Immobiliar-Verſteigerung. 11574] Donnerſtag den 13. Nobr. l. J, Mor⸗ gens um 11 Uhr, werden in hieſigem Rath⸗ dauſe die den Friedrich Jakob Schäfer'ſchen Ebe⸗ leuten dahier gehörenden Immobilien meiſtbie⸗ tend verſteigert, als:
O.⸗Nr. 1 u. Flur. Nr. Klftr. er
1 14,84 19 157 ¾ö Hofraithe in der Stadt,
2„ 19 13%ù„ GGrabgarten daſ.
3 241/666 1 24 56%] Grabgarten in
4„ 123 129 der Stadt.
Friedberg den 27. September 1856.
In Auftrag Großberzoglichen Landgerichts Friedberg: Großherzogliches Ortsgericht Friedberg.
Der Vorſteher
Bit unnd ee.
Bekanntmachung.
11575] Bei der ſtattgefundenen Verlooſung der Okarber Partial Obligationen wurden die Nummern 125 und 172, jede zu 100 fl., zur Rückzahlung gezogen.
Die Inhaber derſelben werden hiermit auf⸗ gefordert, dieſe Beträge gegen Rückgabe der Obligationen und der nicht fälligen Zinscoupons bis zum 31. Dezember l. J. bei der Gemeinde⸗ kaſſe dahier in Empfang zu nehmen, indem von dieſem Tage an keine weiteren Zinſen vergütet werden.
Okarben den 26. September 1856.
Großherzogliche Bürgermeiſterei Okarben Henſel.
Bekanntmachung. 1576] Donnerſtag den 2. Oktober, Vormit⸗ tags 11 Ubr, wird das bieſige Gemeinde⸗Faſel⸗ ſchwein, 1 Jahr alt, welches ſich ſehr gut zur Zucht eignet, öffentlich in dem Gemeinde⸗ haus an den Meiſtbietenden verſteigert.
Oberwöllſtadt den 29. September 1856. Großherzogliche Bürgermeiſterei Oberwöllſtadt Feuerbach.
Aepfel ⸗Verſteigerung. [1577] Donnerſtag den 2. Oktober l. J., Mor⸗ gens 10 Uhr, ſollen die hieſigen Gemeindeäpfel, circa 6 bis 8 Malter, meiſtbietend verſteigert werden.
Ziegenberg am 27. September 1856.
Großherzogliche Bürgermeiſterei Langenhain Rumpf.
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114821 Der Unterzeichnete empfiehlt hierdurch ſein Lager der Portland, Roman-, Medina-& Parian-Cemente
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16 0 Gulden [1578] liegen in der Kirchenkaſſe dahier zum Ausleihen bereit. Niederwöllſtadt den 27. September 1856. Hildebrand, Kirchenrechner.
In der
* Narten-Fabrik* Louis Weis in Friedberg
[1582] werden von jetzt an ſehr gut und ſtark gearbeitete Spielkarten zu nachſtehenden Prei⸗ ſen abgegeben: Pique das Dutzend 36, 42, 48, 54 kr., 1 fl., 1 fl. 6 kr., ganz feine 1 fl. 12 fr.; Kinderkarten 36 kr.; hombre à Spiel 20 und 22 kr.; Whiſt à Spiel 26 und 28 kr.; Taroc
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nen Briefe durch die Poſt verſandt, während die Zahl derſelben im Jahre 1854 nur 443 Millionen betragen hatte. In Nord-Amerika beträgt zwar das Briefporto durch die ganze Union nur einen halben Penny mehr, als in dem viel kleineren England(3 Cents 1½ Pence 2 1½¼ Sgr.); da dort jedoch noch— wie in Preußen und im übrigen Deutſchland— die Einrichtung des Brief— träger-Beſtellgeldes beſteht, das in manchen ländlichen Ortſchaften mehr beträgt, als das Porto ſelbſt, ſo hat der Briefverkehr in Amerika bisher noch lange nicht die Aus— dehnung des engliſchen erhalten. Man hat berechnet, daß in den ländlichen Diſtrikten Englands, in welchen nur kleine Städte liegen, jährlich eine Million Briefe auf 73,000 Einwohner kömmt, während man in Amerika die⸗ ſelbe Anzahl Briefe auf 300,000 Einwohner berechnet.
Einfaches Mittel zur Vertilgung der Rau⸗ pen auf den Obſtbäumen. Ein an einer Stange befeſtigter Tüncherquaſt, Strohwiſch oder Wulſt von Lap— pen wird mit Lauge von brauner Seife angefeuchtet. Man braucht damit die ſich an den Aeſten ſammelnden Raupen
nur zu berühren, um ſie ſogleich zu tödten. Um 100 große Obſtbäume rein zu halten, iſt täglich ein Mann eine Stunde und wöchentlich für 1 Groſchen braune Seife erforderlich.
Benützung der Sonnenblumen für die In- duſtrie. Die Sonnenblume gibt bekanntlich durch ihre Menge von Samenblüthen den Bienen eine reiche Aus— beute und ihre Samen liefern vieles und ſehr gutes Oel. Dieſes iſt nicht nur als Speiſeöl empfehlenswerth, ſon— dern leiſtet auch fuͤr die Malerei und Seifenfabrikation gute Dienſte. Die Maler ſuchen es namentlich für blaue und grüne Farben, die Seife aus dieſem Oel aber iſt ge— ſchätzt, weil ſie die Haut weich, zart und weiß macht und eine vorzügliche Bartſeife iſt.
Der Rückſtand der behufs der Oelgewinnung ausge— preßten Körner iſt ein vorzügliches Futter, kann aber auch, dem Teig zu Brod und feinem Backwerk beigemiſcht, eine gute Verwendung finden. Die Staude liefert feine Faſern mit ſeidenartigem Glanz und verdient gegenwärtig, wo vielfach Artikel aus ſogenannter vegetabliſcher Seide gefertigt und geſucht werden, ganz beſondere Beachtung.


