Ausgabe 
9.2.1855
 
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überein, namentlich in ihrer Abneigung gegen die Familie Weatherall. Dieſe waren ebenfalls mit dem reichen Mann verwandt, und ein ſtärkerer Koöuntraſt war nicht denkbar, als zwiſchen ihnen und den Mathewſons. Mr. Weatherall, den wir den Adjutanten zu neunen pflegten, hielt einen Wein⸗ und Brantweinladen, ein Lager von Bauholz und eine ſtets beſchäftigte Mahlmuͤhle. Mrs. Weatherall hatte eine Mädchenſchule und eine Milchwirthſchaft unter ſich. Der älteſte Sohn, Cato Domitian mit Namen, handelte mit Materialwaaren, beaufſichtigte die Maierei und redigirte das Tagblattder unabhängige Trojaner. Der zweite Sohn,

von ihrem Beiſpiel verführen laſſen, ſondern ſehr* Kapitän Woodward von der Landarmee der Vere igten Staaten geheirathet, welcher ſieben Jahre ſpäter in New⸗ Orleans am gelben Fieber geſtorben war und einen Sohn hinterlaſſen, welchen er, zu Ehren der Familie ſeiner Frau, Weſtland genannt hatte. Auf die Bitte ihrer wohlwollen⸗ den Schweſtern wax die Wittwe ſammt, dem verwaiſten Sohn in die Heimath zurückgekehrt, und die drei Schwe⸗ ſtern lebten nun wieder zuſammen, wie zuvor. Bei ihrer klugen, ſparſamen Lebensweiſe hatten ſie ein hübſches ſor⸗ genfreies Auskommen für Lebenszeit, und Weſtland war

Julius Alonzo, hielt eine Poſtkutſche, leitete eine Säge⸗ mühle und ſammelte Subſkribenten für ſeines Bruders Blatt. Von den ſechs Töchtern des Herrn Weatherall wußte man, daß ſie ganz beſondere Kenntuiſſe im Brod⸗ backen, in der Käſebereitung u. drgl. beſaßen. Die eine Hälfte der Miſſes Weatherall befaßten ſich mit Putz⸗ und Kleidermachen, die andere mit Farben und Feinwaſchen, und alle ſchrieben für den trojaniſchen Unabhängigen. Nie⸗ mand in ganz Troy läugnete, daß ſie ſehr geſchickt, aber

der Liebling und das Schooßkind aller drei Schweſtern.

(Fortſetzung folgt.).

Markt⸗Bericht von Friedberg.

6. Februar.

Waizen aufgefahren 672 Malter, verkauft 592½, 16 fl. 25 kr.z; Korn aufg. 91, verk. 45, 13 fl. 45 kr.; Gerſte aufg. 106, verk. 68, 8 fl. 19 kr.; Hafer aufg. 107, verk. 97, 5 fl. 35 kr.; Vorſchußmehl aufg. 16, verk. 16, 18 fl. 57 kr.; Roggenmehl aufg. 4, verk. 4, 12 fl.; Erbſen aufg. 21, verk. 16½, 11 fl. 30 kr.

Jedermann wußte auch, daß ſie nicht reich waren. Die Für die Familie des H. Butte

Einen behaupteten, die Weatheralls kämen an allzu Vielem herum, um irgend etwas recht zu machen; die Anderen meinten, ſie arbeiteten zu haſtig, um etwas Rechtes zu verdienen; und dieſer letztern Anſicht waren auch ihre

Nachbarinnen des Weſtlands.

Die Miſſes Weſtland berühmten ſich, daß ihr Vater ſein Lebenlang ein Royaliſt und Gentleman geweſen ſei. Sei dem nun wie ihm wolle, ſoviel war wenigſtens ſicher, daß er ihnen bei ſeinem Tode ein hübſches Vermögen und ein Haus in Pump-Square hinterlaſſen hatte; ſie hatten keine nahen Anverwandten, und die beiden älteren Schwe- ſtern blieben, ſei es aus eigener, freier Wahl oder aus

gingen bei der Unterzeichneten weiter ein, durch Herrn Schulvicar Maul zu Bruchenbrücken geſammelt und zwar von Sch. M. 13 kr.; F. G. 12 kr.; G. Ph. W. 6 kr.; Sch. K. 6 kr.; Ph. B. 12 kr.; W. M. 12 kr.; W. B. 6 kr.; J. F. B. 6 kr. M. M. 3 kr.; K. W. 3 kr. M. V. 3 kr.

K. R. 2 kr.3z M. K. 3 kr.3 M. K. 3 kr. im Ganzen 1 fl. 30 kr.; ferner durch Herrn Bürgermeiſtereigehülfen Luther in Echzell geſammelt, von Forſtwart Berdux 6 kr.; K. Heller III. 3 kr.; Gemeindeeinnehmer Prä⸗ fried 3 kr.; K. Bechthold 3 kr.; Fr. Roos 3 kr.; Bezirksb. Lotz 3 kr. J. Zimmer II. von Utpha 6 kr.; Kaufm. Friedberger 18 kr.; Frau Wolf 6 kr.; E. Habicht 6 kr.; Dienſtb. J. Rullmann 3 fr.; H. Reitz 12 kr.; Handelsm. J. Reis 12 kr.z W. Stoll IV. 6 kr.; G. Reitz II. 6 kr.; Beigeordnete Reitz 12 kr.; E. Engel 12 kr.; H. Roos J. 3 0 Apoth. Weber 12 kr.; Georg Reitz III. 6 kr.; H. Beker 6 kr.; Wilh. Reus 6 kr.; H. Hinkel 3 kr; T. Stoll 6 kr. H. Wolf VIII. 3 kr.; Ph. Mogh 1. 2 kr.; C. F. Schwarz 24 kr.; W. Schwarz 12 kr.; G. Steffan II. 12 kr.; C. Reitz I. 12 kr.; G. Reitz IV. 12 kr.; E. Ph.

Ueberſchätzung ihrer Verdienſte unvermählt bis zu einem Kei 12 kt; Gr. Burgermelſer Stoll 125tr; polteidiener Poſch 3 kr.

Alter, wo die Damen ſelten mehr ihren väterlichen Namen ablegen. Die jüͤngſte Schweſter hatte ſich jedoch nicht

Bürgermeiſtereigeh. Luther 6 kr. im Ganzen 4 fl. 26 kr.

Die Exped. des Frie db. Int.⸗Bl.

Bekanntmachungen v

Oeffentliche Aufforderung. L521 Im Grundbuch der Gemeinde Gambach ſind auf den Namen des Herrn Fürſten zu Braunfels eingetragen:

4280/2 114% Mark Holz im Gambacher Mark⸗

Arbeits ⸗Verſteigerung. [153] Montag den 12. Februar 1855, Vor⸗ mittags 11 Uhr, ſollen in der Bebauſung des Herrn Gafſwirths Stein zu Beienheim die Unterhaltungsarbeiten für das Jahr 1855, be

5 wald, 4 5 ſtehend in: 4275/174,3 ½ Mark daf. an Joh. Niels.) Jimmerarbeiten, veranſchlagt zu 14 fl. 38 kr. Schmidt. 2) Maurerarvpeiten, 1 230 Es gehen jedoch davon ab: Zwei Marken, 3) Schreinerarbeiten, 1 6 15 welche zur Mühle des Balthaſer Wagner in 4) Glaſerarbeiten, 1 15 2 f.

Gambach gehören und von dieſem lt. Kaufcon⸗ tract vom 26. Mai 1854 au die Gemeinde Gambach verkauft ſind. Dagegen gehen zu:

1 5) Weißbinderarbeiten, 10% 5 60) Pflaſterarbeiten, 1 45 4 7) die Anlieferung von 2 Cubikklftr.

4262/10 a ½e Mark und 4250%8 Mark, Sand 40* welche ſeither ürrthümlich dem Johannes Schöpf 8) die Anlieferung von Pflaſter⸗ in Poblgöns zugeſchrieben waren. Es ſoll und Unterhaltungsſteinen 9

dieſer Ab⸗ und Zugang im Mutations-Verzeich⸗ niß gewahrt werden. Sodann hat der Herr Fürſt von Solms Braunfels mit Zuſtimmung der Agnaten ſeines Hauſes ſämmtliche Holz⸗ marken an die Gemeinde Gambach verkauft, und es ſoll jetzt auch dieſer Kaufbrief beſtätigt werden. Es fehlt indeſſen an der urkundlichen Nachweiſung über Erwerb und Eigenthum und es ergeht deßhalb dieſe öffentliche Aufforderung, Anſprüche irgend einer Art an die voran⸗ geführten 115 ¼ Mark Holz binnen einer Friſt

von 6 Wochen bei dem unterzeichneten Gericht,

ſogewiß anzumelden und zu begründen als ſonſt die erwähnten Kauf-Verträge beſtätigt und der Eintrag im Mutations-Verzeichniß verfügt werden wird. Butzbach am 31. Januar 1855. Großherzogliches Landgericht Butzbach Ebel,

Landrichter.

9) das Steinſetzen, Steinſchlagen, Sand meſſen und die Handarbeiten, öffentlich in Accord gegeben werden. Beienheim den 5. Februar 1855. Großherzogliche r Beienheim u t h.

Holzverſtei gerung. L154] Donnerstag, den 15. d. Mts., Vormit⸗ tags 9 Uhr, werden im DiſtrikteMörlerunter/

8 Stecken Eichenſcheitholzz

117 Buchen-, Birken⸗, Eichen⸗ und Welden⸗Prügelholz;

15 dergl. Stockholzz

9225 Stück dergl. Wellen und 19 Wagen Allerleiholz an den Meiſtbietenden verſteigert. Ockſtadt, am 6. Februar 1855. Freihl, v. Franckenſtein'ſches Rentamt Angerer.

on Behoͤrden und Privat⸗Anzeigen.

Bekanntmachung, Brenn-, ſodann Bau⸗ und Nutzholzverſteigerung in dem Großherzoglichen Domanialwald Burg⸗

wald der Oberförſterei Oberrosbach betr. [155] Montag den 19. d. M wird im Burg⸗ wald an die Meiſtbictenden öffentlich verſteigert:

2 Stecken Scheid⸗, Stecken Prügel⸗, 25½ Stecken Stock-, ſämmtlich Nadelholz;

5451 Wellen Eichen, Birken⸗ und 3576 Wellen Nadel-Reisholzz

80 Stämme Fichten(Rotbtannen) von der Stärke bis zu 15 Durchmeſſer und 80 Fuß Länge,

15 dergleichen Stangen.

Die Zuſammenkunft iſt früh Morgens 8 Uhr im Fichtenbeſtand des Schlags Nr. XVIII, wo begonnen und erſt das Stamm. und Stangenholz, ſodann das Brennholz, verſteigert wird.

Oberrosbach den 6. Februar 1855.

Großherzogliche Oberförſterei Oberrosbach Bingmann.

Jagd- Verachtung. [156] Freitag den 16. d. M., Vormittags 10 Uhr, ſoll die der Gemeinde Florſtadt gehörende Jagd, circa 6000 Morgen haltend, worunter ungefähr 1400 Morgen Wald ſind, anderweit auf 3 Jahre unter den im Termin bekannt ge⸗ macht werdenden Bedingungen meiſtbietend ver⸗ pachtet werden.

Florſtadt am 5. Februar 1855.

Großherzogliche Bürgermeiſterei Florſtadt

Wagner.

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