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Friedberger Intelligenzblatt.
ge Allgemeiner Anzeiger für Oberheſſen, kalen Amts- und verkündigungsblatt für den Kreis Friedberg. ne
„ II. Freitag, den 13. Juli. 1855.
Amtlicher Theil. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an ſämmtliche Großherzogliche Bürgermeiſtereien des Kreiſes. Betreffend: Die Landgeſtütsanſtalt, insbeſondere die Bedeckung der Stuten durch die Landgeſtütsbeſchäler für 1855. Diejenigen von Ihnen, welche noch mit den Verzeichniſſen über bedeckte Stuten für dieſes Jahr oder mit ihren Be— richten, daß keine bedeckt worden ſind, ſich im Rückſtande befinden, haben binnen 8 Tagen unfehlbar deshalb Vorlage zu
machen. 5 Friedberg am 9. Juli 1855. Müller.
An Die ſelben. Betreffend: Die Aufſtellung der Voranſchläge für die Gemeinden des Kreiſes Friedberg für 1856.
Unter Bezugnahme auf mein Ausſchreiben vom 31. Mai v. J., abgedruckt in Nr. 43 des Intelligenzblatts weiſe ich Sie hiermit an, ungeſäumt die Voranſchlagsarbeiten für 1856 in Vollzug zu ſetzen, damit die Einſendung der Voranſchläge in dem auf den 20. Auguſt d. J. hiermit beſtimmt werdenden Termin erfolgen kann, indem eine Erweiterung deſſelben unter keinen Verhältniſſen verſtattet werden darf.
Ich erwarte, daß Sie das allegirte Ausſchreiben, ſowie die zu den Voranſchlägen für 1855 gemachten Bemerkungen und gegebenen Entſchließungen pünktlich beachten und in dem Berathungsprotokoll bei Rubrik 65. genau angeben, fur welches Jahr der eingetragene Jagdpacht in Einnahme erſcheint, um beurtheilen zu können, ob die Vereinnahmung auch, wie vorgeſchrieben, in dem Jahre ſtatt findet, in welchem derſelbe fällig iſt.
Der Beitrag zum Provinzial⸗Schulfonds iſt der Gleichförmigkeit wegen überall unter Ord. Nr. 135 zu wahren und in den Gemeinden, welche Forſtſtrafantheile beziehen, dieſe(Amtsblatt Nr. 2 von dieſem Jahre) unter Rubrik 5„von Waldungen, in Einnahme vorzuſehen. 7
Ebenſo iſt mein Ausſchreiben vom 20. April d. J. Intelligenzblatt Nr. 32. hinſichtlich der Verrechnung der Miethe für das Lokal zur Steuererhebung unter Ord. Nr. 118 des Voranſchlags zu beobachten.
Friedberg am 10. Juli 1855. Müller.
A if ſel en. Betreffend: Die Aufſtellung der Viehſtandstabellen für 1855.
Indem ich Ihnen nunmehr die wirkliche Aufſtellung der Viehſtandstabellen auftrage und anfüge, daß diejenigen von Ihnen, die wegen Mißverſtändniſſes meines Ausſchreibens v. 25. v. M. ſolche ſchon aufgeſtellt haben, dieſelben umarbeiten und einſenden müſſen, bemerke ich zugleich, daß von Ihnen folgende Durchſchnittspreiſe bei Aufſtellung dieſer Tabellen zu Grunde zu legen ſind und zwar fuͤr
ein Pferd 119 fl.; ein Fohlen 66 fl.; einen Bullen 79 fl.; einen Ochſen 90 fl.; eine Kuh 61 fl.; ein Rind 31 fl.; ein Schaaf 7 fl.; ein Schwein 12 fl.; eine Ziege 5 fl.; einen Eſel 16 fl.; ſowie endlich, daß im übrigen die Vermehrung oder Verminderung des Viehſtandes in den Begleitungsberichten vorſchrifts— mäßig zu erläutern iſt. Bis zum 20. Juli d. J. ſehe ich der Einſendung bei Meidung der Abholung entgegen Friedberg am 10. Juli 1855. Müller.
E- in Ladung.
Donnerſtag den 26. Juli d. J. Nachmittags 1 Uhr findet auf dem Rathhauſe dahier die Generalverſammlung des landwirthſchaftlichen Bezirkvereins ſtatt, wozu die Mitglieder des Vereins und die Freunde der Landwirthſchaft eingeladen werden.
Friedberg am 10. Juli 1855. l s
Der Großherzogliche Kreisrath des Kreiſes Friedberg als Director des Bezirksvereius M ö e er,


