Ausgabe 
30.9.1856
 
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Verſteigerung der Steinklopferarbeiten im Baubezirk Friedberg pro 1856.

11538] In den nachbemerkten Terminen, jeden Morgen um 10 Uhr, ſoll das Zerſchlagen der Unterhaltungsſteine pro 1856 öffentlich an die Wenigftnehmenden in Accord gegeben werden.

Friedberg den 12. September 1856.

5 D V f Namen der Bauauf 5 er rſteigerun 8 2. 8 tels 9 2 ſeher der be⸗

2 2 2 treffenden Straßen⸗ 0 Tag. Ort Local. 2 ſtrecken.

S ITI Montag den P. Bffober Buß bach Naßpdaus Iq Potzer.

2 Dienſtag den 7. Oktober Niedermörlen Gaſthaus zum Löwen u Diehl und Weide.

3[Mittwoch den 8. Oktober Ilbenftadt Chauſſcebaus 6 u 7JFaulſtich u. Bormuth

4 Donnerflag den 9. Oktbr. Niederwöllſtadt Gaſthaus zur Waldluſt[aus Götz und Schäfer.

5[Freitag den 10. Oktober Obereſchbach Gaſth. z. Homburger Hoff 13[Schmidt.

6[Freitag den 10. Oktober,

Nachmittags 5 Uhr, Steinbach Gaſthaus zum Schwanenſ 14[Michel.

7 Samſtag den 11. Oktober Rödelheim Gaſth. z. Frankfurter Hoff 15 fuützel.

8 Montag den 13. Oktober Wölfersbeim Gaſthaus des Ad. Hofmann 17 Krämer.

9 Dienſtag den 14. Oktober Altenſtadt Gaſthaus zum Adler 8[Gaußmann.

10[Mittwoch den 15. Oktbr. Lindheim Gaſtwirth Kochs Haus gun 1] Weigel u. Groß. 11[Donnerſtag den 16. Okt. Büdingen Salinenbof 12[Klcyenſteuber.

12[Freitag den 17. Oktober Niedermorſtadt Ratbhaus 10[Jäger.

13[Samffag den 18. Oktbr. Friedberg Gaſth. z. Stadt Frankfurt 3[Kreß.

Großherzogliches Kreisbauamt Friedberg S üf fer.

Edictalladung. 11504] In Folge Benachrichtigung Großherzog lichen Kreisamts Friedberg ſollen:

1) In der Gemarkung Münzenberg die durch Allodification der Erbleihgüter des Müllers Ludwig Glockengieſer, Conrad Enders I. und Conſorten entſtandenen Grund. renten, im Geſammtbetrage von 734 fl 8 kr., dem Herrn Fürſten Ferdinand zu Solms⸗ Braunfels und von 142 fl. 31½ kr. dem Hrn. Grafen Otto zu Solms-Laubach zuſtehend, ſo⸗ wie

2) in der Gemarkung Griedel die durch Allodiſication der Erbleihgüter des Müllers Balthaſer Schäfer, des Johann Heinr. Marx und der Ww. und Kinder des Fried⸗ rich Wetz I. entſtandenen Grundrenten, im Geſammtbetrage von 687 fl. 48 ½ kr., dem Herrn Fürſten Ferdinand zu Solms⸗Braunfels und von 220 fl. ½ kr. dem Herrn Fürſten

Beſtimmungen des Geſetzes vom 27. Juni 1836 abgelöſt werden.

Alle bei dieſer Grundrentenablöſung allenfalls Betheiligten werden daher aufgefordert, ihre etwaigen Rechtsanſprüche umſogewiſſer innerhalb

zwei Monaten

bei dem unterzeichneten Gerichte geltend zu machen, widrigenfalls die Auszahlung der Ab⸗ löſungskapitalien an die oben genannten Be rechtigten geſtattet werden wird. Butzbach, den 6. Sept. 1856. Großherzogliches Landgericht Bußbach E bel.

Bekanntmachungen von Behoͤrden und Privat⸗Anzeigen.

Bekanntmachung.

1541] Bei der dies jährigen Verlooſung der Framersheimer Partial Obligationen à 200 fl. wurden die Nummern 22 und 38 zur Rück⸗

Den Inbabern derſelben wird bis zum 1. Ja⸗ nuar 1857, von wo an deren Verzinſung auf⸗ hort, der Nennwerth durch das Handlungshaus J. Lindheimer zu Frankfurt a. M. ausbezahlt werden.

Ebendaſelbſt find auch die neu ausgefertigten Zinscoupons gegen Aushändigung der ſeitherigen Talons zu haben.

Framersheim den 18. September 1856.

Großherzogliche Bürgermeiſterei Framersheim Rodrian.

Pfänder⸗Verſteigerung.

11571 Montag den 20. Oktober, Morgens 9 Uhr anfangend, und den folgenden Tag wer den in hicſigem Rathbauſe die bis zu dieſem Termine die Verfallzeit erreicht habenden und nicht ausgelöſten oder renovirten Pfänder, be⸗ ſtehend in Gold, Silber, Kupfer, Zinn, Weiß⸗ zeug, Herren- und Frauenkleider, öffentlich meiſt⸗ bietend verſteigert.

Die Auslöſung und Renovation der Pfänder findet nur an den hierzu beſtimmten Tagen, Montag, Mittwoch und Samſtag, ſtatt, und wird noch ausdrücklich bemerkt, daß nur bis zum 13. Oktober l. J. die betreffende Auslö⸗ ſung und Renovation geſchehen kann, da das Pfandlokal vom 14. Oktober bis zum Schluß der Verſteigerung geſchloſſen bleibt.

Friedberg den 27. September 1856.

Großherzogliche Bürgermeiſterei Friedberg Bender. Hafer Lieferung. 115721 Donnerſtag den 2. Oktober, Morgens um 11 Uhr, wird in hieſigem Rathhauſe die Anlieferung von 56 Malter Hafer für die ſtädtiſchen Faſelochſen an den Wenigſtnehmenden verſteigert. a Friedberg den 27. September 1856. Großherzogliche Bürgermeiſterei Friedberg Bender.

Arbeits ⸗Verſteigerung. 11573] Donnerſtag den 2. Oktober d. J., Vor⸗ mittags um 10 Uhr, ſollen in der Behauſung des Gaftwirths Philipp Mörſchel dahier die Hand⸗ arbeiten der Vicinalwege außerhalb des Orts, ſowie die Herſtellung von mebreren 100 Klftr. Graben öffentlich in Accord gegeben werden.

Ilbenſtadt den 28. September 1856.

Ludwig zu Solms⸗Lich zuſtehend nach den! bezahlung gezogen.

Großherzogliche Bürgermeiſterei Ilbenſtadt 3 wier.

Spiegel der Zeit.

In einer alten Chronik der Abtei Hintersbach war das Jahr 1454 als ein Jahr der höchſten Theurung be⸗ ſchrieben. Der Chroniſt ſchlägt die Hände über dem Ko pfe zuſammen, und erzählt der ſtaunenden Nachwelt, daß in dieſem entſetzlichen Jahre ein fetter Ochſe drei und ei⸗ nen halben Gulden gekoſtet; ein Schwein einen Gulden; fünfundzwanzig junge Hühner einen Gulden; vierzig Dutzend Eier einen halben Gulden. Der großen Noth wegen ſchickte man einen Amtsboten von dem Amtsdorfe Beienburg nach Köln. Für letztere Summe beſtritt er nicht nur ſeinen ſtandesgemaßen Unterhalt, ſondern auch die zweimalige Ueber fahrt über den Rhein. Thompſon be klagte einſt die Vergrößerung Londons als das größte Un⸗ glück und nannte es undenkbar, daß die City mit Weſt⸗ minſter verbunden würde. Ein anderer Gelehrter nannte die Idee, eine Brücke über die Themſe zu bauen, eine lächerliche, weil es unausführbar. Ein Dritter rief:Wenn uns Jemand vorſchlagen wollte, in ſieben Tagen von London nach Edinburg zu fahren, müßten wir ihn nicht in's Tollhaus ſchicken? Das ganze Unterhaus lachte und ſtimmte bei. Jetzt macht man die Fahrt in

zwölf Stunden. Noch vor wenigen Jahrzehnten wurde von einer ſehr gelehrten Geſellſchaft Sachverſtändiger eine. Dampfſchiffverbindung zwiſchen England und Amerika alles Ernſtes für das Hirngeſpinnſt eines Thoren erklärt. In ähnlicher Weiſe ſprach ſich die franzöſiſche Akademie über den Vorſchlag Fulton's aus, die Dampfkraft zur Bewegung der Schiffe zu benutzen. Dermalen bevölkern tauſend und abertauſende von Dampfern die Gewäſſer der Erde. In nicht zu ferner Zeit wird ebenfalls über Man⸗ ches nicht mehr gelacht werden, was heutzutage noch ſehr lächerlich und thöricht erſcheint.

Verſchiedenes.

(Briefverkehr in England und Amerika.) Die reißenden Fortſchritte, welche die Ausdehnung des Briefverkehrs in England gemacht, ſeitdem das Penny Porto dort eingeführt iſt, haben auch im vorigen Jahre keine Unterbrechung erfahren, obwohl der Krieg mit Ruß⸗ land manche Handels verbindung zerſtört und demnach auch die Correſpondenz mit den ruſſiſchen Handelsplätzen ſehr vermindert hatte. Im Jahre 1855 wurden 456 Millio⸗

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