Oeffentliche Aufforderung. 11484] Joſeph Sulzbach 1. von Oppershofen iſt am 30. Januar l. J. kinderlos und mit Hinterlaſſung zweier letztwilligen Dispoſitionen verſtorben, Inhalts deren er ſeine drei Brüder: Heinrich, Jakob und Michael Sulzbach zu Erben eingeſetzt und noch anderweite Beſtim⸗ mungen getroffen hat. Auf Antrag dieſer Erben wird der abweſende Peter Sulzbach und wer ſonſt Anſprüche an den Nachlaß zu haben glaubt, aufgefordert, binnen einer Friſt von 2 Monaten dieſe Anſprüche ſo gewiß anzumelden, als ſonſt die Anerkennung der vorliegenden letztwilligen Dispoſitionen unterſtellt, der Nachlaß den ein⸗ geſetzten Erben überlaſſen und hinſichtlich der zu demſelben gehörigen Immobilien die zum Eintrag ins Mutationsverzeichniß erforderliche Urkunde ausgefertigt werden wird.
Butzbach den 26. September 1855. Großherzogliches 2 Butzbach Ebel.
Edi ee tale dnn [1534] Auf den Namen der Kirche in Ober⸗ wöllſtadt ſind im daſigen Grundbuche folgende Immobilien:
Flur 1. Nr. 1. Flur 1. Nr. 2. Flur J. Nr. 677. Flur 1. Nr. 712. Flur 1. Nr. 733. Flur 1. Nr. 806. Flur J. Nr. 813. Flur J. Nr. 1220. Flur II. Nr. 195. Flur II. Nr. 259. Flur 11. Nr. 262. Flur III. Nr. 58. Flur III. Nr. 89. Flur III. Nr. 179. Flur III. Nr. 243
und 244. Flur IV. Nr. 54. Flur IV. Nr.
138. Flur IV. Nr. 211. Flur IV. Nr. 224. Flur IV. Nr. 228. Flur V. Nr. 28. Flur VII. Nr. 265. Flur VII. Nr. 267. Flur VII. Nr. 284. Flur VIII. Nr. 31. Flur VIII Nr. 56. Flur VIII. Nr. 189. Flur VIII. Nr. 431. Flur IX. Nr. 43. Flur IX. Nr. 134. Flur IX. Nr. 207. eingetragen, welche dieſelbe durch Verjährung erworben zu haben behauptet, hinſichtlich deren aber ein Erwerbtitel urkundlich nicht nachge— wieſen werden kann.
Auf geſtellten Antrag werden Alle, welche auf die bezeichneten Grundſtücke Eigenthumsanſprüche zu haben behaupten, zu deren Geltendmachung
binnen 3 Monaten,
unter dem Rechtsnachtheile hiermit aufgefordert,
daß ſonſt die Kirche Oberwöllſtadt als vermu⸗
theter Eigenthümer im Grundbuche, nach Wah⸗
rung des erwähnten Erwerbtitels im Mutations⸗
verzeichniß eingetragen wird.
Friedberg den 1. Oktober 1855.
Großherzogliches Landgericht Friedberg Hofmann.
Oeffentliche Aufforderung. [1546] Seine Durchlaucht der Herr Fürſt zu Solms⸗Lich hat mit Zuſtimmung der hohen Agnaten ſeines Hauſes die ihm zuſtehenden An⸗ theile an dem Gambacher Markwald und da⸗ runter auch 4280/ 21¼½ Markholz neben Fürſt zu Solms⸗
Braunfels, an die Gemeinde Gambach verkauft. Es kann jedoch der Erwerb dieſer 21 ¼ Mark urkundlich nicht nachgewieſen werden, und ſind deßhalb Anſprüche irgerd einer Art an dieſelben binnen einer Friſt von 2 Monaten bei unterzeichnetem Gerichte ſogewiß anzumelden, als ſonſt der Kaufbrief beſtätigt und der Ein⸗ trag in das Mutations⸗Verzeichniß verfügt wer⸗ den wird. Butzbach den 10. Oktober 1855.
Großherzogliches Landgericht Butzbach Ebel, Landrichter.
336 Bekanntmachungen von Behoͤrden und Privat-⸗Anzeigen.
Oeffentliche Aufforderung. 1547] Nach einer unterm 16 Juni 1854 in Gambach zu Stande gekommenen Uebereinkunft iſt die geſammte Schäferei-Berechti⸗ gung in Gambacher Gemarkung an die Gemeinde abgetreten und dieſer Vertrag unterm 21. Auguſt v. J. auch von Großherzoglichem Kreisamt Friedberg genehmigt worden. Es fehlt indeſſen die Nachweiſung, daß außer den in der betreffenden Urkunde namentlich aufge⸗ führten Schäferei-Berechtigten keine weiteren exiſtiren, und ergeht deßhalb auf Antrag der Gemeinde dieſe öffentliche Aufforderung, etwaige weitere Anſprüche binnen einer Friſt von
2 Monaten ſogewiß dahier anzumelden, als ſonſt die nach— geſuchte gerichtliche Beſtätigung des Vertrags ertheilt und die zum Eintrag in's Mutations— Verzeichniß erſorderliche Urkunde ausgefertigt werden wird. Butzbach den 11. October 1855. Großherzogliches Landgericht Butzbach Ebel,
Landrichter.
E dietal ladung.
1548] Es wollen folgende Unterflorſtädter Ein⸗ 1 5 die bei ihren Namen bezeichneten Grund⸗ ſtücke:
a. Johannes März zweiter:
Flur 9 Nro. 291. Fl. 2 Nr. 100. Fl. 10 Nr. 29.
(Gemarkung Unterflorſtadt.) b. Adam Petri's Wittwe.
Flur 10 Nr. 389.
(Gemarkung Unterflorſtadt.) c. Peter Schreitz:
Flur 20 Nr. 75(Gemarkung Unterflorſtadt, vormals Birkenſee) und Fl. 1 Nr. 336(Ge⸗ markung Oberflorſtadt)— welches letzte Stück aber im Flurbuch auf Peter Schreitz II. Namen eingetragen iſt, der mit Peter Schreitz identiſch ſein ſoll,— veräußern, ohne urkundlichen Eigenthumsnach— weis erbringen zu können.
Auf geſtellten Antrag werden Alle, welche Eigenthumsanſprüche auf die bezeichneten Stücke erheben wollen, zu deren Anzeige
binnen 60 Tagen
unter dem Rechtsnachtheile aufgefordert, daß ſonſt vorerſt das Stück 1 336 zur Berichtigung auf Peter Schreitz im Flurbuche übertragen werden wird, und dann die Eigenthumsurkunden über ſämmtliche vorgenannte Stücke unter Verfügung des Eintrags ins Mutationsverzeichniß beſtatigt werden ſollen.
Friedberg den 2. Oktober 1855.
Großherzogliches Landgericht Friedberg Hofmann.
Kies ⸗ Lieferung. 11549] Donnerſtag den 18. J. Mts., Morgens um 11 Uhr, wird in hieſigem Rathhauſe die Anlieferung von 2 bis 3 Klafter Kies an den Wenigſtnehmenden verſteigert.
Friedberg den 15. Oktsber 1855. Großherzogliche Bürgermeiſterei Friedberg Ben deer
Güter ⸗ Verpachtung. 11550] Donnerſtag den 18. d. Mts., Morgens um 10 Uhr, werden in hieſigem Rathhauſe nachſtehende ſtädtiſche Grundſtücke auf den Zeit⸗ raum von 3 Jahren meiſtbietend verpachtet: 1 1 am Uſaberg zunächſt des Via⸗
ukts;
2) ein ungemeſſenes Grabſtück, der ſog. Kuh⸗ hirtsgarten am Holzpförtchen. Friedberg den 15. Oktober 1855.
Großherzogliche Bürgermeiſterei Friedberg
Bender.
Eid glad u ng.
[1551] Die zur Joſeph Geck'ſchen Concurs⸗ maſſe dahier gehörige Hofraithe iſt, nach Ein⸗ trag im Hypothekenbuch vom 28. Juni 1784, für ein Darlehen von 100 fl. an Schöff Wör⸗ ner verpfändet. Da, wenn auch die Ablöſung ſehr wahrſcheinlich iſt, doch die quittirte Original⸗ obligation nicht beigebracht werden kann, ſo werden alle, welche aus der fraglichen Ver⸗ pfändung Anſprüche herleiten zu können glauben, aufgefordert, ſolche binnen 6 Wochen ſogewiß bei unterzeichneter Stelle zu begründen, als ſonſt der Pfandeintrag für erloſchen erklärt wer— den wird.
Friedberg am 3. Oktober 1855. Großherzogliches Landgericht Friedberg Hofmann, v. Preuſchen,
Landrichter. Landgerichts⸗Aſſeſſor.
Trauben verſteigerung. 11552] Mittwoch den 17. Oktober d. J., Nach⸗ mittags 2 Uhr, werden die Trauben im vor⸗ deren Hirſchgraben der hieſigen Burg in Ab— theilungen öffentlich an den Meiſtdietenden verſteigert.
Friedberg den 21. Oktober 1855.
Großherzogliches Rentamt Friedberg Dau fer
U
Güter Verſtei gerung. 11536] Mittwoch den 17. Oktober, Morgens um 11 Uhr, werden in hieſigem Rathhauſe nach⸗ ſtehende, der Frau Sekretär Papſt Wwe. in Gießen gehörende, in den Gemarkungen Fried⸗ berg, Fauerbach II. und Ockſtadt liegende Gü⸗ terſtücke einer freiwilligen meiſtbietenden Ver⸗ ſteigerung ausgeſetzt, als:
Gemarkung Friedberg: 2 Flur. Nr. des[IKlfr.
15 Grundſt.
1 4 26 76 Acker am Sodenweg, gibt abgelöſte Grundrente 14 kr. und dem Grafen Schön⸗ born 4½ kr.;
2 10 210 324 Acker im Lachenfeld, gibt 55½ kr. Tilgungsrente,
3 13 185 393 Acker im Großgalgenfeld,
Gemarkung Fauerbach II.: Flurbuch
4 379 27/8 174½ Ruthen in der Gemar⸗ kung Fauerbach II. am Edelspfad, gibt abgelöſte Grundrente 1 fl. 50 kr.,
5 407b 6 131 rechts dem Mainzerthor⸗
weg, Gemarkung Ockſtadt:
Flur 99 28 9 16 Acker, Gewann im Ried an Georg Wagner Ww. zu Friedberg, 7 26 99 10 Acker daſelbſt an Großher⸗ zoglichen Kameralfiskus. Friedberg den 10. Oktober 1855. In Auftrag: Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. Der Vorſteher Be unr
Verſteigerung von Bauarbeiten.
[1553] Die bei Herſtellung und Reparatur des hieſigen Pfarrhauſes erforderlichen Maurerarbeiten, veranſchlagt zu 16 fl. kr. Schreinerarbeiten,„„ 171 30„ Glaſerarbeiten,„„130» 4% Weißbinderarbeiten,„„ 1% 21, ſollen Donnerſtag den 18. dieſ. M. auf der Gemeindeſtube dabier, Vormittags um 10 Uhr, an die Wenigſtnehmenden öffentlich in Akkord gegeben werden. Aſſenheim am 11. Oktober 1855. Großherzogliche Bürgermeiſterei Aſſenheim Sch mi
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