Ausgabe 
21.3.1856
 
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Edietalla dung.

[400] Das Gräfliche Haus Solms⸗Rödelheim hat folgende Immobilien XVI 12,8 159 Klafter Wieſe im Harniſchroth, XVI 12 18 Klafter Wieſe daſelbſt, XVI 1.5 2,4 daſelbſt, 131 172 Klafter Acker im Ort, 1 1077,5 817 Klafter Burggraben im Ort, XVII 323 98 Klafter Wieſe im Sauern, XVIII 330 404» 17 daſelbſt, XVIII 559 524 1 beim brunnenpfad, XIX 130 322 1 10 wieſen, XIX 508 213 1 XIX 844 332* pfuhl 5 an die Gemeinde Niederwöllſtadt vergleichsweiſe und ſchon früher zu Bauplätzen folgende Grund ſtücke, die den Erwerbern im neuen Grundbuche bereits zugeſchrieben find, über welche ſie je⸗ doch noch keine Eigenthumsurkunde beſitzen, an die Nachgenannten abgetreten: an Adam Pflug 1. 2442 Klftr. Grabgarten im Ort, an Conrad Wagner. Klafter Hof⸗ raithe und Grabgarten im Ort, ke 1. 29 20.8 u. an G. Ullmanns Witwe]. 30 28 Klftr. Hof⸗ raithe und Grabgarten im Ort, an die Judengemeinde in Niederwöllſtadt 1. 28 225 Klftr. Synagoge, an Chriſtian Ambron 1 25 1 26 13,7 Klafter und 10 Klftr. Hofraithe und Grabgarten. Dermalen ſollen Eigenthumsurkunden über dieſe Immobilien beſtätigt werden; da aber der veräußernde Theil ſein Eigenthum urkundlich nicht nachweiſen kann, ſo werden auf geſtellten Antrag alle, welche Eigenthumsanſprüche auf die erwähnten Immobilien zu haben behaupten, zu deren Anzeige binnen 3 Monaten unter dem Rechtsnachtheile aufgefordert, daß ſonſt die neuen Urkunden werden beſtätigt werden und der Ein⸗ trag des Erwerbstitels im Mutationsverzeichniſſe resp. im Nachtrage zu demſelben verfügt wer den wird. Friedberg am 29. Februar 1856. Großherzogliches Landgericht Friedberg Hofmann.

Sauer⸗ in den Nieder-

daſelbſt, auf dem Enten⸗

Verſteigerung N Bauarbeiten und Materialliefe rungen.

[404] Samſtag den 29. März, Vormittags 10 Übr, ſollen in Rodheim im Rathhauſe die

von

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zur Erbauung eines Oeconomiegebäudes in der erſten Pfarrhofraithe, ſowie zur Einfriedigung und Pflaſterung des Hofs und Anlage einer Miſtſtätte erforderlichen Arbeiten und Material lieferungen öffentlich an die Wenigſtnehmenden in Accord gegeben werden.

Die Maurerarbeit beträgt nach dem

Voranſchlag 218 fl. 54 kr. Steinhaucrarbeit 105/ 25 Zimmerarbeit 343 33, Dachdeckerarbeit 201 4 Schreinerarbeit 34% 12, Schloſſerarbeit 52 37 Glaſerarbeit 87 85 Weißbinderarbeit 59/ 28 Pflaſterarbeit 155% 40

Ferner wird veraccordirt; Das Brechen, Beifahren und Aufſetzen von 3,570 Kubikklaftern Mauerſteinen. Die Lieferung von 9,050 Kubikklaftern Mauer- und Pflaſterſand. Die Lieferung von 40 Bütten Kalk nach naſſem Maas. Die Lieferung von 16700 hartgebrannten Backſteinen. Das Brechen, Anfahren und Setzen von 1,250 Kubikklaftern Fauerbacher Pflaſterſteinen. Das Brechen, Beifabren und Aufſetzen von 5,200 Kubikklaftern Pflaſterſteinen aus dem Rodheimer Wald. Plan, Voranſchlag und Steigbedingungen liegen zur Einſicht offen. Friedberg den 6. März 1856. Großherzogliches Kreisbauamt Friedberg St ffe rc.

Oeffentliche Aufforderung. [431] Joh. Konrad Ludwig und deſſen Ehefrau Anna Katharina geb. Winter von Hochweiſel ſind im Jahr 1855, die letztere ſchon 1853, mit Hinterlaſſung eines Teſtaments verſtorben, indem ſie die Geſchwiſter 1) Job. Konrad Winter, 2) Konrad und 3) Hein-

rich Winter, ſodann die Kinder der verſtor⸗

benen A. Margaretha, Heinrich Binks Ehefrau, alle zu Hochweiſel, zu Erben eingeſetzt haben. Dieſe haben auch die Erb⸗ ſchaft angetreten und auf ihren Antrag wird der unbekannt wo abweſende Johs. Winter, Joh. Konrads Sobn von Hochweiſel, aufgefor⸗ dert ſich über die Anerkennung des vorliegenden Teſtaments binnen einer zerftörlichen Friſt von zwei Monaten ſogewiß zu erklären, als ſonſt die Anerkennung unterſlellt und die zum Eintrag in das Muta⸗

tions⸗Verzeichniß erforderliche Urkunde ausge⸗ ſtellt werden wird.

Binnen gleicher Friſt find auch etwaige Ei⸗ genthums⸗ oder ſonſtige Anſprüche an die zum Nachlaß gehörigen Immobilien, deren Verzeich⸗ niß in der Landgerichtsregiſtratur offen liegt, und über deren Erwerb die Urkunden theilweiſe fehlen, bei dem unterzeichneten Gerichte anzu

27951 wenn ſie nicht unberückſichtigt bleiben

Butzbach den 11. März 1856. F Butzbach 0 Al.

Arbeite ⸗Verſſeigerun g. [453] Mittwoch den 26. März, Nachmittags 2 Ubr, werden in dem Wirthshaus zur Krone dahier die zur Reparatur der hieſigen Pfarr⸗ ſcheuer erforderlichen Arbeiten und Materiallie-

ferungen an den Wenigſtnehmenden öffentlich verſteigert: Maurerarbeit, veranſchlagt zu 113 fl. kr.

Zimmerarbeit, wozu die Gemeinde das Holz ſtellt, 7050 Dachdeckerarbeit, veranſchlagt zu 28/ 14, Materialien, und zwar: 2,5 Cüubklftr. Mauerſteine zu 40 Fuhrlohn derſelben, veranſchl. zu 0,8 Coklfir. Sand,*5 24 15 Bütten Kalk,. 0 Voranſchlag und Steigbedingungen liegen auf dem Bureau der hieſigen Bürgermeiſterei zur Einſicht offen. Poblgöns, den 15. März 1856. Großherzogliche Bürgermeiſterei Pohlgöns Göbel.

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Eichenlohrinden-Verſteigerung. [454] Die Verſtelgerung der Eichenlohrinden in den Waldungen der Gemeinde Obermörlen wird Donnerſtag den 3. April I. J., Vormit⸗ tags 10 Uhr, nachdem die Eichenlohrinden aus den Domanialwaldungen verſteigert ſind, im Trapp'ſchen Gaſthauſe zu Friedberg abgehalten werden.

Nach der Abſchätzung werden zur Verſteige⸗ rung kommen: a) In dem Diſtrikte Schwarzloch 24jähriger

Stockausſchlag, 405 Centner,

b) in dem Diſtrikte Gauskopf 19 u. 20 jähr. Stockausſchlag, 455 Zuſammen 860 Centner. Die Bedingungen werden vor der Verſteige rung bekannt gemacht werden. Obermörlen, am 19. März 1856. Großherzogliche Bürgermeiſterei Obermörlen Schweitzer.

De r (Fortſetzung.)

Vreneli rang die Hände und ſtieß einen Schreckens ruf aus, welche gegen die Aeußerung der Matrone Wider ſpruch einzulegen ſchien; allein die Alte herrſchte ihr mit Stille, Du thörichtes Ding! man

bittrem Unmuthe zu:

hat Dich nicht um Deine Meinung gefragt. gottlob hier noch nichts zu befehlen, ſondern mußt nur Ich rede jetzt mit Dem, welcher

zuhören und ſchweigen.

Gemſen jäger.

dieſes Vorrecht

Unterhalte.« Du haſt alte Frau.

Nein, Du haſt kei Wir brauchen und wollen Dein Geld nicht! Die Hauſer'ſchen haben von jeher vom Gebirge

Ihr ſolltet auch hinzufügen, Ahne, daß Ihr ihm als eine beſondre Vergünſtigung einräumt, und gegen alles Recht und Billigkeit! verſetzte ihr Ulrich lebhaft;hab' ich Euch nicht ſchon oft Geld angeboten? denn ich habe doch auch ein Recht, Etwas zu Eurem

n Recht gar keines! rief die

gelebt;

erfahren wollte, wie man in unſrem Hauſe um die Töch⸗ ter freit. Nun weiß er es und hat geſehen, was jeder Tochtermann unſres Hauſes zu dem Ehrenſchatze der Fa milie zubringen muß!

Und es wird alſo hier Keiner als Schwiegerſohn angenommen, wenn er nicht dieſe Bedingung erfüllen kann?/ fragte Uli;ſelbſt Hans nicht?.

Haus hat noch gar nicht darnach gefragt, fiel ihm die Großmutter barſch in's Wort.Hans iſt auf ſeinem Poſten und thut ſeine Schuldigkeit. Die günſtige Gele genheit wird ſich ſchon für ihn finden, und ſeine Kugel wird dann ihr Ziel ſicher zu treffen wiſſen. Einſtweilen läßt er es ſich angelegen ſein, für unſern Unterhalt zu ſorgen!/

Dein Vetter Hans und der alte Vetter Hiob holen droben, was fur unſern Unterhalt nöthig iſt, und was ſie bringen, das reicht für uns hin!

Bei dieſen Worten der Alten hörte man auf dem ſchmalen Pfade, welcher durch die Schlucht herab zu dem Häuschen führte, das Raſſeln von Kieſeln, die unter einem eiligen Schritte herunterkollerten. Vreneli richtete ſich raſch auf, horchte nach dem Fenſter hin und ſagte: Er kommt! Faſt im ſelben Augenblick ward die Thüre raſch aufgeſto ßen und Hans trat über die Schwelle. Er trug die volle Tracht der Gemſenjäager: Wamms und Beinkleid von Tuch, welche ſtarke Spuren des Gebrauches trugen, derbe nägel beſchlagene Schuhe mit Lederkamaſchen darüber, in welche