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Friedberger Jntelligenzblatt.
Er ſcheint wo entlich zweimal, Dienſtag u. Frei⸗ tag. Preis jährl.
Allgemeiner Anzeiger für Oberheſſen,
Einrückungsge⸗ buhren für die ge⸗ ſpaltene Petitzeile oder deren Raum
bene gen Amts- und Verkündigungsblatt für den Kreis Friedberg.%
fl. 1. 30 kr.
ſammen 7 kr.
N 8
Freitag, den 16. Januar.
1847.
Auszug aus dem Groftherzoglichen Negierungsblatte.
Nr. 1 vom 5. Jan.(Schluß.) III. Groß. Edikt vom 2. Jan, welches verordnet, daß zur Ergänzung der Feldtruppen im Jahr 1857 2000 Mann erforderlich ſind, welche aus den Aufrufs— fähigen des Jahres 1856(einſchließlich der Relativtauglichen) ausge— hoben werden ſollen.— IV. Bekanntmachung Gr. Kriegsminiſteriums vom 3. Jan, welche zur Vollziehung dieſes Edikts gemäß Art. 36 des Recxrutirungsgeſetzes zur offentlichen Kenntniß bringt, daß nach der Muſterung von 1856 an tauglichen Militärdienſtpflichtigen, ein— ſchließlich der in das Oepot geſetzten, vorhanden ſind: in Starken— burg I8t5, Oberheſſen 1951, Rheinheſſen 1427, zuſ. 5193, ſo daß zu den erforderlichen 2000 die Provinz Starkenburg Eg, Oberheſſen 751, Rh einheſſen 550 zu ſtellen hat.— V. Bekanntm. Gr. Kriegsminiſteriums vom 28. Dez., daß die beſonderen Verwaltungen der Invalidenkaſſe, der Officiers-Wittwen- und Waiſenkaſſe, der Wittwen“ und Waiſenkaſſe für Unterofficiere und Soldaten, der Sterbkaſſe für verheirathete Un— terofſiciere aufgehoben und die Kaſſir- und Rechnergeſchäfte hinſichtlich dieſer Kaſſen mit dem Geſchäftsbereich des Gr. Kriegszahtamts ver⸗ einigt worden ſind.— VI. Bekanntmachung, daß Gr. Bezirksgericht Mainz das„Mainzer Journal, als dasjenige in Rheinheſſen erſchel— nende Zeitungsblatt bezeichnet bat, durch welches die in dem Bezirke genannten Gerichts nothwendig werdenden gerichtlichen Anzeigen für 1857 zu verkünden ſind und daß dieſer Beſchluß die erforderliche Ge nehmigung Gr. Miniſteriums der Juſtiz erlangt hat.— VII. Dienſt⸗ nachrichten. S. K. Hoheit der Großherzog haben allergnädigſt geruht: am 9. Dez. 1856 dem Lehrer an der Elementarſchule zu Wersau, Deußel, die 1. evang. Schullehrerſtelle daſelbſt, 12. dem Schulvicar Munz zu Rodenbach die evang. Schullehrerſtelle zu Raibach zu über⸗ tragen;— den von den Frhrn. v. Schenck zu Schweinsberg auf die evang. Pfarrſtelle zu Dautphe präſentirten Pfarrer Diehl zu Lehrbach für dieſe Stelle zu beſtätigen; 15. dem Schullehrer Hock zu Baben— hauſen die 2. evang. Schulſtelle daſelbſt und dem Schullehrer Beck zu Lützelwiebelsbach die 3. evang. Schulſtelle zu Babenhauſen, 17. dem Schullehrer Lehleitner zu Buchenau die evang. Schullehrerſtelle zu Niedexrofleiden, und dem Schullehrer Gerhard zu Unterſeiberten— rod die evang. Schullehrerſtelle zu Buchenau, ſowie am 18. Dez. dem Schulvicar Illy zu Grabsheim die kath. Schulſtelle zu Erbesbüdes⸗ heim zu übertragen— VIII. Dienſtnachricht und Dienſtentbindung.
Am 9. Dezbr. ward der zum Actuar am Landgerichte Gießen ernannte
Landgerichtsgctuar Nau zu Butzbach, auf Nachſuchen, von der Ueber- nahme der ihm übertragenen Dienſtſtelle entbunden und in ſeiner bisherigen Dienſtſtelle belaſſen.— IX. Dienſtentlaſſungen: am 8. Spt. 1836 der bisherige Conſul zu New-Aork Bollermann, auf Nachſuchen unter Bezeigung der Allerhöchſten Zufriedenheit mit ſeinen Dienſt— leiſtungen; 18. Nov. Kreisbauaufſeher Lauſter zu Michelſtadt, auf Nachſuchen, desgl. am 2. Dez. der Schaffner 1. Kl. bei der Main⸗ Weſer⸗Eiſenbahn, Korell.— X. Concurrenz für die evang. Schul⸗ ſtelle zu Annerod mit jährlich 231 fl. 41 kr. und einer Vergütung von 23 fl. 29 kr. für Heizung des Schullocals; die Stelle eines Steuercommiſſärs zu Alzey(binnen 4 Wochen in der vorgeſchriebe— nen Weiſe). XI. Geſtorben: am 9. Nov. 1856 penſ. Schullehrer Klein zu Breidenbach; 19. penſ. Schultheiß Stein zu Oberbreiden⸗ bach; 8. Dez. penſ. Polizeirath Roſenkranz zu Rödelheim.
Nr. 2 vom 10. Jan, enthalt: I. Bekanntmachung Gr. Miniſteriums des Innern vom 27. Dec. v. J., betr. einige Abän⸗ derungen und Zuſätze zu der Arzneimitteltaxe für das Großherzog— thum Heſſen, welche vom 1. Jan. 1857 an in Wirkſamkeit treten. II. Bekanntmachung Gr. Miniſteriums der Finanzen vom 9. Jan., daß die Ausfuhr von Pferden aus dem Großherzogthum über die Grenzen des Zollvereinsgebiets bis auf Weiteres unterſagt worden iſt III. Bekanntmachung, daß das Gr. Bezirksgericht Alzey die „Wormſer Zeitung“ als dasjenige in der Provinz Rheinheſſen er— ſcheinende Zeitungsblatt bezeichnet hat, durch welches die in dem Be— zirke genannten Gerichts nothwendig werdenden gerichtlichen Anzeigen für 1857 zu verkünden ſind, welcher Beſchluß die Genehmigung des Gr. Miniſtertums der Juſtiz erlangt hat.— IV. Promotionen an der Gr. Landesunwerſität Gießen im Jahre 1856: 1) Die juriſtiſche Doctorwürde erhielten: am 30. Jan. Referendar Bruch zu Mainz, 12. April Adolph Seubert aus Alzey, 29. Mai Heinrich Lemerz aus Mainz, 18. Juli Gerichtsacceſſiſt Seibert aus Umſtadt, 2. Dec. M. Joſeph Struve, C. Georg Bockenheimer u. Carl Matty aus Mainz, 13. Conrad Schnell aus Wiesoppenheim. 2) Ehrendiplome als Doc— toren der Rechte: am 8. Mai der Operappell.- u. Caſſ.⸗Gerichtsrath Geheimrath v. Grolman zu Darmſtadt, 16. Aug. S. E. der Präſi⸗ dent des Geſammtminiſteriums, wirkl. Geh.-Rath Frhr. v. Dalwigk zu Darmſtadt. 3) Die philoſophiſche Doctorwürde: am 14. März
Verſchiedenes.
Die hochſten Bergerſteigungen, die bis jetzt unter— nommen wurden, waren die Alexanders von Humboldt, der auf dem Chimboraſſo im Jahre 1802 eine Höhe von 5878 Meter erreichte, und die Bouſſingault's, der 1831
auf demſelben Berge bis zu 6004 Meter gelangte. Früher
war dieſe Höhe noch nie überboten worden, ausgenommen durch Gay⸗Luſſac, der in ſeiner Fahrt mit dem Luftballon im Jahre 1804 eine Höhe von 7016 Meter über dem Meeresſpiegel erreichte.
Jetzt iſt die von Bouſſingault erſtiegene hoͤchſte Höhe weit überboten worden, indem in Indien die beiden uner— ſchrockeuen Reiſenden, Brüder Schlagintweit, im Monat Juli 1855 auf dem Himalaya, au der Grenze von Tibet,
zu finden, in welche er eindrang, ſei es, um Quellen zu entdecken oder um Minerale an das Tageslicht zu ziehen.
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Man weiß, daß die Temperatur immer heißer wird,
je tiefer man in den Schooß der Erde eindringt. Mit
die außerordentliche Höhe von 22,260 engliſche Fuß oder
6782 Meter erreicht haben, eine Höhe, welche die des Mont-Blanc übertrifft. Dies iſt wahrſcheinlich die höchſte
Höhe, zu der jemals der Fuß eines Menſchen bei einer
Bergerſteigung gelangte. Gewiß iſt es nicht unintereſſant, neben der Augabe der Höhen, welche der Menſch erſtieg, auch die der Tiefen
Hülfe einfacher Berechnung hat man gefunden, daß ſchon bei einer Tiefe von weniger als 3. Kilometern die Hitze die des ſiedenden Waſſers erreicht und daß bei 60 Kilometern die härteſten Mineralien, wie Lava, Baſalt, Porphyr, Granit ꝛc. in vollen Fluß gerathen würden, weil in dieſer Tiefe die Hitze 2000 Grad betragen würde,
Aus dieſen Thatſachen kann man den Schluß ziehen, daß die feſte Rinde des Erdballes, der uns trägt, nicht über 15 Stunden dick iſt und vielleicht noch viel geringer.
Keine der Tiefen, die man erreichte, indem man in die Erde eingrub, läßt ſich mit denen vergleichen, die das Becken des Meeres zeigt. Im Ocean hat man mit dem Senkblei eine Tiefe von 8220 Meter, und ſelbſt von 13,643 Meter erreicht, ohne auf den Grund zu kommen. Die Minen ſind zwar noch nicht ſo tief, als die größten
Berge Europa's hoch, aber denoch übertreffen ſie um
Vieles die Hohe der größten Baudenkmäler, wie der höoͤch—


