ö da Jer
1 leichtes Stuhlwägelchen mitzeiſernen Achſen,
1 ſchwarz lackirtes Chaiſen-Geſchirr,
1 ſtarker zweiſpänniger Oekonomie-Wagen,
1 leichter ein- und zweiſpänniger do.,
2 Pflüge, 1 Pfublfaß, 1 Walze, 1 Fege— müple, Egge und 1 Reitſattel mit Stan- genzaum nebſt vielem guten Fahr- und Ockonomie-⸗Geſchirr, Chaiſen-Peitſchen und
ſodann
1 gutes Clavier,
1 ſchöͤnes mit rotbhem Damaſt überzogenes
Canapee mit 6 Stühlen,
nußbaumener neuer Klappentiſch,
runder nußbaumener Tiſch mit einem Fuß,
Pfeiler-Schränkchen von Nußbaumholz,
runder Tiſch zum Aufſchlagen, von Kirſch-
baumholz,
Spiegel, Bettung und Bettladen, Waſch—
bütten, Gartenſtüble und Gartentiſche, Pferdeteppiche und ſonſtige Effekten,
1 faſt neuer Diſtilirkeſſel mit Hut und Schlan— genrohr von ca./ Ohm,
1 kleines Frühſtück⸗Herdchen,
eine Anzahl größerer und kleinerer Fäſſer, eine Parthie Daubholz, Felgen und Ge— räthſchäften zur Backſteinbrennerei, ferner eine Parthie Rangen, Heu, verſchiedenes Stroh, Spreu und ſodann
ca. 150 Malter Kartoffel, größtentheils ſäch— ſiſche Zwiebelkartoffel, endlich
große und kleine Stangen, Richtpfade, Platten, Kellertritte, Waſſerſteine ꝛc. ꝛc.
Niederwöllſtadt den 2. Januar 1857.
Großherzogliches Ortsgericht Niederwöllſtadt
Stoll.
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Verſtei gerung. [40] Montag den 19. l. Mts., Nachmittags um 2 Uhr, werden in der Wohnung der Frau Friedrich Hilbrecht Wittwe nachſtehende Ge— genſtände einer freiwilligen meiſtbietenden Ver— ſteigerung ausgeſetzt, mit dem Anfügen, daß mit den Pferden der Anfang gemacht wird, als:
1) Zwei gute Zugpferde mit Geſchirr, 2) zwei vollſtändige große Wagen, 3) ein Pflug, 4) eine alte Egge, 5) eine Fruchtfegemüble, 6) eine gebrauchte Strohbank mit guten Meſſern, 7) verſchiedene Ketten, benebſt Ockonomie-Ge— räthſchaften. Friedberg den 10. Januar 1857. In Auftrag: Großberzogliches Ortsgericht Friedberg. Der Vorſteher bene
15
Wi lzbo er ſtgi gerung. 141] Künftigen Montag den 19. Januar 1857 werden in den Walddiſtrikten am Haſelhecker— weg und an den Kreuztannen 9% Stecken Nadel-Scheitholz, 3%„ 7 Prügelholz, 257„„ Stockholz, 4587 Eichen- und Birken-Reiſerwellen, 2162 Nadel-Reiſerwellen, 975 Gebund Ginſtern, 922„ Dorner, 63 Kiefernſtämme, enthaltend 4041 Cbkfuß, 65 Weißtannenſtämme,„ 1563„ und 46 Weißtannenſtangen, enthaltend 86 Cbf. an den Meiſtbietenden öffentlich verſteigert. Die Verſteigerung beginnt Vormittags 9 Uhr, und findet die Zuſammenkunft im ODiſtrikte 1. an den Kreuztannen auf dem ſog. Steinweg ſtatt. Ockſtadt den 7. Januar 1857. Freiherrl. v. Franckenſtein'ſches Rentamt Ockſtadt Tro ſch.
Oeffentliche Aufforderung. [42] Die bekannten Gläubiger des verlebten Glaſermeiſters Georg Harz von Butzbach haben über deſſen überſchuldeten Nachlaß ein Arran— gement getroffen. Es werden etwaige weitere Gläubiger des Georg Harz aufgefordert binnen
4 Wochen
ibre Forderungen dahier geltend zu machen,
widrigenfalls ohne Rückſicht auf ſie das Arran—
gement in Vollzug geſetzt werden wird.
Butz bach den 6. Januar 1857. Großherzogliches Landgericht Butzbach Ebel, Dr. v. Schmalkalder,
Landrichter. Landgerichtsaſſeſſor.
Bekanntmachung.
143] Donnerſtag den 15. d. M., Vormittags 10 Uhr, werden in hieſigem Stadtwalde an der
Uſinger Straße
67½ Klafter Eichen-Scheitholz, 35 1„ Stockholz und 1727 Stück„ Wellen offentlich meiſtbietend verſteigert. Nauheim am 8. Januar 1857. Der Bürgermeiſter Ni e f. Holzverſteigerung. 144] Dienſtag den 20., Mittwoch den 21. u. Don⸗
nerſtag den 22. d. M., jedesmal von Morgens
9 Uhr anfangend, werden im Rodheimer Ge—
meindewald, Diſtrikt Ameisbecke(neben der von Friedberg nach Homburg fübrenden Chauſſec) 23½ Stecken Buchen⸗Scheitholz, b 1977„ Eichen„ 179. Buchen-⸗Prügelbolz,
59%„ Eichen⸗„
605 Eichen-Wellen und
803 Stämme Eichen-Bau-, Werk- und Nutz⸗
holz von 8— 25 Zoll Durchmeſſer und . 20 bis 70 Fuß Länge öffentlich meiſtbietend verſteigert.
Gegen vorſchriftsmäßige Bürgſcheine wird Zahlungsfriſt bis zum 1. Septbr. d. J. ge⸗ ſtattet. Bemerkt wird, daß die zwei erſten Tage bis gegen 11 Uhr ſämmtliches Brennholz und dann Stammholz zum Ausgebot kommt, und daß unbekannte Steigerer ſogleich bei der Ver— ſteigerung einen zahlungsfähigen inländiſchen Bürgen zu ſtellen haben.
Rodheim den 8. Januar 1857.
Großherzogliche Bürgermeiſterei Rodheim Jacobi.
Jagdverpacht ung. 145] Die der Gemeinde Altenſtadt eigenthüm⸗ lich zuſtehende Wald- und Feldjagd in der hie— ſigen Gemarkung, auf einem Flächengehalt von circa 3000 Normalmorgen, welche mit dem 15. Februar d. J. leihfällig wird, ſoll Montag den 2. Februar d. J., Vormittags 11 Uhr, auf dem Rathhauſe dahier auf anderweitige 6 Jahre an den Meiſtbietenden verpachtet werden. Altenſtadt den 5. Januar 1857. Großherzogliche Bürgermeiſterei Altenſtadt Kreu der.
Auszuleihen 146] ſind bei der evangceliſchen Kirche Bönſtadt 200 fl. Kirchenkapital und 160 Beſoldungskapitalien
gegen genügende Sicherheit zu 5 PCt. Bönſtadt den 8. Januar 1857. Schneider, Kirchenrechner. Anzeige. 147] Auf dem Hofgute des Freiherrn von Lersner zu Obererlenbach werden fortwährend Dickwurz und Stroh jeder Sorte in belie— bigen Quantitäteu aus der Hand verkäuflich abgegeben, was den Kaufliebhabern hiermit zur Nachricht notifizirt wird. Obererlenbach am 7. Januar 1857. Freiherrl. v. Lersner'ſcher Verwalter Reinicke.
In Langport bei Briſtol in England platzte neu 2500 Gallonen Doppelbier. Der Inhalt lief in einen kleinen Bach, der ſich in den Barret
lich ein Bottich mit
Sommer an
Eine Krankheit ver iſt, wie die Hannov. Zeitg, berichtet, im vergangenen verſchiedenen
der Erdbeeren. In Hanno—
Orten unter den Erdbeeren
ergießt, und am folgenden Tage war der Fluß zwei Mei- 0 N vorjährige Ernte größtentheils fehlgeſchlagen iſt, ſondern
len weit mit betrunkenen Fiſchen bedeckt.
Fütterung von Leinſamen, um die Milch— ergiebigkeit der Kühe zu fördern. Ein Gutsbe— ſitzer in Bern gab verſchiedenen Erſtlingen drei Monate
vor dem Kalben jeder täglich zweimal eine Handvoll ge—
kochten Leinſamen auf das Futter, wodurch ſich das Milch-
ſyſtem dieſer Thiere täglich mehr ausprägte, ſo daß ein auffallender Unterſchied rückſichtlich dieſes bel jenen Thieren, andern derſelben Race gegenüber, welche keinen Leinſamen erhielten, bemerkbar machte. Die wohlthätige Wirkung
des Leinſamens zeigte ſich auch noch nach dem zweiten
Kalben und brachte auch bei weitern Verſuchen an andern Orten dieſelben günſtigen Erfolge.
eine Krankheit aufgetreten, durch welche nicht allein die
— Das
auch die Erdbeerpflanzungen ſtark ruinirt wurden. erſte Erſcheinen dieſer Krankheit machte ſich dadurch be—
merkbar, daß die jüngſten Herzblätter ihre hellgrüne Farbe
in eine dunkelgraugrüne verwandelten, nach und nach ein— ſchrumpften und vertrockneten. Es wurden dadurch die Pflanzen in einen ihre Lebensthätigkeit hemmenden Zu— ſtand verſetzt, der ſich allmählig verſchlimmerte und in der Regel das gänzliche Abſterben der Pflanzen zur Folge hatte, ſo daß viele Erdbeerpflanzungen theilweiſe oder ganz zu Grunde gegangen ſind.
Eine engliſche medieiniſche Zeitſchrift empfiehlt als Mittel gegen Froſtbeulen eine Miſchung von 30 Theilen Collodium, 12 Theilen venetianiſchem Terpentin und 6 Theilen Ricinusöôl auf die leidenden Stellen mit einem Pinſel dünn aufzutragen.


