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2 U 8 Geſchlechts- und Vornamen der —— 2 1 7 1 852 Dienſtpflichtigen. Wohnort. Bemerkungen. 8 5 S8 is[Geſchlechtsnamen.] Vornamen. 97 Strauch 0 Johannes Martin Bönſtadt 93 Lenz Jacob Niederweiſel 94 Altmannsperger Philipp Wilhelm Friedberg Läßt ſich vertreten. 95 Gimbel Adam Butzbach 96 Heckmann Johannes Rockenberg 97 Buß Joh. Eberhardt Gambach 98 Leininger Johann Ilbenſtadt 99 Schleuning Joh. Jacob Friedberg desgleichen. 100 Franz Krebs von Niedermörlen wurde vom Rekr.⸗Rath für temp. untauglich erkannt. 101 Tritſch Balthaſer Pohlgöns 102 Kappes Joh. Adam Friedderg 103 Joh. Georg Will von Weckesheim wurde ins Depot verſetzt. 104 Schmidt Joh. Konrad Gambach 105 Joh. Keßler von Niederrosbach wurde bei der Nachvifitation für untauglich erkannt. 106 Diehl Philipp Chriſtoph Södel 197 Capellen Ferdinand Gotthard Butzbach Dient freiwillig im I. Inf.-Reg. 1. Bat. Schützencompagnie. 267 Erb Johannes Melbach Dient freiwillig im II. Inf.⸗Reg. Außer vorſtehendem Contingent können als Erſatz etwaiger Abgänge Nachſtehende zum Militärdienſt abgegeben werden: 107 Künſtler Mathäus Butzbach 108 Andreas Bingel von Gambach wurde vom Rekr.⸗Rath für temp. untauglich erkannt. 109 5 Karl Wolf von Rockenberg wurde für relativ tauglich erkannt. 110 Schäfer Heinrich Philipp Oberwöllſtadt Läßt ſich vertreten. 111 Kitz Heinrich Niederrosbach 112 Aledter Heinrich Wölfersheim 113 May Gerhard Friedberg desgleichen. 114 Bang Joh. Konrad, Butzbach 115 Peter Joſeph Zimmermann von Niedermörlen wurde für relativ tauglich erkannt. 116 Emmerich Heinrich Griedel 117 Friedrich Schenk von Friedberg wurde vom Rekr.⸗Rath für untauglich erkannt. 118 König Heinrich Obermörlen 119 Viſſig Joh. Georg Maibach 120 Roth Joh. Jacob daſelbſt 121 Wer Jacob Niedermörlen 122 Müller Heinrich Wölfersheim 123 Hofmann Chrlſtian daſelbſt Läßt ſich vertreten. 124 Anton Borz von Oberwöllſtadt wurde ins Depot verſetzt. 125 Hahn Johannes Obermörlen 126 Diehl Heinrich Rockenberg 127 Hengſt Joh. Chriſtian Steinfurt 128 Schumaun Johann Ockſtadt 129 Stengel(Johannf Johannes Niederrosbach Heinrichs Sohn)
Gießen den 4. Dezember 1854.
Großherzogliches Kreisamt Gießen Küchler.
Die Mitgift. (Fortſetzung.)
Die nächſten Wochen verbrachte Frau v. Altenhof in ſeltſamer Unruhe und Spannung. Die Sinnesverän— derung, welche mit ihrem Gatten vorgegangen war, die im ganzen Herrenhauſe herrſchende Stille ſchienen ihr nicht zu behagen, und ſie ſehnte ſich offenbar wieder zurück nach dem geſelligen Leben Berlins oder den Freuden der faſhionablen Welt in Putbus. Eines Morgens aber, nach Ankunft des Poſtboten, kam ſie in einer ungewöhnlichen Aufregung in die Laube geeilt, wo ihre beiden Töchter leſend ſaßen.„Eine Neuigkeit, meine Kinder!“ rief ſie, einen offenen Brief in der Hand;„Frau Schörtel ſendet uns eine dringende Einladung, die letzten Junitage bei ihr auf ihrem Hirſchhardter-Hofe zuzubringen. Ich möchte wohl wiſſen, was die alte Frau im Schilde fuhrt. Seit Jahr und Tag haben wir keine Einladung mehr von ihr erhalten, obſchon ſie allerdings in der letzten Zeit auch ziemlich oft vom Hauſe weg war, und in Begleitung ihres
hoffnungsvollen Neffen Rundreiſen machte, wahrſcheinlich um ihm eine Braut mit der erforderlichen Mitgift aufzu⸗ treiben. Sie ſchreibt ſo ſeltſam und wohlgemuth, daß ich nicht umhin kann zu glauben, ſie habe nun ihren Zweck erreicht. Die Einladung, meine lieben Kinder, betrifft mich und euch beide, aber Frau Schörtel bedingt es ſich noch ganz beſonders aus, daß auch Pauline mitkomme,— frei— lich eine leidige Zugabe. Inzwiſchen verſpricht ſie uns Unterhaltung genug, denn ſie erwartet noch mehr Gaͤſte, worunter auch den jungen Baron Paßhofen, den Freund von Karl Schörtel, einen ſehr reichen Erben aus gutem Hauſe. So wollen wir denn in Gottes Namen die Ein— ladung annehmen, da wir hier ohnedem ſo gut wie le— bendig begraben ſind; und Paulinen müſſen wir eben auch mitnehmen, um die Tante nicht zu beleidigen! Pauline muß ohnedem wieder auf eine Weile vom Papa entfernt werden, denn ich vermuthe, daß es eine Intrigue von ihr und ihrem Buſenfreund Hettich iſt, was uns unſern Lieb— lingswunſch vergällen ſoll; und ich will ſie meinethalben


