Ausgabe 
28.10.1856
 
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2. Bat. 4. Inf.⸗Reg. Wilkens, dem Major und Command. des Lan⸗ deszuchthauſes Trumpler, dem Rittmeiſter im Garderegim. Chevaur⸗ legers Frhrn. von Inngenfeld, dem Hauptmann im 1. Inf.⸗Reg. von Lyncker, dem Hauptmann im 3. Inf.⸗Reg. Becker, dem Oberlieut. im 2. Inf.⸗Reg. v. Wachter, dem Garniſonspfarrer Sartorius, dem Oberquartiermeiſter in der Gensd'armerie Hofmann und dem Kriegs⸗ miniſterial⸗Canzlei⸗JInſpector, Canzleiſecretär Becker das Ritterkreuz und dem Unteradjut. in der Gardeunterofficierscompagnie Krämer, dem Stabsfourier im Gardereg. Chevauxlegers Grönrich, dem Trom⸗ peter 1. Cl. in dieſem Regiment Sauer, dem Oberfeuerwerker im Gr. Artilleriecorps Roth, dem Feuerwerker Dauber, dem Oberfeld⸗ webel im 1. Inf.⸗Reg. Froſch, dem Fahnenträger in dieſem Regiment Appel, dem Muſikmeiſter im 2. Inf.⸗Reg. Ackermann, dem Feldwebel in dieſem Reg. Ettling, dem Oberfeldwebel im 3. Inf.⸗Reg. Heuß,

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dem Feldwebel in dieſem Reg. Grünewald, dem Unteradjut. im 4. Inf.⸗Reg. Gompf, dem Stabsfourier in dieſem Reg. Jöckel und dem Oberzeugwart Schmitt das ſilberne Kreuz des Verdienſtordens Phi⸗ lipps des Großmüthigen; am 25. Auguſt dem Kammerherrn Frhn. von Dorth das Ritterkreuz des Verdienſtordens Philipps des Groß⸗ müthigen. VII. Ertheilung eines Erfindungspatentes: am 26. Aug. dem Heinrich Bechtold von Offenbach und Chriſtian Petri von Echzell für den Umfang des Großherzogthums auf die nächſten 5 Jahre das ausſchließliche Recht zur Anfertigung der von ihnen erfundenen, durch Zeichnung und Beſchreibung naher erläuterten Cigarren-Wickel- und Cigarren-Ueberſpinn⸗Maſchine. VIII. Concurrenz für: die evang. Pfarrſtelle zu Wieſeck mit jährlich 778 fl. 31% kr.; die 1. evangel. Schulſtelle zu Oberbeerbach mit jährlich 338 fl. 10 kr., ausſchließlich der Heizung.

Bekanntmachungen von Behoͤrden und Privat-Anzeigen.

Verſteigerung von Bauarbeiten und Materliallieferungen zur Erbauung einer Scheuer mit Stallung, Verſetzung eines Schwein⸗ ſtalls mit Holzſchoppen, Pflaſterung des Hofs ze.

in der Schulhofraithe zu Wohnbach. 11653] Montag den 3. November d. J., Vor⸗ mittags um 10 Uhr, ſollen auf dem Rathhauſe zu Wohnbach nachfolgende Arbeiten und Material- lieferungen öffentlich an die Wenigſtnehmenden in Accord gegeben werden;

Maurerarbeit, veranſchlagt zu 443 fl. 30 kr.

Steinhauerbeit, 1 10113 Zimmerarbeit, 1033 44 Dachdeckerarbeit, 260 52 Schreinerarbeit, 1 17 140 46 Schloſſerarbeit, 85 44 Glaſerarbeit, 7 17 25 12 Weißbinderarbeit, 1 57 36 Planirarbeit, 7 1 2175 85 Pflaſtererarbeit, 84 35

Das Brechen, Fahren und Aufſetzen von 4,9 Kbkklftr. Pflaſterſteinen aus dem gemein⸗ heitlichen Bruche bei Wohnbach.

Desgl. von 18,1 Cubikklafter Mauerſteinen aus demſelben Bruche.

Die Lieferung von 18,250 Stück hartge⸗ brannten Backſteinen.

Die Lieferung von 99 Bütten Kalk nach naſſem Maß.

Die Lieferung von 9,65 Cubikklafter Mauer⸗ und Pflaſterſand.

Pläne, Voranſchläge und Steigbedingungen liegen vierzehn Tage vorber auf dem Großber⸗ zoglichen Kreisbauamt Friedberg den Intereſſen⸗ ten zur Einſicht offen.

Wohnbach am 9. Oktober 1856.

Immobiliar-Verſteigerung. [1574 Donnerſtag den 13. Nobr. l. J, Mor⸗ gens um 11 Uhr, werden in hieſigem Rath⸗ hauſe die den Friedrich Jakob Schäfer'ſchen Ehe⸗ leuten dahier gehörenden Immobilien meiſtbie⸗

tend verſteigert, als: DO.⸗Nr. 996. u. Flur. Nr. Klftr. b

r. 1 14,84 19 157 /. Hofraithe in der Stadt, 2 19 130 Grabgarten daſ. 3 241/66 1 24 56% Grabgarten in 4 123 129 der Stadt. Friedberg den 27. September 1856. In Auftrag Großherzoglichen Landgerichts Friedberg: Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. Der Vorſteher n e.

Main ⸗Weſer⸗ Bahn. [1704] Auf dem Submiſſionswege ſollen: circa 340 Centner altes Gußeiſen, 100 Schienenſtücke, 23 80 Schienenkloben, gegen Baarzahlung verkauft werden und iſt zur Submiſſions⸗Eingabe der 15. November J. J., Vormittags 10 Uhr, beſtimmt, bis zu welcher Zeit die Gebote mit der AufſchriftAngebote auf abgängige Materialien bei unter- zeichneter Behörde einzureichen ſind.

Bemerkt wird hierbei noch, daß das alte 1 zum größten Theil aus Hochofenciſen beſteht.

Gieſſen den 22. Oktober 1856.

Großherzogliche Magazins-Commiſſion.

Edictalladun. g. 11705] Der Immobiliarnachlaß der ſchon in den Jahren 1834 und 1835 verlebten Anton Werner J. Eheleute von Langenhain iſt verſteigert worden. Erwerbsurkunden über die dazu gehörigen, auf Anton Werner I. einge- tragenen Liegenſchaften können nicht beigebracht werden, und ſind deshalb Eigenthumsanſprüche an dieſe Liegenſchaften, deren Verzeichniß am Landgericht zur Einſicht offen liegt, binnen einer Friſt von 2 Monaten

ſo gewiß dahier geltend zu machen, als ſonſt die Beſtätigung der Steigbriefe verfügt, und auch der Eintrag in das Mutationsverzeichniß geſtattet werden wird.

Zugleich wird der am 1. Februar 1789 ge⸗ borne, aber ſeit vielen Jahren abweſende Sohn Lorenz Werner aufgefordert, binnen gleicher Friſt über das vorliegende Teftament ſich zu erklären, auch einen Bevollmächtigten zu beſtellen, oder zu erwarten, daß die Anerkennung des Teſtaments vorausgeſetzt, ein Curator für ihn beſtellt und dieſem ſeine Vertretung über⸗ laſſen wird.

Butzbach, den 23. October 1856.

Gab ech 50 Butzbach 5.

Oeffentliche Aufforderung.

[1706] Konrad Glaum von Pohlgöns iſt von Großherzoglichem Hofgerichte der Provinz Oberheſſen wegen Verſchwendung unter Curatel geſtellt worden und ſind ihm in Ludwig Zörb und Johannes Langsdorf IV. von Pohlgöns Curatoren beſtellt worden.

Großherzogliche Bürgermeiſterei Wohnbach Phi li

i La ub e n ee i m er.

Indem man dieſes mit dem Anfügen zur

ſache iſt es iſt überaus viel verkauft und außerordent lich viel geben baar gehandelt worden. Es ſind alſo gegen Ende des vorigen Quartals große Summen in Leipzig zuſammengefloſſen, die ſich natürlich dem Geld markt entzogen haben, und dies muß mitwirken, einen Mangel bei den Bankiers zu erzeugen. Zwar iſt es rich tig, daß dieſe Summen wieder in die Hände der Fabri kanten gerathen ſind und demnach zum Vorſchein kommen müßten; allein der Fabrikant, der ſein Product gut aus verkauft hat, thut beſſer daran, ſein Geld in neue Fa brikation zu ſtecken. Er kauft Rohmgterial, vergrößert ſeine Anlagen, ſtellt mehr Arbeiter an und iſt daher ge nöthigt, ſein Geld zuſammenzuhalten. In Zeiten, wo ſein Geſchäft nicht viel abwirft, legt er ein kleines Kapi⸗ tal gern in einem zinstragenden Papier an, oder giebt es in die Hände eines Bankiers, um es gut verwerthen zu laſſen; jetzt, wo ſein Fabrikat ihm lohnend wird, will er ſein Geld nicht dem Geldmarkt zuwenden. Er wünſcht im Gegentheil noch etwas Kapital, um ſich im Geſchäft beſſer ausdehnen zu können. Daß dies den Geldmarkt beſchränkt, läßt ſich leicht einſehen, daß dies aber kein ſchlimmes Zeichen iſt, wird wohl Jeder zugeben müſſen.

Das Geld dringt in Zeiten, wo die Fabrikation gute Fort ſchritte macht, zunächſt in die arbeitenden Hände; es ſammelt ſich nicht bei Wenigen an. Sein Schwinden am Geldmarkt iſt ein Zeichen, daß es auf dem Lebens und Arbeitsmarkt ſeinen guten Platz ſucht und findet.

Zu dieſen Umſtänden tritt erſt in dritter Reihe der Umſtand, daß viel Papier-Spekulationen in's Leben ge⸗ treten ſind.

Die vielen Papiere haben zwar das Geld nicht ver ringert; denn das Geld, das man den Geſellſchaften ein zahlt, wird von dieſen nicht in Kiſten und Kaſten verſteckt, ſondern wird zinsbringend ausgeliehen oder zu lohnenden Unternehmungen angewendet. Es iſt zwar von einigen Banken der Fehler begangen worden, einen Theil des Gel⸗ des in der Fremde anzulegen, es nach den Donau-Fürſten⸗ thümern, nach Ungarn zu ſchicken. Hierdurch ſind freilich einige beträchtliche Summen dem inländiſchen Geſchäfte entzogen; allein dieſe Summen ſind viel zu geringfügig, um von weſentlicher Bedeutung zu ſein. Die Banken und Handelsgeſellſchaften an ſich haben alſo keineswegs einen Nachtheil hervorgerufen; aber ſie haben durch zwei Umſtände mitgewirkt, den Geldmangel hervorzurufen. Ein

Bußbach Großherzog Ebel,

Landrichlel⸗

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77 Freltag! 707% Alen 0 Uhr, wird l zeachnetes, dem 1 Jung gehörendes ſteigett, als:. Fl. Nr. d. Gidſt. 2 10³

Friedberg

Großberze Großher;

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Hofralt U 11708] Montag 11 Uhr, werden ſtehende, der hi Hofraithen einer ſſeigerung ausge O.⸗N. Fl. Nr.

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Friedberg,

Großherz

Immobi Lt7og) Don um 10 Uhr, w zum Nachlaß d großer The werkoͤbauten Gewinn un! ſind jedoch einbringen. der Anlage, Ernte kann unſerer Anſia übler zu nen Papiere aus dablt wurdet Jemand, de Aktie von dis und mit de kaufen, wer machen ſoll. daß beim n Quartals J ſomit den 9 Dies