Gymnaſium zu Bensheim Billhard zum Lehrer der Naturwiſſen⸗ ſchaften an dem Gymnaſium zu Mainz;— den Reallehrer Dr. Schleu ß⸗ ner zu Darmſtadt zum Lehrer an dem Gymnaſium zu Worms zu ernennen;— dem Reallehrer Dr. Büchner zu Mainz die erledigte Lehrerſtelle an der Realſchule zu Darmſtadt mit gleichzeitiger Ver⸗ wendung an der höheren Gewerbſchule daſ.;— 27. Sept. dem Schul⸗ vicar Blickhahn zu Friedberg die Lehrerſtelle an der Mittelklaſſe der Muſterſchule daſelbſt, und dem Schulvicar Sauer zu Weiterſtadt die 1. evangel. Schullehrerſtelle daſelbſt zu übertragen;— den Pro⸗ feſſor der Mediein Dr. Bruch zu Baſel zum ordentlichen Profeſſor bei der mediciniſchen Facultät an der Landesuniverſität Gießen, ins⸗ beſondere für die Lehrfächer der Anatomie und Phyſiologie, zu er⸗ nennen und in der gedachten Eigenſchaft zu berufen;— den von dem kath. Geiſtlichen zu Bensheim und dem Ortsvorſtande zu Fehlheim auf die kath. Schullehrerſtelle zu Fehlheim präſentirten Schulvicar Selbſt für dieſe Stelle zu beſtätigen;— 1. Oct. den Oberförſter der Oberförſterei Rainrod Brumhard zu Schotten zum Oberförſt. der Oberforſterei Dudenhofen, den Oberförſter der Oberförſterei Eichel⸗ ſachſen Ur. Juſtus zu Schotten zum Oberfoͤrſter der Oberförſterei Rainrod und den Oberförſter der Oberförſterei Düdelsheim Hoff⸗ mann zu Düdelsheim zum Oberförſter der Oberförſterei Eichelſachſen zu ernennen;— IV. Concurrenz für: die 1. evang., Schulſtelle zu Bromskirchen mit 296 fl. 16 kr. jährlich nebſt 4 Stecken buchen Scheitholz für Heizung des Schullocals.
Nr. 35 vom 23. October: 1. Das aus 16 Artikeln be⸗ ſtehende Geſetz vom 12. Oetbr., die Aushebung der für den Kriegs⸗ gebrauch nöthigen Pferde betreffend.— II. Großh. Verordnung vom 19, Octbr., den Verkehr mit Getreide, Mehl und Kartoffeln ſowie mit Brod betreffend, welche Folgendes verfügt:„Wir haben Uns in Rückſicht auf die Ergebniſſe der diesjährigen Erndte, namentlich der faſt allgemein reichlich ausgefallenen Kartoffel-Erndte bewogen ge⸗ funden, die Beſtimmungen in den 88. 1, 2, 3 und 6 bis 11 Unſerer Verordnung vom 27. Sept. v. J. den Verkehr mit Getreide, Mehl und Kartoffeln, ſowie mit Brod betr., und die Vorſchriften der Be⸗ kanntmachung vom 23. Oct. 1854 über denſelben Gegenſtand von dem Tage des Erſcheinens gegenwärtiger Verordnung im Regierungs⸗ blatte an außer Wirkſamkeit zu ſetzen, mit dem Vorbehalte jedoch, daß die Vorſchriften jener Verordnung oder einzelne derſelben von neuem werden erlaſſen werden, ſobald Mißbräuche oder ſonſtige Ereigniſſe dies nöthig machen ſollten.“— III. Niederſchlagung einer Umlage der israelltiſchen Religionsgemeinde Urberach von 50 fl. für 1854. — IV. Ordensbverleihungen. S. K. H. der Großherzog haben allergnädigſt zu verleihen geruht; am 11. Juli dem Gräaflich Erbach⸗Erbachiſchen Kammerdirector Eſchborn das Ritterkreuz des Verdienſtordens Philipps des Großmüthigen,— 13. Juli dem Haupt⸗ zollamtsaſſiſtenten Erb zu Mainz das Ritterkreuz 2. Kl. des Luve⸗ wigsordens;— 25. Aug. den Kaufleuten Louis Zöppritz und Wil⸗ helm Schwab in Darmſtadt das Ritterkreuz und dem Schiedemeiſter in der Zeughauswerkſtätte, Krichb aum, das ſilberne Kreuz des Verdienſtordens Philipps des Großmüthigen,— 17. Sept. dem Schiffer Heinrich Krämer in Nierſtein das allgemeine Ehrenzeichen mit der Inſchrift:„Für Rettung von Menſchenleben“.— V. Ermächtigung zur Annahme eines fremden Ordens. Am 1. Oct. dem Kö⸗ nigl. Bayeriſchen Kammerherrn Sigismund Frhr. v. Boineburg⸗ Lengsfeld zu München für den ihm von Sr. Maj. dem König von Preußen verliehenen Johanniter-Orden.— VI. Vertheilung von Preis medaillen in demphilologiſchen Seminar zu Gießen. Folgenden ordentlichen Mitgliedern genannten Seminars, Studierende der Philologie, wurden am Schluſſe des Sommerſemeſters 1855 Preiſe zuerkannt: Franz kaver Stoll aus Mainz der 1. Carl Ludwig Schall von da der 2, Carl Voigt aus Darmſtadt der 3. Preis. VII. Patentertheilung; am 3. Octbr. dem Maſchinenfabrikanten C. Schlickeiſen zu Berlin für die nächſten 5 Jahre das Recht, die von ihm an Thonſchneidmaſchinen angebrachten, durch Zeichnung und Beſchreibung näher erläuterte Vorrichtung zum Auswerfen oder Hin⸗ ausdrücken des Thons aus der Maſchine, im Umfange des Großher⸗ zogthums allein in Anwendung bringen zu dürfen.— VIII. Dienſt⸗ nachrichten. S. K. H. der Großherzog haben allergnädigſt geruht: am 15. Mai dem Schulvicar Eſcher zu Richen die 1. evang. Schullehrerſtelle zu Großzimmern,— 3. Oct. dem Schulvicar Schnei⸗ der zu Haſſenroth die evang. Schullehrerſtelle zu Henbach;— 5. Oct. dem Schulvicar Vogt zu Großwinternheim die 2. kath. Knaben⸗ ſchullehrerſtelle zu Finthen zu übertragen;— 8. Oct. den Director und Arzt an dem Landeshospital Hofheim Dr. Hoh enſchild zum Mitglied und Rath bei der Obermedicinaldirection und zum Kreisarzt des Medieinalbezirks Darmſtadt 1. zu ernennen und demſelben zugleich die Stelle eines erſten Hospitalarztes zu Darmſtadt zu übertragen; den Obermedieinalrath Dr. Leydhecker zu Darmſtadt unter Belaſſung ſeiner Stelle als Mitglied und Rath bei der Obermedieinaldirection, zum Kreisarzt des Medicinalbezirks Darmſtadt II. zu ernennen, dem ſeitherigen 2. außerordentlichen pharmaceutiſchen Mitgliede bei der Obermedicinaldirection Obermedieinalaſſeſſor Dr. Winckler zu Darm⸗ ſtadt die etatmäßige Stelle eines außerordentlichen pharmaceutiſchen
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Mitgliedes bei der Obermedieinaldirection unter Verleihung des Charakters als Obermedieinalrath zu übertragen,— 9. Oct. den Obermedieinalaſſeſſor Dr. Pfann müller zu Darmſtadt zum Mit⸗ gliede und Rath bei der Obermedieinaldirection zu ernennen;— 12. Oct. dem Schullehrer Werner, dermalen zu Großzimmern, die evang. Schullehrerſtelle zu Daubringen, dem Schullehrer Gom pf zu Daubringen die evang. Schullehrerſtelle zu Staufenberg, und dem Schulvikar Schwarz zu Bepenheim die 2. evang. Schullehrerſtelle zu Kleinkarben zu übertragen;— IX. Charakterertheilungen: am 22. Septbr, dem Kaufmann und ſeitherigen Präſtdenten des Han⸗ delsgerichts zu Mainz Franz Anton Probſt als„Commerzienrath“z — 1. Oct. dem Poſtexpeditor Schmidt zu Alzei als„Poſtmeiſter“. — X. Dienſtentbindung. In Folge Aufhebung der beſonderen Holzmagazinsverwaltung in Darmſtadt vom 1. Oetbr. 1855 an der als Controleur bei derſelben widerruflich angeſtellte penſ. Lichtkämmerer Momberger von dieſer Stelle.— XI. Verſetzung in den Ruhe⸗ ſtand und Characterertheilung: am 1. Oct. Rentamtmann Stammler zu Battenberg auf Nachſuchen unter Verleihung des Charakters als„Domänenrath“ und in Anerkennung ſeiner langjäh⸗ rigen treuen Dienſte. XII. Geſtorben: am 23. Mai penſ. Schullehrer Kopp zu Gundernhauſen; 8. Juli penſ. Schullehrer Leithäußer zu Eichelſachſenz 16. evang. Pfarrer Knabe zu Selters; 17. penſ. Hofkammerkanzliſt Hahn zu Worms, vormals zu Gießen; 27. evang. Pfarrer Koch zu Homberg a. d. Ohm; 3. Aug. penſ. Aichcommiſſär Pietſch von Mainz; 5. Gerichtsvollzieher Orlemann zu Pfedders⸗ heim; 17. Kreisarzt Dr. Trapp zu Hungen: 23. Diſtrictseinnehmer Bechthold in Nierſtein; 1. Septbr. penſ. Oberſchultheiß Merz zu Eberſtadt, 3. Materialverwalter bei der Main-Weſer⸗Elſenbahn Berle zu Gießen; 5. Hofkantor Glaſer zu Darmſtadt; 5. penſ. Central⸗ einnehmer Hoffmann zu Mainz; 9. Diſtrietseinnehmer Reichenbach in Weſthofen; 19. penſ. Oberſchultheiß Pfersdorf von Oberramſtadt; 19. Penſioniſtin Wittwe Rapp zu Karlshalle; Ortseinnehmer und Chauſſeegelderheber Waigandt zu Neuyſenburg; 24. Landgerichts⸗ aſſeſſor Ellenberger zu Hombergz 26. penſ. kath. Schullehrer Wil d⸗ el Freilaubersheim; 10. Oct. Ortseinnehmer Controleur Frank zu Vilbel.
Loecales.
* Den Leiffungen unſeres durch ſeine tüchtigen Claviere auch in weiteren Kreiſen rühmlich bekannten Mitbürgers, des Inſtrumentenmachers Carl Glück dahier, iſt kürzlich eine neue ehrenvolle Anerkennung zu Theil geworden, indem derſelbe von S. K. H. dem Großherzoge zum „Hofinſtrumentenmacher“ ernannt wurde.— Nach dem Urtheile com⸗ petenter Kenner verdienen die Inſtrumente des Herrn Glück, welche ſich in jeder Beziehung, in Bau wie in Ton, vortheilhaft auszeichnen, in der That die wärmſte Empfehlung, und es iſt nur zu wünſchen, der⸗ ſelbe möge ſich auch ferner in ſeinem Streben von Seiten der Kunſt⸗ und Mufikfreunde unſerer Stadt und Umgegend durch recht viele Auf⸗ träge aufgemuntert und belohnt ſehen, und ſo das Sprüchwort„der Prophet gilt nichts in ſeinem Lande⸗ nicht auch hier ſeine An⸗ wendung finden können.
* Wenn es bei den jetzt ſchon recht langen Abenden einmal an Stoff zur Unterhaltung fehlen will, und wenn es gilt hier aus der Noth zu helfen, der Nauheimer Sprudel iſt gleich bei der Hand, oder richtiger geſagt, er iſt gleich nicht bei der Hand. Wie im letzten Frühjabre nach dem plötzlichen Ausbleiben der Quelle überall mehrere Wochen lang nur geſprudelt wurde, ſo dreht ſich ſeit letztem Sonn⸗ tage vielfach die Unterhaltung aufs Neue um den und die Nauheimer Sprudel oder Strudel, wie es gerade dem Einen oder Anderen mundge⸗ recht iſt. Beide ſeien plötzlich verſchwunden, vexlautete am Sonntag Mor⸗ gen und dieſe Nachricht lockte viele Spaziergänger am Nachmittage nach dem nahen Nauheim, wo man denn auch wirklich eifrig mit Pumpen beſchäftigt war, den älteren gänzlich gefallenen Sprudel wieder zu Tage zu fördern, während der neue, ſog. Rieſenſprudel ebenfalls an Kraft und Stärke bedeutend verloren zu haben ſchien. Man hatte, um die Herausnahme der im Frühjahre eingeſenkten proviſoriſchen Rohre und die Einſetzung neuer zu ermöglichen, an letzterem den Verſuch gemacht, denſelben zurückzudrängen, aber mit dieſem Experiment zugleich auch den erſteren völlig nie dergedrückt, da beide in enger Verbindung ſtehen. Die Anordnungen des Herrn Inſpector Ludwig haben jedoch die in der Tiefe murmelnde Quelle raſch wieder aus ihrem Verſtecke über die Erdober⸗ fläche hervorgelockt, denn heute am 15. Morgens erhebt ſich der Rieſen. ſprudel wieder in ſeiner vollen Kraft und wirft mehr Waſſer als je aus, nämlich 38 ¾ Cubikfuß in der Minute, während auch der altere Sprudel 7¼ Fuß hoch ſteigt und 14% Cubiffuß Waſſer in der Minute gibt. Die Nauheimer haben ſich ſchon einigermaßen an die Launen ihrer „ſchäumenden Najade“ gewöhnt und ſo ſind ſie diesmal ohne jenen pani⸗ ſchen Schrecken davon gekommen, der bei dem plötzlichen Verſchwinden der Quelle im Frühjahre nur zu deutlich in vielen Phyfiognomien zu leſen war.
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