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worbener Blödſinn(darunter 9 Männer und 9 Frauen zugleich an Epilepſſe) 133 M. 124 Fr., angeborner Blödſinn(Idiotie und Ere⸗ inismus), darunter 1 Mann und 1 Frau zugleich an Epilepſie), 16 M. 11 Fr., Verkrüppelung und ſonſßige körperliche Fehler, ent⸗ ſtellende Krankheiten, Altersſchwäche(darunter ein epileptiſcher Krüp⸗ pel) 15 M. 7 Fr., zuſ. 187 M. und 165 Fr.— Nach ihrer Heimath gehören: der Provinz Oberheſſen 71 M. 40 Fr., Starkenburg 82 M. 80 Fr., Rheinheſſen 34 M. 42 Fr., Landgrafſchaft Heſſen⸗ Homburg 3 Fr. Der Confeſſion nach waren: Evangaliſche 139 M. 110 Fr., Katholiken 35 M. 41 Fr., Mennonitten 1 M. 1 Fr., Deutſchkatho⸗ liken 1 M., Juden 11 M. 13 Fr. Außerhalb des Hoſpitals wurden gus dem Fonds der Anſtalt unterſtützt Ende 1856: 74 Perſonen. — III. Nichterbebung von zwei Zielen der Umlage 2. Kl. in der Gemeinde Mörfelden, Kr. Großgerau, für 1856 im Betrage von
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450 fl.— IV. Promotionen an der Gr. Landesuniverſität Gießen. Im Jahr 1856 erhielt die evang. ⸗theologiſche Licentiatenwürde: am 3. Dec. Dr. philos. Zöckler aus Laubach. Ein evang. ⸗theologiſches Ehren⸗Doctor-⸗Diplom zur Feier ſeines 50 jährigen Dienſt⸗Jubiläums erhielt: am 20. Sept. 1856 der ordentliche Honorar-Profeſſor in der philoſoph. Facultät Dr. philos. Klein.— V. Dienſtnachrichten: am 17. Sept. 1856 wurde Emil Spangenberg in Milwaukee zum Con⸗ ſul für den nordamerikaniſchen Staat Wisconſin und das Territo⸗ rium Minneſota,— 31. Dec. der bisher am Hoftheater in Engage- ment geſtandene Maler Schwedler zum Hoftheatermaler ernannt.— VI. Verſetzung in den Ruheſtand: am 6. Dec. 1856 der Steuer- commiſſär Lehr zu Alzey.— VII. Geſtorben: am 15. Dec. der penſ⸗ Prof. Dr. Riffel zu Mainz, am 26 Schullehrer Rückert zu Zellhauſen.
Bekanntmachungen von Behoͤrden und Privat⸗Anzeigen.
Bekanntmachung. 1122] Donnerſtag den 5. Februar d. J., Vor. mittags von 9 Uhr an, werden im Rodheimer Gemeindewalp, Diſtrikt Voderwald: 15% Stecken Eichen⸗Scheitholz,
7*„ Prügelbolz, 32 5„ Stockholz, 13% Nadel⸗Scheitholz,
172* 11 Prügelbolz, 57 6 1 Stockholz,
1„ Buchen ⸗Scheitholz, 39 Stück Eichen ⸗ Wellen, 1613„ Nadel⸗„ 166 Stämme Nadel-Bau⸗, Werk⸗ u. Nutz⸗ holz von 7 bis 15 Zoll Durchmeſſer u. 15 bis 80 Fuß Länge und 130 Stämme Eichen Bau-, Werk⸗ u. Nutz⸗ holz von 7 bis 12 Zoll Durchmeſſer u. 12 bis 45 Fuß Länge öffentlich meiſtbietend verſteigert. Gegen vorſchriftsmaßige Bürgſcheine wird Zahlungsfriſt bis 1. Sept. d. J. geſtattet. Rodheim, am 27. Jan. 1857. Großherzogliche Bürgermeiſterei Rodheim. Jacobi.
Jagdverpachtung. 1124] Da die der hiefigen Gemeinde zuſtehende Wald⸗ und Feldjagd von eirca 3315 Normal- morgen mit dem 1. April d. J. wieder leih⸗ fällig wird, ſo ſoll dieſelbe am 9. Februar d. J., Vormittags 11 Uhr, auf dem Rathhauſe dahier auf weitere 6 Jahre verpachtet werden.
Wohnbach am 28. Januar 1857.
Großherzogliche Bürgermeiſterei Wohnbach
Main ⸗Weſer⸗ Bahn. 1115] Zur Uniformirung der Portiers und der Bahn⸗ und Weichenwärter ſoll die Lieferung von 26 Röcken, 77 Hoſen und 77 Mützen, ver⸗ anſchlagt zu 865 fl. auf dem Submiſſionswege in Accord gegeben werden, worüber die Be⸗ dingungen bei der unterzeichneten Stelle zur Einſicht offen liegen, an welche die Gebote bis längſtens den 9. Februar d. J., des Vormit⸗ tags 10 Uhr, verſiegelt und mit der Auffſchrift verſehen„Uniformirung betreffend“ einzureichen
nd. Gieſſen am 26. Januar 1857. Großherzogliche Magazins ⸗Commiſſion Lad a ben heimer.
Fruchtverſtei gerung. [120 Freitag den 6. Februar, Nachmittags um 2 Uhr, werden in hieſigem Rathhauſe von dem Fruchtvorrathe des vereinigten Armenfonds 50 bis 600 Malter Korn und 20 bis 30 Malter Gerſte meiſtdietend verſteigert.
Friedberg den 28. Januar 1857.
Großherzogliche Bürgermeiſterei Friedberg
Bender.
Bekanntmachung. [105] Dienſtag den 10. Februar d. J. und an den folgenden Tagen, Morgens 9 Uhr anfangend, wird das auf dem Freiherrl. v. Lersner'ſchen Hofgut zu Obererlenbach befindliche Inventar⸗ getäthe, als: 5 1) Dreizehn Pferde, worunter 6 ſchwere nie⸗ derländiſche, 4 leichtere, 2 dreijährige Foh⸗ len von beſonderer Schönheit und 1 Reit⸗ pferd, g 2 vier Zugochſen, zwei trächtige Mutterſchweine nebſt einem Eber(engliſcher Baſtard),
3) Pferde⸗ und Ochſengeſchirre,
4) ſechs Wagen nebſt dazu gehörigem Ge⸗ räthe, Pflüge, Eggen, Walzen, 1 Rapps⸗ Säemaſchine,
5) Stallrequiſiten,
6) ein großes Rappsdreſchtuch mit vollſländi⸗ gem Zubehör,
7) verſchiedene zum Oekonomiehaus gehörige Mobilien, als: Holzwerk, Bettzeug, irde⸗ nes und ſteinernes Geſchirr, Fäſſer und Küchengeſchirr,
8) Dickwurz, Stroh u. d. gl.
gegen baare Zahlung meiſtbietend und zwar in
der oben bemerkten Reihenfolge verſteigert, wo—
zu die Steigluſtigen hiermit eingeladen werden.
Obererlenbach am 22. Januar 1857. Großherzogliches Ortsgericht Obererlenbach
Der Vorſteher Ru p p.
Edictalladung.
L100] Nachdem Valentin Wehrheim V. von Kirdorf ſeine Zahlungsunfähigkeit angezeigt hat, ſo werden alle diejenigen, welche Anſprüche ir⸗ gend welcher Art an denſelben zu haben ver⸗ meinen, hiermit aufgefordert, ſolche im Termin Dienſtag den 3. März 1857, Vormittags 9 Uhr, entweder in Perſon oder durch gehörig zu be⸗ vollmächtigende Stellvertreter ſo gewiffer anzu⸗ melden und auszuführen, anſonſt der Nichter⸗ ſcheinende von der vorhandenen Maſſe wird ausgeſchloſſen werden. Das Präclufiv⸗Erkenntniß wird übrigens nur auf der Gerichtsſtube eröffnet. Homburg den 9. Januar 1857. Landgräflich Heſſiſches Juſtizamt F. C. Stäube ſandt.
Philip p. i
Genüge thut als du. Da iſt das kindliche Gemüth: es kann ſich in Schlangenwindungen umherdrehen, es kann hier und dort hinlaufen, alte Herren vom Spieltiſch zu Ex⸗ tratouren holen, auf dem Stuhle ſitzend drei oder vier junge Damen verächtlich vor ſich ſtehen laſſen, von Tanzluſt er⸗ griffen plötzlich aufſpringen, irgend eine Dame ergreifen und im Kreiſe herumtanzen, und kein Menſch kann es ihm verwehren. Da ſind dann höher ſtrebende Naturen, welche Gefühle haben oder Ehrgeiz oder Bosheit und Menſchen— haß; allen biſt du gefällig. Du giebſt jedem Herrn das Recht ſich mehr als einmal eine Tänzerin nach ſeinem Herzen zu ſuchen; du erlaubſt jeder Dame in der aller— zarteſten Weiſe anzudeuten, welche zwei oder drei Herren ihre höchſte Achtung genießen; du vertheilſt an ſtrebſame Cavaliere Schleifen und Orden; du hefteſt maſſenhafte Blumenſträuße an die Bruſt der gefeierten Dame; Du läßt aber auch verſchmähte Herren zähneknirſchend umher— laufen und ſich irgend eine Surrogattänzerin ſuchen; du offenbarſt die Lieblinge der Geſellſchaft, aber du machſt auch den Unbekannten und Unbeliebten noch einſamer und verlaſſener. Wenn du beginnſt, werden die Blicke der Mütter beſorgt, die Naſen der Tanten ſpitz. Du kindiſcher,
luſtiger, endloſer Tanz, wie viele Glückliche haſt du ge⸗ macht, wie viele ſtille Thränen haſt du verurſacht, wie manches Brautpaar haſt du zuſammengeführt und welche quälende Eiferſucht haſt du erregt! Freilich haſt du auch endloſen Staub aufgeregt, zahlloſe Toiletten unſcheinbar gemacht und manche grimmige Feindſchaft hervorgerufen. So biſt du in deiner Blüthenzeit geweſen, die Freude der Jugend, die große Angelegenheit der Mutter, die Furcht der ermüdeten Väter, ein Gräuel nur für die Muſiker!“
Die eiſerne Maske eine Thatſache. Näm⸗ lich in Braſilien, wo man häufig Negern mit einer Maske von dünnem Eiſenblech vor dem Geſichte begegnet. Der Fremde ſtaunt natürlich zuerſt ſehr über dieſe wunderliche Verzierung; dieſelbe iſt aber, in der That nichts mehr, nichts weniger als ein— Maulkorb. Wenn ein Neger dem Trunke ergeben iſt, oder die Gewohnheit hat, Erde zu eſſen, was unter den Negern ſehr häufig vorkommt, ſo legt ihm ſein Herr jene Maske vor's Geſicht. Von die⸗ ſer gehen drei Bügel ab, die im Nacken durch ein Schloß befeſtigt werden, zu welchem der Herr den Schlüſſel be
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