Ausgabe 
13.4.1855
 
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125 Die Gewerbſteuer 1. und 2. Claſſe Bezahlenden.

Ord Stand Monatliche Familien ⸗Namen. Vornamen. oder Wohnort Steuerzahlung Nr. Gewerbe.. fl. 1 Süffert Wilhelm Apotheker Aſſenheim* 2 Flach Karl Ellenwgarenhändler Butzba 3 Flach Nicolaus desgl. daf. 4 J Kuhl Moritz Buchhändler u Agent daf. 5 Vogt Heinrich Apotheker 5 daſ. 6 Vogt Ludwig Ellenwaarenhändler daſ. 7 Wißler Ernſt Ludwig desgl. daſ. 8 JWißler Jacob Spediteur das. 9 Kaan Iſaae Ellenwaarenhändler das. 10 J Sundheimer Gerſon desgl. daſ. 11. Mack U. Heinrich desgl. Friedberg 12 J Scriba Karl Buchhändler 13 Wahl Karl Apotheker 15 14 J Weis Ludwig Buchhändler 7 15 Werner Philipp Apotheker 5 1 16 J Bing Moſes Ellenwaarenhändler 2 17 Eſchborn Lazarus desgl. 15 18] Fürth Ludwig desgl. 15 19][ Hanau Lob Bijouteriewaarenh. 57 20 l Hirſch Mayer Ellenwaarenhändler* 21] Hirſchhorn Seligm. desgl. 17 22] Katzenſtein Salamon Gombel desgl. 2 23 Lindheimer Samuel desgl. 5 24 J Nauheimer Iſaae Auguſt desgl. 5 25 Strauß Marcus desgl. 57 26[ Schönberg Löb Lumpenhändler Niederwöllſtadt 27[Bing Ephraim Elleuwaarenhändler Oberrosbach 28 J Rübſamen Apotheker Rockenberg

Steckbriefe Großherzoglichen Kreisamts Friedberg.

Andreas Neeb von Rüddingshauſen. 67 4,5%. Haare: ſchwarz; Stirne: gewöhnlich;

Heimliche Entfernung aus ſeiner Heimath. Alter: 36 Jahre; Größe: Augen: braun; Augenbraunen: dunkel;

Naſe: ſpitz; Mund: gewöhnlich;

Bart: keinen; Kinn: rund; Geſicht: voll; Geſichtsfarbe: bräunlich; Statur: unterſetzt; Beſondere Zeichen; keine.

Regierungsblatt⸗ Auszug.

Nr. 11 vom 6. März: 1. Bekanntmachung Großh. Miniſte⸗ riums der Juſtiz vom 20. Febr., die Verification der Civilſtands⸗ regiſter der Provinz Rheinhefſen für 1853 betr. II. Bekannt⸗ machung Großh. Miniſteriums der Finanzen vom 12. Febr., daß des Großherzogs K. H. zu beſtimmen geruht haben, daß das Kreisbauamt Michelſtadt, für die Folge die Benennung Kreisbauamt Erbach führen ſoll. III. Bekanntmachung Großh. Kriegsminiſteriums vom 17. Febr., die Ergebniſſe der Rechnung der Einſtandscaſſe auf die Periode vom 1. April 1853 bis dahin 1854 betr. Hiernach war die Einnahme 344,831 fl. 32½ kr, die Ausgabe 322,811 fl. 37 ¼ kr., bleibt Kaſſe⸗ beſtand 22,119 fl. 55 ¼ kr., mit deſſen Einſchluß das Vermögen der Einſtandscaſſe 494,119 fl. 55/ kr. beträgt. IV. Ausſchlag von 2,827 Pfennig vom Gulden Normalſteuercapital der Beitragspflichtigen zut Deckung des Gehalts des Rabbinen zu Bingen pro 1855. V. Desgl. Steuerausſchlag von 1 kr. vom Gulden Normalſteuercapital zur Bezah⸗ lung des Gehalts des Rabbinen zu Offenbach für 1855. VI. Be⸗ kanntmachung Großh. Oberpoſtinſpection vom 14. Febr., daß die ſeither

beſtandene tägliche Poſſverbindung zwiſchen Alsfeld und Nieder⸗

gula in eine wöchentlich zweimal umgewandelt worden iſt, deren Abgang aus Alsfeld Montags und Donnerſtags 12 Uhr Mittags, aus Niederaula aber an demſelben Tagen früh gegen Uhr ſtattfindet. VII. Verzelchniß der Vorleſungen auf der Großh. Ludewigs⸗-Uni⸗ verſität zu Gießen im Sommerhalbjahre 1855, welche am 16. April beginnen. VIII. Ermächtigung zur Annahme eines fremden Ordens: am 1. Febr. dem Lederfabrikauten Carl Deninger sen. zu Mainz für das Rikterkreuz des k. bayer. Ordens vom heiligen Michael. IX. Namensveränderungen. Es wurde geſtattet am 8. Febr, dem Johann Jonas Leimbach aus Steinheim ſtatt ſeines bisherigen Familien⸗ namens in Zukunft den Maas; am 15. Febr. der Margaretha Chatharine Breltwieſer zu Eberſtadt ſtatt ihres ſeltherigen Familienna⸗ mens künftig denHeß zu führen. X. Dienſt nachrichten. S. K. H. der Großherzog haben allergnädigſt geruht: am 5. Dez. 1854 den Poſtexpeditor Olt zu Höchſt als Poſthalter daſelbſt, zu beſtätigen; 2. Febr. dem penſ. Pfarrer Kober zu Ilbeshauſen, die evang. Pfarr⸗ ſtelle daſelbſt, und dem Schulvlcar Ott zu Offſtein, die evang. Schul lehrerſtelle daſ., 8. Febr. den Schulvicaren Groh zu Oppenheim die 2. evang. Schullehrerſtelle daſelbſt und Schmitt zu Neuhauſen die Schul⸗

lehrerſtelle an der Gemeindeſchule zu Neuhauſen zu übertragen; den von dem Herrn Fürſten Ferdinand zu Solms-Braunfels auf die 2. evang. Pfarrſtelle zu Hungen und die damit verbundene 1. Schulſtelle präſentirten Pfarraſſiſtenten Schmidt zu Münzenberg für dieſe Stelle zu beſtätigen; 12. Febr. den Schullehrern Reymann zu Neckarſteinach die 2. kath. Schullehrerſtelle zu Gaualgesheim, Schmikt zu Erbesbüdesheim die kath. Schullehrerſtelle zu Neckarſteinach zu übertragen. XI. Dienſtentlaf⸗ fung: am 8. Febr. Schullehrer Geörg an der 1. kath. Schulſtelle zu Lampertheim, auf Nachſuchen. XII. Verſetzung in den Ruheſtand: 8. Febr. Schullehrer Bangel zu Weckesheim. XIII. Concurrenz für: die 1. kath. Schullehrerſtelle zu Lampertheim, mit jährlich 414 fl. 42. kr. XIV. Geſtorben; am 14 Jan, penſ. Schullebrer Fiſcher zu Roßdorf; 9. Febr. Stadtpfarrer Heſſig zu Michelſtadt; 10. Kreisarzt Dr. Eiſenmenger zu Beerfelden; 11. evang. Pfarrer Flach zu Brens⸗ bach; 14. Obermedicinalrath Merck zu Darmſtadt.

Der Juden ⸗Teich. (Fortſetzung.)

Im kleinen Häuschen, an der Ecke desRozehoffes und des kleinen Wulfeshorn, ſaß ſelbigen Tages die alte Wittwe Hartwich in einem Lehnſeſſel neben dem Ofen. Auf dem Tiſche vor ihr lagen mancherlei Kräuter und getrock nete Pflanzen, die ſie in einzelne Haufe abtheilte. Zu ihren Füßen ruhte ein kohlenſchwarzer, feiſter Kater, der ſich in den Strahlen, die durch die kleinen, mit Blei eingefaßten Fenſterſcheiben fielen, ſonnte und behaglich ſchnurrend mit ſeinen Pfoten ſich den Bart putzte. Unter der Decke hing in einem grün angeſtrichenen Käfig ein Staarmatz, der, in ſeinem Gefängniſſe geſchäftig hin und her ſpringend, bis⸗ weilen mit ſchnarrender Stimme einige abgeriſſene Wörter hören ließ. Am Fenſter ſaß Anna, die Tochter der Witt⸗ we Hartwich, eifrig mit dem Nähen eines Kleides be ſchaftigt. Die Stille, welche im Stübchen herrſchte, wurde