Ausgabe 
28.10.1856
 
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380 In C. Bindernagel's Buchhandlung in Friedberg iſt ein⸗

getroffen: Weber's volſiskalender, für das Jahr 1857.

reis 45 kr. 0

Die Freunde von Weber's Volkskalender werden dieſen neuen Jahrgang, der wie ſeine Vorgänger viel des Intereſſanten, Unterbaltenden und Belehrenden bringt, und in gleich ge⸗ ſchmackvoller Ausſtattung vor das Publikum tritt, freundlich willkommen heißen. Sieben Jahre ſind vergangen, ſagt der Herr Herausgeber unterem Anderem in der Vorrede, ſeit wir zuerſt mit dieſem Kalender hervortraten. Dem anfänglichen Plane ſind wir durchaus treu geblieben und haben uns nur bemüht, für die anzichendſten Gegenſtände die bewährteſten Bearbeiter zu finden. Mit gerechtem Stolze dürfen wir ſagen, daß uns dies gelungen iſt. In den Geſchichten der Gegenwart iſt kein Ereigniß unbeſprochen geblieben, welches in dem vergangenen Jahre aus der alltäglichen Reihe der Dinge in irgend bemerkenswerther Weiſe hervortrat. Unter den politiſchen Belehrungen find drei Fragen von böchſter Wichtigkeit in aller gebotenen Kürze behandelt worden: die Sundzollfrage, die veränderte Stellung der proteſtantiſchen Kirche in Oeſterreich, dem Concordet gegenüber, und der unentgeltliche Schulunterricht; der letztere ganz beſonders eine Forderung der Neuzeit, die der eingehenden Prüfung nicht unwerth erſchien. Für die Länder⸗ und Völkerkunde bot ſich faſt ungeſucht der eigentliche Kampfpreis des Krieges, die befreite Donau mit ihren Anwohnern, der Betrachtung dar. Die naturwiſſenſchaft⸗ lichen Belehrungen bieten nächſt einer kurz zuſammengefaßten Mittheilung über das Nordlicht, eingehende Beſprechungen des Wiſſenswürdigſten über die Nonne und ihre Verheerungen, über die Lupine und ihren Anbau und über eine Merkwürdigkeit, die für eine große Mehrzahl noch völlig neu iſt, die eßbaren Steine. Faſt reicher noch als gewöhnlich haben wir die gemeinnützigen Belebrungen ausſtatten können, indem wir neben dem Unterricht über die Verfälſchung der Nah rungsmittel, welche ebenſo ſehr ein Gegenſtand der Beſorgniß, wie der allgemeinſten Aufmerkſam⸗ keit geworden iſt, die Einblicke in den menſchlichen Körper fortgeſetzt haben. Aus den Erfindungen und Verbeſſerungen der neueren Zeit ſind einige der bedeutendſten ausgewählt worden, die ſich zugleich in der Ausübung bewährt haben. Wir hoffen ferner von unſeren Leſern für den Unter- haltungskalender Dank zu verdienen. Unſere Aufgabe iſt: zu belehren, indem wir unter⸗ halten und zu unterhalten, indem wir belehren.

Von Braunſchweiger Flachs

1675] ſind die erſten Sendungen eingetroffen bei

Wilhelm Fertſch.

Kirchenbuchsauszug. Du. Schuhmachermeiſters zu Staden Joh. Hein ch ch zug rich Oeſtereich ehl. led. S., alt 22 J., 1 19.

Getraute. 22. Maria Margaretha Pflaumer, geb. 22. Oet. Friedrich Chriſtian Becker, Gr. Stadelmann, Wittwe des verſt. hſ. B. u.

Oberzollreviſor zu Darmſtadt, des verſt. Poſt⸗ officianten zu Homburg Friedrich Becker ehl. verwittw. S. u. Friederike Franziska Hen⸗ riette Margaretha Trapp, des verſt. Gr. Kreis⸗ B. zu Meiningen u. Buchhalters dah. Franz arztes zu Hungen Hofraths Dr. Ludwig Ernſt[ Powalkyp, geb. 23. Trapp ehl. led. T. 25. Ein todtgebornes S. des hſ. B. u. Beerdigte. Baumeiſters Joh. Theobald Eduard Ruths, 21. Oct. Auguſt Oeſtereich, des verſt. B.] geb. 24.

Schuhmachermeiſters Michael Pflaumer, alt 80 J. 11 M. 6 T. f 20. ö 24. Ein todtgebornes Zwillingsſöhnchen des

Marktberichte.

Friedberg 24. Oct. Waizen 14 fl. 25 kr.; Korn 9 fl. 30 kr.; Gerſte 8 fl. 20 kr.; Kartoffeln 2 fl. 10-15 kr.

Grünberg 25. Octbr. Waizen 13 fl. 39 kr. z; Korn 9 flu 18 kr.; Gerſte 7 fl. 28 kr.; Hafer 4 fl. 12 kr; Erbſen 9 fl. 4 kr.; Molter 9 fl.; Saamen 21 fl. 30 kr.; Kartoffeln 2 fl. 50 kr.

Mainz 24. Octbr. Waizen 15 fl. 30 kr.; Korn 12 fl. 7 kr. Gerſie 10 fl. 25 kr.; Hafer 4 fl. 48 kr.

Polizei⸗Taxe für die Städte Friedberg und Butzbach vom 29. Oktober. bis 4. November.

2 N Fried⸗ Butz⸗ 5 Brod⸗Preiſe. berg.] dach. * kr. pf kr pf, 11Roggenbrod,/ Korn⸗ 1 und ½ Gerſtenmehl 99 2 1 1 6 A6 2 4 5 1 1 1 gemiſchtes Brod(Tafelbrod) ½ Korn- u./ Waizenmehlf 4 4 2 1 6 4 1 7 17 15/ 15 Loth Loth Milchbrod 11 4 4 Waſſer weft 5( Gemiſchte(Tafel-) Brod. 15 1

Fleiſch-Preiſe. Ochſenfleiſch. e Kuhfleiſch, gemäſtetes. 11 Nindfleiſch, gemäſtetes. 10 Schweinefleiſchh.. 16 Hapimnelfleiſch, 11 Kalbfleiſch e 8 Schaaffleiſch h Wurſt v. blos Schweinen 17 Pin Schwartenmagen. 18 Geräucherter Speck. Derlei 2 Schinten Schweineſchmalz, ausgel. 27

unausgelaſſen 23 Niere Hammielsfett. 116

Die Großherzoglichen Bürgermeiſter

Bender. Seippel.

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dient dieſes Beiſpiel überall Nachahmung; die Zeit iſt vor

entferntere Käufer(die Herren Wiemer und Hattemar) eingefunden, um

bei, wo auch der herbſte Wein immer noch willige Trinker fand. Schon ſeit einer Reihe von Jahren tragen die Weinberge kaum die Steuern und Koſten.

Die Nußbäume der Krim ſind berühmt; unter dieſen befindet ſich der vorzüglichſte im Baidarthale bei Balaklava. Man ſchätzt ſein Alter auf Jahrtauſende, und er trägt jährlich 70,000 bis 80,000, manchmal ſogar 100,000 Nüſſe. In den Ertrag dieſes Nußbaums theilen ſich fünf Familien, denen der Baum angehört. Beim ta⸗ tariſchen Dorfe Parthenit ſtehen ebenfalls ähnliche Bäume, deren größter 20 Fuß im Umfange hat.

* Friedberg den 25. Okt. Der hieſige, ſeit den Zeiten der Fruchthalle ſelig gar nicht oder nur wenig befahrene Fruchtmarkt hat ſeit einigen Wochen neuen Aufſchwung genommen, davon konnte ſich Jeder überzeugen, welcher an den letzten Markttagen unſere Stadt beſuchte. Es waren an dieſen Tagen nicht unbedeutende Fruchtvorräthe aufge⸗ fahren, welche raſch und zu guten Preiſen Kaufliebhaber fanden, denn auch an Käufern fehlte es nicht. Außer den einheimiſchen bedeutenden Fruchthändlern und den benachbarten Müblenbeſitzern hatten ſich auch

ihren bedeutenden Bedarf an Früchten direct von den Landleuten einzu⸗ kaufen, und dabei können ſich die letzteren nur gut ſtehen. Wie wir vernehmen, ſind genannte Herren geneigt, für die Folge wöchentlich unſeren Fruchtmarkt zu beſuchen. Dieſe Mittheilung mag denjenigen Landleuten, welche ſich bis jetzt nicht entſchließen konnten, ihre Früchte zum Markt zu bringen, einigen Muth machen, denn ſie dürfen überzeugt ſein, daß ſie für ihre Waare raſchen und guten Abſatz finden. Wenn überhaupt die Oeko nomen unſerer Wetterau, namentlich die kleineren, welche die Aufhebung der Märkte beklagten, in richtiger Auffaſſung ihrer Intereſſen die Fruchtvor⸗ räthe zum Markte bringen würden, ſo dürfte der Fruchtmarkt unſerer Stadt für die ganze Umgegend von größter Bedeutung und Wichtigkeit wer⸗ den, es dürften Kaufliebhaber aus weiter Ferne den Marktplatz unſerer Wetterauer Getreidevorräthe aufſuchen und der Landmann dürfte gar bald von ſeinem vollen Säckel aus die Ueberzeugung gewinnen, daß er klug daran thut, ſelbſt auf dem Markte zu verkaufen.

Wir ſind überzeugt, auch unſer Stadtvorſtand wird, die Wichtig⸗ keit eines frequenten Fruchtmarktes für unſere Stadt und Umgegend in allen Beziehungen erkennend, nichts verſäumen, was die Frequenz des Marktes heben könnte und angelegentlichſt für zweckmäßigſte Einrich⸗ tungen zu ſchneller Abfertigung der Käufer und Verkäufer beſorgt ſein.

Schöner und ſauber gepußter Waizen wurde zu 18 fl. 2530 ke., Gerſte zu 8 fl. 15 kr. verkauft, Korn fehlte, Hafer mit 4 fl. 1520 kr. bezahlt. Nach Kartoffeln war große Nachfrage und die aufgefahrenen Quantitäten wurden raſch verkauft. Dieſer Nachfrage wird abgeholfen werden können.

Druck und Verlag von C. Bindernagel's Buchhandlung in Friedberg. Verantwortlicher Redacteur; Hermann Schimpff. n

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