Ausgabe 
16.6.1857
 
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den 14. Juni. Nabtpf. Schwabe. etadtkirche!

Er ſcheint wo⸗ chentlich zweimal, Dienſtag u. Frei⸗ tag. Preis jährl.

Friedberger Jutelligenzblatt.

Allgemeiner Anzeiger für Oberheſſen,

Einrückungsge⸗ bühren für die ge⸗ ſpaltene Petitzeile oder deren Raum

enbee Amts- und Verkündigungsblatt für den Kreis Friedberg. n e N 16. Dienſtag, den 16. Juni. 18357.

Aumtlicher Theil. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg

9 5 an die Großherzoglichen Bürgermeiſtereien des Kreiſes. Betreffend: Die Ableiſtung des Verfaſſungseides fürs 2. Quartal 1857.

Dienſtag den 7. Juli d. hauſe dahier durch die jungen Ortsbürger ſtatt.

J., Vormittags 10 Uhr, findet die Ausſchwörung des Verfaſſungseides auf dem Rath Sie werden dieſelben auf dieſen Termin hierher vorladen und bis

zum 30. d. M., daß es geſchehen iſt, unter Beiſchluß eines Namensverzeichnißes, anher einberichten.

Friedberg den 11. Juni 1857.

Müller.

Auszug aus dem Großherzoglichen Negierungsblatte.

Nr. 11 vom 18. April enthält: I. Eine aus 20 6s. beſtehende Großherzogliche Verordnung vom 21. März d. I., die

Löſchung der Feuersbrünſte betr. II. Bekanntmachung Großh. Ober⸗

poſtinſpection vom 2. April, daß mit dem 1. Mai in Grebenhain, Kr. Lauterbach, eine Poſtexpedition in Wirkſamkeit tritt. III. Be⸗

kanntmachung Großh. Kreisamts Mainz vom 28. März, die Auf ſtellung der Geſchwornenliſte in Rheinheſſen für 1858 betreff.

betr. II. Eine aus 22 88. beſtehende Verordnung Gr. Miniſteriums des Innern vom 7. April, welche unter Aufhebung der Verordnung vom J. Februar 1838, die polizeiliche Aufficht über die Dienſtboten betr., neue Beſtimmungen in dieſer Beziehung erläßt. III. Um⸗ lagen zur Beſtreitung der Bedürfniſſe der israelitiſchen Religionsge meinden im Kreiſe Dieburg für 1857. IV. Umlagen zur Beſtreitung

der Communalbedürfniſſe in den Gemeinden des Kreiſes Oppenheim

IV. Umlagen zur Beſtreitung der Communalbedürfniſſe in den Ge- meinden des Kreiſes Worms für 1857. V. Ermächtigung zur An⸗

nahme eines fremden Ordens: am 31. März dem Geh. Rath Frhrn. v. Starck für den k. preuß. rothen Adlerorden 3. Cl. nachrichten. am 9. Febr. dem Ortseinnehmer und Chauſſeegelderheber Jung zu Waldmichelbach die Poſtexpeditorſtelle daſelbſt zu ertbeilen; 25 März dem Schulvicar Kaiſer die 2. übertragen; 31. den Landger.⸗Aſſeſſor Königer zu Zwingenberg zum Landrichter in Seligenſtadt zu ernennen. VII. Dienſtentlaſſung: am 19. März evang. Schullehrer Gilbert zu Wixhauſen. VIII. Verſetzung in den Ruheſtand: am 19. März evangeliſcher Schullehrer

Hillen zu Uellershauſen. IX. Concurrenz für: die evangel. Schul⸗

ſtelle zu Daubringen mit 306 fl. 48 kr. nebſt Vergütung von 258 fl. für Heizung des Schullocals. X. Geſtorben: am 20. März penſ. Geh. Oberbaurath Dr. Lerch zu Darmſtadt, 29. penſ. Steuercommiſſär Freund zu Offenbach.

Nr. 12 vom 22. April enthält: 1. Reglement vom 6. d., die Erhebung und Controlirung des Octrois in der Kreisſtadt Alsfeld

Kr. Schotten für 1857. den k. rot! VI. Dienſt⸗ S. K. H. der Großherzog haben allergnädigſt geruht:(im g 245. 9 S

Gr. Kreisamts Gießen, die Geſchwornenliſte für das Jahr 1858 betr. kath. Schulſtelle zu Großzimmern zu

den Geometer 1.

für 1857. V. Desgl. im Kreiſe Mainz. VI. Umlagen zur Be- ſtreitung der Bedürfniſſe der israelitiſchen Religionsgemeinden im VII. Desgl. im Kreiſe Biedenkopf. VIII. Umlagen zur Beſtreitung der Communalbedürfniſſe der Ge meinden des Kreiſes Wimpfen für 1857. IX. Bekanntmachung

X. Umlagen zur Beſtreitung der Bedürfniſſe der israel. Reli⸗ gionsgemeinden des Kr. Darmſtadt für 1857. XI. Dienſtnachrichten. S. K. H. der Großherzog haben allergnädigſt geruht: am 31. März Kl. Welſch zu Alzey zum Steuercommiſſär daſelbſt und den Steueraufſeher Laukhard zu Pfeddersheim zum Zollaufſeher bei dem Hauptzollamte Mainz, 3. April, den Gerichtsacceſſiſten und Ergänzungsrichter am Friedensgerichte Niederolm Dr. Wagner zum Honorarſubſtituten des Staatsprocurators am Bezirksgerichte Mainz und am 4. den Geh. Oberconſiſtorialrath Neidhardt zum Director der Oberſtudiendirection, mit dem Amtstitel Oberſtudiendirector, zu ernennen. Am 3. April wurde dem Heinrich Leinweber aus Alzey das Patent als Geometer 3. Kl. für den Kreis Alzey ertheilt. XII. Dienſtentlaſſungen: am 31. März der Lehrer an der 3. höheren Mädchenſchule zu Gießen Hanſtein, Kreisbaumeiſter Gladbach zu Oppen

Die Briefmarken Angelegenheit.

Nach dem Vorgange vieler anderen Blätter brachte auch unſer Int.-Bl. vor einiger Zeit eine Notiz über die wohlbekannte und weitverbreitete Geſchichte von dem reichen Engländer und dem armen Karlsruher Waiſenknaben, der für Herbeiſchaffung einer Million gebrauchter Briefmarken die anſtändige Gratifikation von 150000 Gulden empfangen ſollte. Wir zweifelten um ſo weniger an der Wahrheit der Geſchichte, als es eben ein Sohn Albions war, der ihre Heldenrolle ſpielte und man bekanntlich bezüglich ſeltſamer Einfälle denreichen Eng ländern ein großes Zutrauen ſchenkt und ſchenken darf, da außerdem die Namen ſehr achtbarer Damen in Karls ruhe genannt wurden, durch deren freundliche Vermittlung die Einſammlung der Briefmarken gefördert werden ſollte und da von keiner Seite ein Widerruf dieſer Angaben laut geworden war.

Was wir erwarten durften geſchah. Die be ſagte Notiz zündete auch in den Kreiſen unſerer Leſer und ſetzte in der Stadt und Umgegend viele ſammelnde Hände in Thätigkeit, ſo daß uns im Ganzen an 4000 Brief⸗

marken zugeſtellt wurden. So weit war alles recht ſchön und gemüthlich, und war einmal eine kleine uneigennützige Abwechſelung in dem ſelbſtſüchtigen Getriebe unſerer Tage. Indeß die Verlegenheit hinkt nach. Man wollte dem Waiſenknaben zwar ſehr gerne zu ſeinen Schätzen verhelfen, wünſchte aber vorher ganz genau zu erfahren: ob die Ge ſchichtewirklich wahr ſei, wann das bewußte Jahr zu Ende ginge u. ſ. w. Da war guter Rath theuer. An fangs begnügten wir uns damit, Erkundigungen bei be freundeten Zeitungsredaktionen einzuziehen, aber da hatte es immer eine der anderen nachgedruckt und alle waren gleich klug.

Wir nahmen daher unſere Zuflucht brieflich zu einer der erwahnten Damen in Karlsruhe und baten, ſo höflich als wir's zuſchnitzen konnten, um gütige Nachricht, ob derſelben die Zuſendung von Briefmarken wirklich ange nehm ſei, vergaßen auch dabei nicht unſer Schreiben in dieſer ſeltſamen Angelegenheit mit etwas äußerlicher Cu rioſität durch Aufkleben von 9 einzelnen Briefmarken aus zuſtatten aber es vergingen acht und abermals acht Tage und noch etzliche Sommernächte und immer wollte die erbetene Antwort von Karlsruhe nicht eintreffen. Da