Ausgabe 
6.11.1855
 
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immer wohl dabei gefuͤhlt, warum ſollte das nicht na mentlich jetzt und gerade in der Wetterau der Fall ſein?

Nach dieſen Erwägungen wird Keiner gegen das Be ſtehen der Märkte damit Etwas ſagen wollen, daß er von Zeitverluſt, Unbequemlichkeiten und kleinen Koſten redet; in den meiſten Fällen wird ihm dies Alles reichlich be lohnt. Zudem muß der Landmann ja doch dann und wann in die Stadt, um ſich allerlei Nöthiges zu holen, ſo daß dies alſo, wenn er mit Frucht in die Stadt fährt, in Ei nem hingeht. Vollends muß die Rückſicht auf Gemein wohl, zumal in jetziger Zeit, jene kleinlichen Rückſichten gänzlich dämpfen.

Was nun die Käufer betrifft, ſo liegt das Ange nehme der Märkte hauptſächlich darin, daß ſie unab⸗ hängig von den Zwiſchenperſonen ſind, die auch bezahlt ſein wollen und gut bezahlt ſein wollen. Sie geben gerne

den beſtehenden Preis auf dem Markte, lieber als draußen auf dem Lande, wo ſie Zeit und Fuhrlohn und Betrug bei der Lieferung mit in Anſchlag bringen müſſen.

Worin anders, als hierin hat es wohl ſeinen Grund, daß am letzten Freitag hier in Friedberg eine Menge Käu⸗ fer waren. Sie trafen auch Verkaͤufer an; aber gerade nicht ſehr viele, woran wohl das ſchlechte Wetter mit Schuld geweſen ſein mag. ö

Wollte Gott, unſre Bauern begriffen endlich einmal, daß es fur ſie beſſer iſt, all ihre abzuſetzenden Waa ren ſelber auf den Markt zu bringen. Oder iſt's zum Exempel nicht auch beſſer, die fetten Ochſen ſelber auf den Markt in die Stadt oder nach Frankfurt in den Viehhof zu treiben und den Verdienſt ſelber zu nehmen, als ihn Andern zu überlaſſen?

Ein Friedberger oder auch keiner.

Bekanntmachungen von Behoͤrden und Privat-Anzeigen.

Obligations- Verlooſung und Verabfolgung neuer Zinscoupons. 11567] Durch die heute vorgenommene Ver⸗ looſung von Partial Obligationen der beiden Aulehen bieſiger Stadtkirche ſind folgende Num mern rückzahlbar geworden:

a) von dem Anlehen à 15,000 fl. Nr. 65 und

69, jede mit 100 fl.,

b) von dem Anlehen à 6000 fl. Nr. 35 mit

200 fl.

Die betreffenden Inhaber werden hiervon in Kenntniß geſetzt, um bis zum 1. Januar 1856 das Geld bei Herrn Kirchenrechner Faatz dahier zu erheben, indem die Zinſenzahlung nach ge⸗ dachtem Tage aufhört.

Der Beſitzer der Obligation Nr. 31 von dem Anlehen à 6000 fl., die voriges Jahr ſchon herausgelooſt wurde, wird aufgefordert, ſein Darlehen zu erheben, da eine Verzinſung vom 1. Januar 1855 nicht mehr erfolgt.

Hierbei wird weiter angefügt, daß die neuen Zinscoupons des Anlehens à 15000 fl. gegen Vorzeigung der Schuldurkunden bei dem oben⸗ genannten Rechner vom 1. November d. J. an in Empfang genommen werden können.

Friedberg den 10. October 1855.

Für den evangeliſchen Kirchenvorſtand: Der Stadtpfarrer Der Bürgermeiſter W. Seel. Bender.

Oeffentliche Aufforderung. 11612 Die Gebrüder Schwarz zu Echzell be⸗ ſitzen nach den Grundbüchern folgende Immo⸗ bilien:

Gemarkung Melbach:(Heienheim) Far re,, N. d, 2 a, an e

V, IV, Id Fee, V., V, 212, 410, 419, 444, 479, 483, 697, N 36, J 7,, Gemarkung Wölfersheim:(peienheim) III, III, III, I, UI, 189, 190 u. 191, 195, 196, 23%. und da dieſelben in einem Theilungsvertrag hierüber verfügt haben, ohne das Eigenthum urkundlich nachweiſen zu können, ſo werden alle Diejenigen, welche Anſprüche an jene Immo⸗ bilien bilden können, aufgefordert, ſolche binnen vier Wochen a dato geltend zu machen, widrigenfalls die Gebrüder Schwarz als rechtmäßige Eigenthü⸗ mer angeſehen und die zum Eintrag in das Mutationsverzeichniß erforderlichen Urkunden aus⸗ gefertigt werden, Hungen und Friedberg den 6. Oktober 1855. Großherzogliche Landgerichte Hungen und Friedberg Hofmann, Landrichter.

Hensler, Landrichter.

Bekanntmachung.

11622] Die Inhaber der Partial⸗Obligationen der israelitiſchen Gemeinde Niederurſel werden hierdurch in Kenntniß geſetzt, daß für die am 1. Mai l. J. zu Ende gegangenen Zinscoupons des im Jahr 1845 negocüürten Anlehens von 3600 fl. die neuen auf weitere 10 Jahre ge⸗ fertigten Zinscoupons-Bogen gegen Abgabe der betreffenden Talons bei dem unterzeichneten Vor⸗ ſtand in Empfang genommen werden können. Niederurſel am 24. Oktober 1855. Gabriel Schott, erſter Vorſteher. Lazarus Goldner.

Oeffentliche Aufforderung. [1566] In der Gemarkung Gambach ſind nach⸗ ſtehende Liegenſchaften veräußert worden:

1) Von Louiſe Tobias Biehls Wittwe geborne Schäfer zu Gambach: 67/192 Hofraithe im Ort an Kaspar Reuhl II., ſodann 68 Item, worüber Verzeichniß in der Landgerichts ⸗Regiſtratur offen liegt; ſämmtlich im Grundbuch anf den Namen des

verlebten Tobias Biehl eingetragen;

2) Von Konrad Amberger zu Griedel: 3061/3 u. 4 Acker im Sandkautenfeld, zuſam⸗

men 60 Ruthen enthaltend, und eingetragen auf den Namen des Verkäufers.

Der Erwerb dieſer Immobilien kann jedoch urkundlich nicht nachgewieſen werdenz es ſind deßhalb Eigenthumsanſprüche an dieſelben bin⸗ nen einer Friſt

von 6 Wochen bei dem unterzeichneten Gericht ſogewiß anzu⸗ melden, als ſonſt die Beſtätigung der bean⸗ tragten Urkunden, Kaufbrief und Theilzettel, verfügt und der Eintrag im Mutationsverzeich⸗ niß geſtattet werden wird.

Butzbach am 11. Oktober 1855.

eee! Landgericht Butzbach 3

Kirchenobligations-Verlooſung.

11639] Folgende Nummer der Schwalheimer Kirchenobligationen ſind zum Zwecke der Aus- zahlung auf den 1. Januar 1856 verlooſt worden: Nr. 3, 40, 48, 80, 89, 107, 132, 133. Weitere Zinſen werden nicht vergütet. Schwalheim am 3. November 1855. Der Pfarrer und das Presbyterium Münch, Pfarrer. N.

20 0 Gulden

11640] liegen in der Gemeindekaſſe zu Oſtheim gegen gerichtliche Obligation zu 5 pCt. zum Ausleihen bereit. Oſtheim den 29. Oktober 1855. Mahr, Rechner.

Mobiliar ⸗Verſteigerung. 11641] Donnerſtag den 8. November, Morgens 10 Uhr, werden in hieſigem Rathhauſe nach⸗ ſtehende Mobilien meiſtbietend verſteigert, als: 1) ein Blasbalg, 2) ein Hammer, 3) ein Schrotmeißel, 4) ein kleiner Bohrer, 5) acht Säckchen altes Eiſen und 6) ein Schleifſtein. Friedberg den 5. November 1855. In Auftrag Großherzoglichen Landgerichts Friedberg: Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. Der Vorſteher E nd ek.

Bekanntmachung.

11642] Bei der dieß jährigen Verlooſung der zur Rückzahlung beſtimmten Partialobligatlonen ſind folgende Nummern gezogen worden:

Von dem Anlehen bei Brandt in Hanau:

die Nr. 1 von 1000 fl., E 300 W 60 250 64 250

von dem Anlehen bei S. Lindheimer in Friedberg: die Nr. 10 von 400 fl., 1 75 100

Die Inhaber genannter Obligationen werden hiermit mit dem Anfügen in Kenntniß geſetzt, daß die Rückzahlung bei den Handlungshäuſern A. Sonneberg in Hanau und S. Lind heimer in Friedberg am 1. Januar 1856 er- 160 und die Verzinſung an dieſem Tage auf⸗ ört.

Heldenbergen im Oktober 1855.

Großherzogliche Bürgermeiſterei Heldenbergen Grix.

11643] Zur Betreibung eines Geſchäfts, welches wenig Zeit in Anſpruch nimmt, und bei gün⸗ ſtigem Erfolge eine ſtarke Dividende abwirft, werden Verbindungen ſowohl in größeren als auch kleineren Plätzen anzuknüpfen geſucht. Nur Anerbietungen von als ſolid bekannten Leuten werden berückfichtigt. Näheres ertheilt auf porto⸗ freie Anfragen die Farbwaarenhandlung von David Oaas in Frankfurt a. M.

Zu verkaufen.

11644] Ein gebrauchter einſpänniger Wagen iſt zu verkaufen. Näheres bei. Schmiedmeiſter Wilhelm Ritzel.