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Von Seiten des landwirthſchaftlichen Provinzial-Vereins von Oberheſſen werden ſaͤchſiſche Zwiebelkartoffeln auge⸗
kauft und an die landwirthſchaftlichen Bezirksvereine gegen den Ankaufspreis abgegeben.
Auf den Bezirksverein Fried⸗
berg kommen von fraglichen Kartoffeln, die den gemachten Erfahrungen zu Folge der Krankheit am meiſten widerſtehen,
zehn Malter. Die Abgabe erfolgt nur zur Saat und in kleineren Quantitäten.
Diejenigen, welche von dieſen Kartoffeln
wünſchen, wollen ihre Anmeldungen binnen 8 Tagen hierher gelangen laſſen.
Friedberg den 23. Februar 1855.
Der Director des landwirthſchaktlichen Bezirksvereins Friedberg
Müller.
Steckbrief Großherzoglichen Kreisamts Friedberg.
Johannes Broſt von Oberohmen. Größe: 7“ 7“/. Haare: dunkelroth. Mund: gewöhnlich. Bart: keinen. Zeichen: etwas Sommerſproſſen.
Stirne: rund.
Entfernung aus ſeiner Heimath ohne Erlaubniß. Augen: braun.
Kinn: rund. Geſicht: rund. Geſichtsfarbe: geſund. Statur: geſetzt. Beſondere
Alter: 21 Jahre.
Augenbraunen: blond. Naſe: gewöhnlich.
Regierungsblatt⸗ Auszüge.
Nr. 5 vom 3. Februar: 1. Großherzogliche Verordnung vom 2. Febr., die Abänderung des Vereins⸗Zolltarifs in Be⸗ zug auf Talg betreffend.— I. Bekanntmachung Gr. Miniſteriums des Innern vom 19. Jan., daß des Großherzogs K. H. zu beſtimmen
eruht haben, daß die zur Leitung des botaniſchen Gartens zu Darm⸗ adt beſtehende Dienſtſtelle von nun an die dienſtliche Bezeichnung: „Direction des botaniſchen Gartens“ und der Vorſtand dieſer Anſtalt den Amtstitel:„Director des botaniſchen Gartens“ führen ſoll.— 111. Umlagen zur Beſtreitung der Bedürfniſſe der israelitiſchen Reli⸗ gionsgemeinden im Kreiſe Vöhl für 1855 reſp. 1855—56 und 1855—57. — IV. Desgl. der Communalbedürfniſſe der Gemeinden des Kreiſes Wimpfen für 1855.— V. Desgl. der Communalbedürfniſſe der is⸗ raelitiſchen Religionsgemeinden des Kreiſes Lindenfels für 1855.— VI. Dienſt nachrichten. S. K. H. der Großherzog haben aller gnädigſt geruht: am 1. Jan. den Polizeiwachtmeiſter Schmehl zu Darmſtatt zum Polizeicommiſſär 3. Klaſſe bei der Polizeiverwaltung der Haupt- und Reſidenzſtadt Darmſtadt zu ernennen;— 4. Jan. dem Pfarrer Weichard zu Alsfeld die evang Pfarrſtelle zu Neun⸗ kirchen, nachdem von Seiten des Frhrn. v. Gemmingen das demſelben zu ¼ zuſtehende Mitpräſentationsrecht zu dieſer Stelle ausgeübt worden iſt, zu übertragen:— 9. Jan. den Gehülfen in der Regiſtra⸗ tur des Hofgerichts von Oberheſſen Größer zum Actuar bei dem L.⸗G. Grünberg,— den Actuar bei dem L.-G. Herbſtein Jöckel zum Actuar bei dem L.⸗G. Ortenberg,— den Actuariatscandidaten Weiß aus Grünberg, dermalen zu Gießen, zum Actuar bei dem L.⸗G. Herbſtein,— den Actuar bei dem L.⸗G. Gernsheim Schäfer zum Actuar bei dem L.-G. Zwingenberg,— den Actuar bei dem L.-G. Hirſchhorn Lemmer zum Actuar bei dem L.⸗G. Gernsheim,— den Actuariatscandidaten Schmeckenbächer aus Lengfeld, dermalen zu Zwingenberg, zum Actuar bei dem.⸗G. Hirſchhorn,— und den Actuariatscandidaten Bartha aus Darmſtadt, dermalen zu Michel⸗ ſtadt, zum Actuar bei dem L.⸗G. Michelſtadt; ſodann am 12. Jan. den Gerichtsacceſſiſten Buchmüller aus Mainz zum Ergänzungs⸗ richter am Friedensgerichte Oſthofen, und den Kreisamtsbüreaugehülfen Baſſet zu Darmſtadt zum Protokolliſten und Regiſtraturgehülfen bei dem Oberconſiſtorium zu ernennen.— VII. Concurrenz für: die evang. Pfarrſtelle zu Wieſeck, mit jährl. 778 fl.;— die evang. Schul⸗ ſtelle zu Lehrbach, mit 196 fl. 7 kr. und 4 fl. 8 kr. für Heizung des Schullocals;— die evang. Schulſtelle zu Ernſthofen mit 221 fl. 40 kr. und 29 fl. 20 kr. für Heizung des Schullocals.— VIII. Geſtorben: am 24. Juli 1854 Salinenrentmeiſter Mohr zu Tbeodorshalle;— 30. Dez. die Penſioniſtin Eliſabetha Dörmer zu Theodorsballe;— 2. Jan. penſ Schullehrer Kaiſer zu Mainflingen;— 3. Jan der Acceſſiſt bei der Oberrechnungskammer-Juſtificatur II. Abtheilung, Schuchardt zu Darmſtadt;— 8. Jan. penſionirter Hofjäger Müller zu Kiliansherberge;— 13. Jan. der 1. evang. Pfarrer, Kirchenrath Dr. theol. Hoffmann zu Echzell;— 16. Jan. evangel. Pfarrer Strack zu Oberwiddersheim;— 18. Jan. Hauptzollamtsdiener Lim⸗ bach zu Mainz;— penſ. Friedensgerichtsactuar Diehl zu Wöllſtein.
Die Erbſchleicher. (Fortſetzung.)
„Willkommen, Beſſy!« rief er ihr fröhlich entgegen, als ſie in's Zimmer trat;„wie geht's dem Vetter Nat heute früh?“
„Nicht ſonderlich gut, Vater; er ſcheint mir ſehr krank und auch ſehr verſtimmt und nicht in der rechten Gemüths⸗ faſſung, fürcht' ich. Er ſpricht von nichts als von ſeinem Gelde, und ſagte mir, was für Ausſichten auf ſeine Erb—
55* ſchaft ich verloren hätte; aber er hat mir doch erlaubt nach ihm zu ſehen und mich ſeiner Verpflegung zu widmen, und das hat er wahrlich ſehr nöthig, denn ſein Zimmer entbehrt aller Behaglichkeit für einen Kranken!“
„Ja, ja,“ ſagte Jonathan nachdenklich;„das Geld ſteigt den Leuten manchmal in den Kopf, daß ſie für nichts Anderes mehr Sinn haben. Vetter Norton glaubt ver— muthlich, es lege Jedermann ſoviel Werth darauf wie er ſelber. Und daß es recht troſtlos und unbehaglich in ſeiner Wohnung ausſieht, kann ich mir wohl denken. Warum iſt er auch auf dieſen wunderlichen Einfall gekommen!“ Bei dieſen Worten ward die Hausthüre von einer vertrau— ten Hand geöffnet, und Annie ſtürmte herein; ſie hatte Mantel und Hut nur in aller Haſt und Sorgloſigkeit an⸗ gelegt, mit verweinten Augen und einem kleinen Bündel in der Hand.
„Was gibt es denn, Annie?“ fragte Jonathan, denn er ſah auf den erſten Blick, daß hier etwas Unliebes vor⸗ gekommen war.
„Ich komme wieder nach Hauſe zu Dir und Beſſy, Vater,“ verſetzte Annie und warf ſich ſchluchzend in einen 0„Ich kann es bei dieſen Leuten nicht länger aus⸗
alten!
„Du biſt uns willkommen, mein Kind,“ entgegnete Jonathan, der durch Erfahrung und Nachdenken Mäßigung gelernt hatte;„was haben Dir denn dieſe Leute gethan 2“
Mit großer Umſtändlichkeit und vieler Aufregung be⸗ gann Annie nun zu erzählen, was ganz Troy bereits wußte, (denn es gab wohl nie eine Stadt, in welcher Neuigkeiten ſchneller in Umlauf kamen): wie eine Nachbarin Mrs. Mathewſon erzählt hatte, daß Beſſy wirklich zu Nat ge— gangen und beinahe eine Stunde in ſeinem Haus beblie⸗ ben ſei; wie hierauf Mrs. Mathewſons geäußert habe,
daß es ſehr vorwitzig und naſeweiſe von Beſſy ſeie, ſo
etwas zu thun, wenn ihre vornehmeren Verwandten zu Hauſe blieben, und daß ihr Vetter Norton nicht der Mann ſeie, der ſolch gemeines Volk durch ein Vermächtniß um den Verſtand bringe. Dieſen Anſpielungen war alsdann eine ganze Reihe weiterer gefolgt über Fehler, welche ſich Annie angeblich habe zu Schulden kommen laſſen, daß ſie z. B. einen hübſchen Shawl trage, den ſie von ihrer ver⸗ ſtorbenen Mutter geerbt habe und der zufällig dem der Mrs. Mathewſon ähnlich ſehe; daß ſie ferner ihr Haar ganz ſo friſire wie Miß Louiſa, daß ſie einen ungewöhnlich flotten Hut trage u. drgl. m. Es unterliegt keinem Zweifel, daß Annie, welche eine gute Doſis Eitelkeit beſaß und die Erinnerungen an die früheren günſtigeren Verhältniſſe ihrer Familie nicht verwinden konnte, ſich in ihrer gegenwärtigen Lage mehr herausnahm, als für eine Dienerin ſchicklich war; als ſie aber gar ihre Familie„gemein ſchelten hörte, riß ihr die Geduld vollends. Ihrer ſanften Schweſter hie⸗
ſezte Beſſh. —
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