8— * 5 —
1 * dek 5 — 1 0 Guſtar wir 9 darzu Brüder Be ul entſchul Sectttdt f * 1 Süftung
55
Bekanntmachungen von Behoͤrden und Privat⸗Anzeigen.
Bekanntmachung.
167] Nachdem durch die Herzogliche Landes- Regierung unterm 12. Dezember 1854, 12. Ok- tober 1855 und 28. Januar 1857 die derma— ligen polizeilichen Beſtimmungen über den Ge— brauch der Landſtraßen feſtgeſtellt worden ſind, in Auſehung deren auf den in den an den Landſtraßen gelegenen Wirthshäuſern des Her- zogthums, und namentlich des hieſigen Amtes, befindlichen Anſchlag beſonders verwieſen wird, wird in Nachſtebendem der wichtiaſte Jubalt dieſer Beſtimmungen hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht:
1) Bleibt ein Fuhrwerk über Nacht auf der Straße ſtehen, dann muß es durch brennende Laternen bis zum Tagesanbruch bemerkbar ge- macht werden.
Lange, über die Wagen hinausgehende Bau— hölzer dürfen bei Nacht nur dann transportirt werden, wenn durch eine Laterne die Ladung erkenntlich gemacht worden iſt.
2) Die Räder dürfen nur durch Hemmſchube oder Mechanik gebemmt werden. Der Ge— brauch von Hemmſchuhen mit Zacken oder Schrauben iſt nur dann erlaubt, wenn die Straßenfläche mit Eis bedeckt iſt.
Wer gegen die Beſtimmungen unter Nr. 1
oder 2 handelt, verfällt in 30 kr. bis 5 fl.
Strafe, wovon der Denunciant die Hälfte er— hält; der jedoch, welcher vorſchriftswidrige Hemmſchuhe führt, in 3 bis 15 fl. Strafe.
3) Auf den Landſtraßen des Herzogthums darf nur ſolches Fuhrwerk gebraucht werden, das durchaus glatte Radreife bat, an welchen keine Schrauben, Nägel u. dgl. vorſtehen.
4) Vierrädrige Wagen dürfen mit nur höch— ſtens acht Pferden, zweirädrige Fuhrwerke mit nur höchſtens vier Pferden, die ſtellenweiſe gebraucht werdenden Vorſpannpferde ausge— nommen, beſpannt werden. bot ſind nur Ladungen einer untheilbaren Laſt ausgenommen.
5) Die Breite der Radfelgen muß betragen: a. für Karren bei einer Beſpannung von 2
bis 3 Pferden 3½ Zoll neues naſſauiſches Werkmaas, bei einer ſtärkeren Beſpannung 5% Zoll,
b. für Wagen bei einer Beſpannung von 2 bis 4 Pferden 3½ Zoll, bei einer ſtärke⸗ ren Beſpannung 5 ½ Zoll,
und werden bei der Beſpannung zwei Ochſen, Kühe oder Eſel einem Pferde gleich gerechnet.
6) Das landwirthſchaftliche- Fuhrweſen muß an Radfelgenbreite beſitzen:
a., wenn das Fuhrwerk nur brauche dient, wenigſiens Werkmaas,
bh. wenn damit auch Lohnfubren unternommen werden, bei einer Beſpannung von zwei Pferden ebenfalls wenigſtens 2 Zoll, bei einer Beſpannung von mehr Pferden we— nigſtens 3½ Zoll. Alle Fuhrwerke jedoch, welche nur mit einem Pferde oder einer dieſem gleichſtehenden Zugkraft beſpannt ſind, find von einer Beſtimmung über die
I Radfelgenbreite ausgenommen.
Haben bei den Fuhrwerken, die einer Be— ſtim mung über die Radfelgenbreite unterworfen ſind, die Räder verſchiedene Felgenbreite, ſo müſſen die ſchmalſten Räder ſchon die verord— nete Felgenbreite beſitzen.
Die Fuhren der Müller und Ziegler ſind rückfichtlich der Felgenbreite dem landwirth⸗ ſchaftlichen Fuhrweſen gleichgeffellt.
Wer gegen die Beſtimmungen unter Nr. 3 bis 6 handelt, verfällt in eine Strafe von Z fl. bis 15 fl., wovon der Denunciant die Hälfte erhält.
7) Die hinſichtlich des landwirthſchaftlichen Fuhrwerks unter Nr. 6 gegebenen Beſtimmun⸗ gen treten erſt mit dem 1. Januar 1860 in
zu eigenem Ge— 2 Zoll neu Naſſ.
Von dieſem Ver.
Kraft, alle übrigen Beſtimmungen dagegen be— finden ſich bereits in Wirkſamkeit. Reichelsheim, den 7. Februar 1857.
Herzoglich Naſſauiſches Amt. v. Preuſchen.
Bekanntmachung. [190] Da die am 9. Februar l. J. abgehal⸗ tene Fruchtverſteigerung von 50 Malter Korn von dem Vorrath des Auguſtiner Schulfond dahier nicht genehmigt wurde, ſo werden Don— nerſtag den 19. l. Mts., Nachmittags um 2 Uhr, in hieſigem Rathhauſe dieſe 50 Malter
Korn nochmals meiſtbietend verſteigert.
Friedberg den 11. Februar 1857. Großherzogliche Bürgermeiſterei Friedberg
Bender.
Holzverſteigerung.
1203] In dem Domanialwald Herrnwald bei Grävenwiesbach, Oberförſterei Brandobern— dorf, kommen zur Verſteigerung: 1) Montag den 23. und Dienſtag den 24. d. Mts., im Herrnwald 1. Theil: 39 Buchen-Stämme mit 576 Cubikfuß, 13 Erlen⸗„„ 203„ 4 Birken⸗„*.„ 67 Klafter Buchen⸗Holz,
69* Erlen⸗ 77 6„ Birken⸗„
16„ Aspen⸗
45„ Stockholz. 2125 Stück Buchen-⸗Wellen. 2150„ gemiſchte
80„ Geruüſtſtangen.
2) Mittwoch den 25. d. Mis, im Herrn⸗ wald II. Theil: 5 Birken⸗ und Aspen-Stämme mit 66 Cubikfuß, 2 Klafter Buchen-Holz,
10„ Birken„ 25 TP Aspen⸗„ 6 TO Stockbolz, 900 Stück gemiſchte Wellen, 85„ Gerüſtſtangen.
Ferner im Diſtrikt Strang: 2 Fichten⸗Stämme mit 13 Cubikfuß, 215 Slaück fichtene Gerüſtſtangen. Der Anfang wird au jedem Tage Vormit— tags um 10 Uhr gemacht. Uſingen den 9. Februar 1857. Herzogl. Naſſ. Receptur Reichmann. Eichenſtammholz-⸗Verſteigerung im Moxſtädter Markwald, Oberförſterei Dü— delsheim, Forſtamts Nidda. [204] Mittwoch den 18. und Donnerſtag den 19. Februar, jedesmal um 9½ Uhr anfangend, ſollen im Diſtrikt Au, an der Nidda⸗Frankfur— ter Chauſſee gelegen, 332 Eichen-Stammab— ſchnitte, 16675 Cubikfuß haltend und von 9 bis 24 Zoll mittlerem Durchmeſſer, öffentlich ver⸗ ſteigert werden. Das Holz iſt von ausgezeich- neter Qualität und zu Eiſenbahnſchwellen ſehr geeignet. Obermoxſtadt am 11. Februar 1857. Großherzogliche Bürgermeiſterei Obermoxrſtadt Mickel, Markmeiſter.
Arbeits ⸗Verſteigerung. [205] Samſtag den 21, d. M., des Vormit⸗ tags um 10 Ubr, wird in hieſigem Gemeinde— hauſe die bei Anlegung einer Chauſſce am Weg nach dem Unterwald vorkommende Planir- und Chauſſirarbeit, welche zu 96 fl. iſt, öffentlich in Accord gegeben werden.
Burggräfenrod den 14. Februar 1857. Großherzogliche Bürgermeiſterel Burggräfenrod Mo ſcheroſch.
veranſchlagt 210] liegen in dem Kirchenfonds zu Oſtheim
or ſelg er ug. [206] Dienſtag den 3. März l. J., Vormit⸗ tags 9 Uhr anfangend, ſoll in dem Freiberrlich von Ritter'ſchen Walde bei Hof Haſſeleck nach⸗ ſtehendes Holz öffentlich an den Meiſtbietenden unter den vor der Verſteigerung bekannt ge— macht werdenden Bedingungen verſteigert werden: 6 Stecken Eichen- und Birken⸗Prügelholz, 3„ Aapen-Prügelholz, 6950 Stück Eichen- und Birken⸗Wellen. 2425„ Aapen⸗Wellen. Die Zuſammenkunft iſt auf dem Hof Haſſel— heck. Friedberg am 13. Februar 1857. „ In Auftrag: F a a tz Hol ve x fte ige rü g. 1207] Donnerſtag den 26. Februar l. J., des Vormittags 10 Uhr, ſollen in dem Bleichen— bacher Gemeindewald nachſtehende Holzſorti— mente öffentlich verſteigert werden: 240, Stecken Buchen-Scheitholz,
50¼„ 9 Prügelbolz, 23½„„ Stockholz, 23½%„„ Reisholz,
6 Stämme Buchen-Stammholz von 10 bis 40 Fuß Länge, 473 Cubikf, haltend. Die Zuſammenkunft iſt um die beſtimmte Stunde an der Ziegelhütte. Bleichenb ach den 11. Februar 1857. Großherzogliche Bürgermeiſterei Bleichenbach Deckma nn. Holzverſtei gerung. [208] Freitag den 20. d. Mts., Vormittags um 9 Uhr anfangend, ſoll in dem Gemeinde⸗ wald Fauerbach I., Diſtrikt Oberberg, nach⸗ folgendes Gehölz verſteigert werden: 1 Stecken Buchen-Scheitholz,
1 Eichen-„
2 1„ Prügelbolz,
39„ Birken⸗ u. Aspen⸗Prügelholz, 9„ Nadel-⸗Prügelbolz, N 4„ Buchen-⸗Stockholz,
9 5 Eichen- 1
31„ Nadel⸗*
775 Stück Nadelbolz⸗Wellen, 8 Eichen- Bauſtämme, 402 Cubikf. baltend, 5 Stück Eichen⸗Stangen, 16 Cbkf. baltend,
10„ Birken⸗Stammholz, 56 Cbkf. hal⸗ tend,
165 Stück Nadelholzſtämme, 2246 Cubikfuß haltend.
Bemerkt wird noch, daß gegen genügende Bürgſchaft das Holz bis Ende September d. J. geborgt wird.
FJFauerbach 1. den 16. Februar 1857. Großherzogliche Bürgermeiſtexei Fauerbach J. Philipps.
Modi lf er ⸗ Ver ſfe ig on g. 209] Kommenden Donnerſtag den 19. Fe⸗ druar l. J., Vormittags von 9 UÜbr anfan⸗ gend, läßt der Unterzeichnete abzugshalber fol— gende Gegenſtände gegen Baarzahlung meiſt⸗
bietend in ſeiner Behauſung verſteigern:
1 vollſtändigen Wagen mit eiſernen Achſen,
faſt noch neu, f
1 Pflug,: eiſerne Egge und ſonſtige Oeko— nomiegeräthſchaften, trächtige Zugkühe,
Rind,
Mutterſchwein mit 5 Ferkeln,
Hühner und Gänſe,
Stroh, Heu, Grummet und Dickwurz,
Tiſche und ſonſtige Hausgerätbſchaften.
Bönſtadt den 13. Februar 1857. Schneider, Geometer.
700 fl.
2—
zum Ausleihen bereit. Oſtheim den 12. Februar 1857. Der Kirchenvorſtand.


