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fäſſer * 15 4 Junge Buchbandlung ſtkelter
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Uſen. lex. zur mietd L Kei Wwe de, welches mit 615 rmelſter ours. Sertdt 1857 55-50 46-47 0-31 107% 20½¼ 19 7-075 42-40 45¼75 77 77 32 Anzeigen. Nen 6 Septbr. nc. Schwabe Stadtkirche
d Pfuhl.
Er ſcheint wo⸗ centlich zweimal, Dienſtag u. Frei⸗ tag. Preis jährl. fl. 1. 12 kr.; durch die Poſt bezogen
fl. 1. 30 kr.
Allgemeiner Anzeiger für Oberheſſen, Amts- und Verkündigungsblatt für den Kreis Friedberg. a e
aug Friedberger Intelligenzblatt.
Einrückungsge⸗ bühren für die ge⸗ ſpaltene Petitzeile oder deren Raum 2 kr.; die beiden
ſammen 7 kr.
N 70.
Dienſtag, den 8. September.
1857.
Bekanntmachungen von Behoͤrden und Privat-Anzeigen.
Güt r Verſteige rung. 1481) Donnerſtag den 10. September d. J., Vormittags 10 Uhr, werden in hieſigem Rath— hauſe auf abermaligen freiwilligen Antrag der Kinder erſter Ehe des hieſigen Bürgers Philipp Söllner die denſelben in Friedberger und Fauer— bacher Gemarkung zuſtebenden Güterſtücke, wie ſolche im Intelligenzblatt Nr. 65 und 67 ſpe⸗ clell bezeichnet ſind, nochmals öffentlich meiſt⸗ bietend verſteigert.
Friedberg den 2. September 1857.
In Auftrag Großberzogliches Ortsgericht Friedberg. Der Vorſteher B rl
11483] Freitag den 11. September l. J., Vor⸗ mittags, ſollen auf freiwilliges Anſtehen des Gottfried Haas eine Kelter, ſowie 300 Ohm weingrüne Fäſſer, beſtehend in Stückfäſſern, Zu⸗ laſt., 2 Ohm⸗ und Ohmfäſſern, öffentlich meiſt—
bietend dahier verſteigert werden.
Ilbenſtadt am 29. Auguſt 1857.
Großherzogliche Bürgermeiſterei Ilbenſtadt
3 wier.
Gefundene Gegenſtände. 1513] Das nachſtehende Verzeichniß enthält diejenigen Gegenſtände, welche bis jetzt bei der unterzeichneten Stelle als gefunden theils ab— gegeben, theils angemeldet worden ſind, nämlich:
1 tannerner Tiſch, 1 Miſthaken, ein Schweif⸗ riemen von einem Pferdegeſchirr, 1 Plüſch⸗ taſche, 1 Herrenchemiſette, 1 Geldbeutel mit kleiner Münze, 2 Taſchenmeſſer, 1 ledernes Damentäſchchen mit einem Schlüſſel und eini⸗ gen kleinen Münzen, 1 Stückchen Hoſenzeug, 1 Spannkette, 2 alte Stückchen Ketten, meh
rere einzelne wollene und baumwollene Strümpfe, ein Kinderſchuh, 4 Fruchtſäcke, 4 Stöcke, 1 Ramme für Pflaſterer, 1 Partbie Schlüſſel, 1 Portemonnaie mit kleiner Münze und einige Haarnadeln, 1 Bindkette, 2 Frucht ſäcke, 1 blauer Sack, 1 altes Tiſchtuch, 1 Schließkorb mit 7 Blumentöpfen, 1 weißes Tuch und ein Kringel, 1 Gebund Ketten, 1 lak— kirte Chaiſendeichſel, 1 goldner Ring, mehrere Gulden baares Geld, 1 Kinderſchiebkarn, 1 Vorwage ohne Sillſcheid.
Die rechtmäßigen Eigenthümer werden hier. durch aufgefordert fragliche Gegenſtände um ſo gewiſſer innerhalb
4 Wochen von heute an gerechnet bei dem Unterzeichneten in Empfang zu nehmen, widrigenfalls dieſelben den Findern auf Anmeldung als Eigenthum überlaſſen oder zu Gunſten der Großherzoglichen Oberpolizeikaſſe verſteigert, reſp. überliefert werden. Friedberg den 7. September 1857. Großherzogliche Bürgermeiſteret Friedberg Bender.
So lane an f. 11514] Donnerſtag den 10. d. M., Nachmit⸗ tags 2 Uhr, ſollen auf dem Großherzoglichen Braunkohlenbergwerk bei Dorheim 75 Haufen altes Grubenbolz öffentlich an den Meiſtbieten— den verſteigert werden. Die Bedingungen wer— den vor der Verſteigerung bekannt gemacht. Dorheimer-Bergwerk den 7. Sept. 1857. Großherzogliches Bergamt Dorheim Jag e.
Grummetgras⸗Verſteigerung.
1515] Das diesjährige Grummetgras von der ungefähr 300 Morgen haltenden Großherzog lichen Domanial-Wieſe die Markwieſe in den
Gemarkungen von Bauernheim und Oſſenheim wird Montag den 14. September, Mittags 12 Uhr, in der Behauſung des Herrn Gaſtwirth Solz zu Bauernheim öffentlich verſteigert. Friedberg den 2. September 1857. Großherzogliches Rentamt Friedberg au,
Bekanntmachung. 11516] Montag den 14. September d. J., Vormittags 10½ Uhr, ſollen circa 50 Malter Aepfel, den Freiherrl. v. Löw'ſchen Gutspächtern gehörig, öffentlich meiſtbietend verſteigert werden.
Ziegenberg den 2. September 1857. Großherzogliche Bürgermeiſterei Langenhain Rumpf.
Bekanntmachung. 11517 Der auf den 28. d. M. fallende Vieh⸗ und Krämermarkt zu Hungen ſoll Montag den 21. d. M. abgehalten werden. Die Großber— zoglichen Bürgermeiſtereien wollen dieſes in ihren Gemeinden bekannt machen laſſen.
Hungen den 5. September 1857.
Großherzogliche Bürgermeiſterei Hungen
Schneider.
Vergebung von Maurerarbeit. 11518] Die Maurerarbeit an dem zu erbau⸗ enden Oeconomiegebäude für das Rectorat zu Bußbach, veranſchlagt zu 30 fl. 24 kr., ſoll aus der Hand in Accord gegeben werden. Luſttra⸗ gende Maurermeiſter können ſich dahier auf dem Büreau des Gr. Kreisbauamts einfinden.
Friedberg den 5. September 1857.
Großherzogliches Kreisbauamt Friedberg N
Wieſſe N Bavacceſſiſt.
Wohlgemeinter Rath für Landwirthe.
Kleinhäusler ſind
neben einigen Ziegen auch in den Be—
Unter dieſer Rubrik ſchreibt der Schwäb. Merkur:
und Kleefelder aus, Angerſen und andere Futterknollen— gewächſe geben einen geringen Ertrag, Stoppelrüben und anderes Herbſtfutter können gar nicht keimen, ſchon der Heuertrag fiel ſpärlich aus und das Stroherzeugniß iſt heuer auch nicht ſehr reichlich. Alles dieſes weiſ't auf einen zu befürchtenden Futtermangel hin, und die Folge davon iſt, daß bereits viele Landwirthe ihren Viehſtand verringern, was durch die ſtark geſunkenen Viehpreiſe im ganzen Lande beurkundet wird. Es iſt nicht zu mißkennen, daß die Viehpreiſe in der letzten Zeit eine Höhe erreicht haben, die man unverhältnißmäßig nennen muß, und die den Fleiſchgenuß nur noch den vermöglicheren Familien geſtattete. Eine Ermäßigung dürfte wohl eintreten. Da— gegen wäre das gegentheilige Extrem eben ſo ſehr zu be— dauern, daß nämlich das Vieh um ſehr niedrige Preiſe — wegen Futtermangels— verſchleudert wird. Nicht nur die größeren Landwirthe haben in den letzten Jahren ihren Viehſtand verſchönert und vermehrt; auch der kleinere Güterbeſitzer hat einige Stücke mehr aufgeſtellt, und viele
ſitz einer Kuh gekommen. In Folge der anhaltenden Trockenheit brennen Wieſen
Die nächſte Folge davon war eine vermehrte Düngererzeugung und ein dadurch geſtei— gerter Feldertrag. Rückſchritte hierin, die durch erzwungene Viehabſchaffungen herbeigeführt werden müſſen, ſind zu bedauern. Bedeutend wohlfeilere Fleiſchpreiſe würden wir im nächſten Jahr, wenn es ein futterreiches wird, ſehr ſchwer büßen müſſen, denn Jeder würde darauf bedacht ſein, ſeinen Viehſtand wieder zu ergänzen, und dem kleinern und unbemittelten Güterbeſitzer, der jetzt ein oder zwei Stück Vieh wohlfeil abſetzt, dürfte es ſchwer fallen, im künftigen Jahr, vielleicht um doppelten Preis, ſie wieder anzuſchaffen. Die daraus entſtehenden nachtheiligen Rück— wirkungen liegen ſehr nahe. Der Zweck dieſer Einſendung geht nun dahin, zu erforſchen, auf welche Art und Weiſe dem bevorſtehenden Futtermangel und deſſen nachtheiligen Folgen und Einwirkungen möglichſt zu begegnen wäre. Wir kennen die feſtſtehende landwirthſchaftliche Regel wohl, nach welcher man lieber weniger Vieh halten und gut füttern ſoll, als umgekehrt, allein es fragt ſich doch, ob unter den gegenwärtigen Umſtänden nicht eine Ausnahme ſtattfinden ſoll. Dieſe Frage wird wohl mit Ja beant—


