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13.2.1855
 
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getheilt, ſowie dem vormals Kurmainziſchen Orte Hiltersklingen die BenennungOber- Hiltersklingen und dem Gräflich Erbach⸗ Fürſte⸗ nauiſchen Orte Hiltersklingen die BenennungUnter ⸗Hiltersklingen beigelegt werden. III. Bekanntmachung Gr. Oberpoſtinſpection vom 30. Dec. v. J., die Errichtung einer P erſonenannahmeſtelle zu Weſchnitz für den Erbach⸗Heppenheimer Poſtwagen betr. IV. Von Großherzoglichem Wöniſterium des Innern iſt auf Grund des Art. 23 des Geſetzes dom 6. Juni 1853 angeordnet worden, daß die in der Gemeinde Rimbach, Kreis Lindenfels, entſtehenden Brandſchäden nur nach dein Verhältniß des wahren Werthes welchen die abge brannten oder beſchädigten Gebäude unmittelbar vor dem Brand ge habt haben, vergütet werden ſollen. V. Promotionen an der Gr, Landesuniverſität Gießen. Von der philoſophiſchen Facultät erhielten im 2. Halbjahre 1854 die Doctorwürde: am 5. Juli Lud⸗ wig Balthaſar Müller, 7. Juli Johann Wilhelm Schmidt, beide aus Darmſtadt, 29. Juli Joſeph Thomas Cathiau aus Mainz, 17. Aug. Philipp Fritſch aus Friedberg, 24. Aug. Ferdinand Mol⸗ denhauer aus Darmſtadt, 14. Sepbtr. Johann Adam Jacoby, 20. Nov. Auguſt Weiler, 27. Nov. Karl Galette, letztere drei aus Mainz. VI. Ordensverleihungen. S. K. H. der Groß⸗ herzog haben allergnädigſt zu verleihen geruht: am 8. Dezbr. 1854 dem Pfarrer, Kirchenrath Hoffmann zu Echzell das Ritterkreuz, 9. Dez. dem Münzrath Rößler das Comtburkreuz 2. Cl. und dem Oberbaurath Grimm das Ritterkreuz, 28. Dez. dem Gendarmen 1. Cl. Dambmann, und am 29. Dez. dem Verwalter in Dienſten S. Gr H. des Prinzen Alexander Chapuis das filberne Kreuz des Verdienſtordens Philipps des Großmüthigen. VII. Dienſtnach⸗ richten. S. K. H. der Großherzog haben allergnädigſt geruht: am 15. Dezbr. den Polizeidiener Frank dahier zum Packer bei der Eiſenbabnſtation Offenbach zu ernennen; 18. Dezbr. dem Schul⸗ lehrer Klaſſert zu Bensheim die Muſiklehrerſtelle an dem Schul⸗ lehrerſeminar daſelbſt zu übertragen: 21. Dez. den Portier und Büreaudiener auf der Marn⸗Neckar⸗Eiſenbahnſtation Bensheim Tuch und den Portier bei der Main⸗Weſer⸗Eiſenbahnſtation Butzbach Kern gegenſeitig zu verſetzen; 23. Dez, den evang. Pfarrer Glaſer zu Wieſeck und den Lehrer an der Realſchule zu Alzei Dr. Beck zu Lehrern an dem Gymnafium zu Gießen und den Gymnaſiallehr⸗ amts⸗Candidaten br. Uhrig aus Darmſtadt zum Lehrer an der Real⸗ und höheren Bildungsſchule zu Alzei zu ernennen: ſowie den von dem Herrn Fürſten zu Iſenburg⸗Birſtein auf die Pfarrſtelle zu Götzenhain präſentirten Pfarramtscandidaten Henrici, dermalen Pfarrverweſer daſelbſt, für dieſe Stelle, und den von dem Herrn Grafen zu Erbach⸗Erbach auf die 2. evang Pfarrſtelle zu Reichels⸗ heim präſentirten Mitprediger Meyer zu Homburg v. d. H. für dieſe Stelle zu beſtätigen; 30. Dez. dem Schulvicar Uihlein zu die dtitte katholiſche Schullehrexrſtelle daſelbſt zu übertragen. VIII. Concurrenz für die mit einem Theologen zu beſetzende Conrectoratsſtelle zu Biedenkopf mit einem Gehalte von 400 fl., woran jedoch ein temporärer Abzug von 15 fl. ruht(Präſentation des zeiti⸗ gen Stadtgeiſtlichen zu Biedenkopf); die kath. Schulſtelle zu Froſch hauſen mit 309 fl. 35 kr. und 16 fl. für Heizung des Schullocals (Präſentation des kath. Pfarrers und des Gemeinderaths zu Froſch⸗ hauſen in Verbindung mit dem Großh. Kreisrath zu Offenbach);

die Kreiswundarztſtelle des Medicinalbezirks Höchſt mit dem Amtsſitze

zu Neuſtadt; die Diſtrictseinnehmerei Büdingen II.(binnen 14 Tagen bei Großh. Oberſteuerdirecton, Caution 2500 fl.).

Das Waldhaar oder inländiſche Seegras als Erſatzmittel der Pferdehaare.

Seit ungefähr zehn Jahren kommt aus dem Frei⸗ burger Forſtbezirke in Baden die zittergrasähnliche Segge unter dem Namen Seegras als Erſatzmittel der Pferde haare in den Handel. Dieſelbe findet ſich im ganzen Rhein thale, vorzugsweiſe in Mittel⸗ und Niederwaldungen auf

lehmigem, mäßig feuchtem und naſſem Moorgrunde, ver mehrt ſich außer dem Samen noch durch zahlreiche Sproſſen aus dem Wurzelſtocke, wächſt außerordentlich ſchnell bis zu einer Länge von 3 bis 4 Fuß, und ſteht bei gedrängtem Stande nicht büſchelweiſe, ſondern Halm für Halm beiſammen. Die Segge liebt beſonders den Schatten und kommt daher meiſt in ſchattigen Schlägen vor. Zu der obigen Verwendung wird das Seegras nach vol lendetem Wachsthume entweder geſchnitten oder gezogen und zwei bis drei Tage lang liegen gelaſſen, damit es welk, nicht dürr wird. In dieſem Zuſtande wird es ge ſammelt und unter Dach gebracht. Hierauf wird es, um es gehoͤrig zu reinigen, zwei bis drei Stunden geſotten und, um die Wurzeln loszubringen durch eine Hechel ge zogen. Sodann trocknet man daſſelbe und verſpinnt es wie Seile zu fingerdicken Fäden. Dieſe werden, wenn ſie ziemlich trocken ſind, in Zöpfen wie das Roßhaar zuge⸗ richtet und ſodann in den Handel gebracht. Die Seegras nutzung im Freiburger Forſtbezirke auf einem Flächenraume von 1200 Morgen hat in acht Jahren jährlich ungefähr 800 Gulden eingetragen, und außerdem den mit der Ge winnung Beſchäftigten einen Verdienſt von jährlich wenig ſtens 1500 Gulden verſchafft.

Jedenfalls eignen ſich zum Anbaue dieſer Pflanzen noch mehrere Gegenden Deutſchlands, weßhalb dieſer Gegenſtand die Aufmerkſamkeit der Walbbeſitzer verdient.

Butzbacher Kirchenbuchsauszug vom Monat Januar.

Getaufte:

1. Dem B. u. Kaminfeger dahier Georg Andreas Brüchner eine T., Luiſe Amalie, geb. 14. Dez.

4. Dem Ortsb. zu Lapſa u. Großh. Heſſ. Gendarmen Georg Wolff dahier ein S. Heinrich Ludwig Chriſtian Wilhelm, geb. 11. Dez. 7. Dem Bernhard Grüninger III. eine T., Margarethe Chriſtine, geb. 29. Nov.

21. Dem B. u. Schloſſermeiſter Johann Heinrich Berg ein S., Johann Heinrich, geb. 8. Jan.

Beerdigte:

9. Jakob Ranſtadt, des B. u. Metzgermeiſters Jakob Ranſtadt ehel. led. S., alt 17 J., 15 T., 4 7. Jan.

17. Anna Eliſabethe Mayer, geb. Becker, des verl. B. u. Schuh⸗ machermeiſters Johannes Mayer zu Butzbach Ehefrau, alt 79 J. 8 M., 4

28. Katharina Margarethe Sauerbier, geb. Schüler, des B. u. Buchbindermeiſters Gernand Sauerbier, genannt Weickardt zu Butzbach, alt 28 J., 6 M., 13. T., 1 26. Jan.

Ge traute: 7. Johannes Rübſamen B. u. Bäckermeiſter dahier und Dorothea

Tiſchert, des verl. Ortsb. u. Landwirths Johannes Tiſchert zu Calbach bei Büdingen nachgel. ehel. T.

Für die Familie des H. Butte iſt bei der Unterzeichneten weiter eingegangen; Von B. S. in R. 36 kr.; Schutt v. d. Görbelh. Mühle 1 fl.; durch Minna C. 1 fl.; Ph. Decker zu Hochweiſel 30 kr.; von mehreren jungen Leuten daſelbſt in einer Spinnſtube geſammelt 15 kr. Die Exped. des Frie db. Int.⸗Bl.

Bekanntmachungen von Behoͤrden und Privat⸗Anzeigen.

X Braunkohlen⸗Verkauf.

[185] Wegen Ausverkauf werden auf hieſigem Bergwerke von

Donnerſtag den 15. Februar ab

keine Braunkohlenklötze weiter abgegeben.

Der Verkauf neu aufbereiteter Kohlenklötze wird ſeiner Zeit veröffentlicht werden.

Bauernheimer Bergwerk den 12. Februar 1855,

Gräfl. S.⸗R.⸗Bergverwaltung L. Storch.

Holzverſtei gerung. 6154] Donnerstag, den 15. d. Mts., Vormit⸗ tags 9 Uhr, werden im DiſtrikteMorlerunter

8 Stecken Eichenſcheitholz;

117 Buchen-, Birxken⸗, Eichen- und Weiden⸗Prügelholzz 15 dergl. Stockholzz

9225 Stück dergl. Wellen und 19 Wagen Allerleiholz an den Meiſtbietenden verſteigert. Ockſtadt, am 6. Februar 1855. Freihl. v. Franckenſtein'ſches Rentamt Angerer.