an denſelben zu haben vermeinen, hiermit aufgefordert, ſolche im Termin: Dienſtag den 18. Auguſt 1857, Vormittags 9 Uhr, ſogewiſſer entweder in Perſon oder durch ge⸗ hörig bevollmächtigte Stellvertreter anzumelden und auszuführen, als die Nichterſcheinenden von der vorhandenen Maſſe werden ausgeſchloſſen werden. Der Präcluſibbeſcheid wird auf der Gerichtsſtube eröffnet. Homburg den 25. Juni 1857. Landgräflich Heſſ. Juſtiz⸗ Amt F. C. Stäubeſandt.
übrigens nur
11184] In Sachen der Genofeva Herold zu
Hünfeld, Klägerin gegen die Erben des Con⸗ rad Wieſer, als: Peter Wieſer, Anton Wieſer und Friedrich Wieſer, alle von Hirzbach, jetzt unbekannt wo? abweſend, Verklagte, wegen Forderung und Arreſt,— hat die Klägerin gegen die Verklagten die Klage angeſtellt: Dieſe und ihr Bruder Johannes Wieſer in Fulda ſeien die Brüder des verſtorbenen Con⸗ rad Wieſer von Hirzbach, ſeien als deſſen ge— ſetzliche Erben berufen, und hätten die Erbſchaft angetreten und Johannes Wieſer ſie ausge- ſchlagen. Der Verklagten genannter Erblaſſer ſei der Vater ihrer am 22. Februar 1853 außerehelich gebornen Tochter Katharine, und ſchulde ihr für daſſelbe die herkömmlichen Ali mente mit 17 Sgr. 2 pf. monatlich von des Kindes Geburt bis zum vollendeten 12. Lebens⸗ jahre, 5 Thlr. 21 Sgr. 5 pf. Kindbettskoſten und 17 Thlr. 4 Sgr. 3 pf. für den Kranz, ferner an baarem Gelde 36 fl., 10 fl. und 56 fl., überhaupt 168 fl. oder 96 Thlr., welche ſie ihm in 1853 und 1854 mit dem Auftrage gegeben habe, dieſe Beträge in die Hanauer Sparkaſſe für ſie zu bezahlen, und welchen Auftrag er nicht erfüllt habe. Sie hat gegen die Verklagten die ſämmtlich genannten Be— träge eingeklagt und zum Beweiſe der Klagbe— hauptungen als Zeugen den Herz Schwarz-
ſchild, den Bierwirth Peter Wilhelm Gerhardt und den Schuhmacher Jean Klee von Hanau benannt, und hülfsweiſe den Verklagten den Eid zugeſchoben.
Da der Verklagten Aufenthaltsort unbekannt iſt, ſo werden ſie öffentlich vorgeladen, auf den dargeſtellten Klaginhalt, im Termin den
7. Auguſt d. J., Morgens 10 Uhr,
Contumacir-Zeit, beim Nachtheile Eingeſtändniſſes und der Aus⸗ ſchließung gehörig zu antworten, und den Be— weis etwaiger Einreden anzutreten.
Zugleich werden ſie benachrichtigt, daß alle in dieſer Sache künftig zu erlaſſenden Verfü— gungen und Entſcheidungen behufs ihrer Ver⸗ kündigung vor dem Gerichtszimmer werden au⸗ geſchlagen werden.
Windecken am 4. Juli 1857.
Kurf. Heſſ. Juſtiz-Amt
Theiß. vt. Kochler.
Immobilien ⸗Verſteigerung. 11213] Donnerſtag den 23. l. Monats, Morgens 10 Uhr, werden in hieſigem Rathhauſe die den Peter Damm'ſchen Erben gehörenden Immobilien einer meiſtbietenden Verſteigerung ausgefetzt, als: Gemarkung Friedberg: O.⸗Nr. Fl. Nr. d. Gr.[Klftr. U 2 488 18¼ĩ0 Hofraithe in der Stadt, gibt adge⸗ loſte Tilgungs⸗ rente 2 fl. 42 kr. Grabgarten an der Fauerbacher Straße, Gemarkung Ockſtadt: 83 8 52 10 Acker, Gewann im Ried an Georg Wagners Wtw. Gemarkung Fauerbach II.: O.⸗N. Pag. u. Nr. Rth. 4 475 8 22½ Acker in den Brücken⸗ gärten. Friedberg den 15. Juli 1857. In Auflrag Großherzoglichen Landgerichts Friedberg Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. Der Vorſteher r dhe
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Materiallieferungen für das Großherzogliche Braunkohlenbergwerk bei Dorheim. 11202] Die Lieferung folgender Materialien
nämlich von I. Floßholz: 152 Böden 10. Stämme, 24 7. 9.. 4„ 8. 5 II. Bretter ꝛc. 2 Stück ſchmaler Schreinerdiele,
200„„ Dachdiele, 60 breiter Doppeldiele, 400„ Latten.
III. Schachtpfähle: 24000 Stück 47 langer eichener Schachtpfahle. IV. Fettwaaren: 800 Maas Rüböl und 80 Pfund Talg ſoll Dienſtag den 4. Auguſt d. J. auf dem Summiſſionswege vergeben werden, Die Summiſſionen müſſen an genanntem Tag längſtens bis Vormittags 10 Uhr Verſfiegelt, frankirt und mit der Aufſchrift„Lieferungen Bon betreffend/ verſehen, an unterzeich⸗ nete Behörde abgegeben ſein, indem ſpäter ein⸗ laufende nicht berückſichtigt werden können; die
erſchienenen Summittenten.
Die Bedingungen, unter welchen die Liefe⸗ rung vergeben wird, können vom 27. Juli an, zu den gewödulichen En ſchäftsſtunden hier ein⸗ geſehen werden.
Dorheimer Bergwerk den 9. Juli 1857.
Giroßherzogliches Bergamt Dorheim Ja den
Be kann km ach g. 11244] Die im hiefigen Gemeindewalde in verſchtedenen Diſtrickten am 15. d. M. abge⸗ haltene Holzoerſteigerung iſt genebmigt und der erſte Fahrtag auf den 23. d. M. feſtgeſetzt wor⸗ den. Fahrtage find: Dienſtag und Donnerſtag von 7 bis 11 Uhr Vormittags. Wegen Stand dieſes Holzes bat der Steigerer einen Tag vor der Abfahrt dies dem Forſtwarten Köhler an⸗ zuzeigen. 9 Obermörlen am 16. Juli 1857. Großherzogliche Bürgermeiſterei Obermörlen
Scheibel, Beigeordneter.
Eröffnung derſelben erfolgt in Gegenwart der
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