Ausgabe 
4.12.1855
 
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414 der dritten Abtheilung 1 Mitglied, die Wähler der zweiten Abtheilung 1 Mitglied und die Wähler der erſten Abtheilung

3 Mitglieder zu wählen haben.

Sämmtliche Stimmberechtigte werden nach Artikel 26 des Geſetzes vom 8. Januar 1852 zur Theilnahme an dieſer

Wahl mit dem Anfügen eingeladen, daß die Abſtimmung ſtattfinden wird: 1) Für die Wähler der dritten Abtheilung, zu welcher die Stimmberechtigten gehören, deren monatlicher Steuerbetrag nicht über fl. 1. kr. beträgt, den 5. und 6. Dezember, Morgens von 8 bis 12 Uhr und Nachmittags von

2 bis 5 Uhr. a Philipp Preußer, Beigeordneter, tritt aus.

2) Für die Wähler der zweiten Abtheilung, zu welcher die Stimmberechtigten gehören deren monatlicher Steuerbetrag über fl. 1. kr. aber unter 2 fl. 28 kr. beträgt, den 7. Dezember d. J., von 8 bis 12 Uhr.

Heinrich Damm tritt aus.

3) Für die Wähler der erſten Abtheilung, zu welcher die Stimmberechtigten gehören, deren monatlicher Steuerbetrag uͤber fl. 2. 28 kr. beträgt, den 7. Dezember, Nachmittags von 2 bis 5 Uhr. Chriſtian Fritz iſt verſtorben, Johannes Steinhäußer und Albert Foucar treten aus.

Die Austretenden ſind wieder wählbar. Friedberg den 30. November 1855.

Großherzogliche Bürgermeiſterei Friedberg Bender.

Regierungsblatt⸗ Auszug.

Nr. 37. vom 12. Nov. III. Bekanntmachung Gr. Kriegs⸗

miniſterium vom 5. Nov, die Freihl. v. Weyheriſche Eleonorenſtiftung betr. Es ſind einige Penſionen aus der Freihl. v. Weyheriſchen Eleo⸗ renſtiftung zu vergeben. Es werden daher alle Diejenigen, welche auf den Grund der Allerhöchſten Verordnung vom 19. Januar 1848 (Reg⸗Bl. Nr. 3) um eine dieſer Penſionen nachſuchen wollen und welche nicht bereits früher um eine Penſion aus der Eleonorenſtiftung nachgeſucht haben, hiermit aufgefordert, innerhalb vier Wochen von dem Erſcheinen der gegenwärtigen Bekanntmachung im Regierungs- blatt an, ihre Geſuche bei dem Kriegsminiſterium einzugeben. Jede Bewerberin hat ihrem Geſuche ihren Geburtsſchein beizuſchließen. IV. Rechnungsablage über die Verwendung der für das Jahr 1853 in dem Großherzogthum Heſſen ausgeſchriebenen Brandentſchädigungs⸗ beiträge. Einnahme: Kaſſevorrath aus vor. Rechnung 424,585 fl. 54¾ kr., an Rückſtänden aus vorderen Jahren 174 fl. 43/ kr., aus⸗ geſchriebene Beiträge 338,947 fl. 25½ kr. Steuerſchreibereigebühren 489 fl. 39 kr., zurückempfangene Depoſiten 200,000 fl., Zinſen von ausſtehenden Capitalien 4143 fl. 20 kr., aus verſchiedenen Quellen 1413 fl. 23 kr., Summe 969,754 fl. 26 kr. Ausgabe: Vergütete Brandſchäden nebſt Beſichtigungs- und Abſchätzungskoſten 309,76 fl. 46 kr, und zwar in Oberheſſen im Kreiſe Gießen 85,130 fl. 56 kr., Alsfeld 8848 fl. 58, Biedenkopf 4173 fl. 11, Büdingen 1265 fl. 14. Friedberg 24,932 fl. 22, Grünberg 2577 fl. 35, Lauterbach 2852. 3, Nidda 1939 fl. 1, Schotten 3728 fl. 1, Vilbel 651 fl. 57, Vöhl 11540 fl., 28 kr., zuſammen 149,639 fl. 46 kr. in Starkenburg im Kreiſe Darmſtadt 16,845 fl. 33 kr., Bensbeim 4085 fl. 13 kr., Dieburg 12,116 fl. 57 kr., Erbach 14,537 fl. 2 kr., Großgerau 2890 fl. 1 kr., Heppenheim 1808 fl. 3 kr., Lindenfels 21,764 fl. 22 kr., Nauſtadt 478 fl. 10 kr., Offenbach 7108 fl. 46 kr., Wimpfen 70, fl., zuſammen 81,767 fl. 7 kr.; in Rheinheſſen im Kreiſe Mainz 49,524 fl. 38 19 25 Alzei 4007 fl. 32 kr.; Bingen 1(,551 fl. 9 kr., Oppenheim 3085 fl. 26 kr., Worms 10,161 fl. 8 kr., zuſ. 78,329 fl. 53 kr.; Zinſen von aufgenommenen Capitalien 18,806 fl. 30 kr., Beſoldungen und Penſionen 2957 fl. 30 kr., Repartitionsgebühren 2758 fl. kr, Erhebgebühren 13,469 fl. 43 kr. Hausmiethe 190 fl., Schreibmgteria⸗ lien und Druckkoſten 732 fl. 35 kr. Buchbinderarbeit 7 fl. 20 kr., Copialgebühren 8 fl., Porto- und Botenlohn 196 fl. 43 kr., Deſer⸗ viten und Auslagen 147 fl. 21 kr., Retaxationsgebühren 102 fl. 55 kr., Nachläſſe 11 fl. 28 ¼ kr., Depoſiten 200,000 fl., zufällige Ausgaben 125 fl. 16 kr., Summe 549,160 fl. kr. Verglichen die Geſammt⸗ einnahme von 969,754 fl. 26 kr. mit der Geſammtausgabe von 549,160 fl kr., bleibt Neſt 420,594 fl. 16½ kr., welcher beſtehg: in liquiden Ausſtänden 239 fl. 14% kr., in baarem Vorrath 420,355 fl. kr. Der Kaſſevorrath von 420,355 fl. iſt jedoch nicht baar vor⸗ handen, ſondern wurde zu den Ausgaben des Rechnungsfahrs 1854 verwendet, indem zur Zeit des Rechnungsſchluſſes(31. Mai 1855) auf die pro 1854 auszuſchreibenden Beiträge noch keine Erhöhung ſtattgefunden hatte. Nach dem beiliegenden Auszuge aus den Brand⸗ verſicherungskaſſebüchern von den Jahren 1854 und 1855 war 1854 die Einnahme 520,944 fl. 22 kr, die Ausgabe 510,739 fl. 537½ kr., Verglichen ergibt ſich ein Einnahme⸗Mehrbetrag von 10,204 fl. 28 ½ kr. 1855 die Einnahme 13,439 fl. 35% kr., die Ausgabe 10,752 fl. 50 kr. Verglichen bleibt Vorrath am 31. Mai 1855; 2686 fl. 45/ kr., und zwar in baarem Gelde 2630 fl. 33 ¼ kr., in decretirten Vorlagen 56 fl. 12 kr. V. Concurrenz für: die evang. Pfarrſtelle zu Selters mit einem Gehalte von 651 fl. 55 kr.: die evang. Pfarrſtelle zu Wirberg mit 898 fl. 46 kr. wovon jedoch eine temporäre Abgabe von jährlich 250 fl. zu leiſten iſt; die evang. Schulſtelle zu Eimelrod und Deißfeld, mit 310 fl. nebſt einer Vergütung von 14 fl. für Heizung des Schullocals; der Schullehrer hat ſich im Falle der Errichtung einer eigenen Schule zu Deißfeld eine Veränderung, beziehungsweiſe Verminderung ſeiner Beſoldung gefallen zu laſſen.

Aſſiſen⸗Verhandlungen für Oberheſſen. 1. Quartal 1856.

Haupt⸗Geſchworne.

1) Carl Dierg, Hof.⸗G.⸗A. zu Gießen. 2) Johs. Mörſchel 1., Müller zu Ilbenſtadt. 3) Gottlieb Langheinrich, Fabrikant von Schlitz. 4) Nathan Heß, Ellenwaarenhändler von Gedern. 5) Heinrich Hahn, Müller von Muſchenheim. 6) Chriſtian Hecht, Hauptagent von Fried⸗ berg. 7) Friedrich Wilhelm Meermann, Kaufmann von Grünberg. 8) Georg Friedrich Schweitzer, Hauptagent von Friedberg. 9) Johs. Höres J., Landwirth von Bauernheim. 10) Matthäus Jung, Brannt- weinbrenner von Oſtheim. 11) Johannes Brodrecht, Landwirth von Ermenrod. 12) Wilhelm van der Hoop, Gutsbeſitzer von Rodheim. 13) Georg Schweitzer II., Specereikrämer von Niedermörlen. 14) Hein⸗ rich Mai, Landwirth von Stockheim. 15) Friedrich Helfrich, Landwirth von Fauerbach 11. 16) Anton Schlitz II., Landwirth von Niedermor⸗ len. 17) Werner Diehm I., Fabrikant von Lauterbach. 18) Johann Conrad Heun, Landwirth von Melbach. 19) Johannes Reitz III., Landwirth von Bernsfeld. 20) Ludwig Kunkel, Landwirth von Burk⸗ hards. 21) Conr. Stroh, Occonom von Eifa. 22) Peter Blöcher IV., Landwirth von Oberrosbach. 23) Johannes Jöckel V., Bäcker von Grün⸗ berg. 24) Anton Seippel III., Specereihändler von Eichelſachſen. 25) Jacob Hils III., Branntweinhändler von Ortenberg. 26) Philipp Stumpf, Wirth von Oſſenheim. 27) Conrad Groh II., Landwirth von Niederrosbach. 28) Johannes Groh III., Landwirth von Niederros⸗ bach. 29) Carl Draudt, Branntweinbrenner von Niederweiſel. 30) Gg. Wehrum J., Landwirth von Rodheim v. d. Höhe. g

Lokales.

* In der Nacht vom letzten November auf den erſten December wurde in dem Billet-Bureau des hieſigen Bahnhofgebäudes von unbe⸗ fugten Händen der Kaſſeſturz vorgenommen und dabei die Summe von circa fl. 300, meiſt in Guldenſtücken und kleiner Münze, entwendet. Wie verlautet, müſſen die Thüren und die Kaſſe ſelbſt mittelſt Nach⸗ ſchlüſſel geöffnet worden ſein, da dieſelben, wenngleich fie am Morgen offen gefunden wurden, doch keinerlei Spur irgend einer Beſchädigung an ſich trugen. Der Dieb hatte, wahrſcheinlich aus Vorſicht, um für den Fall möglicher Störung leichter das Freie finden zu können, beide Eingänge zum Bureau erſchloſſen, nahm ſich aber bei ſeinem Geſchäfte doch ſo viel Zeit, die gerollten Gelder ihrer papiernen Hüllen zu ent⸗ ledigen und dirſe zurückzulaſſen. Von dem verrufenen Kleeblatt dreier schlechten Groſchen ſcheint der Dieb mit Verachtung ſeine Hand zurück⸗ gezogen zu haben, ſie bildeten von dem Kaſſebeſtande den traurigen lleberreſt, welchen er mitzunehmen verſchmäht hatte. Bis jetzt ſoll man wegen des Thäters ohne allen Verdacht uud ohne alle Spur ſein.

* Wie aus dem umſtehenden Marktbericht erſichtlich, war unſer Fruchtmarkt am verfloſſenen Freitag trotz der ſehr unfreundlichen Witte⸗ rung dennoch mit nicht unbedeutenden Quantitäten Frucht befahren; auch Käufer hatten ſich zahlreich eingefunden. Die Preiſe ſind bier und auf anderen Märkten etwas gewichen, wie denn auch aus Mainz berichtet wird, daß im Waizengeſchäft eine kleine Stockung eingetreten, da man wahrſcheinlich in Folge des zu Anfang voriger Woche eingetretenen Fro⸗ ſtes eine Unterbrechung der Schifffahrt beſorgte. Der lebhafte Ver⸗ kehr auf unſerem Markte liefert den Beweis, daß ſich unſere Oekonomen und Landleute mehr und mehr mit den Fruchtmärkten befreundet und die unleugbaren Vortheile für Verkäufer wie für Käufer eingeſehen ha⸗ ben. Es iſt daßhalb alle Hoffnung vorhanden, daß die ſeitherige Frequenz unſers Marktes auch ferner beſtehen bleibt, zumal von Seiten der ſlädtiſchen Verwaltung Alles aufgeboten wird, alle im Intereſſe der Verkäufer wie der Käufer noch zu wünſchenden Einrichtungen in's Le⸗ ben zu rufen. 3

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