Ausgabe 
16.1.1855
 
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Friedberger Intelligenzblatt.

Erſcheint wö⸗

Einrückungsge⸗ chentlich zweimal,

bühren für die ge⸗ Dienſtag u. Frei⸗ ſpaltene Petit zeile

Allgemeiner Anzeiger für Oberheſſen, tag. Preis jährl. 1 8 5 t 5 9 7 Nate Amts- und verkündigungsblatt für den Kreis Friedberg.

ſammen 7 kr.

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Nu. 5. Dienſtag, den 16. Januar. 1855.

Amtlicher Theil. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg

an die Großherzoglichen Bürgermeiſtereien des Kreiſes. Betreffend: Die Einſammlung der Waiſenbausbüchſengelder.

Indem ich nachſtehend das Verzeichniß der für 1854 eingelieferten Waiſenhausbüͤchſengelder veröffentliche, kann ich nicht umhin, Ihnen unter Bezug auf das Ausſchreiben Großherzoglicher Regierungs-Commiſſion vom 10. Januar 1851, Amtsblatt Nr. 2, wiederholt zu empfehlen, bei allen Veranlaſſungen, bei welchen der Waiſen gedacht werden ſoll, dahin zu wirken, daß hiernach verfahren wird. Friedberg am 5. Januar 1855. leer.

Verzeichni ß der Waiſenhausbüchſengelder, welche aus den Gemeinden des Kreiſes Friedberg fuͤr 1854 eingeliefert worden ſind.

Aſſenheim 2 fl.; Bauernheim 23¼ kr; Beyenheim 1 fl. 4 kr.; Bodenrod; Bönſtadt 1 fl. 8 ¼ kr.; Bruchen⸗ brücken 1 fl. 21 kr.; Butzbach 6 fl. 2 kr.; Fauerbach I. 1 fl. 14 kr.; Fauerbach II. 1 fl. Friedberg 21 fl. 14 kr.; Gambach 1 fl. 18 kr.; Griedel; Hauſen mit Oes; Hochweiſel 31 kr.; Ilbenſtadt 4 fl. 3 kr.; Kirchgöns 18 kr.; Langenhain und Ziegenberg 30 kr.; Maibach 2 fl. 12 kr.; Melbach 45 kr.; Münſter 15 kr.; Münzenberg; Niederflor ſtadt 1 fl. 52 kr.; Niedermörlen 1 fl. 24 kr.; Niederrosbach 1 fl. 16 kr.; Niederweiſel 3 fl. 11 kr.; Niederwöll⸗ ſtadt 4 fl. 37¼ kr.; Oberflorſtadt; Obermörlen 1 fl. 21 kr.; Oberrosbach 4 fl. 38 kr.; Oberwöllſtadt 1 fl. 57 kr.; Ockſtadt 24 kr.; Oppershofen 30 kr.; Oſſenheim 12 kr.; Oſtheim 35 kr.; Pohlgöns 1 fl. 36 kr.; Rockenberg 2 fl. 30 kr.; Söoͤdel 2 fl. kr.; Staaden 27 kr.; Steinfurt 38 kr.; Weckesheim 25 kr.; Wiſſelsheim 34 kr.; Wickſtadt 2 fl. 26 kr.; Wölfersheim kr.; Wohnbach 2 fl. 9 kr.

Das Großherzogliche Landgericht Friedberg an die Großherzoglichen Ortsgerichtsvorſteher des Bezirks. Betreffend: Das Mitbieten der Taxatoren bei gerichtlichen Verſteigerungen von Mobilien.

Nachſtehende Verfügung Großherzoglichen Miniſteriums der Juſtiz theilen wir Ihnen mit, um die betreffenden Perſonen danach zu bedeuten, und die Befolgung zu überwachen. Friedberg den 30. Dezember 1854. J. V. d. L.

Dr. Ir le, Landgerichtsaſſeſſor. (Abſchrift.) ꝛc. an Großh. Hofgericht dieſer Provinz.

Wir haben uns veranlaßt gefunden, für die Fälle, wenn gerichtlich beſtellte Taxatoren bei Verſteigerungen von Mobiliargegenſtäͤnden, deren Abſchätzung ſie zuvor vorgenommen, oder wobei ſie als Ausrufer zugezogen werden, an dem Mitbieten Theil nehmen wollen, nachſtehende Beſtimmungen zu treffen:

1) Den Taxatoren iſt es unterſagt, bei gerichtlichen oder in Auftrag des Gerichts vorgenommenen Verſteigerungen, wenn ſie die Mobilien zuvor abgeſchätzt haben, oder wenn ſie als Ausrufer zugezogen werden, fuͤr eigene Rechnung, oder im Auftrage anderer mit alleiniger Ausnahme der Eigenthümer(pos. 2) mitzubieten, wie auch für ſich durch Dritte bieten zu laſſen. Zuwiderhandlungen werden von dem die Verſteigerung leiten den Gerichte mit Disziplinarſtrafen und in Wiederholungsfällen mit Entfernung des Taxators von ſeinen Functionen geahndet.

2) Der Taxator kann, wenn er als Ausrufer in einem Falle der sub. 1 erwähnten Art thätig iſt, in Auftrag des Eigenthümers eines zum Aufſtriche gebrachten Gegenſtandes auf dieſen mitbieten, in einem ſolchen Falle iſt jedoch, wenn dem Taxator der Zuſchlag ertheilt wird, der Gegenſtand nicht als vom Taxator erworben, ſondern als vom Eigenthümer zurückerſtanden, ſonach auf deſſen Namen in das Verſteigerungsprotokoll einzutragen.

3) Bei allen derartigen Verſteigerungen von Mobilien hat nicht der Ausrufer, ſondern der die Verſteigerung lei tende Commiſſär den Zuſchlag zu ertheilen.

4 Die Erhebung des Erlöſes aus den verſteigerten Mobilien darf der Taxator und Ausrufer nur dann vornehmen, wenn er von ſämmtlichen Intereſſenten ausdrücklich und ſchriftlich zum Erheber beſtellt worden iſt.

in de lo fi Gottwerth.