*
irdellen
Schmittner.
ſer,
Vinheim.
379
Mobiliar⸗Verſteigerung. 2— [1872] Dienſtag den 24. d. M., des Vormit⸗ V Isk 1 8 18 S tags um 9 Ubr anfangend, wollen die Erben 0 0 en er ur 5*
n een ee deen deter en. Vorräthig in E. Bindernagel's Buchhandlung in Friedberg.
hier folgende Gegenßzände verſteigern laſſen, als:
rg dd. See e Volkskalender von Karl Steffens.
digen Pflug, 1 Egge, alle Sorten Früchte, 20 Malter Kartoffeln, 1 große Parthie Dickwurz, Koblraben, Weißerüben, Weißkraut, Waizen⸗
geh. 45 kr.
ſtroh, K ſtroh, Futt roh, 20 C er—* 0 c ene m and enge Poul Humoriſtiſcher Volkskalend er.
und Oeconomie-Geräthe.
Dorheim am 17. November 1857. Herausgegeben von Brennecke(A. Hopf). Preis 27 kr.
Die Erben.
Ii be ae Luſtiger Volkskalender
11873] Ein brauchbares, junges Pferd wird von A. Brennglas(Glasbrenner). Preis 44 kr.
billig verkauft. Zu erfragen bei Schmiedmei⸗ ſter Friedrich Ritzel in Friedberg.
Ber feigeraun g. Meber's Volkskalender.
11874 Montag den 23. November, werden in der Behauſung des Herrn J. Altvater in Weckesheim folgende Gegenſtände gegen gleich- baare Zahlung verkauft, als:
Preis 45 kr.
ee 5 2 2 7.* me fi fg dag dne ee Horns Spinnſtube.
200 Körbe Dickwurz, 20 Malter Kartoffeln
und eine Quantität Spreu. Dreizehnter Jahrgang.— Mit einem Stahlſtich und vielen Holzſchnitten. Weckesheim. J. Altvater. Preis 45 kr.
8 2 5 U 2 AMum de Jamaica! Der Heſſiſche Hausfreund.
Arge de Batavia und feinſte Punſcheſſenzen ö
11875] bei
Preis 8 kr.
Wubeln Fertſcb. Gu ſtav- Adolph-Kalender.
Lehrlingsſtelle
in einer Buchhandlung.
Preis 8 kr.
disze! In einer Buchandlung eines Lundkalender für das Großh. Heſſen.
ſehr frequenten Badeortes im Herzog— Preis 4 kr. Derſelbe mit Papier durchſchoſſen, Preis 6 kr.
thum Naſſau kann ein mit den nöthi⸗
Wiz ane chr Bersten. Bebi Der Wandersmann.
gungen als Lehrling placirt werden. Nähere Auskunft ertheilt die Exp.
Preis 4 kr.
hat aber auch 20 bis 40,000 Eier, und aus ſolcher Zahl kann ſchon eine gute Nachkommenſchaft hervorgehen, auch wenn die Hälfte der Eier zu Grunde ginge.
So gemein nun der Häring auch iſt, ſo wenig„vor⸗ nehm“ im Vergleich mit anderen Fiſchen, ſelbſt mit ſeiner kleinen Anverwandten, der Sardelle: ſo hoch ſteht er doch in Ehren, ſo gerne wird er doch genoſſen von Vornehm und Gering, Reich und Arm. Gleich der Kartoffel, die für den Armen das tägliche Brod bildet und doch auf dem Tiſche des Reichen in dieſer und jener Geſtalt nicht fehlen darf, iſt auch der Häring ein Fiſch für Alle, und wenn der Feinſchmecker ſich an allerlei überfeinerten Genüſſen die Eßluſt verdorben und den Magen geſchwächt hat, ſo iſt ein Stück Häring oder ein Häringsſalat eine wahre Medizin. Der Häring iſt vielleicht der allergeſündeſte Fiſch, der exiſtirt, und ſein vortreffliches Fleiſch bekommt ſelbſt dem ſchwächſten Magen. Friſch gebraten iſt er eins der leckerſten Gerichte, das auch ohne das Seeſalz leicht verdaulich iſt. Aber in wie vielen Geſtalten kann er nicht genoſſen werden! Geſalzen und friſch, gedörrt und geräuchert oder mit Gewürz in Weineſſig eingemacht— in allen Formen und Zubereitungsarten iſt er ein will⸗
kommener Gaſt, und die Thüringer, welche wegen ihrer Härings-Liebhaberei im Mittelalter den Spottnamen „Härings-Naſen“ erhielten, mußten ſich den Spott wohl gefallen laſſen, der zugleich bewies, daß ſie auch gute Trinker waren. Uebrigens mundet nicht bloß Bier und Wein, ſondern ſelbſt das klare Waſſer noch einmal ſo gut, wenn der Sprößling des Salzmeeres den Durſt rege gemacht hat. Wenn Eſſen und Trinken ſchmeckt, iſt auch friſche Kraft vorhanden, um Geld zu verdienen, und ſo wird noch in mancher Gegend des lieben deutſchen Vaterlandes am Sylveſter-Abend ein Häring oder Härings— ſalat verzehrt, damit im neuen Jahre das Geld nicht aus— gehen möge. Bei den altenburgiſchen und lauſitzer Wenden kommt es noch hier und da vor, daß man in der Sylveſter— nacht den Kühen einen halben oder ganzen Häring in einem Strohwiſch zu freſſen gibt, damit ſie das ganze Jahr fette Milch geben. An manchen andern„guten“ Speiſen hat ſich der Menſch ſchon arm gegeſſen, am Häring aber ge— wiß nicht; der hat auch das mit der einfachen Hausmanns— koſt gemein, daß er mäßig und nüchtern erhält. Darum thut der König von Holland recht daran, daß er für den erſten Häring 500 Gulden bezahlt.


