Ausgabe 
14.7.1857
 
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Bekanntmachungen von Behoͤrden und Privat⸗Anzeigen.

Oeffentliche Auffoderung.

L123] Philipp Reineck 1. Wlitwe in Münſter bat ihr Grundvermögen an ihre Kinder reſp. Enkel abgetreten. Da jedoch von denſelben abweſend ſind Katharina Reineck und Peter Schild, Sohn des gleichfalls ab⸗ weſenden Hein rich Schild und deſſen ver⸗ ftorbenen Ehefrau Anna Margaretha, geb. Reineck, ſo ergeht an die Abweſenden die Auf⸗ forderung: innerhalb

z wei Monaten etwaige Einwendungen gegen die vorliegende Vertheilung zu erheben, gegenfalls ihre Ver⸗ tretung den für ſie beſtellten Curatoren über⸗ laſſen, die Theilung beſtätigt und der Eintrag in das Mutations⸗Verzeichniß verfügt werden wird; letzteres auch bezüglich der Items 23/43 807% und 905/28b., worüber Eigenthum ur⸗ kundlich nicht nachgewieſen werden kann und was für Dritte zur Anmeldung etwaiger An ſprüche weiter hiermit bemerkt wird.

Butzbach den 23. Juni 1857.

Großberzogliches Landgericht Butzbach. E be 7 M ut 05 Landrichter. Landgerichts ⸗Aſſeſſor.

Edictalladung.

L41162] Nachdem Georg Scheller von Gonzen⸗ heim ſein Zahlungs unvermögen angezeigt hat, ſo werden hiermit alle diejenigen, welche An⸗ ſprüche irgend welcher Art an denſelben zu haben vermeinen, hiermit aufgefordert, ſolche im Termin: Dienſtag den 18. Auguſt 1857, Vormittags 9 Uhr, ſogewiſſer entweder in Perſon oder durch ge⸗ hörig bevollmächtigte Stellvertreter anzumelden und auszuführen, als die Nichterſcheinenden von der vorhandenen Maſſe werden ausgeſchloſſen werden. Der Präcluſiobeſcheid wird übrigens nur auf der Gerichtsſtube eröffnet. Homburg den 25. Juni 1857. Landgräflich Heſſ. Juſtiz⸗Amt F. C. Stäubeſandt.

Immobiliar⸗Verſteigerung. Donnerſtag den 16. Juli d. 2 Vormittags 11 Uhr, [1199] werden in hieſigem Rathhauſe die zum Nachlaſſe des dahier verſtorbenen Bürgers Jo⸗ hannes Bechſtein I. gehörenden Immobilien,

beſtehend in einer Hofralthe und mehreren Grab⸗ und Obſtbaumgärten, wie ſolche im Intelligenz⸗ blatt Nr. 49 ſpeciell verzeichnet ſind, auf frei⸗ willigen Antrag der Erben nochmals unter dem Anfügen öffentlich meiſtbietend verſteigert, daß bei annehmbaren Geboten den Leßztbietenden ſogleich die Genehmigung ertheilt werden wird. Friedberg am 13. Juli 1857. In Auftrag Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. Der Vorſteher Bure nde en

Verſteigerung von Steinlleferung und Chauſſirarbeiten.

[1200] Donnerſtag den 16. Julie l.* Nachmittags um 4 Uhr, ſollen auf dem Gemeindehaus zu Oſtheim die zur Herſtellung eines Theils der Vleinalſtraße von Oſtheim nach Fauerbach I. erforderlichen Lieferungen und Arbeiten unter den vor der Verſteigerung bekannt gemacht werdenden Be⸗ dingungen an den Wenigſinehmenden veraccor⸗ dirt werden, nämlich: 1) Lieferung von Chauſſe⸗Grundbauſteinen, veranſchlagt zu 350 fl. kr. 2) deßgl. von Baſalt⸗Deckſteinen 245 3) das Aufſetzen der Steine 31% 30 4) Chauſſirarbeit, 260 Specielle Voranſchläge liegen auf Großher⸗ licher Bürgermeiſterei Oſtheim und bei Unter⸗ zeichnetem zur Einſicht offen. Butzbach am 11. Juli 1857. Der Bezirks⸗Bauaufſeher des 3. Bezirks Burk. Arbeitsverſteigerung und Material- lieferung. [1201] Donnerſtag den 16. Juli l.. Nachmittags 2 Uhr, ſollen auf dem Gemeindehauſe zu Fauerbach I. nachfolgende Arbeiten und Lieferungen an den Wenigſinehmenden unter den vor der Verſtei⸗ gerung bekannt gemacht werdenden Bedingun⸗ gen in Accord gegeben werden, nämlich: 1) Oelfarbenanſtrich, veranſchl. zu 46 fl. 40 kr. 2) Pflaſterarbeit, 37 36 3) Maurerarbeit, 144% 4) Lieferung von Baſalt-⸗Pflaſter⸗ ſteinen 112% 5 5) Lieferung von Kies und Sand 36 6) Lieferung von Deckplatten 20 Specielle Voranſchläge liegen auf Großher⸗

zoglicher Bürgermeiſterei Fauerbach I. und bei dem Unterzeichnetem zur Einſicht offen. Butzbach am 11. Juli 1857. Der Bezirks⸗Bauaufſeher des 3. Bezirks Burk.

Materiallieferungen für das Großherzogliche Braunkohlenbergwerk bei Dorheim. [1202] Die Lieferung folgender Materialien

nämlich von I. Floßbolz: 152 Böden 10. Stämme, 24* 9.* 4* 8. 77 II. Bretter c. 150 Stück ſchmaler Schreinerdiele,

200 Dachdiele, 60 breiter Doppeldiele, 400 Latten.

III. Schachtpfähle: 24000 Stück 4 langer eichener Schachtpfähle. IV. Fettwaaren: 800 Maas Rüböl und 80 Pfund Talg ſoll Dienſtag den 4. Auguſt d. J. auf dem Summiſfionswege vergeben werden. Die Summiſſionen müſſen an genanntem Tag längſtens bis Vormittags 10 Uhr verſiegelt, frankirt und mit der AuſſchriftLieferungen n betreffend/ verſehen, an unterzeich⸗ nete Behörde abgegeben ſein, indem ſpäter ein⸗ laufende nicht berückſichtigt werden können; die Eröffnung derſelben erfolgt in Gegenwart der erſchienenen Summittenten.

Die Bedingungen, unter welchen die Liefe⸗ rung vergeben wird, können vom 27. Juli an, zu den gewöhnlichen Geſchäftsſtunden hier ein⸗ geſehen werden.

Dorheimer Bergwerk den 9. Juli 1857.

Großherzogliches Bergamt Dorheim JG. ge.

200 fl.

[1203] liegen in der Kirchenkaſſe zu Ilbenſtadt zum Ausleihen bereit. Friedberg. Der Kirchenrechner

Heidt.

Echt perſiſches Inſeetenpulver [798] à Fl. 18 kr. Sicheres Mittel zur Ver⸗ tilgung der Flöhe, Wanzen u. ſ. w, bei P. F. Schmittner in Friedberg.

4) daß es den Gartenbeſitzern nicht geſtattet, ſon

vertrauen zu der

Löbl. Schützengeſellſchaft, daß ſie im

dern bei Strafe verboten würde, auf den Spazierwegen

Dünger abzuladen, Speiß bereiten zu laſſen u. dgl., weil ſie dadurch ſelbſtverſtändlich ihrem Zwecke entfremdet werden;

5) daß bei etwaigem Schneefall im Winter die Spa⸗ ziergänge ſofort und ſo oft als nöthig mit einem Schnee

ſchlitten gereinigt werden möchten, weil ſie ſonſt gerade in der Jahreszeit, wo man ſie am nöthigſten hat, un⸗

praktikabel ſind, indem die Liebhaberei, bis zum Knöchel im Schnee zu waten, unter den Umſtänden und in dem Alter, wo man der Spaziergänge vorzüglich bedarf, meiſtens auf gehört hat, und

6) daß der Schießplatz, der mit ſeinen Freuden und Luſtbarkeiten ſchon des nahen Friedhofs wegen nie an den Ort gepaßt hat, an dem er ſich befindet, verlegt werde. Unter den gegenwärtigen Umſtänden kann man gerade den bis jetzt fertigen Theil der Spaziergänge, zumal an Sonn⸗ und Feiertagnachmittagen, alſo zu den Hauptſpa⸗ zierzeiten, aber auch zuweilen an anderen Tagen, nicht

begehen oder man ſchwebt in Gefahr, Bekanntſchaft mit

den blauen Bohnen zu machen, die bekanntlich unter allen Bohnenarten die am wenigſten wohlſchmeckenden ſind. Wir

Intereſſe der Stadt ihr Recht auf den Schützenrain auf⸗ geben werde, glauben auch, daß leicht ein anderer Schieß⸗ ſtand, z. B. an der Hockenmühle, gefunden werden könnte, wenn man ſich nur erſt davon überzeugt hat, daß er dort nicht bleiben kann, wo er eben iſt und ernſtlich ſucht.

Indem wir uns gerne der Hoffnung überlaſſen, daß unſeren ohne jede Anmaßlichkeit in aller Beſcheidenheit ausgeſprochenen Wünſchen Seitens der ſtädtiſchen Behörde die geeignete Berückſichtigung nicht werde verſagt wer⸗ den, erlauben wir uns ſchließlich auch noch nicht um eine Antwort zu erhalten, ſondern eben wohl um auf eine wie uns ſcheint unnöthige Beſchränkung aufmerkſam zu machen die Frage, warum der am Simon'ſchen Garten neu gelegte Steg über den Seegraben dem allgemeinen Gebrauche entzogen worden iſt? Iſt es geſchehen, weil man befuuͤrchtete, die Gärten jenſeits des Seegrabens wür⸗ den darunter leiden, ſo ſchöpfe man doch nur einen ein paar Fuß breiten Weg aus und beſtreue ihn mit Kies⸗ ſand, ſo wird keinem Menſchen einfallen, auf der kurzen Strecke durch die Gärten neben hinauszutreten.

Ein Spaziergänger für Viele