Ausgabe 
18.12.1855
 
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131

er mit ſeinen Söhnen und ſeiner Schwiegertochter im Schloſſe das heilige Abendmahl.

Am erſten Oſtertag legte er ſich ermattet zu Bette und ſtarb am zweiten Abends gegen 5 Uhr mit den Worten: Vater in deine Hände befehle ich meinen Geiſt. Es war der 3. März 1567.

Sein älteſter Sohn, Wilhelm IV., erhielt die Hälfte des Landes und Kaſſel als Reſidenz; der zweite, Ludwig IV., ein Viertheil mit der Hauptſtadt Marburg; der dritte, Philipp II., ein Achttheil, die Niedergrafſchaft Katzenellen bogen, in welcher Rheinfels lag; der vierte, die Ober⸗ grafſchaft Katzenellenbogen mit dem Wohnſitz zu Darm ſtadt.

Die Reimchronik ſagt von ſeinem Tode:

Im Land ein großer Riß geſchah, Ein' treuen Vater hat's verlor'n, Wie man ſeithero hat erfahr'n.

Der arme Mann fühlt es mit Noth, Und klagt des frommen Fürſten Tod. Mit Nägeln ſollt ausgraben gern, Wenn's möglich wär' den alten Herrn.

Der Schreiber fügt hinzu: Das Andenken des Gerechten bleibet in Segen? Was ſagt der Leſer?

L Oo k ales.

5* Auf unſerem letzten Fruchtmarkte waren zwar viele ſchon vorher angekündigte Zufuhren ausgeblieben, weil das Befahren der von einer glatten Eisdecke überzogenen Wege für die mit Rindvieh beſpannten Fuhr⸗ werke unmöglich gemacht war, dennoch aber wurden 260 Mltr. Waizen und kleinere Quantitäten anderer Fruchtgattungen aufgefahren. Während im Laufe der vorigen Woche der Waizen zu fl. 17. 4045 kr. von Händlern auf dem Lande angekauft wurde, war derſelbe auf dem Markte willig zu fl. 18. 10 bis 18. 20 kr. an den Mann zu bringen, ein neuer Beweis, daß unſere Landleute wohl daran thun, ihre Frucht zum Markte zu bringen. Der Mehrerlös wiegt die Transport⸗ koſten, Zeit und Mühe, doppelt auf und der Landmann hat für die ver⸗ kaufte Frucht ſeine klingende Münze in der Taſche, während gar Mancher, der ſchon vor Wochen zu Hauſe verkaufte, die Speicher jetzt noch voll liegen hat, und zuwarten muß, bis dem Käufer das Abholen gefällig iſt. Unter den Käufern ſahen wir diesmal außer den hieſigen Groß⸗ händlern wieder mehrere bedeutende Mühlenbeſitzer der Umgegend, welche ſeit Aufhebung der Zwangsmärkte ſeltener anweſend waren. Ihr fer⸗ nerer Beſuch gewährt den Producenten neue Ausſicht für ſicheren Abſatz.

Bekanntmachungen von Behoͤrden und Privat⸗Anzeigen.

Edietalla dung. 0 werden alle, welche Anſprüche an dieſe Immo⸗ A u ff o r d er un 1

11764] Die Landgräfl. Heſſ. Landesregierung hat durch Verfügung vom 19. d. M. über den Nachlaß des verſtorbenen hieſigen Bürgers Georg Volk 1. den Concurs erkannt und un⸗ terfertige Stelle mit deſſen Leitung committirt. Es werden daher alle diejenigen, welche For⸗ derungen an dieſen Nachlaß zu machen haben, hiermit vorgeladen, dieſelben im Termine

bilien haben, zu deren Begründung in obigem Termin unter dem Rechtsnachtheile aufgefordert, daß ſonſt den Kaufbpriefen die richterliche Be⸗ ſtätigung ertheilt, und der Eintrag im Muta⸗ tionsverzeichniß verfügt werden wird. Friedberg, den 20. November 1855.

Großherzogliches H o

[1832] Alle, welche an die Großherzogliche Taubſtummen⸗Anſtalt oder ihre Zöglinge eine Forderung aus dem Jahre 1855 zu machen haben, ſind eingeladen, die betreffenden Rech⸗ nungen, ſofern dieß noch nicht geſchehen iſt, im Laufe dieſes Monats einzureichen. Friedberg den 15. Dezember 1855.

Großh. Direction des Taubſtummen⸗Inſtituts

Landgericht Friedberg f mann.

Freitag den 4. Januar 1856, 1 Vormittags n 9 Uhr, ſo gewiſſer dahier anzumelden und zu begrün⸗ den, als die nicht Erſcheinenden von der vor⸗ handenen Maſſe ausgeſchloſſen werden ſollen. Der Präcluſivbeſcheid wird übrigens nur auf der Amtsſtube eröffnet. Homburg, den 24. November 1855. Landgräflich Heſſiſches Juſtiz⸗-Amt 8 t

Haupt. im Ried,

* verſteigert, ohne das Eigenthum vollſtändig Auf deßfallſigen Antrag werden alle, welche Eigenthums- oder ſonſtige Anſprüche auf dieſe Grundſtücke bilden zu kön⸗ nen vermeinen, zu deren Anzeige binnen

6 Wochen

Edietalladung. L17651 Bekannte und unbekannte Gläubiger des Johannes Schlitz II. und Ehefrau zu Nie⸗ dermörlen, über deren Vermögen Concurs er⸗ kannt iſt, haben Anſprüche jeder Art an das

nachweiſen zu können.

Edictalla dung. 117671 Die Wittwe des Großherzoglichen Hof gerichtsſecretärs Pabſt und deren Kinder in Gießen haben folgende Grundſtücke: Gemarkung Friedberg: Flur IV, Nr. 26, 76 Kl., am Soderweg, Gemarkung Ockſtadt: Flur 26, Nr. 9 und 99, 9 und 10 Klafter,

Dr. Matthias.

Edictalla dung.

1833] Gotthard Walther zu Bauernheim will die in daſiger Gemarkung gelegenen Grund⸗ ſtücke

VII 199 Wieſe im Wieſengrund,

VII 296 Wieſe daſelbſt, ſo ihm zugeſchrieben find, ſodann das noch auf den Namen des Konrad Bingel in Dorheim ſtehende, angeblich durch Verjährung erworbene Grundſtück 11 214= 161 Klftr. Acker auf die Schwalheimer Grenze veräußern, kann aber ſein Eigenthum nicht nachweiſen. Auf geſtellten Antrag werden Alle, welche Anſprüche auf jene Grundſtücke zu haben vermeinen, zu deren An⸗

ſelbe von heute an, unter dem Präjudize aufgeſor⸗ zeige

Mittwoch den 23. Januar 1856, Morgens 9 Uhr, zu liquidiren, gegenfalls ſie von der Maſſe ohne beſonders zu erlaſſendes Präcluſivdecret ausge⸗ ſchloſſen ſind. In demſelben Termin ſoll über Beſtellung und Verpflichtung eines Maſſecura⸗ tors, Ernennung eines Gläubigerausſchuſſes

fügt wird.

dert, daß ſonſt die Kaufbriefe beſtätigt werden, und der Eintrag in's Mutationsverzeichniß ver⸗

Friedberg, den 26. November 1855.

Wephesece Landgericht Friedberg H o

binnen 3 Monaten unter dem Rechtsnachtheile aufgefordert, daß ſonſt die Kaufbriefe die gerichtliche Beſtätigung, resp. nach vorheriger Einſchreibung des Gott⸗ hard Walther als vermutheten Eigenthümer im Grundbuche ertheilt, ſofort der Eintrag im Mu⸗

mann. 5 1. 5 tationsverzeichniß verfügt werden wird.

und Veräußerung der zur Maſſe gehörenden Immobilien Beſchluß gefaßt werden; nicht per⸗ ſönlich erſcheinende, und auch nicht durch Spe cialbevollmächtigte vertretene, werden in jenen Beziehungen als der Mehrheit der eine deßfall⸗ ſige Erklärung ſelbſt abgebenden Gläubiger bei tretend angeſeben werden. Da ſodann folgende im Beſitze des Cridars befindliche Immobilien: 1 549/25, 163/206, 163/207 a, 388/20, 107/63, 550/28, 553/42, 573/la; III 377/83; II 585/86, 585/87, 585/87 a; 1 580,3 1ia, 581/36, 59½½/2a; III 44/1, 463/83; II 285/65, 286/66; 11 329,9, 442/26, 456/&45a; III 5056; 11 463/69; III 180/16; 1 355,66; III 3774; 11 291/91, 31/138, 31/139, 52/81; 1 13/83;

Edietalladung. [18051 Suſanne Vogt dahier hat im Jahre 1813 bei Adam Vogt dahier ein Capital von 60 fl. entliehen, das beſcheinigtermaßen abgetra⸗ gen ſein ſoll. Da die Hypothek angeblich ver⸗ loren gegangen, ſo ergeht an diejenigen, welche noch Anſprüche aus ſolcher herleiten, und den Fortbeſtand der Verpfändung behaupten wollen, öffentliche Aufforderung, ſolches ſogewiß binnen 6 W'̃o hier anzuzeigen, als ſonſt die gedachte Hypothek für erloſchen erachtet, und der Eintrag in den Hypothekenbüchern geſtrichen werden wird. Friedberg, den 29. November 1855. Gebesee Landgericht Friedberg H o

Friedberg den 11. Dezember 1855. Großherzogliches Landgericht Friedberg Hofmann.

Edietalla dung.

[1834] Ueber das in nur etwa 100 fl. be⸗ ſtehende mit 2044 fl. überſchuldete Vermögen des Heinrich Markus Hirſchſprung von hier iſt Concurs erkannt worden. Anſprüche an die Maſſe, wenn ſolche nach dieſen Umſtänden über⸗ haupt von nicht bevorzugten Gläubigern geltend gemacht werden wollen, find bei Meidung Aus- ſchluſſes Mittwoch den 6. Februar 1856

hier anzuzeigen, wo auch von der Mehrheit der erſcheinenden Gläubiger Beſtimmungen wegen der Wahl und Cautionsleiſtung eines Maſſe⸗

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mann.

II 272/10 a, 9/40, 697/84; III 337/28, 402/30, verſteigert worden und deſſen Eigenthumsrechte daran nicht allenthalben nachgewieſen ſind, ſo

Kapitalausleibung.

[1831] 678 fl. liegen zum Ausleihen bereit bei Vormund Chriſtoph Orth zu Oberrosbach.

curators gefaßt werden ſollen. Friedberg am 10. Dezember 1855. Großherzogliches Landgericht Friedberg Hofmann.