Ausgabe 
10.7.1857
 
Einzelbild herunterladen

[1184] In Sachen der Genofeva Herold zu Hünfeld, Klägerin gegen die Erben des Con⸗ rad Wieſer, als: Peter Wieſer, Anton Wieſer und Friedrich Wieſer, alle von Hirzbach, jetzt unbekannt wo? abweſend, Verklagte, wegen Forderung und Arreſt, hat die Klägerin gegen die Verklagten die Klage angeſtellt:

Dieſe und ihr Bruder Johannes Wieſer in Fulda ſeien die Brüder des verſtorbenen Con⸗ rad Wieſer von Hirzbach, ſeien als deſſen ge ſetzliche Erben berufen, und hätten die Erbſchaft angetreten und Johannes Wieſer ſie ausge⸗ ſchlagen. Der Verklagten genannter Erblaſſer ſei der Vater ihrer am 22. Februar 1853 außerehelich gebornen Tochter Katharine, und ſchulde ihr für daſſelbe die herkömmlichen Ali⸗ mente mit 17 Sgr. 2 pf. monatlich von des Kindes Geburt bis zum vollendeten 12. Lebens- jahre, 5 Thlr. 21 Sgr. 5 pf. Kindbettskoſten und 17 Thlr. 4 Sgr. 3 pf. für den Kranz, ferner an baarem Gelde 36 fl. 10 fl. und 56 fl., überhaupt 168 fl. oder 96 Thlr., welche ſie ihm in 1853 und 1854 mit dem Auftrage gegeben habe, dieſe Beträge in die Hanauer Sparkaſſe für ſie zu bezahlen, und welchen Auftrag er nicht erfüllt habe. Sie hat gegen die Verklagten die ſämmtlich genannten Be⸗ träge eingeklagt und zum Beweiſe der Klagbe⸗ hauptungen als Zeugen den Herz Schwarz- ſchild, den Bierwirth Peter Wilhelm Gerhardt und den Schuhmacher Jean Klee von Hanau benannt, und hülfsweiſe den Verklagten den Eid zugeſchoben.

Da der Verklagten Aufenthaltsort unbekannt iſt, ſo werden ſie öffentlich vorgeladen, auf den dargeſtellten Klaginhalt, im Termin den

7. Auguſt d. J., Morgens 10 Uhr,

Contumacir⸗Zeit, beim Nachtheile Eingeſtändniſſes und der Aus⸗ ſchließung gehörig zu antworten, und den Be- weis etwaiger Einreden anzutreten.

Zugleich werden ſie benachrichtigt, daß alle in dieſer Sache künftig zu erlaſſenden Verfü⸗ gungen und Entſcheidungen bebufs ihrer Ver⸗ kündigung vor dem Gerichtszimmer werden an⸗ geſchlagen werden.

Windecken am 4. Juli 1857.

Kurf. Heſſ. Juſtiz⸗ Amt Theiß vt. Kochler.

Ar bei ts vel ſteigetung⸗ 11185] Dienſtag den 14. Juli, Vormittags 11 Uhr, ſollen in Münſter nachſtehende Arbeiten an den Wenigſtnehmenden in Accord gegeben werden, nämlich: 1) Maurcrarbeit zur Verſetzung eines Brunnens (Ciſterne) veranſchlagt zu 9 fl. 40 kr. 2) Maurerarbeit zur Einfriedigung

des Baches 45 44 3) Pflaſterarbeit zu einem Trottoir 27 48 4) Chauſſirarbeit, 16 5

5) Lieferungen von Sand und Kies 28 50 Specielle Voranſchläge liegen auf Großher zoglicher Bürgermeiſterei Münſter und bei dem Unterzeichneten zur Einſicht offen. Butzbach am 8. Juli 1857. Der Bezirks⸗Bauaufſeher

9

Bu er

Bekanntmachung. 1186] Montag den 13. Juli l. J., Morgens 10 Uhr, ſollen im Gemeindewald Niedermörlen in den Schlägen Nr. XI, XII, XIII und XIV 200 Wellen Birken und Dornen verſteigert werden.

Desgleichen ſollen 19 Morgen Heugras auf der Kuhwieſe in Abtheilungen verſteigert werden. Die Zuſammenkunft iſt auf Ort und Stelle beim Forſthaus Winterſtein.

Niedermörlen den 7. Juli 1857.

Großherzogliche eee Niedermörlen e 9.

5

227

Arbeits- Verſteigerung. 11187] Samſtag den 11. d. M., Morgens 10 Uhr, ſollen auf dem Rathhauſe zu Södel die zur baulichen Unterhaltung des Gemeindehauſes zu Södel nöthigen Arbeiten und Materiallieferung an die Wenigſtnehmenden verſteigert werden: Die Zimmerarbeit beträgt nach dem

Arbeitsverſteigerung zu Rockenberg. 11190] Dienſtag den 14. d. M., Vormittags um 10 Uhr, ſollen auf dem Rathhauſe zu Rockenberg nach⸗ folgende Arbeiten und Materiallieferungen an die Wenigſtnehmenden verſteigert werden: 1) Lieferung von 5 Cbklftr. Chauſſir⸗

Voranſchlag 1206 fl. 40 kr. ſteinen zu 88 fl. kr.

Dachdeckerarbeit, 8220 2) Maurerarbeit, nach dem Vor⸗

Spenglerarbeit, 6 5 anſchlag 28* Maurerarbeit, 14% 30,3) Grabenarbeit, 173 20 Steinhaueraxbeit, 43 4) Deckplatten, 6 Schreinerarbeit, 330 Oppershofen.

Glaſerarbeit, 76* An demſelben Tage um 1 Uhr ſoll das Zer⸗ Schloſſerarbeit, 9920 ſchlagen von 16 Cbklftr. Steinen an die We Weiß binderarbeit, 150 30 nigſtnehmenden verſteigert werden.

Pflaſterarbeit, 10 Gambach am 6. Juli 1857.

Lieferung von 2000 Stück Dachziegeln und Schneider, 1500 Stück Ruſſenſteinen. Bezirks⸗Bauaufſeher.

Gambach am 6. Juli 1857. 2

ann, Bekanntmachung.

Bezirks ⸗Bauaufſeher.[1191] In dem Hofraum hieſiger Armenanſtalt

kann gegen Vergütung gebleicht werden. Friedberg. Der Verwalter Gatzert.

Palmoͤl⸗Harz⸗Seife,

11192] welche beſonders zum Waſchen des Kattuns und Gedruckten zu empfehlen iſt, billigſt zu haben bei Siegmund Simon, Seifen- und Lichter⸗ Fabrikant.

Empfehlung.

11193] Unterzeichneter empfiehlt ſich im Ver⸗ fertigen von Feuerwerk, ſowie von bengaliſchen Flammen und verſpricht beſte Bedienung und gute Waare.

Ehr. E. Friedel, Feuerwerker, Frankfurt a. M., kleine Mainzergaſſe Nr. 1.

Hörde deeper un

[1188] Dienſtag den 14. Juli,

präcis 8 Uhr Morgens anfangend, ſollen im hieſigen Gemeindewalde, Diſtrikt Al⸗ terhaag und Reſerveſchlag nachſtehende Holz⸗ ſortimente verſteigert werden:

43 Stecken geſchältes Eichen-Scheitholz,

57* Prügelholz, 12950 Stück geſchälte Eichen-Wellen.

Der Anfang iſt im Diſtrikte Reſerveſchlag.

Sodann werden Mittwoch den 15. Juli in verſchiedenen Diſtrikten verſteigert:

6575 Stück weiche Laub- und Nadelholzwellen,

3 Eichen⸗Werkſtämmchen, 30 Cbf. enthaltend,

2 Nadel⸗Bauſtämmchen, 11 Cbf.

2 Erlen⸗Stämmchen, 24 Cbf.

Die Zuſammenkunft iſt an den ſieben Wegen, der Anfang iſt im Diſtrikt Ameiſenkopf, präcis 9 Uhr Vormittags.

Obermörlen am 8. Juli 1857.

Großherzogliche Bürger meiſterei Obermörlen

Schweitzer.

Zur gefälligen Beachtung.

[194] Um viele Mühe und Porto zu erſparen kann jede Auskunft in geſchäftlicher Angelegen heit durch meinen Bruder Siegmund Simon in Friedberg ertheilt werden.

Offenbach. S. G. Simon jun.

Arbeits ⸗Verſteig e rue [1189] Freitag den 10. d. M., Morgens 10 Uhr, ſoll auf dem Gemeindehauſe zu Griedel nach⸗ folgende Arbeit an den Wenigſtnehmenden ver ſteigert werden: Planirarbeit, nach dem Voranſchl. Gambach den 6. Juli 1857. Schneider, Bezirks-Bauaufſeher.

Caffee& Beſtauration.

111731 Zu der Reſtauration im hieſigen Bahnhofe habe ich unter dem heutigen noch die ſeither von Herrn Georg Ullrich betriebene Wirthſchaft vis-à-vis dem Stationshauſe übernommen, wovon ich dem verehrten Publikum unter Zuſicherung reeller Bedienung hiermit die ergebene Anzeige mache. Auf Verlangen meiner von der Eiſenbahn entfernt wohnenden Gäſte werde ich gerne bereit ſein, den Transport kleinerer Sendungen zu vermitteln. Friedberg. Ja e o b Schott,

Reſtaurateur.

Ein vollſtändiges Logis 11195 gleicher Erde, bis zum Oktober be⸗ ziehbar, hat zu ver miethen

180 fl.

J Fr N.

Alizarin⸗, Sehreib⸗ und Copir⸗Tinte, patentirt für Sachſen, Hannover, Frankreich und Belgien, 149] welche auf jedem Flaſchen-Verſchluß den Stempel des Sächſ. Wappens trägt, wodurch die Echtheit des obigen Fabrikats garantirt wird, empfiehlt in

Flaſchen à 14 kr. Friedberg. P. F. Schmittner.