Ausgabe 
22.6.1855
 
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dennoch Wa wohl

e ihn und ſollte Dir gedachte? nicht hier,

im einer

der junge hafft wer⸗

Du wirſt das Geld nicht erhalten. 0

Nicht; warum denn nicht? fragte der Werkführer und ſtarrte das Mädchen betroffen an. N 1

Erdmuthe antwortete auf dieſe Frage nicht, wie mit ſich ſelbſt ſprechend ſagte ſie:Er war geſtern hier, er war es heut. Er zeigte mir den Wechſel, als ich ihn von mir wies; er wollte ihn zerreißen, wenn ich ſeine Neigung zu erwidern gedächte; er ging höhniſch lächelnd davon, als ich ihn mit Verachtung von mir ſtieß.

Aber ſo ſprich, Erdmuthe, was hat dies Alles mit meinem Gelde zu thun? fiel der Geliebte ein.Wer iſt der Mann?

Es war Dein Herr, der Fabrikherr! hauchte ſie.

(Fortſetzung folgt.)

Verſchiedenes.

Der höflichſte Mann. Deutſcher: Mein Onkel war der höflichſte Mann. Wenn er einer Dame begegnete hielt er hundert Schritte vor- und hundert Schritte nach her ſeinen Hut in der Hand und bückte dann beim Grüßen ſich faſt auf die Erde. Franzoſe: Parbleu! mein

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that er es nie, ohne im Frack und weißer Wäſche zu ſtecken. Engländer: Alles nicks; mein Onkel war unſtreitig der Hoͤflichſte. Er fuhr zur See, das Schiff ging zu Grunde, Alle gingen nach und nach unter und ertranken. Ehe er jedoch, ungeachtet aller Anſtrengungen, ebenfalls zu Grunde ging, reckte er noch einmal den Kopf empor, ſchwang den Hut und ſagte:Meine Damen, ich habe die Ehre, mich Ihnen beſtens zu empfehlen! dann duckte er mit dem Kopfe unter das Waſſer und ertrank.

Ew. Majeſtät, mir träumte dieſe Nacht, daß Sie die Gnade hätten, mir anſehnliche Geſchenke zu machen, ſagte ein Hofmann zum Könige Alfons von Aragonien. Chriſten müſſen nicht an Träume glauben, erwiederte der König.

Guſtav⸗Adolf⸗ Stiftung. Einladung.

Das Jahresfeſt des Wetterauer Zweigvereins der Guſtav-Adolf⸗ Stiftung wird am 24. d. M., Nachmittags um 2 Uhr, in der Pfarr⸗ kirche zu Södel gefeiert und es werden alle Mitglieder und Freunde des Vereins zur Theilnahme hierdurch brüderlich eingeladen.

Friedberg am 20. Juni 1855. Für den Vorſtand

Onkel war höflicher!

Wenn er an eine Dame ſchrieb,

Dr. Matthi ass.

Bekanntmachungen von Behoͤrden und Privat⸗Anzeigen.

Verſteigerung

bei der Pfand- und Leihanſtalt zu Friedberg. 17981 Montag den 25. Juni d. J. anfangend und die darauf folgenden Tage von Vormittags 9 bis 12 Uhr und Nachmittags 2 bis 5 Uhr, werden in hieſigem Rathhauſe die bis zu dieſem Termin die Verfallzeit erreicht habenden und nicht ausgelöſten oder renovirten Pfänder, be⸗ ſtehend in Gold, Silber, Kupfer, Zinn, Weiß⸗ zeug, Herren- und Frauenkleidern, öffentlich meiſt⸗ bietend verſteigert.

Die Ausloöſung und Renovation der Pfänder findet nur an den hierzu beſtimmten Tagen, Montag, Mittwoch und Samſtag, ſtatt, und wird noch ausdrücklich bemerkt, daß dies nur bis zum 20. Juni d. J. geſchehen kann, da das Pfandlocal vom 21. Juni an bis zum Schluſſe der Verſteigerung geſchloſſen bleibt.

Friedberg am 7. Juni 1855.

In Auftrag der ſtädtiſchen Pfandhaus Verwaltung: Der Großherzogliche Bürgermeiſterei⸗ Beigeordnete P., Pr ezu f feit

Steinkohlen lieferung. 1872] Samſtag den 30. d. M., Vormittags um 10 Uhr, ſoll die Lieferung von 1200 Ctr. Steinkohlen aus den Ruhrer Werken für die Garniſon dahier auf dem Summiſſionsweg in Accord gegeben werden, worüber die Liefe rungsbedingungen in dem Bureau des Ver⸗ waltungsraths zur Einſicht offen liegen.

Friedberg den 18. Juni 1855.

In Auftrag des Verwaltungsraths: Nicola, Oberquartiermeiſter.

Gras- Verſteigerung. 1825] Montag den 25. Juni, Vormittags 10 Uhr, ſoll das diesjährige Heugras auf den hie⸗ ſigen Gemeindewieſen in mehreren Abtheilungen und Looſen, im Geſammtgehalte ca. 190 Mor- gen, öffentlich zur Verſteigerung gebracht wer⸗ den. Man erſucht die Großherzoglichen Bürger meiſtereien, dieſes in ihren Gemeinden bekannt machen zu laſſen.

Utphe am 6. Juni 1855. Großherzogliche Bürgermeiſterei Utphe Böſcher.

Arbeits ⸗Verſteigerung. [874] Dienſtag den 26. Juni d. J., des Vor⸗ mittags um 11 Ubr, ſollen auf dem Rathhauſe zu Aſſenheim nachbenannte Arbeiten und zwar: 1) Maurerarbeiten, veranſchl. zu 22 fl. 58 kr. 2) die Anlieferung von /o Schich- tenmauerſteinen von der Naum burg 7* 12 3) Die Herſtellung von Schutz⸗ dämmen am Niddafluß 200 4) Verſchiedene Grabenarbeiten öffentlich in Accord gegeben werden. Aſſenheim den 17. Juni 1855. Großherzogliche Bürgermeiſterei Aſſenheim Schmidt.

Schaafpferche⸗Verſteigerung. 18821 Dienſtag den 26. l. M., Morgens um 11 Uhr, werden in bieſigem Rathhauſe 5 10 Schaafpferche, welche den 28. l. M. ihren Anfang nehmen, meiſtbietend verpachtet.

Friedberg den 20. Juni 1855.

Großherzogliche Bürgermeiſterei Friedberg

Bender.

rg

an Steinkohlen, Buchen- und Kiefern- ſcheitholz. [883] S amſtag den 30. Juni d. J. ſollen auf dem Verwaltungsbureau der hieſigen Garniſon die Lieferung nachgenannter Bedürfniſſe der ſelben, und zwar: des Vormittags um 10 Uhr, die Lieferung von 88 Stecken Buchen und 5 Stecken Kiefernſcheitholz, des Nachmittags um 3 Uhr, die Lieferung von 800 Ctr. Steinkohlen, ſog. Fettſchrot erſter Qualität aus den Ruhrer Wer⸗ ken, auf dem Wege der Soummiſſion in Ac⸗ cord gegeben werden, worüber die Lieferungs- bedingungen in dem obenbeſagten Bureau zur Einſicht aufgelegt ſind. Butzbach den 20. Juni 1855. In Auftrag des Verwaltungsraths: Cellarius, Oberquartiermeiſter.

Ar Mei tes ⸗Verſtei gerung.

1884] Samſtag den 30. Juni, Vormittags 11 Uhr, wird in der Behauſung des Gaſtwirths

Stein zu Beienheim nachbenannte Arbeit öffent

lich in Accord gegeben:

1) Zimmerarbeit, veranſchlagt zu 28 fl. 30 kr.

2) Maurerarbeit mit Lieferung der Materialien, veranſchlagt zu 93 16 Beienheim den 21. Junk 1855.

Großherzogliche Bürgermeiſterei Beienheim Muth.

Verſtei gerung

von Bauarbeiten und Materialien zur

Erbauung eines Pfarrhauſes zu

Obermorxſtadt.

1885] Montag den 2. Juli, Nachmittags 2 Uhr, ſollen im alten Pfarrhauſe zu Obermox⸗ ſtadt nachfolgende Arbeiten und Materialliefe- rungen an die Wenigſtnehmenden öffentlich in Accord gegeben werden:

Maurerarbeit, einſchließlich Kalklöſchen, ver⸗

anſchlagt zu 613 fl. 50 kr. Steinhauerarbeit, veranſchl. zu 252% 40 Zimmerarbeit,2175 43 Dachdeckerarbeit, 17 115%) 36 Schreinerarbeit, 1 697 Schloſſerarbeit,. 56047 Glaſerarbeit, 310 49

Weißbinderarbeit, 453 8 Spenglerarbeit, 5 Brechen, Fahren und Aufſetzen von 13 Cu⸗ bikklaftern Mauerſteine aus dem Forſt⸗ walde bei Obermoxſtadt; Lieferung von 30,700 Stück hart gebrannten Backſteinen; Lieferung von 2200 Stück Rohrſteinen; Lieferung von 120 Bütten Kalk nach naſſem Maaß; Lieferung und Meſſen von 6,1 Cubklftr. rei⸗ nem Mauerſand. Pläne, Voranſchläge und Steigbedingungen liegen hier zur Einſicht offen. Friedberg den 18. Juni 1855. Großherzogliches Kreisbauamt Friedberg Süffert.

Heugrasverſteigerung. [886 Montag den 25. I. M., Nachmittags 2 Uhr, ſoll im Rathhauſe dahier das Heugras von den hieſigen Gemeindewieſen in Abtheilun⸗ gen meiſtbietend verſteigert werden.

Aſſenheim den 18. Juni 1855.

Großherzogliche Bürgermeiſterei Aſſenheim Schmidt.