Fiſcherei⸗ Verpachtung. 1695 Die dem Gräfl. Hauſe Solms⸗Rödel⸗ beim zuftehende Fiſchereiberechtigung in der Wetter und zwar von der Wiſſelsheimer Grenze bis an das Salinen⸗Kunſtrad bei Schwalheim
ſoll Dienſtag den 20. l. M., Vormittags 10 Uhr, bei Herrn Gaſtwirth Wilhelm Bingel zu Dor⸗ heim auf mehrere Jahre verpachtet werden. Aſſenheim den 7. Oktober 1857. Gräflich Solms⸗Rödelheim'ſche Rentkammer.
Ankauf von Kartoffeln.
[1696] Montag den 19. dieſes Monats, Vor⸗ mittags um 10 Ubr, ſoll auf dem Verwaltungs düreau des 1. Bataillons 4. Infanterieregiments die Lieferung von 450 Malter Kartoffeln für die Menagen des Batalllons durch Summiſfion in Accord gegeben werden. Friedberg den 12. Oktober 1857. Nicola, Oberquartiermeiſter.
[1697 Ein Zehntablöſungskapital von 14000 fl. ſoll getrennt, durch mich zu billigen Zinſen aus⸗
geliehen werden. Baruch Hecht.
Marienſchloß.
C1698] Montag den 19. Oktober l. J. läßt die Unterzeichnete dahier Möbel aller Art, Zinn, Bücher, Kleidungsſtücke, Waffen und ſonſt noch Allerlei gegen Baarzahlung verſteigeru.— Der Anfang geſchieht des Morgens 9 Uhr.— Johanna Weizel.
Braunſchweiger Flachs
335 Empfehlung.
11700] Einem verebrlichen Publikum mache ich hiermit die ergebene Anzeige, daß ich mit mei⸗ ner Meſſerſchmiederei noch ein Feilhauergeſchäft verbunden habe und verſpreche prompte und reelle Bedienung.
Zu näherer Auskunft und Uebernahme der Feilen iſt Herr Zeugſchmied Joh. Fillmar in Friedberg bereit.
Carl Sartorius
Ein wachſamer Hofhund, [16771 kräftig und ſchön gebaut, däniſche Dogge, iſt zu verkaufen. Näheres zu erfragen bei Herrn Uhrmacher Schuckhardt, Kaufhalle in Nauheim.
Gefunden. [1701] Auf dem Wege von Nauheim bis zur Saline wurde der Stoff zu einer Weſte ge⸗ funden. Der ſich legimentirende Eigenthümer kann denſelben in Empfang nehmen bei
in Gießen. A. Heß in Friedberg.
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Die commercielle Bedeutſamkeit Oſtindiens iſt leichter Im Jahre 1853 betrug der Handel Eng⸗ mit Indien die Summe von 23,595,000 Pfund Sterling, nämlich 10,927,000 Pfund für die Ausfuhr nach Indien und 12,668,000 Pfund Sterling für die Einfuhr. Die Ausfuhr beſteht in Geſpinnſten und Geweben aus Wolle und Leinewand, ſowie aus anderen Einfuhr in Baumwolle, Indigo, Reis, Zucker, Lein ſaamen, Salpeter, roher Seide, Der Handel erreicht alſo im Ganzen eine Summe von ungefähr 600 Millionen Franken, und dieſer Handel entwickelt ſich in einer au Progreſſion und hat ſich z. B. ſeit dem Jahre 1842 verdoppelt.
Wenn es alſo Indien gelänge, ſich der britiſchen Herr⸗ ſchaft zu entziehen, ſo würden die Engländer alle die Löh⸗ nungen und Gehälter verlieren, welche für den Civil- und Militärdienſt auserſehen ſind; dann würden ſie eine Be⸗ ſchränkung ihres Handels erfahren, wenn, wie Solches dann doch wahrſcheinlich iſt, Indien ſchlechter als jetzt regiert würde, oder wenn ſeine Regen Erzeugniſſen durch Prohibitivgeſetze den Weg verſperrten.
zu würdigen. lands
Baumwolle, kleinen Manufacturwaaren; die
Wolle und Leder.
gerordentlich raſchen
die ſchwerſten Opfer auferlegen wird, um ſich dieſe mate— riellen Vortheile zu ſichern, wenn es ſelbſt jede andere Be— rückſichtigung außer Augen ſetzt. Ganz England iſt bei der Erhaltung Oſtindiens aufs Höchſte intereſſirt; dieſes iſt fur daſſelbe nicht nur eine Abſatzquelle in Bezug auf Handel, ſondern auch, wenn wir uns ſo ausdrücken dür⸗ fen, in Bezug auf Adminiſtration, Bureaukratie und Mi⸗ litär. Freilich wird dieſe Abſatzquelle um den Preis eines jährlichen Deficits von 50 Millionen Frs. erkauft, welches in den Finanzen der oſtindiſchen Compagnie große Lücken macht; aber dieſes Deficit hat nichts Normales, nichts Permanentes, da daſſelbe nicht durch die regelmäßigen Ausgaben hervorgerufen wird. Die Compagnie, oder viel⸗ mehr die engliſche Regierung, welche die Compagnie ſeit der Einſendung des Board of control beherrſcht, braucht nur ihr Syſtem zu ändern, der fortwährenden Annexion neuer Territorien zu entſagen, ſo wird die politiſche Ver⸗ waltung Oſtindiens, außer den Vortheilen, welche der Be⸗ ſitz dieſes weiten und herrlichen, von der Natur ſo über⸗ mäßig geſegneten Reiches für England bietet, auch der
ten den engliſchen Compagnie noch erheblichen Nutzen gewähren.
Man ſieht alſo ein, daß England ſich im Nothfalle


