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Friedberger Intelligenzblatt.
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Allgemeiner Anzeiger für Oberheſſen,
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W. neee Amts- und Verkündigungsblatt für den Kreis Friedberg. n e e
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Nu 15.
Freitag, den 20. Februar.
1 837
Anitlicher Theil.
Von den Regierungsblättern ſind zu publiziren. Nr. 44 von 1886 sub 1. Nr. 45 sub 1, 2, 3, 4, 6. Nr. 1 von 1857 Sub 1, 2, 3, 4, 5. Nr. 2 sub 2. Nr. 3 sub 1, 2. Nr. 4
sub 1, 2 5, 4, 7. Nr. 5 sub 2. Friedberg, am 17. Februar 1857.
Großberzogliches Kreisamt Friedberg In Verbinderung des Kreisraths: de Beaucla ür, Kreisaſſeſſor.
Berichtigung.
Ju der mit unſerem Ausſchreiben vom 11. Februar d. J., Nr. 14 des Int.-⸗Bl., mitgetheilten Bezirkseintheilung iſt ein Druckfehler unterlaufen, indem im 2. Bezirk Münzenberg fehlt und ſtatt deſſen Rockenberg doppelt aufgeführt ut. Es fällt daher Rockenberg einmal aus und iſt dafür Münzenberg einzuſchalten.
In der polizeilichen Bekanntmachung vom 14. Februar, Int.⸗Bl. Nr. 14, lies in der 8. Zeile ſtatt bevorſtehenden
„beſtehenden“ Regulative. Friedberg den 19. Februar 1857.
Großherzogliches Kreisamt Friedberg. In Verhinderung des Kreisraths: de Beauclair, Kreisaſſeſſor.
Auszug aus dem Großherzoglichen Regierungsblatte.
Nr. 4 vom 5. Febr.(Schluß.) V. Bekanntmachung Gr. Oberzolldirection vom 12. Jan., welche mit Bezug auf die Verord— nung vom 1. Nov. 1856, die Abänderung des Vereinszolltarifs be— treffend, ſowie die Bekanntmachung vom 4. Nov. 1856, den Vereins- zolltarif betr., zur öffentlichen Kenntniß bringt, daß das den Gr. Zollämtern zum Amtsgebrauch zugegangene amtliche Waarenverzeich— niß zur Anwendung des mit dem 1. Jan. d. J. bis auf Weiteres in Wirkſamkeit getretenen Vereinszolltarifs von dem Publifum, ſoweit der deßfallſige Vorrath reicht, durch Vermittelung der Gr. Haupt- zollämter Mainz, Offenbach und Gießen gegen Erſatz der Koſten, außerdem aber auch im Wege des Buchhandels bezogen werden kann. — VI. Bekanntmachung derſelben Behörde vom 17. Jan., welche mit Bezug auf die Bekanntmachung vom 20. Juli 1853, den Vertrag wegen Fortdauer und Erweiterung des Zoll- und Handelsvereins und den zwiſchen Oeſterreich u. Preußen abgeſchloſſenen Handels- und Zollvertrag betr., ein Gleiches hinſichtlich des amtlichen Waarenver— zeichniſſes zu den vom 1. Jan. 1857 an im Zollverein beim Verkehr
niß bringt.— VII. Bekanntmachung Gr. Oberrechnungskammer vom 19. Jan., wornach ſich aus den in 1856 vorgekommenen, ver— ordnungsmäßig der Vergütung für die Beſoldungs- u. Penſions⸗ Naturalien zur Grundlage dienenden Fruchtverkäufen der Durchſchnitts⸗ preis eines Malters von 47,23 Malter Waizen auf 14 fl. 32 kr., 23,835 M. Korn 11 fl. 45, 35,969 ½ M. Gerſte 8 fl. 38, 10,658 ½ M. Hafer 4 fl. 54 kr., folglich der Werth von 100 fl. Naturalien auf 225 fl. 19 kr. berechnet, für welchen, nach der Verordnung vom
J. Febr. 1827, 115 fl. zu vergüten ſind.— Der Zuſatz für Holz, nach der Verordnung vom 13. Oct. 1840 und dem Tarif vom 24. Oct. 1856, beträgt 1 fl. 15 kr. von je 100 fl. Beſoldung.— VIII. Umlagen zur Beſtreitung der Bedürfniſſe der israelitiſchen Religions- gemeinden im Kr. Offenbach für 1857.— IX. Aufbringung der Be⸗
dürfniſſe der israelitiſchen Religionsgemeinde zu Offenbach für 1857 von 1600 fl. und 150 fl. von den Landgemeinden Beitrag zur Be— ſoldung des Rabbiners.— X. Abweſenheitserklärung, den Jacob Krohl, Bäckergeſellen aus Jugenheim(Rheinheſſen) betreffend.—
mit Oeſterreich gültigen Tarifsbeſtimmungen zur allgemeinen Kennt- XI. Dienſtnachrichten. S. K. H. der Großherzog haben allergnä— Guſtav Adolf Stiftung. An die evangeliſchen Bewohner der Stadt Friedberg.
Da es ſich einerſeits herausgeſtellt hat, daß viele ev. Bewohner hieſiger Stadt noch keine Mitglieder des Guſtav— Adolf. Vereines ſind, und andererſeits ſchon mehrfach der Wunſch gegen uns ausgeſprochen worden iſt, daß doch wieder einmal eine Subſcriptionsliſte zu jährlichen Beiträgen für dieſen Verein herumgeſchickt werden möge, ſo haben wir uns in Ermangelung eines Stadt-Vereins-Vorſtandes entſchloſſen, dieſem Wunſche um ſo mehr jetzt zu entſprechen, als wie bekannt unſere dießjahrige Verſammlung in hieſiger Stadtkirche gehalten werden ſoll und es gewiß in hohem Grade erfreulich wäre, wenn dabei alle Gemeindeglieder auch als Vereinsgenoſſen erſcheinen könnten.
Indem wir nun, mit herzlichem Danke gegen die betreffenden Herren, bekannt machen, daß die weltlichen Mit— giieder des evangeliſchen Kirchenvorſtandes dahier ſich freundlichſt bereit erklärt haben, einen Guſtav-Adolf-Umgang durch die Stadt zu halten und dabei an jeder Thüre anzuklopfen, neue Mitglieder aufzunehmen und zugleich die Bei— träge für das laufende Jahr zu erheben, bitten wir Alle, bei denen ſie erſcheinen werden, brüderlich ſie zu empfangen als Solche, die ein Werk der heiligen Liebe treiben, und ihr Scherflein, ſei es nun groß oder klein, williglich darzu— bringen dem Herrn zu einem ihm wohlgefalligen Opfer.— Sollte irgend Jemand, was beſonders die ledigen Brüder und Schweſtern auf ſich zu beziehen gebeten ſind, überſehen werden, ſo wolle er es als gewiß unabſichtlich entſchul— digen und ſeinen Beitritt zum Verein und die Größe ſeines jährlichen Beitrags unſerm mitunterſchriebenen Secretär gefälligſt zur Anzeige bringen, beziehungsweiſe den Beitrag ſelbſt übermachen.
Friedberg den 13. Februar 1857.
Der Vorſtand des Wetterauer Zweigvereins der Guſtav-Adolf Stiftung Fr. Schwabe, Präſident. Dr. Matthias, Secretär.


