62 5
zung der Kinder der verſt. Molitoriſchen Eheleute zu Ockenheim von 110 fl. an die kath Kirche daſ. zur Abhaltung zweier Seelen⸗ ämter für ihre verſtorbenen Eltern und Schweſtern;— 7. des Schneidermeiſters Pimper zu Offenbach an das Hospital für Dienſt⸗ boten daß, beſtehend in ſeinem geſammten Nachlaſſe im ungefahren Betrage von 1000 fl. 8. des Heinrich Klippel zu Wackernheim an den evang Kirchenfonds daſ. im Betrage von 100 fl. zu Gunſten der daf, evang. Armen;— 9. Schenkung der Wittwe Eliſ. Michel, geb. Belluf, zu Gundheim von 100 fl. an die kath. Kirche daſ. für die Abhaltung eines jährlichen Seelen⸗ und Engelamtes;— 10. Legate der zu Frankfurt a. M. verſt. Wittwe Jeanetle. Guldenſtein im Geſammkbetrage von 14,100 fl. an die iſrael. Retigionsgemeinde zu Mainz;— 11. Vermachtniſſe der Ehefrau des Franz Bauer zu Seligenſtadt: für den Armenfonds das. 64 fl 50½ kr., die kath. Kirche zur Abhaltung eines Jahresgedachtniſſes für ſie und ihren Ehrmann 42 fl. 25 ½ kr., die kath. Kirche zu Kleinwelzheim 129 fl. 40 ½ kr. und weiter: für dieſelbe Kirche 32 fl. 25 kr. zur Abhaltung eines Jahrgedächtniſſes für ihre verſtorbenen Eltern und ihre. Schweſtern; für die kath. Kirche zu Mainflingen zur Abhaltung eines Jahres⸗ gedächtniſſes für den verſtorbenen Pfarrer Burkhardt 2 fl. 25 tr.— 12. Stiftung der Margaretha Pfeifer von Mainz an das Vincenz⸗ und Eliſabethen-Hospital zu Mainz, beſtehend in ihrem geſammten Nachlaſſe im ungefähren Betrage von 1800 bis 1900 fl., von welchem Nachlaſſe jedoch jährlich 5 pCt. Zinſen der Schweſter der Erblaſſerin, ſo lange ſolche lebt, ausbezahlt, und ferner gleich nach der Erblaſſerin Tod 10 fl. unter Arme vertheilt und 33 fl. zur Anſchaffung von Er⸗ bauungs- und belehrenden Gebetbuchern fur Arme verwendet werden ſollen;— 13. Schenkung des kath. Pfarrers Bender zu Ockenheim von 235 fl. 48 kr. an den daf. kath. Kirchenfonds zur Stiftung eines jährlichen Seelenamtes und zu Gunſten der Armen daſelbſt; 885 14. Schenkungen der Chriſtina Emmrich, der Heinrich Schmidt's Eheleute, der Chriſtoph Wollrab's 11. Wittwe, geb. Helmerich, des Georg Forg, Müller, des Andreas Fauſt 1., Gutsbeſitzers, des Joh. Fauſt 11., Ackersmann, ſammtlich von Armoheim, des Se⸗ baſtian Schmidt, Ackersmann, und Phil. Heinrich Weis, Gutsbe⸗ ſitzers, von Schimsheim, an die kath. Kirche zu Armsheim reſp. Schims⸗ beim im Betrage von 2007 fl., und zwar an Legenſchaften 3 Morgen 5 Klafter, theils Ackerland, theils Weinberge, zu 842 fl. veranſchlagt, und an Capitalien 1165 fl.;— 15 Scheukung des Pfarrers Horn zu Morlenbach von 120 fl. an die kath. Kirche daſelbſt zur Abhaltung zweier jährlichen Engelämter;— 16. Schenkung der Kinder und Erben der verſt. Wittwe des Joh. Kling zu Freiweinheim an die kath. Kirche daſelbſt, beſtehend in einem ſteinernen Kreuze mit einem Chriſtuskorper, im Kunſt⸗ und Arbeitswerth von 150 fl., zur Aufſtel⸗ lung als Grabmal auf dem Begräbnißplatz ihrer Mutter;— 17. Ver⸗ mächtniß der verſt Rentnerin Margarethe Reinhard zu Mainz von 200 fl. an den Centralarmenfonds daf;— 18. des ehemal. Ober⸗ feldarztes im k. k. öſterr. Reg Erzherzog Rudolph, Dr. Glanz zu Oberingelheim an die kathol. Kirche daß von 150 fl. zur Abhaltung eines Jahresgedächtniſſes;— 19. Schenkung des Carl Joſ. Kraatz von St. Petersburg an die Gemeinde Breßenheim von 150 fl. zur Unterſtützung der Armen.(Schluß folgt.)
Die Erbſchleicher. (Fortſetzung.) 1 5 So waren Nat Norton's Verwandte, welche mit ihm
in unſerm ſtillen Städtchen lebten, nach Charakter und äußeren Verhältniſſen beſchaffen. Der reiche Mann be— ſuchte ſie nur ſelten in ihren Behauſungen, und noch weit feltener fanden ſie Zutritt in der ſeinigen; aber er war zwiſchen ihnen Ziel und Band der Hoffnung wie der Eifer— ſucht. Die Mathewſons hofften zuverſichtlich, Nat's gan— zes Vermögen in Kapital- und Grundbeſitz werde an ſie fallen, in Anbetracht ihrer nahen Verwandtſchaft mit ihm und der ehrenhaften Stellung ihres Hauſes. Die Weathe— ralls ſchmeichelten ſich, der alte Nat werde einer fleißigen unternehmenden Familie den Vorzug vor den anderen Ver— wandten, geben, und Cato ſprach ſchon im Vertrauen da— von, er werde in dieſem glücklichen Falle das Format des „Troyaners“ vergrößern,— nicht zu gedenken der vielerlei weiteren Ideen, welche die Familie noch ausführen wollte, falls die Erbſchaft eingethan ward. Mrs. Naresby ſprach mit großer Beſtimmtheit davon, daß die Predigten ihres Mannes aus dem Ertrag der Erbſchaft gedruckt werden ſollten; und die drei alten Schweſtern hielten es für rein unmöglich, daß der alte Erblaſſer ihrem Weſtland nicht den größten Theil ſeines Vermögens vermache. Ob Weſtland ſelbſt ſich große Hoffnungen auf dieſe Erbſchaft machte oder
7
nicht, kann ich ihnen nicht ſagen; aber nicht nut die Ver⸗ wandten, ſondern die ganze Stadt war darüber einig, daß
von der dereinſtigen Hinterlaſſenſchaft des alten Nat gar
nichts an die Bennetts kommen würde. Ein Mann, der vom Beſitzer eines großen Landguts zu einem Handwerker heruntergeſunken, konnte in Nat Norton's Augen keine Ver⸗ gebung finden; überdieß führte Bennetts älteſte Tochter ja einen Taufnamen, welcher dem alten Nat in den Tod zuwider ſein mußte, weil er ihn an die treuloſe Beſſy Bright erinnerte. Kurzum, es war ausgemacht, der alte Nat hatte ſeine Hand von Jonathan und ſeiner Familie abgezogen.— Gibt es etwas Seltſameres, um nicht zu
ſagen Komiſcheres, als derlei ſelbſtſüchtige Berechnungen
und Hoffnungen auf Erbſchaften?„Jeder Menſch hält die andern für ſterblich, nur ſich ſelbſt nicht,“ ſagt Poung; und in der That zeigt ſich des Einzelnen gänzliches Ueber⸗ ſehen ſeines eigenen Antheils an der Nichtigkeit und Un— beſtimmtheit dieſes Erdenlebens niemals deutlicher, als in dieſen Erwartungen, die man auf Teſtamente ſetzt.
Jede Familie von Norton's Verwandten beſtritt die Anſprüche der Anderen auf Nat's Teſtament und Erbfolge. Es war die Quelle eines fortwährenden wiewohl geheimen und gedämpften Zwiſtes, welchen jede Familie nach ihrer Weiſe fortführte, mit Ausnahme der armen Leutchen im Skim⸗Gäßchen, welche zum Voraus überzeugt waren, daß ſie bei der künftigen Erbſchaft leer ausgehen würden.— So ſtanden die Sachen, als eines Morgens ganz Troy durch die Nachricht erſchreckt wurde, der alte Nat Norton ſei von dem Weißbindergerüſte aa einem ſeiner Häuſer, woran er eben bauliche Veränderungen vornahm, herunter— geſtürzt. Er hatte zwar keinen Arm oder Bein gebrochen, aber er war ſehr übel auf, und der Arzt fürchtete, der alte Mann möchte ſich innerlich einen Schaden gethan haben. Die Aufregung zu beſchreiben, welche dieſe Kunde verurſachte, würde eine gewandtere Feder erfordern als die meinige. Die Mathewſon gingen ungewöhnlich frühe aus und eilten zu dem Kranken; die Weatheralls ließen ihre verſchiedenen Geſchäfte und Erbwerbszweige ſtehen; und die drei alten Frauen von der Familie Weſtland waren in ihrem ganzen Leben noch nie ſo ſchnell über einen öffent⸗ lichen Platz gelaufen. Nat's Haus war der Vereinigungs— punkt, und die Beweiſe von Liebe, Beſorgniß, Zärtlichkeit und Rückſicht, welche an den noch immer verſchloſſenen mürriſchen Mann verſchwendet wurden, machten ſelbſt Cäſar erſtaunen. Es war nicht Eines unter ihnen, Jung und Alt, Mann oder Frau, das nicht von Herzen erbötig ge— weſen wäre, ſogleich ſeine Wohnung in Nat's Hauſe auf⸗ zuſchlagen und ihn Tag und Nacht auf das Emſigſte zu verpflegen. Ja Einige ſchienen in Betreff dieſes Punktes ſo feſt entſchloſſen und ihrer Sache ſchon ſo gewiß, daß die ältere Miß Weſtland eine weibliche Arbeit, Mrs. Weatherall ein neuerſchienenes Kochbuch, das ſie ſtudiren, und Mrs. Mathewſon gar ein halbes Ries Briefpapier mit Halbtrauer-Linien und ihr Reiſeſchreibpult mitgebracht hatte, um Briefe uber den guten alten Mann und ſein Befinden an alle ihre Freunde und Bekannten in der ganzen Union zu ſchreiben. f
Eine hohe Autorität ſagt uns, daß wer nach Gewinn trachtet, mache ſich Unruhe in ſeinem Hauſe, und man kann füglich hinzuſetzen: auch in den Häuſern Anderer. Die lang unterdrückte Eiferſucht ſeiner Verwandten brach los um Nat's Krankenbett. Doctor Adolphus legte eine mehr als gewöhnliche Geringſchätzung für die Weatheralls an den Tag, und die Damen ſuchten einander beinahe von dem Krankenbette hinwegzudrängen. Das war alſo Alles was Nats Norton's Scharfſinn, Mühe, Sparſamkeit und bedächtiges Aufzeichnen ſein ganzes Leben hindurch ihm
**
Braunfels 1280/ 14
4275/70
C6 gehen f welche zur Gambach geh tract vom 2 Gambach ver 4262/II0a wache ſeuhet in Pohglgone dleſet Ab. u niß gewahnt Jun von S der Agnalen marken an d und es soll werden. Es Nuchweſſung es ergeht d — Afſprüch führten I) bon 6 Wog ſogewiß anz ſonſt die erm der Einktag werden wird Butzbach
GN
Eichen⸗Ba Il] Mor 10 Mr, sol Diſtrin n 7 lheiſtbieten anliehmba 1855 gef Burgg Großherzog


