0 Ueber
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hatte bereiten koͤnnen. geriebene Menſchen heit als wirklichen Verſtand, ſamkeit ſeiner alten
einigermaßen nachgelaſſen hatten. ruhig, ſich um ſein Mittheilung von tungsvoller banger Stille
um ſich erkundigen und,
war, an der Thüre ſtehen blieb.
Wie viele welterfahrene und ab⸗ hatte Norton übrigens mehr Schlau⸗ und in der ungeſtörten Ein— Tage war er längſt mit geworden über ein Mittel, um vor der unbehaglichen Nähe ſeiner Verwandten in ſeinen kranken Tagen ſich zu ſchützen. Als der Schmerz und die Betäubung in Folge ſeines Sturzes bat er ſeine Verwandten Bett zu verſammeln, da er ihnen eine großer Wichtigkeit zu machen habe. Dieß genügte, um zu bewirken, daß ſie ſich alsbald in erwar⸗ um ſein Bett ſchaarten— alle bis auf Beſſy Bennett, welche eben erſt gekommen war, nach dem Befinden des Vetters theils aus Schüchternheit, theils weil ſie wußte, daß ihre Anweſenheit den Anderen ein Aegerniß
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ſich einig
„Meine lieben Verwandten,“ gewohnten Beſtimmtheit und ſeinem ſtechenden unbeugſamen Blicke an,—„Ihr wißt Alle, daß ich ein wunderlicher Kauz bin, und daß ich ein hübſches Vermögen hinterlaſſe. Mein Teſtament iſt noch nicht gemacht, aber ich habe eine beſondere Abneigung, irgend Jemand mit meiner Krankheit beſchwerlich zu fallen, und ich verwarne Euch daher, mich unbeläſtigt zu laſſen; wer von Euch von dieſer Stunde an bis zu meinem Tod oder meiner Wiedergeneſung dieſes mein Haus wieder betritt, den werde ich enterben!“
hub Nat mit ſeiner
(Fortſetzung folgt.)
ihres Vaters zu
Für die Familie des H. Butte
find bei der Unterzeichneten weiter eingegangen: Von J. M. in F. 30 kr. Um weitere Gaben wird
gebeten. Die Exped. des Friedb. Int. ⸗Bl.
Bekanntmachungen von Behoͤrden und Privat⸗Anzeigen.
Oeffentliche Aufforderung.
[152] Im Grundbuch der Gemeinde Gambach find auf den Namen des Herrn Fürſten zu Braunfels eingetragen: 4280/ 114% Mark Holz im Gambacher Mark⸗
wald, % Mark das. an Joh. Niels.
Schmidt.
Es gehen jedoch davon ab: Zwei Marken, welche zur Mühle des Balthaſer Wagner in Gamdach gehören und von dieſem lt. Kaufcon⸗ tract vom 26. Mai 1854 an die Gemeinde Gambach verkauft ſind. Dagegen gehen zu: 4262/110a% Mark und 4250/48 ½ Mark, welche ſeitber irrthümlich dem Johannes Schöpf in Poblgöns zugeſchrieben waren. Es ſoll dieſer Abe und Zugang im Mutations⸗Verzeich⸗ niß gewahrt werden. Sodann bat der Herr Fürſt von Solms ⸗Braunfels mit Zuſtimmung der Agnaten ſeines Hauſes ſämmtliche Holz⸗ marken an die Gemeinde Gambach verkauft, und es ſoll jetzt auch dieſer Kaufbrief beſtätigt werden. Es fehlt indeſſen an der urkundlichen Nachweiſung über Erwerb und Eigenthum und es ergeht deßhalb dieſe öffentliche Aufforderung, — Anſprüche irgend einer Art an die voran⸗ gefuhrten 115 ¼ Mark Holz binnen einer Friſt von 6 Wochen bei dem unterzeichneten Gericht ſogewiß anzumelden und zu begründen— als ſonſt die erwähnten Kauf⸗Verträge beſtätigt und der Eintrag im Mutations⸗Verzeichniß verfügt werden wird.
Butzbach am 31. Januar 1855.
eincr Landgericht Butzbach E bel
4275/174,3
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Landrichter.
Eichen⸗Bau- u. Werkholz⸗Verſteigerung. [204] Montag den 19. Februar, Vormittags 10 Uhr, ſoll im Gemeindewald Burggräfenrod, Diſtrikt Unterwald: 7881 Cubikfuß vorzügliches Bau- und Werkholz meiſtbietend verſteigert werden, wobei gegen annehmbare Bürgſchaft Friſt bis 1. September 1855 geſtattet wird. Burggräfenrod am 12. Februar 1855. Großherzogliche Bürgermeiſterel Burggräfenrod Moſcheroſch.
Bekanntmachung. [2051] Donnerſtag den 22. d. Mts., Vormit⸗ ſags 10 Uhr, ſoll am Rathhauſe in Butzbach ein ſechsjähriges Wallachpferd, unter den im Termin zu eröffnenden Bedingungen, an den Meiſtbietenden verſteigert werden. Butzbach den 17. Februar 1855. Großherzogliches Ortsgericht Butzbach Seippel.
Oeffentliche Aufforderung. [178] Johannes Dickel von Langenhain, Sohn des Jobann Konrad Dickel und ſeiner Ehefrau, Aang Regine, geborne Rudolph, ſeit langen Jahren abweſend, unbekannt wo? wurde geboren den 12. September 1777 und würde daher jetzt das 77. Lebensjahr bereits zurückgelegt haben. Da ein Seiten⸗Verwandter um Aushändigung ſeines bis jetzt curatoriſch verwalteten Vermögens nachgeſucht hat, ſo wird er aufgefordert, zur Em⸗ pfangnahme dieſes Vermögens binnen einer Friſt von zwei Monaten ſich dahier anzumelden, oder
zu erwarten, daß er für verſchollen erklärt und das Vermögen demjenigen ausgehändigt wird, der ſich als nächſter Verwandter ausweiſt. Butz bach am 7. Februar 1855. Großherzogliches Landgericht Butzbach Ebel,
Landrichter.
Edietalla dung. [1341 Nachdem über das Vermögen des Lud⸗ wig Schild aus Hochweiſel von Großherzoglichem Hofgerichte der Provinz Oberheſſen der formelle Concurs erkannt worden iſt, ſo werden bekannte wie unbekannte Gläubiger zur Geltendmachung ihrer Anſprüche, ſowie zur weiteren Beſchluß⸗ nahme auf Freitag den 16. März l. 32 Vormittags, bei Vermeidung des ſtillſchweigend eintretenden Ausſchluſſes von der Maſſe und Annahme des Beitritts zum Beſchluſſe der Mehrheit der er⸗ ſchienenen Gläubiger biermit vorgeladen. Zugleich werden der unbekannt wo abweſende L. Schild, insbeſondere aber deſſen Ehefrau zur Geltendmachung ihrer Rechte auf obigen Termin hiermit vorgeladen, widrigenfalls ein Curator für ſie beſtellt und mit dieſem lediglich verhandelt werden wird. Butzbach den 24. Januar 1855. Großberzogliches Landgericht Butzbach Ebel, A Muth, Landrichter Landgerichtsaſſeſſor.
Edietalladung. L206] Der im Jahr 1781 geborne, ſeit etwa 50 Jahren abweſende Johann Heinrich Obhaus von Oberwollſtadt, oder deſſen allenfallſige Leibes⸗ oder Teſtamentserben werden aufgefordert, ſich unter geböriger Legitimation, wegen Empfang⸗ nahme des jenem gehörigen, ſeither curatoriſch verwalteten Vermögens ſogewiß binnen 3 Mo⸗ naten von heute an bier anzumelden, als ſonſt daſſelbe den bekannten nächſten Seitenverwand⸗ ten, Georg Stockhaus Frau und M. V. rich zu Bornheim eigenthümlich ohne Caution überlaſſen werden wird. Friedberg am 12, Februar 1855
Großherzogliches Landgericht Friedberg
Hofmann.
Helf⸗
Immobiliar-Verſteigerung.
[1471 Donnerſtag den 22. März d. J., Vor⸗ mittags 10 Uhr, werden in hieſigem Rathhauſe die den Konrad Schlechtwegs Erben zuſtehenden Immobilien, als:
Gemarkung Friedberg:
Pag. No. Flur No. Klftr.
38/224 2 473 22½0 Hofraithe in der Stadt,
gibt an Herrn von Rau 1 fl. 48 kr. Gemarkung Fauerbach II.:
35/49 257 Ruthen Acker obig dem Dienheimer⸗ pfad, gibt 2½ kr. Til⸗ gungsrente,
475% 30%„ Aceker in den Brückengärten,
öffentlich meiſtbietend verſteigert.
Friedberg den 3. Februar 1855. In Auftrag Großberzoglichen Landgerichts Friedberg Großherzogliches Ortsgericht Friedberg: Bender, Ortsgerichtsvorſteher.
Stehe enerung. [1881 Die Lieferung von 550 Gebund Korn⸗ ſtroh zum Füllen der Betten des 2. Bataillons 4. Infanterie Regiments ſoll Donnerſtag den 22. dieſes Monats, des Vormittags um 10 Uhr, auf dem Soumiſſionsweg vergeben werden. Die Bedingungen können in dem Bäreau des Verwaltungsraths genannten Bataillons eingeſehen werden. Friedberg den 14. Februar 1855. In Auftrag des Verwaltungsraths: Nico la, Oberquartiermeiſter.
Obligations ⸗ Verlooſung. 1207] Bei der beute dahier ſtattgefundenen Ver⸗ looſung der bieſigen Partial-Obligattonen des Anlebens von 1840 wurden die Nummern 3, 5, 28 und 31, jede zu 100 fl. zur Rückzablung gezogen, was mit dem Anfügen zur öffentlichen Kenntniß gebracht wird, daß gegen Rückgabe der betreffenden Obligationen nebſt den noch nicht fälligen Zinscoupons die Beträge bei der Gemeindekaſſe dahier oder bei dem Handlungs⸗ hauſe Lindbeimer zu Friedberg in Empfang ge⸗ nommen werden können, die Verzinſung jedoch am 31. März d. J. aufbört.
Büdesheim den 8. Februar 1855. In Erledigung der Bürgermeiſterſtelle: Dietz, Beigeordneter.
Zum Ausleiben.
Ti36] Ju der Kirchenkaſſe zu Steinfurth liegen
Gulden richtliche Ver⸗
gegen doppelte ge ſicherung zum Ausleihen bereit.
A. Orth, Pfarrvicar.


